Kühlung Lüfter Testberichte

Sharkoon Silent Storm 120 mm ARGB Gehäuselüfter im Test – Leiser Preisbrecher mit erstaunlich viel Durchsatz

Der relativ neue Sharkoon Silent Storm 120 mm ARGB Gehäuselüfter wird meiner Meinung nach noch gehörig unterschätzt, denn mit Straßenpreisen von teilweise unter 11 Euro bekommt man einen ARGB-Gehäuselüfter, der nicht nur im Test überzeugen konnte, sondern auch den Geldbeutel ordentlich schont. Natürlich muss man bei diesem Kampfpreis auch kleinere Abstriche in Kauf nehmen, aber das Gesamtpaket ist nahezu unschlagbar günstig. Wo es vielleicht doch nicht ganz reicht und was man für den günstigen Preis so alles bekommt, das wird der heutige Test klären.

Für aktuell knapp 11 Euro ist dieser ARGB-Lüfter eine hochinteressante Offerte aus unteren Preissegment und ein 3-er Pack soll bereits in Planung sein. Und genau hier kommen wir bereits am Anfang zum größten Manko, denn man benötigt eine separaten Hub für Lüfter und ARGB, weil sich beide Anschlüsse leider nicht kaskadieren lassen („Daisy Chain“). Darauf haben wir Sharkoon bereits angesprochen und es wurde zugesagt, auch diese Art der vereinfachten Funktionalität später mal mit zu berücksichtigen.

Der neue Lüfter liegt mit seinen 25 mm Dicke zumindest genau in der Norm, was ihn natürlich am Ende auch vergleichbarer macht, zumal auch der Rest des Designs eher den aktuellen Trends folgt und auf den ersten Blick auch keine waghalsigen Design-Stunts offenbart. Im Gegenteil, alles sieht aus wie erwartet und gewohnt.

Mitgeliefert wird der Lüfter samt Schrauben und vier austauschbare Ecken, auf die ich gleich noch kommen werde. Der Anschluss erfolgt wie gewohnt über einen 4-Pin PWM-Stecker und den normalen, digitalen 5V-RGB-Stecker. Also bitte nicht mit Gewalt auf den 12V-RGB älterer Mainboards prügeln, das geht definitiv schief. Die Kabelherausführung der beiden Flachbandkabel ist ebenfalls analog zu den meisten anderen Lüftern gelöst und stellt somit kein Hindernis dar.

Man setzt auf ein recht brauchbar anmutendes hydro-dynamisches Gleitlager. Mehr ist bei diesem Preis nicht drin und wir haben schon Schlimmeres für mehr Geld gesehen. Dass das Lager mithalten kann, werden später noch die Messungen zeigen.

Der Rotor als Gegenstück zum schwarzen Stator ist ein transluzenter Block mit insgesamt neun Rotorblättern, sowie leicht abgeschrägten Kanten und Ecken. Die transluzenten Lüfterblätter und die RGB-Bespaßung in der Nabe mit insgesamt 9 adressierbaren LED sowie der Verzicht auf einen RGB-Außenring erhalten den originalen Rotor-Durchmesser, was natürlich auch der Performance zugute kommen dürfte. Getragen wird alles von einem schwarzen, schlichten Rahmen, der optisch auf den ersten Blick keine Geheimnisse verbirgt. Der PWM-geregelte Lüfter schafft ein gemessenes Drehzahlband von ca. 500 bis bis 1400 U/min und verzichtet auf einen Fan-Stop. Bei einer PWM Regelung geht der Lüfter also nicht aus, was jedoch aufgrund der nur minimalen Lautstärke nicht stört.

Die Entkopplung mit den seitlich eingeschobenen Gummi-Ecken ist gut gelöst, da sie sich bei angezogener Schraube nicht mit verdreht und diese Ecken auch farblich variierbar sind. Die Spaltmaße und Oberflächenbearbeitung sind übrigens gut. Die Leistungsaufnahme fällt bei vollen Drehzahlen mit 2,16 Watt für den Lüfter (ohne ARGB) angenehm niedrig aus. Aber zu den ganzen Details komme ich gleich noch, denn vor allem PWM-gesteuert sind diese Lüfter besser als man es beim Preis vermuten würde

Formfaktor 120 mm
Stärke 25 mm
PWM Ja
RGB ARGB (Nabe)
Entkoppelt Ja
Farbe Frame Schwarz
Akzentfarbe Weiß
Farbe Rotor Transluzent
Gewicht in g 150
min. Drehzahl 400 U/min (gemessen >= 500 U/min PWM und DC)
max. Drehzahl 1400 U/min
Volumenstrom m3/h 93.6
Volumenstrom CFM 55.09
statischer Druck mmH2O 1.9
Schalldruck dBA 20.4 dBA
Life Time hrs 50.000

Auf der nächsten Seite seht Ihr zunächst, wie und was wir testen und warum. Das Verständnis der Details ist ungemein wichtig, um später die Ergebnisse auch objektiv einordnen zu können. Die Unterschiede zwischen vielen Modellen stecken nämlich eher im Detail und DEN besten Lüfter für alle Situationen kann es eigentlich nur schwerlich geben. Es gibt in jeder Situation ein gewisses Optimum und natürlich auch gute Allrounder. Doch die haben meist so ihren Preis. Wer ganz konkret z.B. mit 60-mm-Radiatoren plant, kann aber vielleicht auch Geld sparen, indem er sich für seinen Einsatzzweck das beste Modell wählt, das vielleicht als Gehäuselüfter gar nicht so gut abschneidet. Und vice versa natürlich.

SilentStorm_120_PWM_prem_de_01

 

Sharkoon RGB Silent Storm PWM, 120mm

CSV-Direct.deLagernd im Versandlager - Lieferzeit 2-5 Werktage9,98 €*Stand: 27.05.22 17:21
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RX480

Urgestein

894 Kommentare 477 Likes

NICE
Man sieht, das doch entspr. der Flügelform ein Unterschied zw. F- und P-Modellen bei niedrigen Drehzahlen auf Radis vorhanden ist.
(da werden wohl die ollen Arctic P12 im 5er Pack weiterhin als Push ne gute Wahl sein, gerade für HPE, die Auroras kann man ja auf der Innenseite als zusätzliche Pull weiter nutzen)

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RedF

Urgestein

2,519 Kommentare 1,097 Likes

Die muss man sich echt merken.

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Igor Wallossek

Format©

6,674 Kommentare 10,873 Likes

Die Werte sind für diesen Preis einfach top :)

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T
Thorsten Heldt

Neuling

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Danke für den Test der schnellen Umsetzung. Schade das der 140er nicht parallel dabei war. Aber ich denke er wird sich vergleichbar verhalten.

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Pascal Mouchel

Moderator

469 Kommentare 497 Likes

In Kürze ich muss etwas nachholen und paar Lüfter Testen. Aber wird sicherlich auch noch die Tage gemessen.

Edit: ich bin gespannt auf die 140er in der Vergangenheit haben immer die 140er etwas zu Humming geneigt daher wird es wirklich interessant was die so veranstalten in der Messbox

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RAZORLIGHT

Veteran

241 Kommentare 136 Likes

Echt klasse Lüfter mit Nachteilen die nicht hätten sein müssen... sowas ärgert mich persönlich immer sehr.
Warum man kein Daisy Chain bzgl. der Anschlüsse realisiert hat ist mir ein Rätsel... das schreit jetzt schon nach einer neuen Revision.

ps. endlich wieder ein Lüfter Test (y)

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C
Caposo

Mitglied

52 Kommentare 5 Likes

Danke wieder mal für so einen ausführlichen Test!
Was ich an der Testmethodik aber immer noch seltsam finde ist der Teil mit dem statischen Druck: Ohne Luftstrom sollte es egal sein, ob noch ein Radiator vor dem Lüfter ist oder wie dick dieser ist. Der statische Druck sollte immer der gleiche sein, da ohne Durchfluss auch der Druck vor und hinter dem Radiator gleich ist. Dass ihr da unterschiedliche Werte messt, liegt wohl eher daran, dass der Aufbau mitsamt Radiator eben nicht mehr 100% dicht ist.
Oder übersehe ich da etwas?

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Pascal Mouchel

Moderator

469 Kommentare 497 Likes

Nein dadurch daß der Radiator da Sitz gibt es einen gegenstau somit eine Verlustleistung gegen die der Lüfter ankämpft. Daher wird die Messung ja hinter dem Radiator gemacht um zu sehen was da hinten noch rauskommt.

Die Kammer muss dazu nicht Dicht sein. Der Druck wird in einem Extra berechnetem Trichter zum Differenzdruck Messer geleitet die Messungen sind auch immer reproduzierbar.

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M
Martin Gut

Urgestein

5,326 Kommentare 2,053 Likes

Bei dem Test misst man so zu sagen in einem beidseitig offenen Rohr. In der Mitte ist der Lüfter und der entsprechende Radiator verbaut. Der Lüfter bläst Luft aus dem ersten Teil des Rohres durch den Radiator in den 2. Teil des Rohres. Die Luft kann sich von da im Raum verteilen, geht aussen rum und wird wieder in das Rohr eingesaugt. Man misst den Druckunterschied vom Anfang des Rohres zum Auslass des Rohres. Es ist somit kein Druckunterschied in stehender Luft sondern in der bewegten Luft, so wie sie sich normal durch das Gehäuse bewegen würde.

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Ion_Tichy

Mitglied

29 Kommentare 10 Likes

Wer nicht viel Geld ausgeben will, sollte sich mal das Speedlink Myx LED Fan Kit mal Ansehen. Optisch finde ich die schöner, da sich die LEDs im Ramen, und nicht in der Nabe befinden. Nachteilig ist, daß sich die Lüfter nicht über das Mainboard steuern lassen und bei Neustart immer mit der höchsten Drehzahl starten.
In der niedrigsten Stufe kommt immer noch ordentlich Wind um meinen Spiele PC kühl zu halten. Für Radiatoren wohl eher nicht geeignet.

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Pascal Mouchel

Moderator

469 Kommentare 497 Likes
C
Caposo

Mitglied

52 Kommentare 5 Likes

Danke für die gut verständliche Erklärung!
Was sagt dieser Messwert denn dann aus? Bzw. warum reicht die Messung des Volumenstroms nicht aus?

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Pascal Mouchel

Moderator

469 Kommentare 497 Likes

Volumenstrom ist nicht alles ein Lüfter kann 200m3/h fördern von A nach B ohne Probleme sobald aber ein Hindernis dazwischen ist wie z.b unsere Radiatoren braucht es noch Druck und da ist der Knackpunkt. In unseren ganzen Tests mit Lüftern sieht man ja schön das es Lüfter gibt die locker durch Radiatoren Luft drücken oder eben nicht.

Daher ist Druck für Radiatoren sehr wichtig jeh mehr der Lüfter da Luft durchjagt umso besser ist der Lüfter dann auch geeignet für Radiatoren. Als reiner Gehäuselüfter ist Druck nicht so wichtig daher gibt es F Flow und P Pressure Lüfter oder welche die denn Spagat versuchen was aber meist nie so ganz klappt.

Daher machen wir die Druck Messungen um klar zu zeigen ok Lüfter X Taugt was auf einem Radiator bis Dicke 45mm für 60 reicht es nicht mehr aus. Slim Radiatoren gehen eigentlich immer selbst billigste Lüfter der Schwerpunkt liegt aber bei 45 und 60mm Radiatoren daaaaa gibt es klare unterschiede.

Du siehst ja auch das sich jeh nach Radiator dicke die Verlustleistung steigt. Kurz gesagt man braucht immer ein Gegenspieler Volumenstrom braucht Druck um effizient auf einem Radiator zu arbeiten. Nur Flow reicht nicht als Messung um eine Aussage zu treffen über die Qualität eines Lüfters bzw. die Nutzbarkeit

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M
Martin Gut

Urgestein

5,326 Kommentare 2,053 Likes

Recht wenig. Ein Lüfter mit hohem Druck hat eher die Fähigkeit auch mit einem dicken Radiator noch gute Leistung zu bringen als einer mit wenig Druck. Da man daraus aber nicht direkt ableiten kann, wie gut der Lüfter sich dann konkret schlägt, bringt die Messung der Fördermengen mit den verschiedenen Radiatoren (wie es Pascal misst) deutlich mehr.

Da der Messwert von den Herstellern angegeben wird, ist auch etwas, was man vergleichen kann. Dazu kann Pascal hier auch nachprüfen, ob die technischen Daten der Hersteller ungefähr stimmen oder ob man aus Werbezwecken getrickst hat. Man muss dabei aber auch immer sehen, dass die Hersteller nicht immer unter den selben Bedingungen messen und darum die Werte abweichen können.

Die technischen Daten sind leider nicht immer sinnvolle Angaben zur Beurteilung eines Produkts. Man gibt gerne einfach alles an, was man so messen kann. Dann kann sich jeder die Daten anschauen, die er wichtig findet. Dass etwas angegeben wird, heisst nicht, dass diese Information auch wichtig ist oder einem eine sinnvolle Einschätzung ermöglicht. Je nach Anwendung kann etwas wichtig sein, oder auch nicht. Die Hersteller versuchen nicht, heraus zu finden, wem was wichtig ist. Man liefert einfach die Daten, die man hat. Dann kann sich jeder heraus suchen, was er will.

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Pascal Mouchel

Moderator

469 Kommentare 497 Likes

Hatten ja schon genug Lüfter mit geschönten Daten.
Und was die Hersteller so angeben muss ja an sich nicht falsch sein, weißt ja selbst als Hersteller muss man genormte Tests verwenden.

Daher glaub ich einfach das so Radiatoren Tests bei denen gar nicht erst vorkommt. Die spannen das in ihren Kanal und dann gehts los.

Unsere Tests sind ja Praxis bezogen.
Was Flow betrifft gibt es kaum geschönte Angaben meistens aber beim Druck. Naja lässt sich eben besser verkaufen wenn man sagt uiii die Lüfter eignen sich super auf einem Radiator.

Die die sich einen Custom Loop anschaffen lassen auch mehr Geld liegen und daher kann man die Zielgruppe gerne mehr schröpfen. (Vielleicht Denkweise)

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About the author

Igor Wallossek, Pascal Mouchel

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