Audio/Peripherie Headsets Testberichte

Sharkoon B2 USB Gaming Headset – Gelungenes Upgrade zum Vorgänger?

Soundcheck

An dieser Stelle war ich natürlich besonders gespannt. Ich muss anmerken, dass mir weder das damals getestete B1, noch Igors umfangreiche Messtechnik zur Verfügung steht und wir garantiert sehr unterschiedliche Vorstellungen und Vorlieben von bzw. bezüglich „Klang“ haben. Da mir aber Igors Test und die entsprechenden Ergebnisse vorliegen, kann ich ganz gut beurteilen, ob die entsprechenden Kritikpunkte beim B2 immer noch bestehen, oder ob man sie beheben konnte.

Sound

Zunächst mal zur Pegelfestigkeit. Das B2 hat eine recht hohe Maximallautstärke und kann diese auch bis auf wenige Ausnahmen verzerrungsfrei wiedergeben. Ich würde es daher durchaus als recht pegelfest bezeichnen, was beim Vorgänger offensichtlich nicht der Fall war.

Bezüglich des Tons trifft das Headset eigentlich exakt meine Erwartungen an ein Modell dieser Preisklasse. Dem Tiefbass mangelt es an Druck und Volumen, was Bass-Fetischisten aber mittels Equalizer ganz gut korrigieren können – der Treiber hat dahingehend noch ein paar Reserven übrig, neigt aber zum Dröhnen, wenn man es übertreibt. Immerhin hat man das von Igor beschriebene Wummern wohl halbwegs in den Griff bekommen, auch wenn Kickbässe immer noch nicht so richtig  „trocken“ rüberkommen. Zumindest hat man den beim B1 beschriebenen Nachhall beheben können. Dem Hochton mangelt es an Klarheit und Auflösung, sodass zum Beispiel schnelle Hi-Hats etwas vermatschen. Allgemein wirkt der Ton etwas dumpf.

Am Inline-Controller kann man verschiedene EQ-Presets auswählen, „aus“, „Music“, „Game“ und „Movie“, die sich tatsächlich auch deutlich voneinander unterscheiden.

  • Bei „Music“ werden die mittleren Frequenzen abgehoben, was Stimmen hervorhebt und meiner Meinung nach eher zum „Game“ Mode gepasst hätte.
  • Bei „Game“ wird der Hochton hervorgehoben, wodurch der Ton etwas klarer wird und eigentlich die bessere Wahl für „Music“ gewesen wäre.
  • Bei „Movie“ wird der Tiefton angehoben, was Explosionen etwas fetter und dröhniger klingen lässt.

Mehr Sinn macht es allerdings, den 10-Band Equalizer und die Xear-Funktionen in der beiliegenden Software zu nutzen, mit denen man den Klang doch noch mal eine Ecke aufwerten, bzw. an die eigenen Hörgewohnheiten anpassen kann. Aber Vorsicht bei den Bass-Einstellungen, damit bekommt man das Headset dann schnell wieder dröhnig und wummerig, wie den Vorgänger.

Weiterhin lässt sich auch noch ein virtueller 7.1 Modus aktivieren, den ich nach wie vor bei Stereo-Kopfhörern für einen überflüssigen Marketing-Stunt halte.

Mikrofon

Das Mikrofon erfüllt seinen Zweck und liegt, abgesehen vom etwas dumpfen Ton, qualitativ im Mittelfeld. Obwohl es sehr empfindlich ist, kommt es tonal nicht an das Mikrofon des etwas günstigeren Sharkoon SGH30 Mikros heran, welches mich absolut überrascht hatte.

Das obligatorische Soundfile ist bei 97% Empfindlichkeit aufgenommen worden, weil das Mikro bei 100% zu starkem Rauschen und Übersteuerung neigt. Der Popschutz war drauf, macht aber keinen großen Unterschied, da das Mikrofon mit dem etwas dumpfen Ton nicht zum Zischeln neigt.

Insgesamt geht das Mikrofon in der Preisklasse absolut in Ordnung – da haben wir bei signifikant teureren Geräten schon wesentlich schlechtere Aufnahmen erzeugt.

 

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Redaktion

Artikel-Butler

466 Kommentare 1,656 Likes

2019 hatten wir ja bereits das Sharkoon B1 getestet und ein durchau auch paar Dinge daran auszusetzen gehabt. Unlängst kam mit dem B2 das Nachfolgemodell auf den Markt und wir sind wirklich gespannt: Hat Sharkoon sich die Kritik angenommen und hat man die damaligen Schwachstellen beseitigt? Ist das 50 Euro Headset seinen Preis jetzt wert (read full article...)

Antwort 3 Likes

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Alexander Brose

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