Kühlung Lüfter Testberichte

MSI MEG Silent Gale P12 im exklusiven Test – dieser Lüfter könnte neue Maßstäbe setzen!

Mit dem MSI MEG Silent Gale P12 wird MSI in den kommenden Tagen einen neuen am Markt Gehäuselüfter platzieren, der uns im Test wirklich überrascht hat. Just another case fan? Dass dem nicht ganz so ist, liegt natürlich auch am OEM, denn selbst stellt MSI den ja nicht her. Da wird sich der Verantwortliche vielleicht auch gedacht haben, er könne sich doch den weiten Weg aufs Festland sparen, denn zu Power Logic Technologies ist es innerhalb von New Taipeh City ja nun wirklich nicht sonderlich weit. Womit dann auch der Hersteller geklärt wäre.

Der Lüfter besitzt, ähnlich wie der unlängst getestete Phanteks T30, eine etwas abweichende Dicke. Mit den 27,5 mm liegt man genau zwischen den klassenüblichen 25 mm und den fetten 30 mm des T30. Das muss man unbedingt wissen und einkalkulieren, wenn es im Deckel zwischen Radiator und Motherboard eh schon eng ist. Doch die zusätzlichen 2,5 mm haben dem Lüfter alles andere als geschadet, denn die Messergebnisse geben Power Logic Recht. Der Rest des Lüfters ist schnell erklärt.

Man setzt beim Lager auf eine HDB -Ausführung (Hydro-Dynamic Bearing), einen mattschwarzen, schlichten Rahmen und eine Rotor aus LCP (liquid-crystal polymer) mit 9 Blättern, der optisch auf den ersten Blick keine Geheimnisse verbirgt. Trotzdem hat Power Logic hier ordentlich optimiert (vor allem am Anstellwinkel) und dadurch Erstaunliches geleistet. Doch dazu im Test gleich mehr. Der PWM-geregelte Lüfter schafft ein Drehzahlband bis 2000 U/min und startet zunächst im semi-passiv-Modus (mit Fan-Stopp). Auch das ist nicht neu, aber ein Nice-to-Have, wo der Lüfter unterhalb 20% PWM nicht einfach konstant weiterläuft.

Die Entkopplung mit den aufgesetzten Gummi-Ecken ist eher Geschmackssache, da sie sich bei angezogener Schraube leicht mit verdreht. Geklebt wäre sinnvoller, aber das kann man ja mit einem Tropfen Sekundenkleber gern selbst erledigen. Die Spaltmaße und Oberflächenbearbeitung sind sehr gut. Die Leistungsaufnahme fällt bei vollen Drehzahlen mit 1.44 Watt recht moderat aus. RGB gibt es nicht, noch nicht einmal gegen Aufpreis. Und der Preis? Ist leider noch geheim, bzw. niemand wollte sich hier in Deutschland oder dem Headquarter in Taiwan bisher aus dem Fenster lehnen. Den muss ich Euch zeitnah nachreichen, was aber auch belegt, dass MSI hier nicht direkt die Finger mit im Spiel hatte. Ich bin nun mal diplomierter Besorgungs-Spezialist!

Formfaktor 120 mm
Stärke 27.5 mm
PWM Ja
RGB Nein
Entkoppelt Ja
Farbe Frame Schwarz
Akzentfarbe keine
Farbe Rotor Schwarz
Gewicht in g 209.5
min. Drehzahl 0 (Fan-Stopp)
max. Drehzahl 2000
Volumenstrom m3/h 95.48
Volumenstrom CFM 56.2
statischer Druck mmH2O 2.21
Schalldruck dBA 22.7
Life Time hrs 50,000 (40 °C)

Auf der nächsten Seite seht Ihr zunächst, wie und was wir testen und warum. Das Verständnis der Details ist ungemein wichtig, um später die Ergebnisse auch objektiv einordnen zu können. Die Unterschiede zwischen vielen Modellen stecken nämlich eher im Detail und DEN besten Lüfter für alle Situationen kann es eigentlich nur schwerlich geben. Es gibt in jeder Situation ein gewisses Optimum und natürlich auch gute Allrounder. Doch die haben meist so ihren Preis. Wer ganz konkret z.B. mit 60-mm-Radiatoren plant, kann aber vielleicht auch Geld sparen, indem er sich für seinen Einsatzzweck das beste Modell wählt, das vielleicht als Gehäuselüfter gar nicht so gut abschneidet. Und vise versa natürlich.

Für die Neugieren habe ich auch noch einmal das Originaldatenblatt zur Hand:

MEG_SILENT_GALE_P12_Datasheet_20210622

 

Aktuell gibt es den Lüfter noch nicht auf Lager, aber ich werde mich melden, wenn es soweit ist, denn es könnte sich wirklich als Alternative lohnen.

 

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h
hoppel

Neuling

4 Kommentare 0 Likes

Moin aus dem Keller, neue Maßstäbe würde eine Dicke von 27,5 cm allerdings setzen ;)

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A
Andy

Veteran

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Bin mal auf den Preis gespannt. Ob nun auch mehr Hersteller verstärkt auf dickere Lüfter setzen?

PS: Danke das ihr den Test um die zwei Grafiken Schallpegel vs. Volumenstrom und Volumenstrom vs. Drehzahl ergänzt habt. Evtl. solltet ihr hier im Titel der Grafiken noch ergänzen das dies Messungen als Case Fan sind (und es steht noch der Phantek anstatt MSI in der Grafiküberschrift).

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Pascal Mouchel

Moderator

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Danke wird geändert

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v3nom

Veteran

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Super spannend das sich auf dem Lüftermarkt gerade mehr "tut". Phanteks, Cooler Master und MSI liefern echt top Lüfter ab.

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Igor Wallossek

Format©

5,827 Kommentare 9,059 Likes

Naja, man wechselt langsam mal wieder zu den guten OEM, was ich nur begrüßen kann. :)

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Pascal Mouchel

Moderator

283 Kommentare 298 Likes

Naja ist ja auch so, das es mittlerweile auch einige Hersteller gibt die uns mit unseren Tests sehr ernst nehmen.

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RAZORLIGHT

Veteran

205 Kommentare 70 Likes

Sehr interessanter Lüfter wenn der Preis stimmt.
Würde mich über einen Artikel zum richtigen entkoppeln der Lüfter an Gehäusen und Radiatoren freuen.
Vielleicht gibt's ja Kniffe die ich noch nicht kenne.

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felixb

Mitglied

13 Kommentare 8 Likes

Wieder ein interessanter Test. Aber wäre es nicht u.U. auch interessant auf folgenden Punkt vielleicht doch mal einzugehen?

Mir ist klar: es kommt auf das Gehäuse an, es kommt drauf an, ob man die Lüfter mit Schrauben oder den Gummi-Sticks anbringt etc. Aber erfahrungsgemäß sind ja viele Lüfter - außer die echt miesen - relativ leise, nur im Körperschall und Vibrationen unterscheiden sie sich mitunter schon sehr stark. Früher jedenfalls. War länger nicht im Hardwarebereich aktiv und letztens nach ü8 Jahren mal wieder zugeschlagen. Vor Jahren gab es die Noiseblocker Multiframe MF12 & Co mit den komplett gummierten Ecken. also nicht ein bisschen Gummi an den Ecken, sondern komplett aus Gummi. Eigentlich ein tolles System, was bei mir auch sehr lang gut funktionierte. Leider scheint das Thema bei vielen Herstellern relativ egal zu sein, dabei hat es ja einiges an Potential. Es kann natürlich sein, dass sich die Lager usw. so stark mittlerweile verbessert haben, dass das doch nicht mehr so relevant ist und die mitunter leichten Gummierungen an den Ecken ausreichen. Aber ich frage mich, ob man nicht doch auch "zusätzlich" noch Körperschall und Vibrationen beleuchten könnte, bzw. was passiert, wenn der Lüfter out-of-the-box mit dem Gehäuse verbunden wird und ggf. noch mit Gummi-Sticks. Mir ist klar, dass das ein deutlicher Mehraufwand sein könnte. Aber in einem realen Gehäuse geht es ja genau um die 2-3 Dinge: Lautstärke des Lüfters pro Drehzahl, wie ihr aktuell ja schön messt und eben auch Körperschall und Killervibrationen.
Ich bin mit der Kombination Noctua NF-A12-25 PWM + Na Sav4 mittlerweile sehr zufrieden. Hatte auch mal am Gehäuse die kompletten Dichtlippen (für Wakü etc) ausprobiert, aber wie erwartet, haben die durch die Vibrationen eher erhöht, wahrscheinlich wegen mehr Auflagefläche bei geringerer Dämpfungsmöglichkeit des Gummis.

Oh interessant - Razorlight hatte gerade ähnlich Gedanken :).

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Kabelbinder

Mitglied

26 Kommentare 13 Likes

Schon beachtlich, wenn man bedenkt, dass die Leistung relativ nahe des NF-A12 liegt, zugleich aber die Geräuschemission je nach Szenario um bis zu 5-6 dB geringer ausfällt. Umso beachtlicher, wenn man bedenkt, dass die Geräuschemission in erster Linie durch bewegte Luft zustandekommt.

Evil wizardry?
Wobei ... könnte es sein, dass man im R&D rein zufällig ein Konkurrenzprodukt unter dem Scanner stehen hatte und dieses lediglich nach den eigenen Ansprüchen modifiziert hat?

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Ich weiß nicht. Tue mich ehrlich gesagt schwer, da Parallelen zu erkennen. ^^

Aber mal Spaß beiseite.
Am Ende des Tages ist das einfach nur ein Clone des NF-A12 mit etwas breiteren Flügeln. Die breiteren Flüger verschaffen dem Lüfter mehr Druckstabilität, was auch im Test sehr deutlich erkennbar ist.

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Hier sieht man anhand der drübergelegten Konturen ganz deutlich, dass der OEM von MSI die Flügel von der Mitte ausgehend in die Breite gezogen hat. Daraus ergibt sich in der Praxis wohl die höhere Effizienz. Echt ein Wunder, dass Noctua nicht selbst auf dieses Layout gekommen ist.

Vielleicht sollte man gerade deswegen besser warten, bis die offizielle Preisangabe steht und erst danach den Bericht online setzen. :)

PS: Die Reihenfolge der Spektrogramme ist vertauscht.

Das wäre in der Tat begrüßenswert, da auch die weite Kundschaft gerne über die Gefahren von Körperschall hinweg sieht.

Wenn der Lüfter nicht schwingungsarm läuft und oder die Entkopplung zu kurz gehalten wurde, dann wird das ganze Blech zu einem riesigen Resonator. Da hilft es dann auch nicht, sich auf Worte wie "Premium" oder "Silent" zu verlassen. Die Rohdaten aus dem Labor sind das Eine. Die Nutzung beim Anwender das (zum Teil völlig) Andere.

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Pascal Mouchel

Moderator

283 Kommentare 298 Likes

um so einen Test zu machen bedarf es einer Kammer Schalltot solche Resonanzen mit dem Equipment das wir haben ist das denke ich so gar nicht machbar. Könnte mich jetzt täuschen aber der aufwand wäre extrem hoch. Man darf nicht vergessen das so mancher von uns das nur Nebenher macht.

Natürlich würden wir euch alles bieten aber es gibt auch Grenzen. Die Tests die wir jetzt schon machen sind umfangreich und fürn Lüfter geht mal son Tag drauf. Ich mach die Sound aufnahmen bei Nacht oder Früh am Morgen trotz unserer Box hört man von außen Fahrzeuge und das durch die Dämmung noch mehr.

Da hört sich son VW Golf am vorbeifahren an wie ein Leopard 2 in voller Fahrt.

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Igor Wallossek, Pascal Mouchel

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