Audio/Peripherie Headsets Testberichte

Steelseries Arctis 1 im Test: Kabelloses Gaming-Headset

Das Steelseries Arctis 1 Headset ist ein kabelloses, ohrumschließendes Gaming-Headset das man bei den gängigen Händlern für rund 120€ erwerben kann. Es ist, dem Namen nach, die erste Iteration der Arctis-Reihe, und damit die billigste Version neben dem Arctis 3, 5, 7, 9, und Pro. Die Version die ich zum Test hier habe ist kompatibel mit PC, PS4, Xbox, Nintendo Switch und Android.

Im Lieferumfang enthalten ist das Headset, ein USB-C Wireless Dongle, ein USB zu USB-C Adapter, ein Micro-USB Kabel zum Aufladen, ein 4Pin-Aux Kabel, das ansteckbare Mikrofon und natürlich ein wenig Papierkram.

Optik und Haptik

Optisch ist das Arctis 1 sehr zurückhaltend, das Design ist rundum schwarz mit kleinen grauen und silbernen Akzenten. Zuerst fallen farblich die grauen Logos auf den Cups und das metallische Kopfband auf, zumindest wenn man dieses ein wenig größer eingestellt hat. Und das silberne Muster in den Ohrmuscheln passt gut zum Gesamtbild. Das Headset ist beinahe komplett aus Plastik gebaut, bis auf den Kopfriemen, der innen durch einen Streifen Stahl verstärkt wird. Das Plastik ist matt, und sieht zusammen mit dem Streifen künstlichem Leder unter dem Kopfriemen ziemlich modern aus. Diese Plastik lastige Auswahl an Materialien ist aber nicht negativ zu sehen, denn sie macht das Headset überraschend leicht. Besonders wenn man bedenkt, dass hier Batterien, ein DAC und ein kleiner Verstärker verbaut sind.

Wie in der Optik, so macht auch in der Haptik das Arctis 1 einen guten Eindruck. Die Materialien fühlen sich gut an und das Headset scheint insgesamt sehr stabil zu sein, was mich besonders wegen dem relativ niedrigen Gewicht positiv überrascht hat.

Das Headset verfügt über zwei Gelenke und einen Gleitmechanismus pro Seite um möglichst genau an die Kopfform des Nutzers angepasst zu werden. Die Cups können sogar so weit rotiert werden bis das Headset flach auf einer Oberfläche liegen kann, was es natürlich besonders portabel macht. Diese Gelenke fühlen sich nicht wackelig an und besitzen sogar gummierte Stopps um einen harten Anschlag zu verhindern.

Komfort

Die Pads des Arctis 1 sind aus Schaum und mit einem angenehmen Stoff überzogen. Es wurde zwar kein Memory-Schaum verwendet, aber trotzdem sind die Pads sehr angenehm und bleiben auch bei langen Tragezeiten sehr gemütlich. Das liegt hauptsächlich daran, dass die Pads tief genug sind um die meisten Ohren gemütlich unterzubringen. Zusätzlich sind die Pads einfach abnehmbar, was das Putzen oder zukünftige Austauschen der Pads erleichtert.

Der Kopfriemen ist ziemlich minimalistisch gepolstert und macht zuerst keinen besonders vertrauenerweckenden Eindruck. Doch trotz meiner Erwartungen, hatte ich auch nach stundenlangem Tragen keinen Grund zur Beschwerde. Das Headset ist zwar deutlich spürbar, man vergisst also nie dass man es auf hat, aber drücken tut es definitiv nicht. Ich muss wirklich sagen, dass mich das Arctis 1 in Sachen Komfort überzeugt hat, in den über zwei Wochen in denen ich es täglich auf hatte war es immer angenehm zu Tragen.

Funktionen und Software

An dem Headset können einige Knöpfe und Anschlüsse gefunden werden. An der Linken Ohrmuschel sind der Micro-USB Anschluss, eine 4-Pin Aux Buchse und der Anschluss für das ansteckbare Mikrofon untergebracht. Außerdem kann man hier einen Lautstärkeregler und einen Mute Schalter für das Mikrofon finden. Der Lautstärkeregler funktioniert nicht, wenn das Headset über das Aux-Kabel verbunden ist. An der rechten Ohrmuschel ist der Powerknopf und eine LED. Der Powerknopf doppelt auch als ein Multimedia Knopf mit dem man Musik Pausieren, zum nächsten Track springen und zurück zum vorherigen Track gehen kann.

Das Arctis 1 kann, wie bereits erwähnt, mit so gut wie jedem Gerät verbunden werden. Bei den Meisten kommt hierfür der USB-C Dongle zum Einsatz, dieser wird entweder direkt oder über das Adapterkabel verbunden. Dieser Dongle funktioniert über 2,4 GHz Funk, was besonders in Sachen Latenz aber auch bei der Qualität ein Vorteil gegenüber Bluetooth ist. Des Weiteren kann das Headset per USB verbunden werden, wobei gleichzeitig der Akku geladen wird und die Wiedergabe über den internen DAC möglich ist.

Die kabellose Reichweite ist beeindruckend, aber nicht unendlich. Ich konnte die Übertragung zum Stottern bringen indem ich mich hinter 2 Wände und ca. 10 Metern vom Dongle entfernt habe. Aber einen definiten Verbindungsabbruch habe ich innerhalb der Grenzen meiner Wohnung nicht hinbekommen. Die Akkulaufzeit ist gut, ich musste in den zwei Wochen in denen ich das Headset regelmäßig genutzt habe nur einmal Aufladen. Man sollte also ca. 20 Stunden Spaß aus einem Ladevorgang bekommen.

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About the author

Julian

Redaktion

Ich bin ein Student der sich sehr für Technik und Audio Produkte interessiert und neben dem Studium ab und zu einen Testbericht schreibt.

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