Testberichte

Im Test vor 5 Jahren: AMD A10-7890K fürs Budget-Gaming mit Freesync | Igors Retro

Freesync für alle?!

 

Problem Nummer eins: Der Monitor. Mit dem AOC G2460PF bekommt man für rund 260 Euro bereits einen spieletauglichen 24-Zoll-Monitor, dessen Reaktionszeit gering genug ausfällt und dessen Bildqualität im Rahmen des verwendeten TN-Panels recht ansprechend ist. Der Nachteil beider Sync-Verfahren – AMDs Freesync und Nvidias G-Sync – sind ja eigentlich immer noch die wirklich teuren Monitore.

Was weitere Kosten senken könnte und AMD in die Hände spielt, ist die Implementierung von Freesync über den HDMI-Anschluss des Monitors so dass man dann auf teure Mainboards mit DisplayPort-Ausgang verzichten kann.

AMD hat uns mitgeteilt, dass bestimmte, noch kommende Monitore sogar mit HDMI 1.4a im vollen Umfang Freesync-fähig sein werden – ein interessanter Anfang, der durchaus für eine größere und schnellere Verbreitung des offenen Standards sorgen könnte, wenn die Monitore günstiger werden. Einen Überblick dazu bietet AMD bereits hier.

Wir mussten für unser Projekt noch auf das ATX-Mainboard mit DisplayPort-Anschluss setzen, hoffen aber, dass sich diese momentan sehr bescheidene Monitor-Auswahl dann deutlich erweitern wird. Wir wollen nicht verschweigen, dass wir zum optimalen Betrieb erst einen Beta-Treiber von AOC herunterladen mussten, damit Fressync auch bis 30 Hz noch optimal funktioniert. Zusammen mit der aktuellen Radeon-Software Crimson war zumindest nach dem Fix eine wirklich zufriedenstellende Freesync-Performance feststellbar.

Manchmal fragt man sich dann wirklich, wie man so viele Jahre ohne solche Sync-Verfahren auskommen konnte.

Kurz vor dem Ende wollen wir natürlich auch noch einmal einen Kassensturz wagen und die Kosten bzw. Alternativen zu unserem Setup auflisten. dabei verzichten wir in der Budget-Variante auf den Display-Port, investieren jedoch einige Euro in ein besseres Netzteil:

  Unsere Variante Sparvariante
APU: AMD A10-7890K ca. 179 €* AMD A10-7870K ca. 128 €
RAM: 16 GByte DDR3-2400 ca. 72 € 8 GByte DDR3-2133 ca. 40 €
Mainboard: Asus A88X-Pro ca. 88 € MSI A68HM-P33 ca. 40 €
Netzteil: ATX, 80+ Bronze 400 Watt ca. 31 € ATX, 80+ Bronze 350 Watt ca. 35 €
SSD: Crucial BX200 240 GB ca. 63 € Crucial BX200 240 GB ca. 63 €
DVD: LG DVD-Kombilaufwerk ca. 12 € entfällt
Gehäuse: Aerocool GT-RS ca. 50 € Raijintek Arcadia ca. 32 €
    ca. 495 €   ca. 338 €

*AMD spricht selbst von einer UVP von 179 Euro einschließlich Mehrwertsteuer, jedoch ist die APU derzeit noch nicht in den gängigen Shops als lagernd angegeben, sodass die aktuellen Straßenpreise eher theoretischer Natur sein dürften. Natürlich käme auch noch – wenn man noch keines besitzt – ein entsprechendes Betriebssystem auf unseren kalkulierten Preis obendrauf.

Fazit

Die A10-7890K ist eine interessante APU, auch wenn der Einsatzzweck und die individuellen Anforderungen wirklich zu 100 Prozent übereinstimmen müssen – sonst wird es ruckelig und enttäuschend. Für viele Online- und Browser-Games hingegen ist es die erste Wahl, wenn man den Kompromiss aus Einfachheit und Preis stimming hinbekommen will. So richtig warm werden wir mit der A10-7890K dann aber doch nicht, wenn wir den Preis- zum Performance-Unterschied in Relation zur A10-7870K setzen.

Sicher – die A10-7890K ist einen Hauch schneller und man bekommt die schnellste derzeit von AMD angebotene APU in die Hände. Aber reicht das wirklich, um den Verstand auszuschalten und zuzuschlagen? Wenn wir ehrlich sein sollen, dann würden wir die A10-7870K mit dem neuen, namenlosen 125-Watt-Kühler kaufen, der sich bis auf den Rand mit dem AMD-LED-Logo nicht vom Wraith-Kühler unterscheidet und die paar MHz bei Bedarf einfach selbst draufpacken.

Dazu noch Freesync und die Welt ist – solange die Framerates passen – auch mit kleinem Budget bestens in Ordnung. Diese ganz spezielle Launch ist also am Ende weniger ein direkter Gewinn für den Kunden, sondern erst einmal für AMD selbst, das damit mal wieder in den Fokus der Aufmerksamkeit rücken kann. Leuchtturm, Spitzenmodell, wie auch immer – man kann es mögen oder auch nicht. Aber die A10-7890K funktioniert und tut, was sie soll. Ein Vernunftkauf ist es bei den aktuerllen Marktpreisen jedoch nicht.

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Alkbert

Veteran

441 Kommentare 211 Likes

Auch wenn Kaveri und Godovari eher klingen wie zerstrittene Völker aus dem Babylon 5 Universum sieht man doch auch in der xten Iteration der Technologie, dass sich performancemäßig und rein auf die Kernleistung bezogen seit dem Phenom 2 x6 und nachfolgend dem Bulldozer leider nichts mehr getan hat. AMD steckte damals in einer ähnlichen Sackgasse wie zuvor schon einmal Intel mit dem Pentium 4 und der Netburst Architektur - mit dem Unterschied, dass für AMD zur Abwendung der Pleite dringend ein "Blockbuster" her musste.

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Mcr-King

Mitglied

19 Kommentare 6 Likes

also ich hatte vor dem i5 6600 einen A10-3870K der ging recht gut auf 4,4GHZ mit Monsterkühler, auch der A10-7850K von meinem Dad ging wie ein Zäpfen mit OC, klar wahr der i5 massive überlegen hat aber auch dass doppelte gekostet.

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a
alles_alles

Urgestein

681 Kommentare 159 Likes

Ich kann dem so nicht zustimmen. Dazu muss man wissen, was war die Architektur Bulldozer eigentlich und was machte diese einen anderen Entwicklerzweig hatte. Bulldozer war aus dem Server Bereich und war einer der ersten CPUs mit einer Modularen bauweise und ein Vorgänger des Chipletdesign, dass wir heute bei ZEN kennen. Die IPC war besser und die Effizienz der Technik war besser als bei Phenom. Allerdings hatte die Technik das Problem, dass es zwar entsprechende Cores besaß aber auch Funktionen geteilt hatte. In Anwendungszenarien wie Anwendungen oder Serverbereiche hatte, dass Design vorteile. Heiß wurden diese nur wenn man Sie extrem übertakten konnte. Und bis heute ist der FX unter den Topprozessoren was Übertakungsfähigkeiten angeht. Ja das FX design stammt aus der Server gegend und war darauf ausgerichtet einen hohen Datendurchfluss bewältigen zu können. Man konnte aber immerhin mit starkem übertakten etwa bei 5,3 ghz schon in die Nähe eines ryzen 1200 im standardtakt an die IPC rankommen.

Die AMD A CPUS holten die beste IPC in Zusammenhang mit der Effizienz aus der Bulldozer Technik raus. Hier lernte AMD wie man die heutigen Starken APUS baut und wie sowas schnell funktioniert. Ein Athlon 845 kam sehr nah an die IPC eines Ryzen 1200 am Ende ran. Etwa 25 % fehlen hier noch. Beim ursprünglichen Bulldozer waren es über 50 % an IPC die fehlten. Die Entwicklung zu Carrizo und FM2+ ebnete AMD den Weg für AM4 und Ryzen. Carrzio mit bristol ridge war im Überrigen die letzte Weiterentwicklung.

Im Prinzip vereinigt AM4 das beste von AM3 mit dem von FM2+ . Ein Ryzen 4750g hat im Prinzip fast eine Grafikleistung einer 1050ti und einen immens Starken cpu der besser und effizienter ist als der 3600 ryzen. Ohne Die Entwicklung von FM2+ wäre das ganze nicht möglich gewesen und ohne AM3 Modulbauweise ebenfalls nicht.

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Alkbert

Veteran

441 Kommentare 211 Likes

Leuchtet ein. Im "Tagesbetrieb" hatte ich zwischen meinem 1090T, dem FX 8150 und meinem letzten A10 allerdings leider keine Sprünge sehen können. Weder beim Rendern, noch beim Zocken noch im "allday" Desktop Betrieb.

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D
Denniss

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723 Kommentare 152 Likes

RAM in den falschen Steckplätzen - Autsch. Selbst bei DDR3 und speziell bei besonders hoch taktendem war das schon wichtig. Stichwort Signalreflektionen.

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Carcasse

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53 Kommentare 24 Likes

Da ist die Aushilfe schuld gewesen. Es musste schnell gehen, der Fotograf hatte wenig Zeit....;)

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N
Nelinius

Neuling

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In mein zweit Rechner werkelt immer noch ein A10-7850K mit eine Ati R9 290X. So schlecht fand ich es nicht. Habe nur als der Ryzen 3000 raus kam auf ein Ryzen 7 3700x gewechselt und da ich noch eine RX 580 rum liegen hatte ist sie aktuell noch in mein System. Gibt eben keine Grafikkarte zur Zeit zu ein vernünftigen Preis.

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a
alles_alles

Urgestein

681 Kommentare 159 Likes

Es gab nur Bedingt Anwendungsgebiete wo diese Technik schneller war. Immerhin hat Sie Effizienter gearbeitet als der Phenom II. Sonst hatte ich sehr lange einen 7850k im Einsatz und war sehr zufrieden mit der APU aber auch mein kleiner A4 1200 oder A4 5050 liefen sehr gut .

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B
BlackArchon

Mitglied

23 Kommentare 11 Likes

Im Artikel steht, dass der A10-7870K ein Kaveri wäre. Das stimmt aber nicht, das ist auch schon ein Godavari.

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About the author

Igor Wallossek

Chefredakteur und Namensgeber von igor'sLAB als inhaltlichem Nachfolger von Tom's Hardware Deutschland, deren Lizenz im Juni 2019 zurückgegeben wurde, um den qualitativen Ansprüchen der Webinhalte und Herausforderungen der neuen Medien wie z.B. YouTube mit einem eigenen Kanal besser gerecht werden zu können.

Computer-Nerd seit 1983, Audio-Freak seit 1979 und seit über 50 Jahren so ziemlich offen für alles, was einen Stecker oder einen Akku hat.

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