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Micron ist zurück!? – Corsair Vengeance 2x 24 GB DDR5-7000 und 5600 Kits Test mit Overclocking und Teardown

Teardown und PCB-Analyse

Die Demontage der Kühlerhälften ist relativ intuitiv. Die beiden Kühlerhälften werden nur von den klebenden Wärmeleitpads in ICs bzw. Platine gehalten und nach kurzer Erwärmung mit einem Föhn lassen sich diese einfach abziehen.

Zusätzlich zu den Speicherbausteinen ist auch die PMIC-Gegend mit einem klebenden Wärmeleitpad versorgt. Da dies aber relativ flach und hart ist, hat es lediglich Kontakt zu den beiden Spulen, nicht aber zum PMIC selbst. Für die Kühlung sollte dies aber keine große Rolle spielen, denn zum einen kühlen andere RAM-Hersteller den PMIC gar nicht und zum anderen ist dieser ja in der Spannung und damit der Abwärme zusätzlich beschränkt.

Interessanterweise ist auch die Rückseite mit den identischen klebenden Wärmeleitpads ausgestattet, nur dass anstatt SMD Komponenten hier Schaumstoff-Platzhalter eingesetzt sind. Hier war eine identische Bestückung für beide Seiten wohl günstiger in der Produktion. Corsair bietet ja auch 48 GB Module an, die dann beidseitig bestückt sein dürften und die exakt gleich vorbereiteten Kühlerhälften in Empfang nehmen können wie die 24 GB Module hier.

Die Platine selbst ist passend zur bisherigen Erscheinung der Module recht unauffällig. RGB LEDs gibt es bei diesen SKUs keine, weshalb die entsprechenden Komponenten auf der Platine eben auch entfallen. Auch die Platine des 5600er Kits habe ich abgelichtet, diese scheint aber außer ein paar Datumskodierungen zumindest äußerlich komplett identisch zur 7000er Variante zu sein.

Die neuen ICs tragen kein Micron, sondern Spectek Branding und sind als PT040-56B Teilenummer klassifiziert. Zusätzlich finden wir noch den Buchstaben F und eine 4-stellige Zahlenfolge, die für die Herstellungswoche stehen dürfte.

Spectek ist eine Untermarke von Micron, unter der generell eher günstigere Komponenten bzw. Binning-Ausschussware vertrieben wird. Da es sich aber bei dem 7000er Kit um die schnellste SKU von Corsair mit den neuen ICs handelt, stellt sich die Frage, wo dann die gute „Micron“-Auslese zum Einsatz kommt. Möglicherweise werden diese eher dem Enterprise- bzw. Server-Markt zugeführt, wo sich bekanntlich größere Umsätze und Gewinne erzielen lassen als im Desktop-Bereich.

Dass es sich bei den ICs hier um “B”-Warehandelt, würde auch das 56B Suffix erklären. Denn dies könnte bedeuten, dass die ICs eigentlich als DDR5-5600 Teil produziert wurden, dann aber in der Qualitätskontrolle zum DDR5-4800 Teil herabgestuft wurden, was sich wieder mit dem JEDEC Profil im SPD decken würde. Aber das ist alles nur Spekulatius meinerseits.

Beim PMIC handelt es sich wie bereits im SPD ausgelesen um eine Komponente von Richtek, die die selbe kryptische Zeichenfolge trägt, wie wir es bereits von anderen DDR5-Modulen kennen. Nur der „0H=“ Beginn der Aufschrift ist zwischen den beiden Kits identisch, es handelt sich aber bei beiden um den gleichen, auf 1,435 V VDD/VDDQ limitierten PMIC-Typ. Entsperrte Varianten von Richtek, die mir bisher untergekommen sind und die ich im Internet aufspüren konnte, beginnen mit „0D=“. Insofern könnte das H bzw. D hier für die Begrenzung in der VDD/VDDQ Spannung stehen. Sicher kann ich es aber nicht sagen, da die Datenblätter von Richtek nicht öffentlich zu sein scheinen.

Bei der Platine handelt es sich um ein 10-Layer Fabrikat von Hsien Jinn mit der Teilenummer KO-10290A-5 – auch diese ist zwischen der 5600 und 7000er SKU identisch. Zusätzlich finden sich im Aufdruck der Platine nur noch die üblichen Hinweise für Sicherheitszertifizierungen – das „RU“ Logo sowie die 94V-0 Markierung von Underwriters Laboratories (UL) für den Nordamerikanischen Markt – sowie eine 4-stellige Zahlenfolge, die auch hier für die Herstellungswoche stehen dürfte.

Die Platine bemisst gute 31 mm in der Höhe, entspricht JEDEC A0 DDR5 Standardmaßen und ist damit kompatibel mit Standard-Wasserblöcken oder sonstigen DDR5-Nachrüst-Kühlern. Die Kühlerhälften der Corsair Vengeance Module bestehen aus 0,8 mm dickem Aluminium, wobei die Wärmeleitpads hier nochmal ca. 1 mm auftragen.

 

Kommentar

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TheSmart

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Ich hätte es niemals für möglich gehalten bei Corsair.. Aber die Produkte sind in der Tat sehr günstig. Normalerweise haut Corsair richtig auf den Preis drauf.

Und zu den Kits selbst.. naja das die Schreiboperationen jetzt ein ganzes Stück länger dauern.. ich denke das kann man verkraften angesichts des günstigen Preises und der doch relativ hohen Menge an RAM, die man hier bekommt.
Es ist zwar schade, das AMD-Systeme noch nicht damit umgehen können, aber wie fu schon geschrieben hattest.. es ist wohl nur eine Frage der Zeit.
Denn für die allermeisten Leute dürften die Kits ein echtes Schnäppchen und vollkommen genügend sein von der Geschwindigkeit her.

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Derfnam

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Testballon? 24 GB sind neu, also wird das erstmal günstig angeboten.
'This is an offer you can't refuse.' wäre die andere Variante.

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T
TheSmart

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433 Kommentare 216 Likes

Ja die Menge pro Riegel ist durchaus ungewöhnlich. Aber ob jemand aus Gewohnheit lieber zu 16GB als zu 24GB Ram greift.. nur weils neu ist.. halte ich ein bissel für fragwürdig.
Denke es dürfte eher daran liegen das Micron jetzt wieder versucht in den RAM-Markt einzusteigen und die Kits deswegen möglichst günstig anbieten möchte.

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Derfnam

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7,517 Kommentare 2,032 Likes

Vielleicht beides zusammen. Ich mein, das kommende Beispiel ist vielleicht nicht ganz passend, aber egal: wenn man seit immer schon in alten Einheiten verwurzelt ist fällt ne Umgewöhnung richtig schwer. KW statt PS oder cm statt inch. Hier isses eben die 2er Potenz.

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Tombal

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110 Kommentare 28 Likes

Ich musste eben auch erst einmal auf den Kalender schauen, ob nicht vielleicht der 1. April ist - das wäre nämlich ansonsten ein klasse Aprilscherz gewesen. Ich frage mich aber gerade, wie die Module lückenlos adressiert werden können, wenn z.B. 4 Stück auf dem MB bestückt sind. Braucht es da noch einen Address-Translation-Chip? ;)

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TheSmart

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Hm na gut Derfnam.. ich denke.. du könntest damit durchaus recht haben, was du sagst.
Vor allem sehe ich es jetzt auch an der Antwort vom Tombal.. viele könnten vlt der Meinung sein, das der PC das gar nciht erkennen kann, weil die Größe von der allgemein gültigen Norm abweicht.

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big-maec

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919 Kommentare 544 Likes

Läuft wahrscheinlich so ab wie damals bei den Crucial MX300 CT750MX300SSD1SSD Ssd mit Micron Speicher. Da gab es vorab auch eine gekappte Speicher Variante bis die dann Später durch die 1TB Version ersetzt wurden. Der günstige Preis spricht eventuell auch dafür. Mich würde es daher nicht wundern wenn die durch 32GB Module ersetzt werden.

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RedF

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4,905 Kommentare 2,728 Likes

Find 48GB eigentlich ganz nett, 64 ist mir zu viel brauche ich nicht.

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Casi030

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11,923 Kommentare 2,339 Likes

Aber die hast doch seit es 32GB Kits gibt schon gehabt mit nem weiteren 16GB Kit.;)

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SchmoWu

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95 Kommentare 25 Likes

Ich bin ein bischen überrascht des es bei AM5 mit AGESA 1.0.0.6 nicht gehen soll.
MSI erwähnt den Support extra in der Besreibung für ihr letztes UEFI und soweit ich das sehe ist da noch AGESA 1.0.0.6 drin?

Spoilerinhalt versteckt.

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skullbringer

Veteran

312 Kommentare 332 Likes

evtl. meinen die Kollegen damit auch die neuen Hynix 24 Gbit ICs, oder MSI hat selber was ins BIOS dazu gebastelt für die Micron ICs... Von MSI habe ich leider kein X670E Brett hier.

Asus hat bereits mit AGESA 1.0.0.7 ein Beta-Release rausgehauen gestern, hatte aber bisher noch keine Zeit zum testen

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sonic

Neuling

1 Kommentare 2 Likes

Hallo!
Auf meinem Asus PRIME X670-P funktioniert die Variante 2×48 GB 5200 MHz CL38 (CMK96GX5M2B5200C38) mit D.O.C.P. II seit BIOS-Version 1410 (AGESA 1.0.0.6, Dateidatum 17.3.).

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About the author

Igor Wallossek

Chefredakteur und Namensgeber von igor'sLAB als inhaltlichem Nachfolger von Tom's Hardware Deutschland, deren Lizenz im Juni 2019 zurückgegeben wurde, um den qualitativen Ansprüchen der Webinhalte und Herausforderungen der neuen Medien wie z.B. YouTube mit einem eigenen Kanal besser gerecht werden zu können.

Computer-Nerd seit 1983, Audio-Freak seit 1979 und seit über 50 Jahren so ziemlich offen für alles, was einen Stecker oder einen Akku hat.

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