Grafikkarten Testberichte VGA

NVIDIA GeForce RTX 3060 12 GB im Test mit einer Boardpartnerkarte. Was kann die MSI RTX 3060 Gaming X Trio als Ampere-Einstiegsdroge?

Rendering

Jetzt wird es wirklich interessant, denn Arnold ist der neueste Raytracing-Renderer von Autodesk, der für die Anforderungen von Animationen in Spielfilmlänge und visuellen Effekten entwickelt wurde. Arnold wird in über 300 Studios weltweit eingesetzt, darunter ILM, Framestore, MPC, The Mill und Digic Pictures und anderen. Arnold war auch der primäre Renderer bei Dutzenden von Filmen, von Monster House und Cloudy with a Chance of Meatballs bis hin zu Pacific Rim und Gravity . Er ist als eigenständiger Renderer für Linux, Windows und Mac OS X verfügbar und als Plug-In für Maya, 3ds Max , Houdini, Cinema 4D und Katana.

NVIDIA und Autodesk haben zusammengearbeitet, um das Raytracing in Arnold mit RTX-GPUs zu beschleunigen. Diese ermöglicht es den Artists, interaktiver mit ihren Modellen zu arbeiten und weniger Zeit mit dem Warten auf ihre Hardware zu vertrödeln. Durch die Kombination des schnellen RTX-beschleunigten Renderings und des GPU-beschleunigten KI-Denoisings sind zudem schnelle Iteration durch Änderungen bei Materialien, Beleuchtung, Kamera Position und Umgebung möglich und die Auswirkungen mit blitzschnellen Aktualisierungen sichtbar.

Man sieht den Vorteil der RTX-Karten gegenüber den älteren Pascal-Modellen sehr deutlich, denn die langsamste Turing-RTX ist immer noch fast doppelt so schnell, wie das ältere Pascal-Flaggschiff. Und die neue GeForce RTX 3060? Die liegt fast gleichauf mit einer RTX 2080 Ti , nicht mal schlecht.

Blender ist eine äußerst beliebte kostenlose und vor allem auch quelloffene 3D-Suite. Sie unterstützt fast die gesamte Bandbreite der 3D-Pipeline-Modellierung, Rigging, Animation, Simulation, Rendering, Compositing und Bewegungsverfolgung, Videobearbeitung sowie 2D-Animation. Also quasi fast alles, was das Thema hergibt. Seit der Veröffentlichung des Updates 2.81 unterstützt Blender jetzt das RTX-beschleunigte Rendern mit der NVIDIA OptiX-Rendering-API im Cycles-Renderer.

Dies verkürzt die Renderzeiten auf NVIDIAs RTX-GPUs und beschleunigt die Renderausgabe im Vergleich zu CUDA oder OpenCL noch einmal ungemein. Die Messung der finalen Renderzeiten ist eine gute Möglichkeit, die Fähigkeiten von GPUs zu bewerten, wenn es um effizientes und möglichst unbehindertes Arbeiten geht. Die GeForce RTX 3060 ist, wie auch schon in Maya samt Arnold, schneller als die RTX 2080 Super und die Quadro RTX 5000.

 

DaVinci Resolve 16 ist die neueste Version der Videobearbeitungs-Software von Black Magic Design, die professionellen Schnitt, Farbkorrektur, visuelle Effekte und Audio-Postproduktion kombiniert. Man kann in Echtzeit zwischen Bearbeitung, Farbe, Effekten und Audio wechseln, während man Videomaterial mit bis zu 8K Auflösung bearbeitet. Die Kernfunktionen in Resolve werden sowohl von CUDA als auch OpenCL beschleunigt, darunter die Verarbeitung von RAW-Dateien, die Farbkorrektur, erweiterte Videofilter und das Compositing.

Die aktuelle Version 16 führt zudem noch weitere, neue GPU-beschleunigte Funktionen ein, darunter Scopes und Funktionen, welche die neue DaVinci Neural Engine verwenden, welche auf maschinelles Lernen setzt, um leistungsstarke neue Funktionen wie Gesichtserkennung, Schätzung der Geschwindigkeit der Verformungsbewegung (Speed Warp Motion), automatische Gesichtsverfolgung und -verbesserung, Super-Skalierung, automatische Farb- und eine smarte Farbanpassung zu ermöglichen.

Das Beispielprojekt für den ersten Benchmark verwendet dieses Filmmaterial in voller 4K-Auflösung ohne Down-Sampling oder Verwendung von irgendwelchen Proxies. Zusätzlich verwendet das SuperScale-Upsampling-Beispiel eine 4K-ProRES- und eine HD-H.264-Videodatei.

 

Wer kennt es nicht? Adobe Photoshop Lightroom Classic CC ist ein recht beliebtes Bildbearbeitungs- und Digital Asset Management-Werkzeug für Fotografen, um beim Einsatz von RAW-Formaten die Qualität ihrer Bilder erheblich zu verbessern, indem man Eigenschaften wie Weißpunkt, Belichtung, Farbe und Farbton ändern kann. Während Adobe Lightroom bei der Bearbeitung und Anzeige von Bildern im Ansichtsfenster die einfache GPU-Beschleunigung nutzt, verwendet die neueste Version von Lightroom nun auch die GPU-beschleunigte KI zur Verbesserung der Details.

Unter Verwendung der Sensei KI-Plattform schulten die Ingenieure von Adobe ein neuronales Netzwerk, um RAW-Bilder mit Schwerpunkt auf dem Problembereich der Interpolation von RAW-Dateien zu demosaieren. Die Funktion zur Detailverbesserung nutzt die RTX-Tensor Cores zur Verarbeitung von RAW-Dateien über das neuronale Netzwerk (bei GPUs ohne Tensor Cores nutzt diese Funktion die normale GPU-Berechnung). Das Ergebnis ist die Fähigkeit, mehr Bilddetails aus der Original-RAW-Datei zu extrahieren, als es mit der traditionellen Interpolationsmethode möglich ist. Die älteren Pascal- und Vega-Karten schneiden hier am Ende bei der Rechenzeit deutlich schlechter ab.

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Dummbatz

Veteran

181 Kommentare 45 Likes

Bin verwirrt:

Text: der Speicherausbau mit 8 GB am 192-Bit Interface.

Scrennshot darunter: 12 GB

Tabelle dann 16 GB ??

Weiter im Text: Außerdem sieht man die sechs 2 GB großen GDDR6 Speichermodule mit den 16 Gbps von Samsung. Mehr Aufreger gibt es nicht.

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G
Grimmm

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14 Kommentare 3 Likes

Ist ein Tippfehler. Die karte hat 12GB an 192-Bit
8 wären gar nicht möglich ^^

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e
eastcoast_pete

Veteran

226 Kommentare 55 Likes

Danke Igor! Ja, eigentlich eine nette Karte, und uU genau das, wonach ich suche - gut für Video- und Bildverarbeitung (Hobby), und noch brauchbar zum Spielen. Wenn die 3060er jetzt noch erhältlich und erschwinglich wären, wäre sowas gekauft.
Und, mit Team Red: Leider, leider hat AMD bei der Softwareanbindung immer noch viel weniger und v.a. weniger ausgereifte Unterstützung von Adobe, Da Vinci usw. Und alle Hardware Pracht scheint eben nicht so hell wenn die Software nicht mitmacht oder da ist. Bei Spielen ist das eben nicht so, da kann Navi zeigen, was es kann.

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Igor Wallossek

Format©

5,960 Kommentare 9,397 Likes

Ja mei, früh um 4 Uhr ist man noch etwas tüdelig im Kopp. Ist längst gefixt. Der Treiber kam erst Sonntag abend. Ergo waren 3 Tage Zeit für alles plus ein weiterer Test (der mit dem 500 Watt Netzteil). Nennen wir es mal Schwund :D

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Derfnam

Urgestein

6,021 Kommentare 1,351 Likes

Kostet nicht lieferbare 649.-, also nichtmal doppelte Unverbindlichkeit. Wobei ich die 329.- schon als arg hoch ansehe,

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FritzHunter01

Moderator

329 Kommentare 271 Likes

Welcome to a new hardware unavailable...
Aber dafür kann Igor ja nix! Geiles Review, wie immer!

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Arcaras

Mitglied

22 Kommentare 10 Likes

Der GPU-Z Screenshot sagt 13,25 Milliarden Transistoren, die Tabelle darunter sagt 12 Milliarden :unsure:. Wird da anders gezählt oder woher kommt der Unterschied?

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D
Deridex

Urgestein

1,705 Kommentare 531 Likes

Wäre aus meiner Sicht zur UVP eine wirklich schöne Grafikkarte. Bei den aktuellen Preisen warte ich aber lieber.

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Igor Wallossek

Format©

5,960 Kommentare 9,397 Likes

Micha trägt nur ein, was er als Wert zugespielt bekommt, da wird nichts ausgelesen. Die 12 Mrd kamen heute offiziell von NVIDIA, genauso wie die Chipfläche.

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Arcaras

Mitglied

22 Kommentare 10 Likes

Ah, alles klar. Danke für die Klarstellung (y).

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About the author

Igor Wallossek

Chefredakteur und Namensgeber von igor'sLAB als inhaltlichem Nachfolger von Tom's Hardware Deutschland, deren Lizenz im Juni 2019 zurückgegeben wurde, um den qualitativen Ansprüchen der Webinhalte und Herausforderungen der neuen Medien wie z.B. YouTube mit einem eigenen Kanal besser gerecht werden zu können.

Computer-Nerd seit 1983, Audio-Freak seit 1979 und seit über 50 Jahren so ziemlich offen für alles, was einen Stecker oder einen Akku hat.

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