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LG OLED55 G19LA im Praxis-Test als Gaming und Desktop-Monitor? Ärgerliche Hürden samt Workaround (Abdimmen und Flackern) sowie Ambilight für kleines Geld

Ja, ich gebe es zu, ich war erst einmal geflasht. OLED-Qualität in Ultra-HD und 120 Hz für den Desktop ist mittlerweile auch in Form des viel gelobten LG OLED55 G19LA erhältlich und ich habe mich durch diverse Reviews ebenfalls anfixen lassen und so ein Teil fürs Office und natürlich auch das Gaming selbst erworben. Über die Größe kann man trefflich streiten, aber ich komme damit, auch im Rahmen der Bild- und Videobearbeitung, bestens zurecht, zumal es ja mit 48″ auch noch eine Nummer kleiner ginge. Nur ist leider nicht alles Gold was glänzt und ein TV-Gerät noch lange kein brauchbarer Desktop-Monitor.

Was die meisten Reviews nämlich leider verschweigen, sind die nervigen Umstände, die einem sinnvollen Monitor-Betrieb eigentlich zur Hölle machen. Dazu gehören das ständig eingreifende, automatische Dimming bei hellen Hintergründen (z.B. Word oder WordPress) und im Gegenzug ein sehr nervtötendes Flimmern (Pumpen) größerer dunklerer Bereiche (Photoshop, Premiere, Topaz). Ich hätte den LG OLED55 G19LA fast schon zurückgeschickt, zumal bereits nach nicht einmal zwei Monaten die Netzteilplatine in Rauch aufging. Man kann aufgeben oder aktiv nach Abhilfe suchen, wobei ich mich für Letzteres entschieden habe. Und somit wird das heute auch kein (gesponserter) Jubelbericht, sondern eine emotionslose Abrechnung und Anleitung, wie man mit diesem teuren Teil trotzdem glücklich werden kann.

Nachrichtenzentrale mit viel Platz für Inhalte

Wir werden uns heute z.B. mit der Service-Fernbedienung auseinandersetzen, die Bildeinstellungen wieder zurechtrücken und eine Art Ambilight installieren,  das am Ende sogar ganz ordentlich funktionierte, wenn man die Bedienungsanleitung missachtet und stattdessen logisch denkt. Nach all diesen ungeplanten Umwegen habe ich letztendlich doch meinen Frieden mit dem LG OLED55 G19LA geschlossen und ich hoffe jetzt, dass das Gerät etwas länger halten möge. Damit das so bleibt, stelle ich allen, die selbst mit dem LG OLED55 G19LA samt Tweak nachdenken, auf der nächsten Seite noch eine wichtige Vorbemerkung voran, die man bitte beherzigen möge.

Spiele-Optimierer, KI und der Spagat zwischen Bildqualität vs. Programm-Menü

Generell würde ich natürlich empfehlen, den Spiele-Optimierer zu aktivieren, dann jedoch unbedingt die Standardvorgaben zu verwenden und keines der angebotenen Spiele-Genres. Beispielweise beeinflusst die Auswahl des Genres (z.B. FPS) die Farbabstufungen sehr negativ. Man sieht dies vor allem sehr gut an den deutlichen Verlusten bei den Graustufen. Dann erhält man ungewollt zu viel Kontrast, eine Überschärfung und mit etwas Pech sogar eine leichte Corona bei den Schriften (farbige Umrandungen) bzw. sogar ein Ausfransen der Schriften durch mangelnde Farbnuancen (Kantenglättung der Schriften fehlerhaft). Das sollte man sich wirklich ersparen.

Schnell OSD Menü

Die meisten Verbesserungen kann man in jedem Profil aktivieren und so ist es am Ende sicher auch eine Frage des persönlichen Geschmacks. Ich nutze zwar gern meinen Spider, aber das kann jeder auch subjektiv für sich selbst optimieren, denn Realität und Vorlieben müssen sich nun mal nicht immer decken (wie beim Audio: Neutral vs. Badewanne). Und stellt bloß nicht alles zu hell oder mit zu viel Kontrast ein, davon bekommt man irgendwann wirklich Kopfschmerzen.

 

Eigentlich muss man selbst nicht viel ändern, sollte aber bei einem G-Sync-Monitor nie Freesync gleichzeitig aktivieren. Die Eingabeverzögerung bitte auf Boost setzen und ansonsten auch in den normalen Settings das ganze KI-Zeug bitte deaktivieren. Wir brauchen weder die Schönrechnerei noch irgendwelche Glättungs-Modi. Das ist bisher alles das, was sich mit den Menü-Funktionen ein- oder umstellen lässt und was wir für unseren Monitor übers Windows tun können (mal abgesehen vom Umschalten auf 120 Hz). Nur leider kann man so weder richtig spielen, geschweige denn arbeiten. Was man dagegen tun kann, das sehen wir auf der nächsten Seite.

 

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F
Falcon

Mitglied

12 Kommentare 9 Likes

Ich benutze seit über 10 Monaten einen 48CX9LB und im Zweitbüro seit 2 Wochen nen 48C17LB und werde als Konstrukteur wohl nie mehr auf einen 0815 Standartmonitor zurück wechseln.

Schiere Größe, 120Hz und perfekter Kontrast und günstigere Preise im Vergleich zu 38" oder 43" Monitoren mit über 100Hz sind einfach unschlagbar.

Im Mischbetrieb, also tagsüber Arbeiten/Konstruieren, und Nachmittags/Abends Gaming/Mediakonsum gibt es mMn einfach nichts besseres.

Für diejenigen die detailliertere Einstellungen für PC, Xbox und PS5 haben wollen gibts nen wirklich guten Reddit-Post.

LG OLED gaming/PC monitor recommended settings guide

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Klicke zum Ausklappem
Smartengine

Veteran

112 Kommentare 97 Likes

Bildschirmschoner wird immer schwieriger.
Unter Windows 10/11 sind die Settings sehr versteckt geworden (nach dem Motto: braucht eh keiner mehr).
Unter Linux sind bei vielen Distros nicht mal mehr welche vorinstalliert, können aber schnell nachgeschoben werden.
Das gilt auch für Windows, wobei man auf Kompatibilität achten muss, da viele noch aus der windows 7 Ära, oder früher stammen.
Allerdings bleibt das "Suchen" der Einstellungen.

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Igor Wallossek

Format©

5,997 Kommentare 9,428 Likes

Im Notfall: Lupen-Icon/Suchen klicken, Bildschirmschoner schreiben -> Da ist er

Die *.SCR gehen fast alle noch. Meiner ist noch aus XP-Zeiten.

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Thy

Urgestein

1,270 Kommentare 269 Likes

Guter Tipp mit dem Bildschirmschoner. Mein OLED schaltet einfach nach einer einstellbaren Zeit die Dioden komplett ab, sobald sich das Bild längere Zeit nicht ändert.

Edit: Mein Bildschirm bietet unter dem Menupunkt Bild -> OLED-Bildschirmschoner die Option Bildschirmverschiebung, welche das angezeigte Bild hin und wieder um ein paar Pixel verschiebt. Was hälst du von diesem "Feature"? Bei Textverarbeitung mit großen gleichförmigen Flächen wird es wohl nicht viel helfen, oder?

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Igor Wallossek

Format©

5,997 Kommentare 9,428 Likes

Es dunkelt trotzdem ab, genau deshalb habe ich ja die Service-Remote genutzt. Das mit der Pixelverschiebung ist alles nur Spielkram, löst aber nicht das eigentliche Problem und wirkt auch nicht auf großen Flächen. Darüber hinaus ging mir das "Pumpen" auf großen dunkelgrauen Flächen auch echt auf die Nuss. Ich arbeite jetzt tiefenetspannt und habe ein nahezu perfektes Bild. Der direkte Vergleich zum ähnlich teuren, aber viel kleineren Eizo ColorEdge fällt nach der Kalibrierung sogar zugunsten des LG aus. :D

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S
Shakj

Neuling

6 Kommentare 2 Likes

Als ich damals die ersten Preise für größere (Mini-LED-)Monitore gesehen habe, habe ich mir im Grunde den 48CX bestellt für meinen heimischen PC, wo ich tatsächlich nur zocke und hier und da ein paar Dinge tue. Für die 10 Konferenzen im Jahr, empfand ich das Abdunkeln der Gesichter sogar als Feature. :) Spaß bei Seite, schöner Erfahrungsbericht. Mann muss sich schon im Klaren sein, was man sich da hinstellt. Aber mit den richtigen Einstellungen und der passenden Nutzung eine schöne Erfahrung.

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ssj3rd

Mitglied

32 Kommentare 11 Likes

Als Bildschirmschoner würde ich den „leer“ benutzen, dann wird das Bild einfach völlig schwarz und gut ist, bewegen muss sich da nix.

Zeit würde ich auf ca 2-3 Minuten einstellen.

Bin auch am überlegen ob ich zusätzlich zum Wohnzimmer (dort steht mein 77er OLED, auch verbunden mit dem PC) mir am Schreibtisch den 42er OLED der nächstes Jahr erscheint hole.
Viel lieber wären mir aber doch 32 Zoll. Selbst 42 Zoll sind mir am Schreibtisch eigentlich viel zu groß…

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Thy

Urgestein

1,270 Kommentare 269 Likes

Ich hatte mir den 55" geholt, da dieser Ende 2020 seltsamerweise deutlich günstiger war als das 48"-Modell. Aber ich habe es ebenfalls nicht bereut. Nutze ihn als PC-Monitor und Fernseher.

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HerrRossi

Urgestein

5,762 Kommentare 1,542 Likes

Watum gibt es OLED Panel als Massenware eigentlich nicht kleiner, zB. 27" oder 32", gibt es da einen technischen Grund?

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p
pajonk

Mitglied

11 Kommentare 0 Likes

Hier mal mein Youtubekanal mit Tipps da ich mich schon länger mit Oleds beschäftige

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About the author

Igor Wallossek

Chefredakteur und Namensgeber von igor'sLAB als inhaltlichem Nachfolger von Tom's Hardware Deutschland, deren Lizenz im Juni 2019 zurückgegeben wurde, um den qualitativen Ansprüchen der Webinhalte und Herausforderungen der neuen Medien wie z.B. YouTube mit einem eigenen Kanal besser gerecht werden zu können.

Computer-Nerd seit 1983, Audio-Freak seit 1979 und seit über 50 Jahren so ziemlich offen für alles, was einen Stecker oder einen Akku hat.

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