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QIDI TECH X-Plus 3 V2 3D-Drucker im Test – Ist da noch Platz im Hobbykeller?

Testdrucke

Anfangs hatte ich etwas Bedenken was die Haftung auf der doch sehr rauen PEI-Druckoberfläche angeht, während des gesamten Testzeitraum habe ich aber nicht ein einziges Problem damit gehabt.

Zuerst der All-in-One Drucktest von Barcode3D aus PLA NX2 marine blau von Extrudr. Insgesamt ein passables Ergebnis für das Standard-Druckprofil. Wie man an der einen Ecke sehen kann, habe ich On-The-Fly nochmal den etwas zu hohen Z-Offset anpassen müssen. Minimal niedrigere Temperaturen würden dann auch das leichte Stringing abstellen.

Diesen Clearence-Fidgetspinner von Sci3D mit immer kleiner werdenden Abständen zwischen den beweglichen Teilen habe ich in Bambu Lab Basic PLA gedruckt. Für eine hübschere Oberfläche könnte hier noch der Flow angepasst werden, rein funktional war aber alles. Die Rädchen für 0,5, 0,4 sowie 0,3 waren direkt frei. 0,2 löste sich mit leichtem Druck und 0,15 war mit mittlerem Druck freizubekommen. Sehr gut für ein unkalibriertes Ergebnis.

Dieser von mir erstellte  Z-Wobble-Test aus rotem Geetech PLA zeigt keinerlei Artefakte, an dieser Stelle also ein perfektes Druckergebnis.

Dieses erste Benchy (1) wurde im “0,20mm Fine”-Profil mit 10% Grid Infill gedruckt, wofür der X-Plus 3 insgesamt 34 Minuten und 44 Sekunden gebraucht hat.

Im nächsten Durchlauf habe ich die Einstellungen nach den Regeln des #SpeedBoatRace Wettbewerbs angepasst. Nach 26 Minuten und 57 Sekunden war auch dieses Bötchen (2) fertig.

Auf dem mitgelieferten USB-Stick gab es auch einen fertig Gcode für dieses dritte Benchy, mal wieder ohne Angabe von den konkreten Einstellungen. Daher nur der Vollständigkeit halber, gedruckt war es in 17 Minuten 12 Sekunden.

Um den großen Bauraum auch einmal testen zu können, habe ich eine von mir modifizierte 2-Bay ITX NAS gedruckt.

Neben den Artefakten bedingt durch die vielen Retracts lässt sich auf der großen Fläche auch nochmal gut erkennen, wie rau die Druckoberfläche ist.

Auch ein mehrteiliges Sparschwein von Area3D als kleines Geschenk für einen jungen Minenarbeiter habe ich erfolgreich gedruckt.

Passgenauigkeit ist ebenfalls gut, die dafür vorgesehene CPU passt genau in diese Sockel 1155 Box von xavita.

Auch größere Objekte aus ABS waren ohne Warping problemlos machbar.

Meine ersten Versuche mit Extrudr ASA DuraPro sind ebenfalls von Erfolg gekrönt gewesen, auch wenn durch verschiedene Geschwindigkeiten der Layer die Farbegebung etwas variiert.

Auch hier habe ich wieder mit der Flow Benchmark Webseite den Durchsatz des Hotends getestet. Ab etwa 5% verringerter Extrusion wird man spätestens Artefakte im Druckbild sehen, dank verlängerter Nozzle kann bei höheren Temperaturen aber ein guter Wert erreicht werden. Die beworbenen 35 mm³/s konnte ich mit meinem Filament trotzdem nicht erreichen.

Apropos Filament, direkt im QIDI Slicer gibt es auch eine nützliche Übersicht, wie die verschiedenen Filamente am besten gehandhabt sowie verarbeitet werden sollen.

Zudem wird am Drucker beispielsweise bei PLA darauf hingewiesen, dass man den Deckel und die Tür geöffnet lassen soll. Ich habe diese Nachricht absichtlich auch einige Male ignoriert, zu Verstopfungen im Hotend kam es trotzdem nicht. Dennoch kann es nicht schaden, wenigstens die Front offen stehen zu lassen.

Kommentar

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Tim Kutzner

Moderator

856 Kommentare 700 Likes

Scheinbar gibts es nochmal eine neuere Version mit anderem Extruder-Gehäuse.
Da Qidi davon aber nichts hat verlauten lassen, wird so getestet wie erhalten :D

Danke an Nico Fritzler in den Kommentaren bei Facebook:

Antwort 1 Like

Danke für die Spende



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About the author

Tim Kutzner

Unterstützende Kraft bei den Themen Kühler, Peripherie und 3D-Druck.
Linux-Novize und Möchtegern-Datenhorder mit DIY NAS.

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