Grafikkarten Praxis Testberichte

Der große Radeon RX 6800 (XT) Overclocking- und Mod-Guide | Community

Die neuen Big Navi Karten sind released und die 6800/6800 XT sowie die neue feierten kürzlich Ihr Debüt. Unser Community-Mitglied Gurdi konnte es auch diesmal wieder nicht lassen, sich nun auch die AMD-Karten mal etwas näher zur Brust zu nehmen. Genau deshalb lasse ich jetzt einfach Gurdi weiterschreiben denn es ist ja sein User-Review, in das er selbst viel Zeit investiert hat und nicht meins.

Grundausstattung und Testsystem

Nachdem ich bereits kürzlich einige Erfahrungen zu meiner extrem taktfreudigen RX 6800 alias „Raketenjonny“ mit euch geteilt habe, ist nun auch meine Radeon RX 6800 XT an der Reihe. Dazu wie gehabt erst einmal das Testsystem vorab, damit wir nachher besser vergleichen können:

CPU: Ryzen 5900X optimiert
Board: AORUS X570 Ultra
RAM: 32 GB DDR4 Patriot Viper (SK Hynix) @ 3800 MHz CL 17/19/21/34 1T, Infinity Fabric 1:1
Grafikkarte: ASUS STRIX LC RX 6800 XT AIO mit 240er Radiator
Hardmods: Zusatzkühlung, Umrüstung auf 2 x 120 mm Lüfter NF A12x25
Softmods: Änderungen in der PowerPlayTable
Netzteil: Corsair HX 750I
Sonstiges: Soundkarte, 280er Radi für CPU, 3 Gehäuselüfter (3×140)

ASUS STRIX LC RX 6800XT

Die ASUS STRIX LC zählt aktuell zu den Top Dogs bei den neuen Radeon-Karten. Meine Wahl viel allerdings eher notgedrungen auf dieses Modell, denn eigentlich bevorzuge ich ja Luftkühlung, weil ich öfters die Karte(n) wechsle. Die aktuelle Situation bei der Verfügbarkeit hat die Auswahl jedoch eingeschränkt. Ich will hier nicht zu viele Worte über die Karte verlieren, das können andere sicher auch besser und deutlich ausführlicher. Ich beschränke mich daher auf einige Praxiserfahrungen und meinen persönlichen Eindruck. Der Vollständigkeit halber jedoch zumindest einmal die wichtigen Eckdaten. Das Powerlimit beträgt 285 Watt für die TGP, ermöglicht also Erhöhung um +15 % auf knapp 330 Watt TGP, der Standardtakt wurde auf 2464 MHz eingestellt.

Die Karte hat ein seltsames Phänomen, kopiere ich das Bios aus der Karte und lese dieses mit dem aktuellen MPT (MorePowerTool) aus, meldet mir dieses eine eingetragene ASIC Power von 255 Watt, also wie bei der Referenzkarte. Die Karte legt aber Stock bereits an die 285 Watt ASIC an. Die Gründe hierfür liegen beim MorePowerTool, weil die Hersteller oft zwei Werte nutzen, aber nur einer von Belang ist. Das MPT schreibt beide Werte, wir aber auch beim Auslesen nach dem nächsten Update den höheren Wert berücksichtigen. Der Funktionalität tut dies aber auch aktuell keinerlei Abbruch.

Die Kühlleistung der Karte ist angesichts von etwa 320 bis 330 Watt tadellos. Eine HotSpot-Temperatur von 67 Grad im Perf. Bios suchen derzeit ihresgleichen. Dabei drehen die Lüfter im offenen Aufbau mit ~1600 Umdrehungen oder aber im Quiet Bios mit rund ~1200 Umdrehungen. Bei längerem Betrieb im geschlossenen Gehäuse und unter hoher Last steigen die Drehzahlen aber teils deutlich darüber an, je nachdem wie Ihr den Radiator verbaut und wie gut eure Gehäusebelüftung ist.

Ich habe meinen Radiator im Boden montiert, die Lüfter saugen durch den Radiator und durch einen Staubschutz die Luft vom Boden an und befördern diese ins Gehäuse. Von hier wird die warme Luft via Kamineffekt abgeführt und vorher mit kalter Luft durch die Front entschärft. Durch diese Montage benötige ich eine deutlich höhere Drehzahl als normal, bedingt durch den hohen Wiederstand der den Lüftern gegenüber steht. Behaltet dies im Hinterkopf. Ein solides Netzteil ist auch bei dieser Karte Pflicht, an nur einer Rail via Daisychain schaltet mein Netzteil ab beim Übertakten. Vorher macht es sich bereits bemerkbar durch Leistungsabfälle im Betrieb.

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About the author

Igor Wallossek

Chefredakteur und Namensgeber von igor'sLAB als inhaltlichem Nachfolger von Tom's Hardware Deutschland, deren Lizenz im Juni 2019 zurückgegeben wurde, um den qualitativen Ansprüchen der Webinhalte und Herausforderungen der neuen Medien wie z.B. YouTube mit einem eigenen Kanal besser gerecht werden zu können.

Computer-Nerd seit 1983, Audio-Freak seit 1979 und seit über 50 Jahren so ziemlich offen für alles, was einen Stecker oder einen Akku hat.

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