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Noctua NH-P1 CPU-Kühler im Test – passiv gekühlt oder massiv verschätzt?

Optik und Haptik

Was Noctua hier konstruiert hat, ist wirklich mal etwas Besonderes. Mit insgesamt nur 13 Kühlfinnen, die dafür aber recht dick sind, ist der gebotene Anblick im Vergleich zu regulären Luftkühlern doch sehr ungewohnt.

Egal von welcher Seite man ihn betrachtet, der NH-P1 ist ein eindrucksvoller Koloss. Aber das ist vermutlich einfach ein unvermeidbarer Nebeneffekt, wenn man über 1kg Aluminium für einen CPU-Kühler verwendet.

Dem aufmerksamen Betrachter ist vielleicht schon aufgefallen, dass sich vom Prototypen bis zum Endprodukt nochmal etwas getan hat.

Anstatt 12 Kühlfinnen sind es jetzt 13 geworden, dafür sind aber nur noch 6 davon mit der Coldplate verbunden, davor waren es noch 8 mit direktem Kontakt. Und hier eine Nahaufnahme der erwähnten Coldplate:

Das hier ist dann nochmal der Prototyp, den Noctua auf der Computex 2019 erstmal gezeigt hat:

Auch die kleinen “Klappen” haben es nicht aus der Entwicklungsphase heraus geschafft, ebenso wenig wie die weit hervorstehenden Heatpipes.

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Tim Kutzner

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Sind (semi-)passive Systeme was für euch? :D
Ich bin ja mal gespannt, ob wir davon jetzt in Zukunft mehr sehen oder die Nische doch zu klein ist.

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2Chevaux

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Waren es mal, als ich jung war und Aufträge für Audioarbeiter hatte, etwa für binaurale Aufnahmen (eher: technische Messungen) direkt auf HDD's, als das noch etwas exceptionell war und es keine leistungsfähige mobile Hardware gab.

Abseits davon habe ich früher auch gerne privat teilpassiv experimentiert, da bin ich aber mittlerweile 'rausgewachsen. Der nicht ganz unerhebliche Mehrverbrauch an Energie, Rohstoffressourcen und Raumvolumen insbesondere leistungsstarker Systeme lässt mir das zusätzlich unattraktiv und unvernünftig erscheinen.

Daher gilt für mich selbst für funktionierende Passiv-Lösungen abseits meines immer offenen, technischen Interesses:

Unattraktiv für den Einsatz, die Downsides sind mir zu groß. Das bedeutet aber nicht, daß mich (insbesondere passive Wasserkühlungen) nicht interessieren, das ist aber eben mehr das technische Interesse, als dass es "etwas für mich wäre".

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cunhell

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@Tim Kutzner
Im Fazit fehlt, glaube ich, ein Wort:
Selbst ein Mittelklasse-Prozessor der letzten Generation lässt sich im Extremfall nicht ohne Thermal Throttle, wobei eine synthetische Prime95-Last natürlich im normalen Betrieb eher weniger anfällt.

Ich denke da muss noch ein "betreiben" oder "nutzen" rein.

Cunhell

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halfevil333

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Wenn ich bedenke, dass noch eine kräftige GraKa dazu kommt, die zusätzlich einiges an Wärme produziert, kann ich mir kaum vorstellen, dass das dann noch passiv gekühlt werden kann. Und die Größe dieses Ungetüms (also des Testobjekts), aber auch der Preis, dürfte so manchen abschrecken.
Außer für einen reinen Office-PC ist es für mich nicht vorstellbar, (semi)passiv zu kühlen.
Aber da ich meine PC´s auch aktiv leise betreiben kann, ist es eigentlich keine Alternative für mich.

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grimm

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Im gut belüfteten Gehäuse und mit Wasser-gekühlter GraKa - warum nicht? Vor allem für HTPC Systeme z. b. mit nem 3400G o.ä. kann ich mir das gut vorstellen. Allerdings ist der Kühler dafür eigentlich zu groß...

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B
Besterino

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5,076 Kommentare 2,038 Likes

Habe meine (semi)passiv-Versuche aufgegeben und durch Wasser abgelöst. Letzteres funktioniert halt ohne große Kompromisse.

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M
Martin Gut

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Interessant, aber mich überzeugt die Konstruktion nicht. Die Heatpipes verteilen die die Wärme nur zur Mitte. Von dort muss die Wärme immer noch recht weit im Metall wandern um die ganzen Flächen zu wärmen. Die Luft geht besser durch grosse Schlitze, aber dafür hat man viel weniger Lamellenoberfläche.

Die Luftführung von unten nach oben ist für passiven Betrieb natürlich sinnvoll. Aber wenn man doch einen Lüfter oben oder zur Seitenwand montieren muss, steht das doch quer zur üblichen Luftführung und braucht ein geräumiges Gehäuse.

Wenn im Gehäuse dann doch ein Lüfter nötig ist, nehme ich lieber einen kleineren Kühler mit der selben Lamellenfläche. Ein passiver Kühler macht nur Sinn, wenn er auch passiv funktioniert.

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jo-82

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Kommt auf den Preis und den Platz im Gehäuse an. Ich finde wenn außerhalb von Zocken/Vollast (Video encoden, whatever) der Lüfter Stillsteht ist schon mal viel geholfen. Zocke auch gerne alte Games, da ist dann auch Ruhe. Die Turbotaktraten lassen sich ja z.B. on-the-fly über die Energiesparschemen mit nem kleinen Registryeingriff auch an & ausschalten, bei den GPU-Bound Games idR ohne merklichen Unterschied in den FPS.

Also wenn ich z.B. max. 50€ Budget einplane für nen Kühler nehm ich den größten & schwersten zu dem Preis der ins Gehäuse passt. Scythe hat da oft die besten Deals imho.

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hansdampf

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Dann kann man gleich einen D15 oder einen günstigeren Einturm-Kühler mit einen sehr langsamen Lüfter nehmen:

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ArcusX

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321 Kommentare 152 Likes

Erinnert mich an die Zeiten, als ich mit einem Scythe Ninja 2000 mit einem e8400 versucht habe einen passiven Betrieb zu realisieren. War mit so vielen Tücken verbunden, dass am Ende doch ein semin passiver Betrieb draus wurde. Problematisch waren (und sind?) die Grafikkarten. Dort wird nochmal so viel Wärme freigesetzt, dass das Gehäuse doch stark aufheizte. Als Folge konnte die CPU ohne Lüfter nicht mehr sauber gekühlt werden.

Letztendlich wurde es dann eine Wasserkühlung mit externem Radiator.

Wenn man aber eine kleine APU kühlen will, warum nicht? Lediglich die Größe spricht dann vielleicht noch dagegen.

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About the author

Tim Kutzner

Unterstützende Kraft bei den Themen Kühler, Peripherie und 3D-Druck.
Linux-Novize und Möchtegern-Datenhorder mit DIY NAS.

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