Motherboard System Testberichte

MSI MAG B550 Tomahawk Review – Gelungener Spagat zwischen Ersparnis und Performance

Neugier siegt und so habe ich mir letztendlich über einen freundlichen Händler auch ein MSI MAG B550 Tomahawk besorgt. Nach all den aktuellen Diskussionen über die aktuellen Marketings-Aktionen der verschiedenen Hersteller mit hohen Cashback-Angeboten und Rabatten für positiven Leserreviews einerseits und dem ziemlich offensiven Marketing über soziale Netzwerke beim anderen Anbieter, ist natürlich der Ehrgeiz geweckt, da mal nachzuhaken und zu schauen, was so ein Produkt denn wirklich taugt. 

Das MSI MAG B550 ist als normales ATX-Board mit aktuell reichlich 160 Euro kein wirklicher Billigheimer und ich werden den Schwerpunkt des Reviews deshalb auf das Teardown, die Spannungswandler samt Kühlung, den Audio-Chip samt Ausgangsleistung an verschiedenen Impedanzen und die M.2-Performance legen. Auspacken und Anfassen überlasse ich dann doch lieber den Unboxern. Man kann sich ja auch arbeitsteilig geschickt aus dem Weg gehen. Deshalb fehlen hier heute auch (wie eigentlich immer), die Marketing-Floskeln und ich beschränke mich nur auf das Notwendige und vor allem Wichtige

Außerdem kläre ich die Frage, wo man sein Headset bei diesem Board wohl am besten anschließt, bzw. ob es Unterschiede macht. Zum Onboard-Chip für den Sound gibt es ebenfalls noch eine nähere Ausführung und ich habe mir auch die Löt- und Verarbeitungsqualität näher angesehen (soweit das möglich war).

 

Normalerweise würde man auf so einem Board natürlich einen Ryzen 5,  Ryzen 7 oder gar Ryzen 9 erwarten, weshalb ich zumindest die Audio-Tests mit einem Ryzen 7 3800X gemacht und dann aufgestockt habe. Beim Spannungswandler-Test und der Performance werde ich natürlich den Ryzen 9 3900X nutzen, man gönnt sich und seiner IR-Kamera ja sonst nichts und ich bleibe auch vergleichbar. Dazu kommen noch 64 GB Patriot Viper DDR4 3600 Blackout Edition (2x 32 GB) für die Performance-Tests und einfacherer DDR4 3200 im Labor bei den Belastungstests. Der Patriot-RAM RAM läuft auch mit den ausgelobten DDR4 3600  CL18-20-20-40 noch absolut stabil, guter Einstieg.

Damit teste das Board bis an gewisse Grenzwerte, zumal wohl kaum ein Käufer eines solchen Boards am Ende soweit gehen wird. Aber es ist immer gut zu wissen, dass man es könnte, wenn man wollte. Und, das kann ich jetzt schon spoilern, auch ein R9 3950X wird hier noch stabil performen, sogar mit extremen OC. Wer nicht gerade alle ausgelobten X570-Features nutzen möchte, nicht alle High-Speed-USB-Anschlüsse braucht und z.B. mit maximal einer PCIe 4.0 M.2 NVMe-SSD, einer weiteren PCIe 3.0 NVMe SSD und maximal 6 SATA-Anschlüssen hinkommt, der könnte mit so einem B550-Modell unter Umständen sogar glücklicher werden, als mit dem X570 samt Miefquirl.

Das Board läuft natürlich nur mit den Ryzen ab der 3. Generation, wobei die 3000er APUs leider ausgeschlossen sind, weil dort ja am Ende nur Zen+ drinsteckt. Was auch fehlt, ist der zusätzliche 8-Pin EPS-Anschluss, so dass man mit dem einem 8-Pin auskommen muss. Das wird beim Extrem-Übertakteten eines Ryzen 9 3950X vielleicht wenig sportlich werden, reicht aber im Normalfall mehr als aus. Die Spannungswandler sind übrigens viel besser, als man es anhand des Datenblatts vermuten würde, aber dazu gleich noch mehr beim Teardown und den Infrarot-Messungen.

Der interne 20-Pin-Header für den USB Type-C am Front-Panel moderner Gehäuse ist ein nettes und gern gesehenes Feature, denn er fehlt leider bei so manchen B550-Board der Mitbewerber. Wer mit dem Preisanspruch der gehobenen Mittelklasse antritt, muss diesen Header einfach liefern. So gesehen hat MSI also alles richtig gemacht und dafür auf einen zweiten internen USB 3.0 Header verzichtet. Außerdem kann man mit diesem Board auch eine der kommenden Renoir-APUs verwenden, während auf dem X570-Board der HDMI-Ausgang und Display-Port fehlt.

Das übliche RGB ist natürlich mit an Bord. Mystic Light als adressierbarer 5 Volt aRGB-Header und 12 Volt analog Header dürfen da natürlich genauso wenig fehlen, wie die RGB-Beleuchtung unter dem Motherboard.

Was mir jedoch nicht so gut gefällt, ist die begrenzte Anzahl an USB-Ausgängen. 4x USB 3.2 (2x Gen1 und 2x Gen2) und 2x USB 2.0 sind da schon etwas arg mager. Dafür bietet man gleich zwei Ethernetanschlüsse, wobei man mit 2.5 Gb/s und 1 Gb/s alles hat, was man braucht. Der PS/2-Anschluss ist zudem ein nettes Gimmick für alle, die noch passende Eingabegeräte besitzen, aber eigentlich gar nicht mehr zeitgemäß. Die nachfolgende Tabelle listet noch einmal die wichtigsten Features auf:

Für alle Spitzfinden sei hier noch die Anmerkung gestattet, dass Motherboardtests mindestens 3 Tage dauern, zwei bis drei zum Testen und bis zu einen Tag fürs Schreiben. Wenn man sie richtig macht. Deshalb ziehen sich solche Tests auch schon mal über Wochen hin, weil ich sehr viele Dinge zeitversetzt erledigen muss. Es sind bereits weitere Bords hier im Labor eingetroffen und ich werde auch diese noch Schritt für Schritt testen. Auf ein Roundup habe ich deshalb trotzdem erst einmal verzichtet. Wollte man dies mit nur 4-5 Boards in der nötigen Tiefe realisieren, wäre fast der halbe Monat rum. Und genau den habe ich leider nicht.

MSI MAG B550 Tomahawk (7C91-001R)

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About the author

Igor Wallossek

Chefredakteur und Namensgeber von igor'sLAB als inhaltlichem Nachfolger von Tom's Hardware Deutschland, deren Lizenz im Juni 2019 zurückgegeben wurde, um den qualitativen Ansprüchen der Webinhalte und Herausforderungen der neuen Medien wie z.B. YouTube mit einem eigenen Kanal besser gerecht werden zu können.

Computer-Nerd seit 1983, Audio-Freak seit 1979 und seit über 50 Jahren so ziemlich offen für alles, was einen Stecker oder einen Akku hat.

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