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Notebook-Selbstbaukasten: ein XMG Apex 15 von Schenker als Barebone mit eigenen CPUs vom Ryzen 3 3300X bis Ryzen 9 3950X im Test | Teil 1 – Zusammenbau

Der deutsche Notebook-Hersteller Schenker hatte ja schon vor einiger Zeit das XMG Apex 15 vorgestellt, so dass ich hier natürlich keine Weltneuheit präsentiere. Da man beim Apex 15 auf gesockelte CPUs von AMD zurückgreifen kann, weil ein B450-Board mit Sockel AM4 verbaut wird, macht es dieses Notebook für mich durchaus hochinteressant. Bis auf die verbaute Grafikeinheit, bei der man aus zwei Varianten mit einer GeForce RTX 2060 Refresh und 6 GB VRAM sowie einer GeForce RTX 2070 Refresh mit 8 GB VRAM wählen kann, bleibt man nämlich weitgehend flexibel.

Dieses 2,6 Kilo schwere Notebook basiert auf dem Clevo-Barebone NH57AF1 und misst wie dieser 361 x 258 x 32,5 mm.  Und genau diese CPU-lose Variante konnte ich mir für meine Tests einmal besorgen. Nun könnte man auch einen Ryzen 9 3950X verbauen, was ich später in einem Follow-Up auch noch tun werde, aber mich interessierte auch das genaue Gegenstück, nämlich der vom Preispunkt recht interessante Ryzen 3 3300X, mit dem ich auch beginnen werde, denn er konnte oft genug in Spielen auch den Ryzen 5 3600 schlagen, der bei XMG als Minimalkonfiguration angegeben wird. Aber das kann ich locker unterbieten.

Mein Hintergedanke dabei ist, einmal das Kühlverhalten beider CPU-Varianten auszutesten und dann zu hinterfragen, wie viel Ressourcen dabei für die verbaute Grafik übrig bleiben und wie leise oder laut das Ganze wird. 16 gegen 4 Kerne klingt erst einmal reichlich unfair, ist es aber gar nicht, wenn man bedenkt, wie viele Spiele auch heute noch mit 8 Threads bestens zurechtkommen. Und für die Videoenkodierung zwischendurch gibt es ja immer noch NvEnc, was das leckere CPU-Kernöl weitgehend überflüssig machen sollte.

Die Tastatur und das Touchpanel sind ok, wobei die Tastatur in 15 Farbabstufungen beleuchtet werden kann. Die 720p-Webcam sitzt über dem Display und löst mittelprächtig auf. Besonders lichtempfindlich ist sie allerdings nicht, denn rauscht in dunkler Umgebung relativ schnell. Während der Deckel aus Leichtmetall gefertigt wurde, bestehen der restliche Rahmen und die Unterseite aus dem üblichen Kunststoff. Der maximale Neigungswinkel ist klassenüblich und reicht völlig aus. Hier kippt auch noch nichts nach hinten.

Der für seine Verhältnisse noch relativ kompakte Laptop besitzt an der Rückseite jeweils einen HDMI-2.0b- und einen Mini-Displayport 1.4, eine USB 3 Gen2 Type-C Buchse und den Anschluss fürs Netzteil. Dazu kommen zwei Lüftungsauslässe für die Grafikeinheit und die CPU.

Links findet man den Lock, eine RJ-45 Buchse fürs Gigabit-Ethernet, zwei USB 3 Gen 2 Buchsen sowie den integrierten Card-Reader, jedoch keine weitere Kühlöffnung. Die Maushand bleibt also vom Fön verschont und damit auch schön kühl.

Auf der rechten Seite  gibt es jeweils eine 3,5-mm-Audioklinke fürs Mikrofon und die Lautsprecher, sowie eine einzelne USB 2.0 Type A Buchse. Allerdings gibt es hier wieder die kiemenförmige Luftauslass-Öffnung wie schon auf der Rückseite. Also schön aufpassen und das Bier besser auf die andere Seite stellen.

 

Angesaugt wird die Luft von unten. Das Kühlsystem sehen wir ja gleich noch beim Zusammenbau. Es wird aber jetzt schon deutlich, dass man wohl besser einen Notebook-Ständer nutzen sollte oder zumindest sicherstellen muss, dass genügend Luft zum Ansaugen bereitsteht. Das mit den Knien als Unterlage sollte man wirklich lassen, wenn man keine Schnappatmung provozieren möchte.

Der Akku ist mit den angegebenen 5500 mAh reichlich klein bemessen, das wird im portablen Einsatz logischerweise schon recht knapp. Aber es sollte noch locker reichen, die stets misstrauischen US-Sicherheitsbeamten davon zu überzeugen, dass der Laptop zumindest bis zum Desktop komplett Sprengstoff-frei bootet. Wobei es ja ein Desktop-Replacement sein soll und kein Langläufer. Den findet man dann bei den mobilen Ryzen-CPUs wieder.

Das Zubehör fällt Geräte-bedingt reichlich überschaubar aus, denn der Barebone ist ja bereits komplett zusammengeschraubt. Man erhält neben dem Gerät eine Flies-Hülle, das externe Netzteil, den Akku-Einsatz (siehe oben) und eine Art Handbuch nebst USB-Stick mit allen Details und der Software. Und ein Läppchen für die Tastaturabdeckung, das darf ich natürlich nicht unterschlagen.

Hier schnell auch noch einmal alle technischen Daten im Überblick, bevor ich den Kampfzwerg aufschraube und ihm das erste Spenderherz einsetze:

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About the author

Igor Wallossek

Chefredakteur und Namensgeber von igor'sLAB als inhaltlichem Nachfolger von Tom's Hardware Deutschland, deren Lizenz im Juni 2019 zurückgegeben wurde, um den qualitativen Ansprüchen der Webinhalte und Herausforderungen der neuen Medien wie z.B. YouTube mit einem eigenen Kanal besser gerecht werden zu können.

Computer-Nerd seit 1983, Audio-Freak seit 1979 und seit über 50 Jahren so ziemlich offen für alles, was einen Stecker oder einen Akku hat.

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