Grafikkarten Testberichte VGA

Im Test vor 10 Jahren: HIS HD 7950 IceQ Turbo 3GB – Wärmeabfuhr pur und trotzdem leise? | Retro

Eines muss man HIS ja wirklich lassen: sie sind beharrlich und konsequent. Waren früher Karten wie eine X800 IceQ II XT PE von ATI mit Ihren Kühlerlösungen von Arctic Cooling quasi das Maß der Dinge, hat sich die Masse der Boardpartner mittlerweile fast schon geschlossen auf Kühler mit Axial-Lüftern eingeschossen und das DHE-Prinzip (Direct Heat Exhaust) samt den lauten Radial-Lüftern den ungeliebten Referenzkarten von AMD und Nvidia überlassen. Mit der HD 6970 IceQ hat HIS vor einem Jahr die Legende der direkten und trotzdem leisen Wärmeentsorgung per überdimensionalem Radiallüfter wieder aufleben lassen und bei der aktuellen Grafikkartengeneration mit der HIS 7870 IceQ zur Freude vieler Kenner fortgesetzt.

Nun also auch die HD 7950. Aber warum nicht, denn eigentlich gehört die Wärme ja nun wirklich nicht fein säuberlich im Gehäuse-Inneren verteilt, sondern kompromiss- und gnadenlos entsorgt. Das alles lässt sich aber nur dann auch gehörschmeichelnd lösen, wenn man statt der üblichen kleinen Referenz-Turbinen einen richtig großen Radial-Lüfter verwendet und diesen ans Ende der Karte verfrachtet. Dass die Form dann im Ergebnis polarisiert und so mancher die Nase rümpft, ist die eine Seite. Wer jedoch nicht auf Seitenfenster samt Präsentations-Habitus, sondern auf kompromisslose Leistung und trotzdem nicht allzu laute Kühlung steht, der sollte auf den folgenden Seiten durchaus fündig werden können.

Sicher, es ist nach wie vor ein Exot für all diejenigen, die sich abseits der Nischenlösungen dem Mainstream beugen und blind kaufen, was die Marketing-Maschinerie den potentiellen Kunden ins Ohr trommelt. Wir erwarten nicht die leiseste der getesteten 7950er-Modelle, aber auch nicht die lauteste. Was wir erwarten, ist die kühlste Lösung, die in der Summe auch dem PC-Innenleben keine heißen Zeiten beschert und trotzdem die Ohren nicht überstrapaziert. Genau dies wollen wir nun testen und bewerten.

Kommentar

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Falcon

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Ich hab meine ICEQ Turbo Karte geliebt, und mit besserer WLP sowie den entfernten Rippen an der Slotblende die Temperaturen/Laustärke damals noch weiter Verbessern können.

Schade das kein Hersteller mehr ein vernünftiges DHE Design hat.

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Case39

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2,049 Kommentare 634 Likes

@Falcon +1 Waren wirklich tolle Karten.

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Igor Wallossek

Format©

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ich habe die alle noch :D

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Furda

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226 Kommentare 122 Likes

Bin seit Monaten an Effizienz, Temperatur und Lautstärke meines PCs am tüfteln. Die Wärmeentwicklung der Grafikkarte ist mit Abstand der treibende Faktor.

Heute werden 300W und noch viel mehr per Axial-Lüfter förmlich gegen die Wand geblasen, das PCB. Diese steigt dann irgendwohin auf, da ist null Airflow, erwärmen zudem noch alles andere, Nvme SSDs z.B.

DHE wäre wünschenswert, künftig werden wohl GPU AIOs verbreitet kommen müssen. Ich hoffe die Grafikkartenhersteller machen hier endlich mal die längst überfälligen Schritte! Jedem User einen Custom Loop zuzumuten ist fahrlässig! Ich gehe davon aus, dass die Hersteller erst aktiv werden, wenn gezwungen und alle Winke mit dem Zaunpfahl bis dahin ignorieren. Ada und RDNA3 werden wohl aus deren Bequemlichkeit wie gewohnt hochdiffuse Hitzköpfe bleiben. Ganz fest Augenroll

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Unrockstar85

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32 Kommentare 15 Likes

Würde eigentlich eine 3070 mit so einer Kühlung auch machbar sein?
Ich hab auch hier auch noch einige NV Silencer liegen ^^

Aber heute kaufen die Leute dann ja lieber Airflow Gehäuse, anstatt mal über sinnige Kühllösungen nachzudenken.. Schade

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Furda

Veteran

226 Kommentare 122 Likes

Wenn die Auswahl an Grafikkarten, bedingt durch Verfügbarkeit, so gross wäre wie bei Gehäusen, ja. Seit Jahren muss man sich aber halt daran ausrichten, was man "schiessen" konnte.
Bezgl. "sinnigen Kühllösungen" siehe Post #5.

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Igor Wallossek

Format©

7,920 Kommentare 13,639 Likes

Das beste Beispiel ist die RTX A6000. Nicht lauter als eine Axiallösung und kühl genug für 300 Watt-. Der Kühler ist leider teurer. Allein die riesige Vapor-Chamber ist da ein Faktor

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Furda

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226 Kommentare 122 Likes

Genau das ist DAS Problem. Wenn gierige Rachen der Stakeholder stopfen die erste und einzige Prio ist, dann wird jeder Cent gedreht, um sog. konkurrenzfähig zu sein. Konkurrenzfähig durch Alleinstellungsmerkmale, z.B. in Top-Kühlung, scheint bei denen keinen Anreiz zu schaffen. Willkommen im 21. Jahrhundert.

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eastcoast_pete

Veteran

453 Kommentare 178 Likes

Igor, zunächst einmal Danke fürs Reinstellen dieses Tests. Bei der ganzen "Radial ist teurer" Thematik frage ich mich allerdings auch a. um wieviel teurer, und b. ob der Preisunterschied mit größerer Serie nicht auch geringer wäre. DHE Kühlung macht eben doch sehr viel mehr Sinn; heiße Luft gleich rausblasen, anstatt die Kiste noch wärmer zu machen. Vielleicht liest ja ein Boardpartner diesen Artikel, und sieht die Chance, sich damit von den anderen Herstellern abzusetzen. Da DHE gerade bei professionellen dGPU aus gutem Grund sehr populär ist, könnte sowas auch für die Marketing Seite interessant sein - "kühlen wie die Profis" hat doch was!

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Dezor

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476 Kommentare 201 Likes

Was ich mich nach wie vor frage: Wäre es nicht am sinnvollsten, wenn man die GPU Kühler ähnlich wie einen Towerkühler bauen würde? Ich meine damit einen Kühlkörper wie im Serverbereich, vielleicht sogar 3 oder 4 Slots hoch und einen Lüfter vorne dran, der die Luft einmal unter der Grafikkare längs durch den Kühlkürper nach draußen pusten würde. Vielleicht dürfen es auch 2 oder 3 Lüfter sein samt Luftkanal. Wenn der Kühler mit 4 Schrauben am Gehäuse hängt, wäre das ganze vermutlich auch deutlich stabiler als eine lange Platine an der ein dicker Kühler hängt, was sich im Alltag schön durchbiegt.

Ein ATX-Gehäuse hat 7 bis 8 Slots. Die GPU steckt oft im 2. Slot, was mindestens 6 Slots Platz bedeutet. Und die vielen PCI-Erweiterungskarten (für Sound, USB, SATA-Controller, Netzwerk, ...) sind heute größtenteils überflüssig. Da sollte eine 4-Slot-Kühlung doch eigentlich möglich sein. Vereinzelt gibt es bereits Karten die 4 Slots und mehr benötigen (z. B. https://www.computerbase.de/2022-05...-3080-soll-mit-noctua-lueftern-leiser-werden/)

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Klicke zum Ausklappem
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KalleWirsch

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142 Kommentare 70 Likes

Das ist war,

Beim Graka-Kauf wird man zum Spekulanten. Ich selber kaufe mir wenn die Bitcoinpreise für ein Graka-Überangebot schaft.

Dann aber auch immer Modelle mit großen Lüftern, vielen Kernen und niedrigeren Frequenzen/ Leistungsaufnahme.

Es muss nicht jedes Jahr eine neue her unter doppelter Leistung zur alten fange ich auch nicht an.

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Thy

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1,842 Kommentare 743 Likes

Wenn eine Nachfrage nach DHE da wäre, würde sicher irgendjemand Umrüstsätze herstellen. Es gibt ja auch genügend Hersteller, die Wasserblöcke fertigen.

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Furda

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226 Kommentare 122 Likes

Die Hürde, den Kühler komplett umzubauen, ist wohl vielen zu gross. Wer es macht, greift dann gleich zu Wasser, daher wohl keine grosse Nachfrage.
DHE sollte vom GraKa Hersteller direkt kommen, wie vielleicht in Zukunft mit AIOs.

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Fonsa

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43 Kommentare 27 Likes

7950 von Sapphire....eine der besten Karten die ich je hatte. Die Chips hatten ordentlich Leistung und die 3GB hatten im Vergleich zu Nvidia die Karten "schön" altern lassen. Aber ist das schon wieder 10 Jahre her?

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KielerJung

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10 Kommentare 1 Likes

Was hab ich meine HIS IceQ 9800 Pro damals geliebt ! Hab damals 434 € für die Karte bezahlt . Meine Kumpels damals damals "nur" ne 9700 Pro.
Ich bin von einer 9500 non Pro gewechselt. Wow ist schon ewig her.

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Furda

Veteran

226 Kommentare 122 Likes

Wie gerufen, heute ein Test der Asus Noctua 3080 auf CB. Zwar Axial, aber dennoch leiser und kühler als der Rest.

Hatte mal im selben "Design" einen Deshroud mit 2x/3x Arctic P12 versucht. War zwar etwas leiser, aber immer wärmer als Stock 3x92mm + Shroud, leider. Keine Ahnung woran es gelegen hat, vermutlich am offenen Aufbau ohne Shroud. Die Noctua Asus Karten sind ja mit Shroud.

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Case39

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2,049 Kommentare 634 Likes

Nice👌 Es gab doch mal in den 2000er nen Lafen, der Standardkarten mit diesen Lüftern ausgestattet hat. Gibt es den noch?

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About the author

Igor Wallossek

Chefredakteur und Namensgeber von igor'sLAB als inhaltlichem Nachfolger von Tom's Hardware Deutschland, deren Lizenz im Juni 2019 zurückgegeben wurde, um den qualitativen Ansprüchen der Webinhalte und Herausforderungen der neuen Medien wie z.B. YouTube mit einem eigenen Kanal besser gerecht werden zu können.

Computer-Nerd seit 1983, Audio-Freak seit 1979 und seit über 50 Jahren so ziemlich offen für alles, was einen Stecker oder einen Akku hat.

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