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Die besten Workstation- und Creation-Grafikkarten 2020 (Juni-Update)

Update vom 03.06.2020

Es wurden weitere Benchmarks zugefügt, insbesondere unter Berücksichtigung der Hardwarebeschleunigung (AI, Rendering). Darüber hinaus wurde die Aufteilung der Benchmarkseite angepasst un neu gegliedert. Unsere Workstation-Grafikkarten-Charts sind ein fließender Prozess, der die Marktsituation berücksichtigt und viele zusätzliche Informationen bietet, welche die Hersteller leider oft nicht veröffentlichen. Dazu gehören neben den eigentlichen Performance-Benchmarks auch präzise Messungen der Leistungsaufnahme, Netzteilempfehlungen und thermografische Analysen (Infrarot). Ich werde sowohl die Liste der getesteten Modelle, je nach Verfügbarkeit, erweiteren als auch neue Tests hinzufügen, soweit es Zeit und Nachfrage so ermöglichen. Das wird dann wiederum als Update samt Detailinformationen geschehen.

Benchmarks & Messdaten

 

Aktuelle Reviews & News

 

Einführung

Wie testet man Grafikkarten im Workstation-Bereich am besten? Natürlich mit angemessener Software und nicht nur mit einen wenigen, totoptimierten Synthetics. Doch nicht nur die Software entscheidet, sondern auch die Hardware. Genau da habe ich ebenfalls noch einmal angesetzt und im Vorfeld lange überlegt. Am Ende habe ich mich, weil es ja analog zum Test der Gaming-Karten nicht nur auf die pro Thread schnellste CPU, sondern das Gesamtpaket mit PCIe 4.0  ankommt, gegen den zunächst angedachten Core i9-9900K und stattdessen für einen Ryzen 9 3950X samt X570 Motherboard entschieden.

Die verbauten 32 GB Speicher sind aktuell ausreichend, vielleicht lege ich ja später noch einmal nach. Derzeit ist DDR4 3200 von G-Skill verbaut, der im XMP-Profil läuft. Versorgt wird der ganze Spaß von einem Seasonic Prime Titanium und 1000 Watt Maximalleistung, was auch für mGPU noch völlig ausreichend ist. Die Kühlung übernimmt eine modifizierter Alphacool Eiswolf mit erweitertem Schnellverschluss-System. Auf der CPU sitzt ein Alphacool XPX, eine Grafikkarte könnte man noch dazwischen stecken.

Beim Monitor habe ich mich bewusst für eine echte Profi-Lösung entschieden. Der fast Rahmenlose BenQ PD322020U ist mit seinen 31,5 Zoll Diagonale und 3840 x 2160 Pixeln groß genug, verfügt über ein vorzügliches AHVA-Panel von AU Optronics und deckt mit 10 Bit Farbtiefe (1.07 Mrd. Farben) die benötigten Farbräume fast vollständig ab. Die Ergonomie ist nahezu perfekt und man kann es (bis hin zur Pivot-Funktion) drehen und wenden wie man will – eine Einstellung passt immer.

Einer der Hauptgründe für die Auswahl dieses Monitors für die Testreihen ist aber neben der vorzüglichen Bildqualität und Ergonomie die sehr gute Konnektivität. Neben DP 1.4a und 2x HDMI 2.0 findet man USB 3.1 bis hin zu Type C und Thunderbolt 3. Eine Besonderheit ist die Funktionalität als KVM-Switch, indem man die am Bildschirm anschließbare Tastatur und Maus dem aktiven Bildschirm zuordnen kann. Gerade beim Testen ist diese Feature unbezahlbar, denn es spart extrem viel Platz.  Bild-im-Bild geht übrigens genauso, wie das gleichzeitige Anzeigen mehrerer Eingänge.

 

Testsystem und Auswertungssoftware

Das Benchmarksystem ist neu, die Messung der Leistungsaufnahme erfolgt hier im Speziallabor dann zweigleisig mittels hochauflösender Oszillographen-Technik…

…und dem Messaufbau für Grafikkarten (Bilder unten), wo am Ende auch die thermografischen Infrarot-Aufnahmen mit einer hochauflösenden Industrie-Kamera erstellt werden.

 

Die einzelnen Komponenten des Testsystems habe ich auch noch einmal tabellarisch zusammengefasst:

Test System and Equipment
Hardware:

AMD Ryzen 9 3950X
MSI MEG X570 Godlike4x 8GB G.Skill FlareX DDR4 3200
1x 2 TByte Aorus (NVMe System SSD, PCIe Gen. 4)
1x 500 GB Toshiba RC500
1x Seagate FastSSD Portable USB-C
Seasonic Prime 1300 Watt Titanium PSU

Cooling:
Alphacool Eisblock XPX Pro
Alphacool Eiswolf (modified)
Thermal Grizzly Kryonaut
Case:
Raijintek Paean
Monitor:BenQ PD3220U
Power Consumption:

Oscilloscope-based system:
Non-contact direct current measurement on PCIe slot (riser card)
Non-contact direct current measurement at the external PCIe power supply
Direct voltage measurement at the respective connectors and at the power supply unit
2x Rohde & Schwarz HMO 3054, 500 MHz multichannel oscilloscope with memory function
4x Rohde & Schwarz HZO50, current clamp adapter (1 mA to 30 A, 100 KHz, DC)
4x Rohde & Schwarz HZ355, probe (10:1, 500 MHz)
1x Rohde & Schwarz HMC 8012, HiRes digital multimeter with memory function

MCU-based shunt measuring
Up to 10 channels (max. 100 values per second)
Special riser card with shunts for the PCIe x16 Slot (PEG)

Thermal Imager:
1x Optris PI640 + 2x Xi400 Thermal Imagers
Pix Connect Software
Type K Class 1 thermal sensors (up to 4 channels)
Acoustics:
NTI Audio M2211 (with calibration file)
Steinberg UR12 (with phantom power for the microphones)
Creative X7, Smaart v.7
Own anechoic chamber, 3.5 x 1.8 x 2.2 m (LxTxH)
Axial measurements, perpendicular to the centre of the sound source(s), measuring distance 50 cm
Noise emission in dBA (slow) as RTA measurement
Frequency spectrum as graphic
OS:Windows 10 Pro (1909, all updates, current certified drivers)

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About the author

Igor Wallossek

Chefredakteur und Namensgeber von igor'sLAB als inhaltlichem Nachfolger von Tom's Hardware Deutschland, deren Lizenz im Juni 2019 zurückgegeben wurde, um den qualitativen Ansprüchen der Webinhalte und Herausforderungen der neuen Medien wie z.B. YouTube mit einem eigenen Kanal besser gerecht werden zu können.

Computer-Nerd seit 1983, Audio-Freak seit 1979 und seit über 50 Jahren so ziemlich offen für alles, was einen Stecker oder einen Akku hat.

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