SSD/HDD Storage Testberichte

Patriot Viper VPN100 1TB NVMe SSD im erneuten Review – Machen die Firmware und der NAND den Unterschied?

Mit der VPN100 brachte Patriot vor einiger Zeit eine weitere, 1 TB große  NVMe-SSD auf den Markt, die auf bekannte Komponenten setzt, somit also von der Bestückung her keine Rätsel aufgibt und die ich bereits auch schon einmal getestet hatte. Doch nun die aktuellen Preise als Maßstab ansetzen zu wollen, wird schwierig, da der Straßenpreis so ziemlich jeder SSD gerade Amok läuft. Eine schnelle 1-TB-NVMe für 160 bis 170 Euro ist abseits von Crucials üblichen Preisbrechern mittlerweile fast schon normal, auch wenn Patriot auf die üblichen, von der Taiwan Printed Circuit Board TECHVEST Co. Ltd. angebotenen Platinen setzt, die man in vielen Produkten fast schon deckungsgleich ebenfalls vorfindet.

Warum also dieser Nach- bzw. Zweittest? Das werden wir gleich noch sehen! Trotzdem habe ich vorab schon einmal wieder leichtes Klon-Schaf-Dolly-Feeling, denn bis auf die Firmware  ähnelt diese SSD sogar der unlängst getesteten Sabrent Rocket  1TB fast wie ein Ei  dem anderen. Allerdings ist der Kühler der Patriot VPN100 ziemlich fies verklebt und man bekommt ihn nur mit einem guten Heißluft-Fön ab. Wer hier zu sehr biegt und zieht, riskiert einen veritablen Totalschaden, weil der Controller-Chip keinen ordentlichen Underfill besitzt, sondern ziemlich hohl aufliegt. Unter Last werden die Lötpillen unter Garantie abreißen.

Für jeden Nutzer mit Normal-Skills und einem Motherboard mit vorinstallierten SSD-Kühlern scheidet diese NVMe-SSD also aus. Das ist schade, aber nicht zu ändern.

Die SSD und ihre Bestückung

Als Controller dient wie schon bei der früher getesteten VPN100 oder der Sabrent Rocket der altbekannte Phison PS5012-E12S, über den schon genügend geschrieben wurde und den ich im Mittelfeld verorten würde. Allerdings gibt es für diese Iteration samt der verwendeten Firmware kaum nähere Informationen. Im Gegensatz zur ebenfalls getesteten Toshiba RC 500 SSD ist dies eine weit verbreitete Lösung, die in dieser Preisklasse durchaus zu überzeugen weiß.

Diese M.2-SSD unterstützt somit PCIe Gen.3 x4 (PCIe 3.1, NVMe 1.3), APST/ASPM/L1.2, TRIIM, SMART, ONFi bis 4.0, Advanced Wear Leveling, Bad Block Management und Over-Provision. Vergleichen wir mal die Patriot mit der Sabrent SSD, oben jeweils die neue Viper VPN 100. Zunächst der Blick von oben…

… und dann noch einmal von der Rückseite. Bis auf die laufende Nummer der Platine und die Aufkleber ist alles identisch, bis hin zur UL-Kennung des Fertigers und der Platinenrevision. Die Rückseite ist ansonsten allerdings leer, was ich aus Gründen der Kühlung übrigens deutlich besser finde. Hier dürften also eher die 2-TB- und 4-TB-Modelle mit Modulen bestückt sein, nicht aber diese 1-TB-SSD.

Der TLC NAND (IA7BG64AVA) der getesteten SSD stammt von Micron und ist eine Iteration des recht weit verbreiteten Toshiba-Modells, die SSD aus dem ersten Test und die Sabrent Rocket hingegen auf IA7BG63AVA. Beim Cache setzt man bei allen drei Modellen auf DRAM von Kingston, was ebenfalls akzeptabel ist.

Bevor ich nun auf der nächsten Seite zu den Messungen und meinem Fazit komme, habe ich die Specs des Controllers und auch das Handbuch noch als PDF angehängt. Also Lesestoff für ganz Neugierige.

Manual
Phison

 

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About the author

Igor Wallossek

Chefredakteur und Namensgeber von igor'sLAB als inhaltlichem Nachfolger von Tom's Hardware Deutschland, deren Lizenz im Juni 2019 zurückgegeben wurde, um den qualitativen Ansprüchen der Webinhalte und Herausforderungen der neuen Medien wie z.B. YouTube mit einem eigenen Kanal besser gerecht werden zu können.

Computer-Nerd seit 1983, Audio-Freak seit 1979 und seit über 50 Jahren so ziemlich offen für alles, was einen Stecker oder einen Akku hat.

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