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Intel Alder Lake Mobility CPU Benchmarks geleakt: Schneller als der Apple M1 Max, AMDs 5980HX und Intels 11980HK werden regelrecht vernascht

Ich habe heute etwas sehr Interessantes für meine Leser und  übernehme den Artikel von meinem Freund  Usman Pirzada mehr oder weniger im Original, so dass ich Ihn auch als eigentlichen Autor eingesetzt habe. Denn es ist ja seine Arbeit und nicht meine. Da wäre ein einfaches Zitat und das übliche Umschreiben einer News sicher nicht fair genug gewesen. Deshalb überlasse ich Usman auch im Folgenden das Wort und lasse auch die Wir-Form des Originals so stehen. Auch wenn heute Sonntag ist, wollte ich Euch diese Informnationen natürlich nicht entgehen lassen.

Wir, also WCCFTECH,  waren in der Lage, exklusiv die allerersten Benchmarks für Intels kommende Alder Lake-Mobilitätsprozessoren in die Hände zu bekommen. Prozessoren, die gegen die Apple M1 Max-Prozessoren antreten werden, die sich gerade ordentlich Marktanteile krallen, sowie gegen AMDs kommende Mobile-Chips. Während uns die Ergebnisse für AMDs nächste Generation von Mobile-Chips nicht vorliegen, haben wir die Ergebnisse für die aktuelle Generation von x86-Chips sowie das validierte Ergebnis für Apples M1 Max.

Der Apple M1 Max ist ein fantastischer Chip, der sowohl AMD als auch Intel zu Höchstleistungen anspornen wird. Und obwohl ich bezweifle, dass die x86-Architektur jemals ARM bei der Energieeffizienz schlagen wird, ist die absolute Leistung (bei ungefähr vergleichbarer Akkulaufzeit) eine ganz andere Sache. Geekbench ist seit jeher ein Benchmark, bei dem Apple die Oberhand hat (weil es sich stark auf algorithmische Optimierungen stützt), aber es war dennoch ziemlich beeindruckend zu sehen, wie Apples M1 Max alles deklassierte, was an x86 Hardware so in Sichtweite war. Er hat es sogar geschafft, Intels Flaggschiff-Desktop-Chip zu schlagen: den Intel Core i9 11900K.

Wie wir als Technik-Enthusiasten wissen, ist Intel ziemlich lange beim 14nm-Prozess kleben geblieben und hat sich erst kürzlich von diesem Missgeschick erholt, was bedeutet, dass Apple-Chips in den letzten Jahren (und sogar AMD-Chips) einen deutlichen Node-Vorteil hatten. Ab Alder Lake (der auf Intel 7 basiert) wird dieser Vorteil jedoch ernsthaft schrumpfen, da Intel auf seiner Desktop-Seite endlich auf einen Sub-14nm-Knoten umsteigt. Die Einführung von extrem stromsparenden “e-cores” wird die Leistung auf der Mobile-Seite weiter verbessern, da das big.LITTLE Design von Alder Lake speziell für den mobilen Einsatz entwickelt wurde. Hier ist nun das Ergebnis von Intels 12900HK Alder Lake Mobility Flaggschiff in Geekbench:

Die leistungsstarken p-Cores des Alder Lake setzen sich im Single-Thread-Benchmark mit einer Punktzahl von 1851 mühelos an die Spitze. Zum Vergleich: Apples 5-nm-Chip M1 Max erreicht 1785 Punkte bei der Single-Thread-Leistung. Der Core i9 11980HK (Hinweis: Wir haben auf Geekbench mehrere übertaktete und Standard-Benchmarks für diesen Prozessor gefunden, werden aber Standardkonfigurationen verwenden, da unser ADL-Ergebnis ebenfalls Standard ist und einen ähnlichen Vergleich ermöglicht) folgt mit einem Ergebnis von 1616 und AMDs bester Mobility-Chip kommt auf 1506. Das bedeutet, dass Intel die Single-Thread-Leistung im Vergleich zur Vorgängergeneration um 14,5 % verbessert hat.

Fast alle von uns haben erwartet, dass Intel aufgrund der hohen Taktraten und einiger ernsthafter architektonischer Verbesserungen an der Single-Thread-Front gewinnen würde. Was uns aber was überraschend ist, dass sie sogar den Apple M1 Max an der Multi-Thread-Front schlagen. Der Alder Lake Core i9 12900HK erreicht einen erstaunlichen Wert von 13256 Punkten, gefolgt von Apple mit 12753 Punkten. Der Intel 11980HK (Standard) liegt mit 9149 Punkten weiter hinten und AMD kommt auf ganze 8217 Punkte. Das ist eine Steigerung von Generation zu Generation um fast 45% bei ungefähr der gleichen TDP, was allerdings nicht überrascht, denn obwohl die ADL-P-CPU nur 8 “große Kerne” hat, haben sich auch die kleinen Kerne als ziemlich leistungsfähig erwiesen.

Es kann angenommen werden, dass Apple immer noch bei der Energieeffizienz gewinnen wird – das haben sie seit dem A11 immer getan – aber Apples Herrschaft als schnellster Mobile-Chip scheint nur von kurzer Dauer gewesen zu sein (wir erwarten, dass der ADL-P Anfang 2022 auf den Markt kommt). Ein weiterer wichtiger Punkt in diesem Zusammenhang ist, dass dieser Benchmark mit Windows 11 durchgeführt wurde, das Intels brandneue Thread-Director-Technologie ermöglicht – einige dieser Gewinne könnten also auch das Ergebnis des besseren Hardware-Schedulings sein

Geekbench 5.4.1 source links: Apple M1 Max, Intel 11980HK, AMD R9 5980HX

Quelle: Usman Pirzada via WCCFTECH

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Gurdi

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1,101 Kommentare 600 Likes

Die Werte sehen durchaus interessant aus.

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vonXanten

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528 Kommentare 157 Likes

Schauen wir mal was davon bei den kleineren Versionen über bleibt. Und die Verlustleistung wird auch noch interessant sein, TDP ist ja so wie Kaugummi...

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LEIV

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646 Kommentare 184 Likes

Bin auch mal über den tatsächlichen Verbrauch während dem boost gespannt

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Tarkin77

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scheint ja eine nette Geekbench und CPU-Z Benchmark CPU zu werden :D

Interessant werden aber TDP, Boostverhalten, "Real World" Anwendungen und Games sowie Verfügbarkeit und Plattform-Preise

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Wie jetzt?

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36 Kommentare 31 Likes

Der Trend wird schon korrekt sein - aber Geekbench? Ohne TDP-Angaben? Keine Angaben zum Betriebssystem und dessen patch-Stand beim 5980HX? Das sind mir ein paar Fragezeichen zuviel. Fehlt nur noch ein leak mit dem userbenchmark.

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MD_Enigma

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22 Kommentare 5 Likes

Ich weis nicht. Ich trau dem Braten nicht so recht.

Seit Jahren sind alle CPUs rein Power-Limitiert. Sprich man skaliert nach physikalischen Gesetzen hoch. Gibst du im 95W ist er langsamer als mit 125W. Gerade bei den Mobilprozessoren im Bereich von 45W macht das wahnsinnig viel aus, wenn es da auch nur 15W Abweichung gibt und es treffen die effizienten E-Kerne auf unlimitierte P-Kerne.

Am Ende des Tages müssten sich experten das System mal richtig anschauen und sagen, wie groß der Unterschied am Ende des Tages wirklich ist. Ich persönlich sehe bei vergleichbarer Fertigung und Transistor-Anzahl keine 10% zwischen AMD und Intel.

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Tarkin77

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9 Kommentare 4 Likes

gar nicht mal so toll in games ... die einzige CPU die sich ein paar Prozent absetzen kann, ist der 12900K... im Schnitt vl wenige Prozent vor AMD (vl 5%?). 12700K ist enttäuschend.

Vor allem die 1% und 0,1% lows sind teilweise echt mies.

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LEIV

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646 Kommentare 184 Likes

ja gut, da sollte man vielleicht doch noch 1 bis 2 Treiber Updates warten bevor man sich da ein endgültiges Urteil erlaubt

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Tarkin77

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welche Treiber?

Ich glaub ehrlich nicht, dass Treiber großartig was daran ändern.

Rein für Gaming ist ADL denke ich relativ uninteressant - das Ding hat durch (vermutlich) deutlich höhere Plattformkosten gegenüber AM4 ein schlechtes P/L-Verhältnis. Wer weiß am Ende stellt sich raus, man braucht min ein 400 Euro Motherboard um den 12900K richtig auszufahren - wär ja nichts neues, Rocket Lake lässt Grüßen.

Bei Ryzen nehm ich quasi jedes beliebige 80-100,- AM4 Motherboard und die Dinger laufen einfach wie sie sollen.

Ah ja... und dann ist da noch die Sache mit Windows 11, dass ja offenbar nicht so jedermanns Ding ist ;)

Und Anfang 2022 kommt Ryzen mit V-Cache, der nochmal 15% an Gaming-Leistung oben drauflegt... ouch.

Im Grunde ist dann der Abstand zwischen AMD und Intel größer (ich red jetzt mal nur von Gaming) als es aktuell der Fall ist (Zen 3 vs Rocket Lake)

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Igor Wallossek

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5,977 Kommentare 9,411 Likes

Die Videos mit den Benchmarks halte ich für bedenklich, da nicht aussagefähig. Die Perzentile würde ich mal am RAM festmachen. Da muss man schon ein wenig tüfteln, damit DDR5 was bringt. Beta-BIOSe sind auch kein echter Plan. Deshalb mache ich die ganzen FINALEN Gaming-Benchmarks mit ADL auch erst Ende der nächsten Woche, da kommt sicher noch was. So blöd ist Intel ja nun auch wieder nicht :D

Sagen wir es mal so - man sollte ADL nicht überhypen, aber in Sachen Effizienz... nun ja. Ich breche hier aus Kollegialität kein NDA, das ich nicht unterschrieben habe. Dass mich Intel (wie immer) explizit vom Sampling ausgeschlossen hat ist zwar aus Sicht meiner Bequemlichkeit eher ärgerlich, aber vielleicht mag man ja auch keine unkontrollierten Tests mit Leuten, die man nicht so einfach steuern kann... Ist mir auch egal, ich habe wie immer alles, das ich brauche (sogar etwas mehr), auch wenn das ganze Brimborium seitens Intel gegen meine Person fast schon affig daherkommt. Wenn man in DE für mich nichts hat, gibts halt auch noch das Ausland. Vorteil: echte Retail-CPUs ohne den Verdacht, dass jemand selektiert haben könnte. Dass ich weltweit sehr gut vernetzt bin und es kaum Sinn macht, mich bei meinen Geschäftspartnern in DE ständig madig zu machen, sollte man in München auch langsam mal begriffen haben. Das fordert im Gegenteil nur den Ehrgeiz heraus. :D

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Usman Pirzada (Gastautor)

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