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Fehlersuche mit Windows Tools – Ein einfacher Leitfaden für den Problemfall | Windows-Praxis

Bisher kennt ihr mich vor allem aus dem Forum als Helfer bei Hardwareproblemen. Da oft ähnliche Fragen auftauchen, hat mich Andreas (ApolloX) angefragt, ob wir einige Tutorials erstellen könnten. Ich starte hier einmal mit einem Artikel zu den Möglichkeiten, die Windows selbst zur Fehlersuche bietet. Wer auch Tutorials erstellen möchte, kann sich gerne bei Igor melden.

Windowstools

Ich möchte euch ein paar nützliche Windowstools vorstellen, mit denen man Informationen zu Fehlerursachen suchen kann. Welche Tools einem weiter helfen können, ist natürlich je nach Problem unterschiedlich. Darum möchte ich einfach einen groben Überblick über verschiedene Möglichkeiten geben. Ich habe absichtlich die „Leistungsüberwachung“, die „Ereignisanzeige“, den „Gerätemanager“ und den „Taskmanager“ an den Anfang gestellt, weil diese Tools am ehesten aufzeigen, wo ein Problem liegt. Die weiteren Tools braucht man nur, wenn man ein Problem in einem bestimmten Bereich genauer untersuchen möchte.

Teilweise kann man die Probleme gleich mit den Tools lösen. Sonst liefern einem die Tools die nötigen Informationen um im Internet erfolgreich nach Hilfe zu suchen.

Tools aufrufen

Einen Teil der Tools könnt ihr in einem Kontextmenü starten, das sich mit einem Rechtsklick auf das Windowssymbol links unten öffnet.

 

Die meisten Tools findet ihr schnell, indem ihr im Windows-Suchfeld den Anfang des Namens eingebt.

 

Man kann die Tools auch über die Menus der Systemsteuerung aufrufen. Da diese in jeder Windowsversion anders gestaltet sind, verzichte ich hier auf Angaben, in welchem Menu etwas zu finden ist. Meine Beschreibungen und Fotos zeigen Windows 10. Die Tools sehen in anderen Windowsversionen etwas anders aus, bieten aber ungefähr dieselben Funktionen.

Notizen machen

Ich empfehle, immer aufzuschreiben, was man einstellt und testet. Durch unüberlegtes Herumfummeln kann man sich zusätzliche Probleme einhandeln und verliert schnell den Überblick. Falls man Schluss den PC oder ein Bauteil zur Reparatur einsenden muss, ist es auch gut, wenn man genau beschreiben kann, welcher Fehler auftritt und was man bereits getestet hat.

Kommentar

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Martin Gut

Urgestein

7,664 Kommentare 3,495 Likes

Hier bietet sich Platz, über meinen Artikel "Fehlersuche mit Windows Tools" zu diskutieren. Ich freue mich auch über Anregungen zu meinem ersten Artikel in diesem Forum.

Für Diskussionen zu einzelnen Fehlern ist es sinnvoller, einen eigenen Thread zu erstellen, damit es nicht zu unübersichtlich wird.

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ipat66

Urgestein

1,319 Kommentare 1,313 Likes

Danke Martin...:)

Eine sehr gute Idee !
Bekommt diese Tutorial-Serie eine eigene Kategorie, oder findet man diese dann in den « Praxis und Grundlagen » ?

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RedF

Urgestein

4,541 Kommentare 2,475 Likes

Die Leistungsüberwachung kannte ich noch garnicht : )

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Igor Wallossek

1

9,954 Kommentare 18,238 Likes

Richtig erkannt, das steht jetzt ja genau dort :)

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r
ryu

Neuling

8 Kommentare 1 Likes

Sehr schön zusammengefasst, ich würde aber auch noch den "forgeschrittenen Usern" die "Sysinternals Tools" empfehlen. (Entpacken und in C:windowssystem32 kopieren) https://docs.microsoft.com/en-us/sysinternals/downloads/sysinternals-suite ebenso der Klassiker "Bluescreenview" https://www.nirsoft.net/utils/blue_screen_view.html hilft manchmal um bei Abstürzen einen schuldigen Treiber zu finden.
Von mir am meistgenutzten in den Sysinternals z.B. "Autoruns" und "Procexp", gehören für mich eigentlich in jede Windows Installation!

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Igor Wallossek

1

9,954 Kommentare 18,238 Likes

Ich nehme die hier auch ganz gern: wushowhide.diagcab (ZIP File einfach auspacken)

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G
Guest

Sehr guter Artikel, den sich wirklich einige durchlesen können. Ist auch verständlich erklärt, wie man es ja auch schon bei der Hilfe des Redakteurs im Forum sehen kann. Und natürlich auch eine gute Idee, danke an alle Beteiligten und auch an Igor, der das auf die Startseite platziert hat.

Wie ich immer wieder mitbekomme, wissen die meisten nicht, was generell mit Windows so alles geht. Ich weiß da auch nicht alles (danke für die Aufklärung) und es ist auch sicher nicht die Lösung für alles. Es könnte aber für viele hilfreich bei Problemen mit dem System sein. Die meisten Cracks im Internet können ohne die Fehlercodes mit den Erklärungen der User sowieso wenig anfangen. Da ist es schon wichtig, zu wissen, wo man diese Codes dann findet.
Durch den Rechtsclick im Startmenü von Win 10 ist ja fast schon alles vorhanden, was bei z.B. Win 7 noch ziemlich umständlich zu finden war.

Freue mich schon auf eine (mögliche) Fortsetzung!

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F
Furda

Urgestein

662 Kommentare 369 Likes

Zuverlässigkeitsprotokoll ist auch nützlich. Eine Art grafisch-zeitliche und vorgefilterte Aufbereitung des Ereignisprotokolls.
Zu finden über "Zuverlässigkeit" in der Windows Suche.

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Kleine-Eule73

Mitglied

57 Kommentare 52 Likes

Toller Artikel(y)
Gerade für Anfänger sehr verständlich bebildert und erklärt

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Martin Gut

Urgestein

7,664 Kommentare 3,495 Likes

Danke für den Tipp. Es ist natürlich immer eine Frage, wie viel man in ein solches Tutorial packen soll. Ich wollte auch nicht zu viel rein packen, damit des nicht endlos wird und sich Anfänger in der Vielfalt an Tools verlieren.

Den Zuverlässigkeitsverlauf habe ich auch gerne. Er bietet mir aber oft zu wenig Informationen. Mit der ganzen Fehlerbeschreibung im Ereignisprotokoll kommt man bei der Internetsuche eher vorwärts.

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c
cardisch

Neuling

8 Kommentare 0 Likes

Hi zusammen..

zu einem SFC gehört aus meiner Sicht immer ein DISM. Solange es Internet gibt und bei Windows 10 DISM /online /cleanup-image /restorehealth.
Bei einem BSOD mit Minidump-Datei (c:Windowsminidump kann man sich auch die WinDBG App nachinstallieren und ein wenig Selbst-Recherche betreiben.

Gruß

Carsten

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C
ChaosKopp

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505 Kommentare 527 Likes

Ja, Dump Files sind oftmals das Salz in der Suppe.

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Pathfinder

Mitglied

43 Kommentare 4 Likes

Finde ich auch super.
War schon kurz davor wegen einem Problem hier im Forum anzufragen.
Jetzt werde ich mir erst mal alle Tools ansehen, vielleicht lässt sich mein Wehwehchen dadurch lösen.

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Martin Gut

Urgestein

7,664 Kommentare 3,495 Likes

Das sollte ja eigentlich auch nicht nötig sein, um einen PC zu bedienen. Früher musste man mit Zündkerzenschlüssel und Kurbel umgehen können, wenn man Autofahren wollte. Heute sind die Autos so ausgereift, dass man es nicht mehr braucht. PCs sind da leider noch nicht so weit.

Die Vielfalt an Fehlern, die ein PC hervorbringt, überrascht mich immer wieder. :)

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Thy

Urgestein

1,843 Kommentare 744 Likes

Schöne Zusammenstellung einiger essentieller Windows-Bordmittel, mit denen man schon ziemlich weit kommt. Windows ist in dieser Hinsicht mitterweile recht komfortabel und relativ gut ausgestattet, wenn man es mit früheren Versionen vergleicht.

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G
Guest

Da kann ich dir in allem zustimmen. Und sicher braucht man solche Dinge nicht, um einen PC zu bedienen. Ich schätze auch mal, wenn das Vorraussetzung wäre, würde es in den Großraum-Büro´s mit der Zeit ziemlich leer werden. ;)
Mir hingegen ging es schon seit Win 98 einfach so, dass ich wissen wollte, warum der Rechner das tut, was er tut und was dazu notwendig ist. Mit Learning by Doing und dem Internet lernt man natürlich deutlich langsamer so aus dem Stande von "Spielen am C64", aber mit XP wurde es schon deutlich einfacher, sich zurecht zu finden. Hatte es ziemlich lange auch genutzt. Win 7 habe ich erst 2 Jahre nach Erscheinen ausprobiert und bin dabei geblieben. Und nutze es auch heute noch ganz gerne, auch wenn der Support mittlerweile eingestellt wurde.
Mit Win 10 arbeite ich noch nicht so lange (knapp 3 Jahre), da kommt mir jeder Tipp auf jeden Fall sehr gelegen.

Und Letzteres mit den Fehlern unterschreibe ich sofort! Es ist auch nach 20 Jahren PC-Bastelei immer noch zeitweise zum Mäuse melken, was da plötzlich nicht mehr funktionieren kann! Und wenn man sich eben erkundigt, was es sein könnte, kann man dann oft nur mit dem Kopf schütteln.
Oder es ist auch nur ein blöder Stecker, der nicht richtig in der Buchse sitzt, wie kürzlich ja erst im Forum zu lesen war.

Da bin ich schon sehr froh, hier ein Forum für so ziemlich alle Probleme oder Problemchen gefunden zu haben, die mir Rätsel aufgeben.

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Klicke zum Ausklappem
8j0ern

Urgestein

2,318 Kommentare 714 Likes

Danke Igor, sehr guter Einwurf. :)

Falls er beim "sfc /scannow" die Daten nicht reparieren kann, geht das Text Adventure weiter mit "dism"

Kurz und knapp die Befehle die ich habe:
Damit wird das Versteckte Image von Windows getestet und Online vom Server Image Wiederhergestellt.
Also eine Internet Verbindung ist Pflicht bei den 3 oben gennanten Befehle.

P.S. Ich nutze die PowerShell mit Admin Recht. Kein CMD. (Dos)

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C
ChaosKopp

Urgestein

505 Kommentare 527 Likes

Der Vergleich mit dem Auto passt. Um es zu fahren, muss ich ganz klar nicht die Zündkerzen wechseln können. Dafür gibt es dann die Werkstatt. Wer allerdings nicht für alles bezahlen möchte, kann sich damit beschäftigen.

Fachlich könnte man den Process Exporer noch ergänzen, wenn man Prozesse genauer untersuchen möchte. So mancher Ärger mit Applikationen lässt sich damit eingrenzen.

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Atze Morgenrot

Neuling

4 Kommentare 1 Likes

...P.S. Ich nutze die PowerShell mit Admin Recht. Kein CMD. (Dos)

Antwort:
...kann ich so bestätigen, nutze auch nur noch PowerShell mit Admin, das alte Command-Fenster ist lobotomiert worden.
...Vorsicht im Umgang mit "dism", ein sehr starkes tool; es gibt mind. 3 Varianten:
1: checkhealth
2: scanhealth
3: restorehealth
Die Bezeichnungen sprechen für sich, alles zusammen ist Deployment Image Servicing and Management.
Für nähere Instruktionen lieber erstmal nach win10 dism suchen und informieren.
Wichtig: es geht um´s Image, nicht um die Installation.
Weiteres tool in der Klasse: "sfc" = System File Checker
Grüßle von Atze

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Danke für die Spende



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Martin Gut

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