Kühlung Lüfter Testberichte

Sharkoon Silent Storm 120 mm ARGB Gehäuselüfter im Test – Leiser Preisbrecher mit erstaunlich viel Durchsatz

Anlauf- und Abschaltspannung

Dieses Kapitel ist mit viel Vorsicht und Aufmerksamkeit zu genießen, solange es sich nicht um rein analog, also DC-geregelte Lüfter mit 3-Pin-Anschluss handelt. Die PWM-Steuerelektronik steht einer sauberen Spannungsregelung fast immer im Weg und es ist auch deshalb nicht ratsam, PWM-Lüfter über die Spannung zu regeln. Trotzdem haben wir auch diese Messung für alle Modelle, egal ob nun DC- oder PWM-Lüfter durchgeführt, weil auch merkwürdige Ergebnisse viel über die Steuerelektronik und den Einsatz als DC-geregelter Lüfter aussagen.

Zunächst aber überprüfen wir sicherheitshalber die maximale Drehzahl bei 100% PWM und vergleichen diese mit dem Datenblatt. Der Lüfter schafft die angegebenen Daten auch nach dem 24-stündigen Einlaufen immerhin fast. Da ist natürlich meist auch noch eine kleinere Serienstreuung im Spiel, aber das passt so durchaus.

Im heutigen DC-Test sehen wir, dass der Lüfter erst mit Spannungen ab ca. 3.6 Volt anläuft, während der Lüfter von be quiet! mindestens 3.2 Volt benötigt. Die Abschaltspannung liegt bei 3.1 Volt, wobei genau hier auch die reichlich 500 U/min erreicht werden. Doch es ist ein PWM-Lüfter und kann deutlich mehr, als der Hersteller ins Datenblatt geschrieben hat!

Die  Mindestdrehzahl beträgt PWM-geregelt 561 U/min, einen Fan-Stopp gibt es nicht.

Anlauf- und Abschaltverhalten

Die nachfolgenden Messkurven veranschaulichen noch einmal das sehr unterschiedliche Verhalten. Betrachten wir zunächst die DC-Regelung. Hier werden beim neuen Lüfter eher mittelmäßige 561 U/min erreicht, darunter kommt der Lüfter kraftlos zum Stillstand. Nach dem längeren Einlaufen kommt man dann noch etwas darunter, erreicht aber die im Datenblatt angegebenen 400 U/min definitiv nicht.

Wir sehen beim PWM-Protokoll auch sehr gut den Verlauf bis zur Mindestdrehzahl, die aber nicht unterschritten werden kann. Schade.

Leistungsaufnahme

Dieser Wert ist vor allem bei niedrigen Drehzahlen erstaunlich niedrig und wirklich vorbildlich. Man bedenke, dass auch bei voller Last allein 4 Lüfter (ohne RGB) zusammen weniger als 10 Watt aufnehmen würden. Das ist absolut problemlos, auch fürs Motherboard und die Kabel. So gesehen, ist sogar eine die DC-Regelung über einen einzigen 1-A-Header möglich.

 

Lade neue Kommentare

RX480

Urgestein

894 Kommentare 477 Likes

NICE
Man sieht, das doch entspr. der Flügelform ein Unterschied zw. F- und P-Modellen bei niedrigen Drehzahlen auf Radis vorhanden ist.
(da werden wohl die ollen Arctic P12 im 5er Pack weiterhin als Push ne gute Wahl sein, gerade für HPE, die Auroras kann man ja auf der Innenseite als zusätzliche Pull weiter nutzen)

Antwort Gefällt mir

RedF

Urgestein

2,519 Kommentare 1,097 Likes

Die muss man sich echt merken.

Antwort Gefällt mir

Igor Wallossek

Format©

6,674 Kommentare 10,873 Likes

Die Werte sind für diesen Preis einfach top :)

Antwort 1 Like

T
Thorsten Heldt

Neuling

3 Kommentare 0 Likes

Danke für den Test der schnellen Umsetzung. Schade das der 140er nicht parallel dabei war. Aber ich denke er wird sich vergleichbar verhalten.

Antwort Gefällt mir

Pascal Mouchel

Moderator

469 Kommentare 497 Likes

In Kürze ich muss etwas nachholen und paar Lüfter Testen. Aber wird sicherlich auch noch die Tage gemessen.

Edit: ich bin gespannt auf die 140er in der Vergangenheit haben immer die 140er etwas zu Humming geneigt daher wird es wirklich interessant was die so veranstalten in der Messbox

Antwort 2 Likes

RAZORLIGHT

Veteran

241 Kommentare 136 Likes

Echt klasse Lüfter mit Nachteilen die nicht hätten sein müssen... sowas ärgert mich persönlich immer sehr.
Warum man kein Daisy Chain bzgl. der Anschlüsse realisiert hat ist mir ein Rätsel... das schreit jetzt schon nach einer neuen Revision.

ps. endlich wieder ein Lüfter Test (y)

Antwort 1 Like

C
Caposo

Mitglied

52 Kommentare 5 Likes

Danke wieder mal für so einen ausführlichen Test!
Was ich an der Testmethodik aber immer noch seltsam finde ist der Teil mit dem statischen Druck: Ohne Luftstrom sollte es egal sein, ob noch ein Radiator vor dem Lüfter ist oder wie dick dieser ist. Der statische Druck sollte immer der gleiche sein, da ohne Durchfluss auch der Druck vor und hinter dem Radiator gleich ist. Dass ihr da unterschiedliche Werte messt, liegt wohl eher daran, dass der Aufbau mitsamt Radiator eben nicht mehr 100% dicht ist.
Oder übersehe ich da etwas?

Antwort Gefällt mir

Pascal Mouchel

Moderator

469 Kommentare 497 Likes

Nein dadurch daß der Radiator da Sitz gibt es einen gegenstau somit eine Verlustleistung gegen die der Lüfter ankämpft. Daher wird die Messung ja hinter dem Radiator gemacht um zu sehen was da hinten noch rauskommt.

Die Kammer muss dazu nicht Dicht sein. Der Druck wird in einem Extra berechnetem Trichter zum Differenzdruck Messer geleitet die Messungen sind auch immer reproduzierbar.

Antwort 1 Like

M
Martin Gut

Urgestein

5,326 Kommentare 2,053 Likes

Bei dem Test misst man so zu sagen in einem beidseitig offenen Rohr. In der Mitte ist der Lüfter und der entsprechende Radiator verbaut. Der Lüfter bläst Luft aus dem ersten Teil des Rohres durch den Radiator in den 2. Teil des Rohres. Die Luft kann sich von da im Raum verteilen, geht aussen rum und wird wieder in das Rohr eingesaugt. Man misst den Druckunterschied vom Anfang des Rohres zum Auslass des Rohres. Es ist somit kein Druckunterschied in stehender Luft sondern in der bewegten Luft, so wie sie sich normal durch das Gehäuse bewegen würde.

Antwort 4 Likes

Ion_Tichy

Mitglied

29 Kommentare 10 Likes

Wer nicht viel Geld ausgeben will, sollte sich mal das Speedlink Myx LED Fan Kit mal Ansehen. Optisch finde ich die schöner, da sich die LEDs im Ramen, und nicht in der Nabe befinden. Nachteilig ist, daß sich die Lüfter nicht über das Mainboard steuern lassen und bei Neustart immer mit der höchsten Drehzahl starten.
In der niedrigsten Stufe kommt immer noch ordentlich Wind um meinen Spiele PC kühl zu halten. Für Radiatoren wohl eher nicht geeignet.

Antwort Gefällt mir

Pascal Mouchel

Moderator

469 Kommentare 497 Likes
C
Caposo

Mitglied

52 Kommentare 5 Likes

Danke für die gut verständliche Erklärung!
Was sagt dieser Messwert denn dann aus? Bzw. warum reicht die Messung des Volumenstroms nicht aus?

Antwort Gefällt mir

Pascal Mouchel

Moderator

469 Kommentare 497 Likes

Volumenstrom ist nicht alles ein Lüfter kann 200m3/h fördern von A nach B ohne Probleme sobald aber ein Hindernis dazwischen ist wie z.b unsere Radiatoren braucht es noch Druck und da ist der Knackpunkt. In unseren ganzen Tests mit Lüftern sieht man ja schön das es Lüfter gibt die locker durch Radiatoren Luft drücken oder eben nicht.

Daher ist Druck für Radiatoren sehr wichtig jeh mehr der Lüfter da Luft durchjagt umso besser ist der Lüfter dann auch geeignet für Radiatoren. Als reiner Gehäuselüfter ist Druck nicht so wichtig daher gibt es F Flow und P Pressure Lüfter oder welche die denn Spagat versuchen was aber meist nie so ganz klappt.

Daher machen wir die Druck Messungen um klar zu zeigen ok Lüfter X Taugt was auf einem Radiator bis Dicke 45mm für 60 reicht es nicht mehr aus. Slim Radiatoren gehen eigentlich immer selbst billigste Lüfter der Schwerpunkt liegt aber bei 45 und 60mm Radiatoren daaaaa gibt es klare unterschiede.

Du siehst ja auch das sich jeh nach Radiator dicke die Verlustleistung steigt. Kurz gesagt man braucht immer ein Gegenspieler Volumenstrom braucht Druck um effizient auf einem Radiator zu arbeiten. Nur Flow reicht nicht als Messung um eine Aussage zu treffen über die Qualität eines Lüfters bzw. die Nutzbarkeit

Antwort Gefällt mir

Klicke zum Ausklappem
M
Martin Gut

Urgestein

5,326 Kommentare 2,053 Likes

Recht wenig. Ein Lüfter mit hohem Druck hat eher die Fähigkeit auch mit einem dicken Radiator noch gute Leistung zu bringen als einer mit wenig Druck. Da man daraus aber nicht direkt ableiten kann, wie gut der Lüfter sich dann konkret schlägt, bringt die Messung der Fördermengen mit den verschiedenen Radiatoren (wie es Pascal misst) deutlich mehr.

Da der Messwert von den Herstellern angegeben wird, ist auch etwas, was man vergleichen kann. Dazu kann Pascal hier auch nachprüfen, ob die technischen Daten der Hersteller ungefähr stimmen oder ob man aus Werbezwecken getrickst hat. Man muss dabei aber auch immer sehen, dass die Hersteller nicht immer unter den selben Bedingungen messen und darum die Werte abweichen können.

Die technischen Daten sind leider nicht immer sinnvolle Angaben zur Beurteilung eines Produkts. Man gibt gerne einfach alles an, was man so messen kann. Dann kann sich jeder die Daten anschauen, die er wichtig findet. Dass etwas angegeben wird, heisst nicht, dass diese Information auch wichtig ist oder einem eine sinnvolle Einschätzung ermöglicht. Je nach Anwendung kann etwas wichtig sein, oder auch nicht. Die Hersteller versuchen nicht, heraus zu finden, wem was wichtig ist. Man liefert einfach die Daten, die man hat. Dann kann sich jeder heraus suchen, was er will.

Antwort 1 Like

Klicke zum Ausklappem
Pascal Mouchel

Moderator

469 Kommentare 497 Likes

Hatten ja schon genug Lüfter mit geschönten Daten.
Und was die Hersteller so angeben muss ja an sich nicht falsch sein, weißt ja selbst als Hersteller muss man genormte Tests verwenden.

Daher glaub ich einfach das so Radiatoren Tests bei denen gar nicht erst vorkommt. Die spannen das in ihren Kanal und dann gehts los.

Unsere Tests sind ja Praxis bezogen.
Was Flow betrifft gibt es kaum geschönte Angaben meistens aber beim Druck. Naja lässt sich eben besser verkaufen wenn man sagt uiii die Lüfter eignen sich super auf einem Radiator.

Die die sich einen Custom Loop anschaffen lassen auch mehr Geld liegen und daher kann man die Zielgruppe gerne mehr schröpfen. (Vielleicht Denkweise)

Antwort Gefällt mir

Klicke zum Ausklappem

Danke für die Spende



Du fandest, der Beitrag war interessant und möchtest uns unterstützen? Klasse!

Hier erfährst Du, wie: Hier spenden.

Hier kannst Du per PayPal spenden.

About the author

Igor Wallossek, Pascal Mouchel

Werbung

Werbung