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AMD Radeon Pro W7600 und Radeon Pro W7500: Neue professionelle Grafikkarten für CAD, 3D-Rendering, Videobearbeitung und maschinelles Lernen

AMD hat heute zwei neue professionelle Grafikkarten vorgestellt, die Radeon Pro W7600 und Radeon Pro W7500. Beide Karten basieren auf der neuen RDNA 3-Architektur und bieten eine Reihe von Funktionen, die sie für eine Vielzahl von professionellen Anwendungen geeignet machen. Damit rundet AMD die Produktfamilie nach unten hin ab. Eine Radeon W7700 wurde bisher noch nicht kolpertiert, wobei zwischen beiden Gruppen nch eine riesige Lücke klafft, in der eine mögliche Radeon Pro W7000 für ca. 1000 bis 1200 USD noch locker Platz finden würde.

Die Radeon Pro W7600 ist die leistungsstärkere der beiden neuen Karten und verfügt über 32 Compute Units, 2.048 Stream-Prozessoren und 8 GB GDDR6-Speicher. Sie bietet eine Leistung von bis zu 20 TFLOPS und eine Bandbreite von bis zu 288 GB/s. Die Radeon Pro W7500 hat 28 Compute Units, 1.792 Stream-Prozessoren und 8 GB GDDR6-Speicher. Sie bietet eine Leistung von bis zu 12 TFLOPS und eine Bandbreite von bis zu 176 GB/s. Die Radeon Pro W7600 und Radeon Pro W7500 sind ab sofort erhältlich. Der Preis für die Radeon Pro W7600 beträgt 599 US-Dollar, der Preis für die Radeon Pro W7500 beträgt 429 US-Dollar.

Beide Karten verfügen über eine Reihe von Funktionen, die sie für professionelle Anwendungen geeignet machen. Dazu gehören Unterstützung für DirectX 12 Ultimate, OpenCL 2.1 und Vulkan 1.3. Sie verfügen auch über eine Reihe von Sicherheitsfunktionen, wie z. B. AMD Secure Workstation und AMD Enterprise Security. Die Radeon Pro W7600 und Radeon Pro W7500 bieten eine deutlich bessere Leistung als ihre Vorgänger, die Radeon Pro W6600 und Radeon Pro W6500.

Die Radeon Pro W7600 ist bis zu 50 % schneller als die Radeon Pro W6600 bei der Verarbeitung von CAD-Daten und bis zu 30 % schneller bei der Verarbeitung von 3D-Modellen. Die Radeon Pro W7500 ist bis zu 40 % schneller als die Radeon Pro W6500 bei der Verarbeitung von Videomaterial und bis zu 20 % schneller bei der Verarbeitung von KI-Modellen.

Die Radeon Pro W7600 und Radeon Pro W7500 verfügen über eine Reihe von Funktionen, die sie für professionelle Anwendungen geeignet machen. Dazu gehören:

  • Unterstützung für DirectX 12 Ultimate, OpenCL 2.1 und Vulkan 1.3
  • AMD Secure Workstation und AMD Enterprise Security
  • 4 DisplayPort 2.1-Anschlüsse
  • 1 PCIe 4.0-Steckplatz
  • 8 GB GDDR6-Speicher
  • 20 TFLOPS Leistung
  • 288 GB/s Bandbreite
AMD Radeon PRO W7600 & W7500 - Press Deck FINAL Small

 

Und was bleibt uns zum Schluss? Die Radeon Pro W7600 und Radeon Pro W7500 sind zwei leistungsstarke und vielseitige Grafikkarten im Einsteiger-Bereich, die für eine Vielzahl von professionellen Anwendungen geeignet sind. Sie bieten eine hervorragende Leistung, eine breite Palette von Funktionen und eine hohe Sicherheit.

Ankündigung der neuen Workstation Benchmark-Übersicht

Wie schnell die gesamte Produktlinie, auch im Vergleich zur Mitbewerberin sind, wird ein großer Workstation-Test klären, für den ich dann die Vollversionen der ganz großen Software-Suiten auffahren werde. Von Inventor Pro und PT Creo 9, über Solidworks 2022 und AutoCAD 2024 bis hin zu Premiere Pro CC, Photoshop CC, After Effects CC und Blender ist alles dabei. Dazu kommen einige Standard-Benchmarks und etwas GPGPU Compute. Das alles braucht natürlich seine Zeit, denn pro Karte läufen die Benchmarks mindestenes 24 Stunden und das Meiste lässt sich leider auch nicht automatisieren. Aber es lässt sich schön vervollständigen, so dass ich nach und nach auch meine Altbestände der Vorgängermodelle mit einpflegen kann.

 

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krelog

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im Text steht 16GB Speicher aber die Folien sagen alle 8 ist wohl nen Schreibfehler oder gibts da noch ne andere Variante?

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Igor Wallossek

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V
Volta

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8 Kommentare 3 Likes

Basiert die W7600 auf der gleichen Basis wie die RX 7600?

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eastcoast_pete

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1,569 Kommentare 898 Likes

1. Auf den großen Workstation Test freue ich mich schon!
2. Die Lücke ist ja nicht nur in der Preisspanne, sondern v.a. auch in der Ausstattung mit VRAM sehr deutlich. Zwischen 8 GB und 32 GB für die nächst größere Karte (die auch 4 Mal so teuer ist) klafft eine Riesenlücke, und die schreit geradezu nach einer 16 GB Karte.
24 GB wären auch schön, aber die Karte würde wahrscheinlich weit über € 1000 kosten, und der nächst größeren Schwester etwas zu nahe auf den Pelz rücken.
3. Und der große Workstation Test wird wohl auch zeigen, wie gut der Treiber Support für die Anwendungen ist. Hoffentlich hat AMD sich hier reingekniet.

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eastcoast_pete

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1,569 Kommentare 898 Likes

Hab mir gerade die Folien von AMD angeschaut, und es sieht so aus, daß das VRAM auf den kleinen Karten kein ECC GDDR6 ist. Stimmt das so?

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gerTHW84

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409 Kommentare 248 Likes

GDDR verfügt grundsätzlich über keinerlei ECC-Funktionalität. Auf professionellen Produkten, die ECC implementieren, erfolgt dies über den Speichercontroller. Hierbei wird ein Bereich des VRAM reserviert und für Checksummen verwendet, d. h. der Bereich steht der normalen Verwendung/Applikation nicht mehr zur Verfügung. Der Speichercontroller liest dann den entsprechenden Speicherbereich aus, der geladen werden soll und liest in einer zweiten Leseoperation im reservierten Speicherblock die zugehörigen Checksummen für den eingelesenen Block und führt daraufhin die Prüfsummenberechnung aus und vergleicht diese mit den Checksummen.
Die beiden kleinen Karten werden von AMD als nicht ECC-fähig angegeben, was zwei Gründe haben wird, a) Produktdiversifikation, denn wer echten ECC-Bedarf hat möge auch bitte etwas tiefer in die Tasche langen und b) die beiden Modelle haben eh schon nur 8 GB und der effektiv zur Verfügung stehende Speicher würde sich mit ECC weiter reduzieren. Manch ein Anwender würde das vielleicht gerne in Kauf nehmen und damit kommt man wieder zu Punkt a) zurück, d. h. es ist auch bewusste Produktpolitik.

nVidia handhabt das etwas anders, hier gibt es die kleine RTX A2000 in der 6 GB-Variante ebenso mit ECC-Funktionalität, jedoch sind die Karten vom Marktführer grundsätzlich teuerer. ;-)

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Klicke zum Ausklappem
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Novasun

Veteran

124 Kommentare 75 Likes

@Igor Wallossek Im ersten Abschnitt:

wobei zwischen beiden Gruppen nch eine riesige

Ich kaufe ein O für nOch :cool:

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Novasun

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124 Kommentare 75 Likes

Treiber ist das eine. Das andere ist das AMD HIP SDK.

Damit können Softwareanbieter Ihren CUDA Code generell lauffähig auch auf nicht CUDA Kompatiblen GPU`s machen. Das wird interessant wie gut das dann performt. Nur denke ich das wird noch etwas Zeit in Anspruch nehmen bis da was kommt.

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Furda

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663 Kommentare 371 Likes

Hypothetisch.

😜😂

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Furda

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663 Kommentare 371 Likes

Wie laut ist bei solchen Karten die Kühlung? Ist ja alles ziemlich kompakt + Blower. Sind die für 9 Stunden / Tag konzentriertes und ungestörtes = leises Arbeiten ausgelegt?

So dünn ist dazu prädestiniert, gleich ein paar nebeneinander in eine WorkStation zu stecken - dürfte dann aber ziemlich laut werden.

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About the author

Igor Wallossek

Chefredakteur und Namensgeber von igor'sLAB als inhaltlichem Nachfolger von Tom's Hardware Deutschland, deren Lizenz im Juni 2019 zurückgegeben wurde, um den qualitativen Ansprüchen der Webinhalte und Herausforderungen der neuen Medien wie z.B. YouTube mit einem eigenen Kanal besser gerecht werden zu können.

Computer-Nerd seit 1983, Audio-Freak seit 1979 und seit über 50 Jahren so ziemlich offen für alles, was einen Stecker oder einen Akku hat.

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