Grafikkarten Praxis Testberichte

Rettung einer Gainward RTX 2080 Ti Phoenix GS – Wärmeleit-Pads richtig ersetzen | Praxis

Klappe zu Affe tot? Mitnichten, denn die Karte tut es fast besser als das Original! Ich lasse zum Test Furmark laufen und freue mich über wirklich gute Temperaturen, die mehr als 20 Grad unter denen der Karte im eingeschickten Zustand liegen. Patient gerettet, die Gaming-Session natürlich auch! Nach über 20 Stunden Volllast habe ich das Teil wieder abkühlen lassen und für den Rücktransport eingepackt. Ein glückliches Community-Mitglied mehr und ein Stück Elektronik-Schrott weniger stehen nun auf der Haben-Seite.

Die reine Umbauzeit einschließlich Reinigung und Vermessung lag bei ca. 1 Stunde, wobei da auch noch ein Kaffee dazwischen kam.  Damit hält sich so eine Geschichte zeitlich natürlich voll im Rahmen dessen, was ich auch schon mal zwischendurch mit einplanen kann, nur sollte es wirklich nicht zur Gewohnheit werden. Solange ich helfen kann und die Sache vermeintlich aussichtslos erscheint, helfe ich natürlich gern, bitte aber, das über eine PN im Forum zu erledigen und eine genaue Fehlerbeschreibung nicht zu vergessen. Auf Mails reagiere ich nicht, das ist mir einfach zu unübersichtlich, zu viel und wirklich kein böser Wille.

Die Temperaturen möchte ich Euch natürlich nicht vorenthalten. Bei ca. 260 Watt realer Leistungsaufnahme der gesamten Karte pegelt sich die GPU-Temperatur im Furmark (Open Benchtable) bei alternierenden 71 bis 72 °C ein. Die Lüfter drehen mit ca. 1350 U/min recht niedrig und bleiben dadurch auch schön leise. Damit kann man leben und spielen, garantiert.

Damit wäre ich dann auch schon durch und ich hoffe, Ihr konntet den einen oder anderen Tipp mitnehmen. Pads sind zickig, ich weiß, aber alles andere als ein Mysterium. Man braucht nur etwas Praxis und kleine Starthilfen, dann klappt auch der Umbau. Wer Probleme hat: das Forum ist hilfsbereit und immer für Euch da!

 

Kommentar

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Hans Yolo

Veteran

117 Kommentare 24 Likes

Vielen Dank für die Erfahrungen und den Bericht. Ich hab ein ähnliches Problem nach einem Umbau der rog strix oc 3090, unter Wasser habe ich neue Pads drin montiert, die von der Höhe stimmen sollten trotzdem habe ich 10-15 grad schlechtere temperaturen für den vram.
werde mir den Artikel in aller Ruhe wieder zu Genüte führen und versuchen für mich etwas abzuleiten. Ein erneutes Umbau erfordert ja jedesmal ein leeren des Kreislaufes, und befüllung zum testen…. 🤮🤮

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LEIV

Urgestein

1,076 Kommentare 354 Likes

Hätte da grad mal ne allgemeine Frage:
Theoretisch reicht es ja aus, 0.5 und 1mm "Brösel" Pads zuhause zu haben, falls man mal an einer GPU rumbasteln will?

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Igor Wallossek

Format©

7,955 Kommentare 13,677 Likes

Im Prinzip ja. Oder noch ein paar Fujipoly wegen der bessen W/mK und den Brösel für den weicheren Abdruck auf der Platine in Kombination :)

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Megaone

Urgestein

1,074 Kommentare 914 Likes

Nach dem Paddesaster der 3000er Serie hab ich meine 3090 auf Wasserkühlung umgebaut. Hab mich eisern an die Empfehlungen aus dem großen Pad Test gehalten. Allein die Pads haben über 40 Euro gekostet. Aber unterm Strich hat es sich gelohnt.

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ro///M3o

Veteran

297 Kommentare 197 Likes

Sehr gut, in solch verrückten Zeiten ist jede gerettete Karte ein großer Gewinn für Umwelt, Gamer und dessen Geldbeutel 😁✌🏼Super Aktion Igor.

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WeAre138

Mitglied

22 Kommentare 5 Likes

Bei Alphacool (die Pads habe ich noch unverbaut hier) wird die Härte mit/nach ASTM 2240 angegeben, wenn die Information überhaupt irgendwo geschrieben steht. Habe lange gebraucht um einige Infos in PDFs oder auf der Webseite zu finden und das lange nicht zu allen Pads.

Beim "Alphacool Apex Soft Wärmeleitpad 11W/mk 100x100x1mm" wird sie z.B. mit 72 Shore OO angegeben - und die sollten doch soft sein!
Also entweder ist das irgendwie 'ne andere Messmethode, die die anwenden oder ich bin zu doof... Aber du schreibst ja auch von SHORE A und nicht von SHORE OO. Verwirrend für den interessierten Nichttechniker. Kann man das vllt. umrechnen?
Leider fand ich zu meinen hier liegenden Pads "Eisschicht Wärmeleitpad - 11W/mK 120x20x1mm" keinerlei Angaben...

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KyoEvo

Neuling

5 Kommentare 0 Likes

Ich will meine 3080Ti mit dem Alphacool Eisblock Aurora Acryl GPX-N ausstatten. Ist auch mein erstes mal das ich eine Custom´s Wasserkühlung ein baue. An Stelle der mitgelieferten 3W/mk Pad´s habe ich auch vor die Alphacool Apex Soft / Eisschicht Wärmeleitpad 11W/mk zu nehmen.
Aber bei dem Härte-Thema müsste ich ja dann eher die Alphacool Rise Ultra Soft Wärmeleitpad 7W/mk. nehmen die einen Shore von 25 haben.
Die 11W/mk gegenüber den 7W/mk haben mich in Igor´sVideo „Wärmeleitpads im Test auf der NVIDIA GeForce RTX 3080 – GDDR6X-Temperaturen um bis zu 50% niedriger!“ aber von der Leistung mehr überzeugt. Was würdet ihr mir raten? Trotzdem die 11W/mk?

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thebagger

Veteran

100 Kommentare 72 Likes

Erst einmal Danke für den informativen Beitrag!

Ist zwar ein kleines bisschen Offtopic aber, ich hab vor ~2,5 Jahren eine 2080 TI auf Wasser umgerüstet und vor ein paar Wochen wieder zurück mit den original Pads (meiner Meinung nach Sauber abgezogen und schön in Folie weggepackt.) Verlieren die Teile auch mit den Jahren ihre Wirkung? Sollte ich da neue draufschrauben?

Ist ne EVGA XC Black Edition / Furmark ~80°C und ~101°C HotSpot.

Fairerweise muss ich anmerken, ich habe den Luftkühler nie getestet vorher.
Falls der Beitrag hier falsch ist gerne verschieben/löschen :)

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feris

Mitglied

36 Kommentare 19 Likes

Spannendes Thema. Ich verschlinge immer mehr Artikel hier, denn es macht Lust auf mehr!
Kleiner Vertipper beim Fazit:

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KyoEvo

Neuling

5 Kommentare 0 Likes

Danke für den Link. Das hilft sehr viel einen besseren Überblick zu bekommen.

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Case39

Urgestein

2,049 Kommentare 634 Likes

@Igor Wallossek Danke für den Artikel und die enthaltenden Tipps.

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i
istherelifeonmars

Mitglied

37 Kommentare 8 Likes

Ich hatte mal das Problem, daß die Schrauben mit den Federn alleine nicht ausreichten, um die Wärmeleitpaste gleichmäßig zu verteilen.
Nach zwei Monaten hatte ich dann immer freezes in Spielen.
Das ganze hatte dann zur Folge, daß ich alles nochmal machen mußte.
Diesmal habe ich aber mit einem Druck mit den Fingern nachgeholfen, damit die Paste sich besser verteilen konnte und hab jetzt seit einem halben Jahr Ruhe bei besseren Temperaturen und ruhigeren Lüftern.

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WeAre138

Mitglied

22 Kommentare 5 Likes

Ja, hilft. Danke Dir!
Ok, ist offtopic: Aber weiß zufällig jemand, wieviel Pads (cm²) ich circa für eine RTX 3080 benötige? Also nur ungefähr, damit ich einen Anhaltspunkt habe, denn die sind ja teilweise doch arg teuer. Wollte eine Gigabyte Gaming OC mit niedrigeren Temparaturen entlasten...

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LEIV

Urgestein

1,076 Kommentare 354 Likes

Eine generelle Auflistung für alle gängigen GPUs wäre schön

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h4rp00n33r

Mitglied

45 Kommentare 11 Likes

Im Artikel steht: "Es ist generell wichtig, nicht zu viel Druck anzuwenden, um nichts zu zerstören oder kleine Komponenten abzureißen. Das geht oft schneller, als man glauben mag!"

Nun bekomme ich ein wenig Schweißperlen auf der Stirn, da ich die Reste zwischen den Kerkos neben dem Die doch recht "beherzt" gereinigt habe. @Igor Wallossek Soll ich sicherheitshalber nochmal mit der Lupe kontrollieren, ob da Lötstellen angerissen sind oder gibt es nur die beiden Zustände "Dran" und "Ab"? Bin da ein wenig paranoid... :confused:

Beim Zusammenbauen waren alle Bauteile dran und die Karte funktioniert auch einwandfrei.

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Martin Gut

Urgestein

6,158 Kommentare 2,515 Likes

Wenn es läuft, würde ich es sein lassen. Mehrmals aufschrauben macht es auch nicht besser. Dazu sieht man auch mit einer Lupe nicht jede Beschädigung. Man ist also nicht viel schlauer, wenn man es nochmals öffnet und prüft.

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h4rp00n33r

Mitglied

45 Kommentare 11 Likes

Das hatte ich befürchtet, trotzdem Danke für die Rückmeldung. Wie gesagt: Läuft seit einem Monat (Wärmeleitpadwechsel) problemlos.

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About the author

Igor Wallossek

Chefredakteur und Namensgeber von igor'sLAB als inhaltlichem Nachfolger von Tom's Hardware Deutschland, deren Lizenz im Juni 2019 zurückgegeben wurde, um den qualitativen Ansprüchen der Webinhalte und Herausforderungen der neuen Medien wie z.B. YouTube mit einem eigenen Kanal besser gerecht werden zu können.

Computer-Nerd seit 1983, Audio-Freak seit 1979 und seit über 50 Jahren so ziemlich offen für alles, was einen Stecker oder einen Akku hat.

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