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Blue Yeti X im Praxis-Test – Was kann das neue USB Podcast Mikrofon?

Das neuste USB-Podcast-Mikrofon von Blue hört auf den Namen Yeti X und ist ein 4-Kondensator-Mikrofon, das es aktuell in der Standard-Version schon für um die 135 Euro bei verschiedenen Händlern zu kaufen gibt. Die größte Neuerung bei diesem Mikrofon liegt darin, dass es sich über die Software G-Hub von Logitech anpassen lässt. Das war bisher bei keinem Blue-Mikrofon möglich und ist eine deutliche Verbesserung gegenüber seinen Vorgängern. Preislich bewegt sich das heute getestete Blue Yeti X mit einer UVP von 179 EURO im Bereich eines zu dem Rode NT USB und des Elgato Wave 3.

Lieferumfang und Zubehör

In der Box befindet sich das Mikrofon, das schon in einem schweren Tischständer montiert ist, eine Schnellstartanleitung und ein 2 Meter langes Micro-USB Kabel. Mehr ist in der Box nicht zu finden, ein Pop-Schutz ist keiner dabei, aber diesen gibt es als Universal-Zubehör schon für um die 3 Euro im Internet zu kaufen.

Technische Daten

Das Yeti X ist ein 4 x 14 mm Kondensator-Mikrofon, die meisten Mitbewerber und auch der Vorgänger sind mit 3 Wandlern ausgestattet. Die Richtcharakteristik kann in Niere, Doppel-Niere, Kugel und Stereo eingestellt werden, was von zu vielen Mitbewerbern auf dem Markt unterscheidet und viele Optionen ermöglicht. Die Abtastrate (Samplingrate) liegt bei 48 kHz und einer Auflösung von 24 Bit sowie einem maximalen Schalldruckpegel von 122 dB. Das Gewicht ohne Ständer beträgt 0,519 kg und mit 1,28 kg.

Optik, Haptik, Funktionalität

Fangen wir mal mit dem Äußeren an. Der Korpus ist aus Aluminium gefertigt, schwarz-matt lackiert und der Übergang zum perforierten Oberteil ist mit einem Chrom-farbenen Ring verziert. An der Unterseite des Korpus befinden sich ein 3,5-mm-Klinken Anschluss für ein Headset, ein Micro-USB-Anschluss und ein Gewinde für ein Mikrofonschwenkarm. Der Tischständer spiegelt die Optik weiter, der Fuß ebenfalls. In der Front befindet sich der Drehregler für das Mikrofon, integriert darin ist der Mute-Button.

Doch dieser Regler und Button hat nicht nur die Funktionen für Mute und Gain, sondern vereint gleich 3 Funktionen in einer. Durch das Gedrückthalten des Mute-Buttons kommen wir zur Lautstärke für das Headset. Durch weiteres Gedrückthalten des Mute-Buttons gelangt man in das Menü für das Monitoring. Dort können wir einstellen, ob wir uns selbst beim Sprechen hören wollen (zur Kontrolle) und wie stark wir uns selbst hören wollen. Eingestellt wird das alles durch das Drehen nach links oder rechts.

   

Um den Button selbst befindet sich eine anpassbare LED-Anzeige, die uns die eingestellten Pegel anzeigt. In der Grundeinstellung zeigt uns die LED-Anzeige auch unseren Pegel an, wie laut wir in das Mikrofon sprechen oder ob es bereits übersteuert. Klassisch wird das in den Farben Grün, Gelb, Rot angezeigt. Diese Farben können wir aber selbst einstellen (in der Software), aber dazu später mehr.

An der Rückseite des Mikrofones befindet sich ein weiterer Button, dort können wir die verschiedenen Richtcharakteristiken durch drücken verändern, die Grundeinstellung ist Niere. Die Nierencharakteristik ist die richtige Wahl für Podcasts, das Game-Streaming, Skype-Telefonie, Gesang und Instrumente und zur Abnahme von Quellen, die sich direkt vor dem Mikrofon befinden. Der Klang ist durchaus detailliert und authentisch. Die Kugelcharakteristik kann den  Schall aus allen Richtungen gleichmäßig eingefangen, leider auch sehr viele Nebengeräusche. Dieser Richtcharakter empfiehlt sich für Anwendungen, in denen ihr das Raumempfinden authentisch abbilden möchtet, wie  z. B. bei einer Telefonkonferenz.

Die Doppel-Nierencharakteristik in diesem Modus werden die Signale vor und hinter dem Mikrofon aufgezeichnet. Dieser Richtcharakter empfiehlt sich für die Aufnahme oder das Streaming von Gesprächen zwischen zwei Personen. Naja, und der Stereomodus nutzt den linken und rechten Kanal und empfiehlt sich zur realistischen Abnahme von mehreren, vor dem Mikrofon positionierten Klangquellen.

Zur Software und dem praktischen Test komme ich nun auf der nächsten Seite