Audio/Peripherie Tastatur Testberichte

CORSAIR K70 RGB PRO im Test – Ikonische Tastatur ins Jahr 2022 katapultiert

Mit der neuen K70 RGB PRO bringt Corsair die extrem beliebte K70 (MK.2) Tastatur auf den aktuellen Stand der Technik. Dabei lässt man nahezu keine Schraube unberührt: Neben der Vollausstattung mit PBT Keycaps und magnetischer Handballenauflage findet unter anderem auch eine wahnwitzige Pollingrate von 8000Hz Einzug. Was im Detail und unter der Haube alles geändert wurde, lest ihr im Test.

Als die mechanischen Tastaturen vor einigen Jahren ihren zweiten Frühling erlebten, war Corsair einer der ersten Hersteller, der das Potential dieses Marktes erkannte. Und da man die Sache offenbar auch sehr ernst nahm, konnten die mechanischen Tastaturen dieses Herstellers qualitativ von Anfang an überzeugen. Vor allem auch die K70, die mittlerweile eine ziemlich lange Geschichte hinter sich hat und sich auch heute noch größter Beliebtheit erfreut.

Bei der Entwicklung des neuen Version hat Corsair noch einmal richtig die Upgrade-Keule geschwungen und nicht mit zeitgemäßen Features geknausert. Für den Test habe ich mir auch eine alte K70 Rapidfire organisiert, um zu sehen, ob Corsair bei all den Aktualisierungen die hohen Qualitätsstandards bei der Verarbeitung erhalten konnte und wie stark sich die Tastatur über die Jahre verändert hat. Aber bevor wir dazu kommen, will ich die neue Tastatur erstmal aus ihrer Verpackung befreien und auf die technischen Daten und Features eingehen.

 

Unboxing und Hands-On

Bei der Verpackung setzt Corsair auf das etablierte Design. Ein schwarzer Karton mit gelben Applikationen und einem Abbild des Produktes sorgen für ein elegantes Auftreten.

Aufgeklappt, springt uns das Objekt der Begierde förmlich an.  Die knapp bemessene Folie um die Tastatur herum ist das einzige verwendete Plastik an der ganzen Verpackung.

Der komplette Packungsinhalt: Neben der Tastatur und der Handballenauflage liegen bloß das abnehmbare USB-C Kabel und zwei Guides im Karton.

Die Tastatur im Detail.

Wie bei mechanischen Tastaturen beinahe schon üblich, sind auch hier die Schalter „offen“ auf die Metallplatte aufgesetzt.

Unter den Tastenkappen verstecken sich in diesem Fall rote Cherry MX Schalter.

Löblich: Die neue K70 ist mit PBT Double-Shot Keycaps ausgestattet, die wir neulich schon vorgestellt hatten

Auf der rechten Seite finden wir die vier Media-Control Tasten und die Lautstärkeregelung. Letztere ist wie gewohnt als mechanische Rolle ausgeführt, die in 2% Schritten die Lautstärke reguliert und eine separate Taste zum Stummschalten.

Auf der linken Seite befinden sich die Sondertasten. Serienmäßig sind diese als Profil-Wahl, Beleuchtung (Helligkeit) und zum Sperren der Windowstaste vorgesehen. Diese drei und die Mute-Taste sind „clicky“ ausgelegt und fühlen sich an wie die Tasten einer Maus.

Im Gegensatz zur Urversion der K70 ist das Herstellerlogo bei der neuen Version beleuchtet. Unter der glanzschwarzen Abdeckung befinden sich auch die Indikator-LEDs für Caps-Lock, den Nummernblock etc.

Auf der Rückseite befinden sich der USB-C Anschluss und der Schalter für den „Tournament-Modus“.

Das abnehmbare USB-C Kabel ist mit Geflecht ummantelt. Leider fällt durch diese Lösung der USB-Anschluss an der Tastatur weg, wo man bei den alten Modellen z.B. noch die Maus oder einen Transmitter anschließen konnte.

 

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c
cunhell

Veteran

117 Kommentare 114 Likes

Irgendwie finde ich die Aussage "Zumal die Tastatur auch mit 5V ⎓ 1.5A angegeben ist." etwas verwirrend, wenn dem andererseit "Insgesamt sollte der USB 3.0 Port laut Spezifikation eigentlich nur 0,9A liefern." entgegen steht. Damit dokumentiert Corsair ja quasi schon, dass sie nicht gedenken, die USB3.0-Specs einzuhalten. Da kann man ja froh sein, dass die Tastatur laut Messung real nur knapp über den 0.9A bleibt.

Andere Hersteller schaffen es ja auch mit Ihren Tastaturen, in der Spec zu bleiben, nur Corsair scheint hier immer wieder an die Grenze und darüberhinaus zu gehen.

Cunhell

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Igor Wallossek

Format©

6,669 Kommentare 10,868 Likes

Das ist nicht ganz korrekt. Aktuell sind es 7.5 Watt, also 1.5 Ampere. Die ganzen Buchsen an den Motherboards entsprechen mittlerweile dem Battery Charge Standard und hängen eh direkt an der 5V-Schiene des 24-Pin. Zumal die Angabe ein Maximalwert ist (der den Standard beschreibt) und die Messung nicht groß über 0,9 A ergab. Das steht auch im Artikel ;)

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weedeater

Veteran

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Angenehmer Test, @Alexander
Sieht ja ganz nett aus. Der Funktionsumfang scheint ja auch zu überzeugen, Double-Shot ist immer besser als ABS.
Da muss aber auch dann ein großes ABER her: 200€?
Selbst wenn sie alle Features haben mag, das gebe ich für ein Teil Peripherie nicht aus. Letztlich denke ich aber, dass da mindestens 50% nur auf den Namen zu zahlen ist. Sehe nicht, was die Tastatur 200€ wert machen sollte, das Preis-Leistungs-Verhältnis ist mir da nicht gut genug.
Und nunja, da bin ich sicher auch durch die schlechte Erfahrung mit Corsair wohl etwas vorbelastet.
Und die Software ist viel zu überladen, für eine Tastatur 1.3GB an Software ist einfach übel. Das geht sicher auch anders, gibt ja auch genug Hersteller, die das angenehmer umsetzen.
Ich nutze z.B. eine 70€ teuere mechanische Tastatur (SCP Gear), ebenfalls mit Cherrie Red Switches und das seit 3 Jahren ohne Probleme.

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RAZORLIGHT

Veteran

241 Kommentare 136 Likes

Endlich mal PBT bei dem Preis ein MUSS.
Wenn ich aber bedenke was die PBT Kappen einzeln kosten ist die Tastatur wie von Corsair gewohnt überteuert
Klingt aber immernoch sehr hohl.
Dann noch ICue und die Tastatur ist eigentlich schon wieder aus dem Rennen.

Dass sie das Ping Geräusch der Cherry Schalter nicht in den Griff bekommen (wollen) spricht nicht gerade für Cherry und Corsair hat auch keine Dämmung Ina Gehäuse gepackt wie z.b. Ducky.

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ssj3rd

Mitglied

66 Kommentare 24 Likes

ICue ist hier das Killer Argument die Tastatur nicht zu kaufen… (nicht das die anderen viel besser wären, die Logitech Hub Scheisse ist auch sehr übel). Hach ja…

Da kommt immer bessere Hardware raus und die Software wird immer übler.

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O
Ozzy

Veteran

132 Kommentare 71 Likes

Sehe ich leider auch so, ICue ist so übel, das ich die Kopfhörer Virtuoso, die Top sind, deswegen zurück geschickt habe.
Die Software verursacht Bluescreens und Soundfehler beim eigenen Produkt.
Unfassbar, wie man überhaupt so schlechte Software wie ICue oder LGHub proggen kann.
Ich hab wie @weedeater schon schrieb, eben auch mehrfach schlechte Erfahrungen mit Corsair, deswegen sind die bei mir raus.
Was mir schwerfiel beim Virtuoso, aber ging gar nicht.

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Megaone

Veteran

495 Kommentare 394 Likes

Ich kaufe immer die K95 Platinum von Corsair im Black Friday. Da gibt es das Teil um die 110-130 Euro. Die hat noch den zweiten USB Anschluss. Ich habe noch eine Originalverpackte im Schrank liegen. Das Teil ist nice to have und ich hatte bis jetzt noch keine LED Ausfälle oder sonstige Beschwerden.

Aber ganz ehrlich, sowas braucht aus meiner Sicht kein Mensch. Meine 30 Euro billig Klick Noname LED Tastaturen tun es im wesentlichen genauso. Ich merke im täglichen einerlei kaum einen Unterschied.

Mein Fazit: Die Listenpreise für solche Dinger halte für völlig aberwitzig und selbst als "Schnäppchen" besteht keine Notwendigkeit zu zu schlagen.

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Pirate85

Veteran

157 Kommentare 83 Likes

Kp, Logitech G Hub ist bei mir lediglich für die Beleuchtung der Tasta und die Profile der Maus zuständig - noch nicht einen Absturz damit gehabt.
Aber kenne auch einige die nur Probleme damit haben ---> Merkwürdig.

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Alkbert

Urgestein

627 Kommentare 358 Likes

Sehr schön. Ich sehe hier allerdings keinen für mich entscheidenden Unterschied zu meiner Black Widow v3 und die war um maximale Längen billiger, ist aus Vollaluminium und hat mein heiß geliebtes Walzen-Rädchen für die Lautstärke.
USB brauche ich nicht. Einzig die magentische Handballenauflage ist schick. Aber dafür 200 Öcken ? - sorry, but sorry.

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weedeater

Veteran

110 Kommentare 76 Likes

Ich verstehe halt eines nicht: wieso ich überhaupt eine Software nutzen MUSS, um die Farben auf der Tastatur einzustellen? Ich habe, wie oben schon erwähnt, eine SCP Gear und eine Cherrie, da geht das alles mit der FN-Taste und Zusatztasten. Sicher, wenn man eigene Profile, Macro´s und so ein Zeug für einzelne Spiele anlegen will, mag die dann ja hilfreich sein. Aber ich habe das nie gebraucht und ich kann mir nicht vorstellen, das mehr als 10% aller User solcher Software überhaupt wissen, wozu das überhaupt gut ist.
Auch für meine Mäuse, die ausschließlich Logitech sind, benutzte ich die Software ebenfalls nicht. Wenn ich die Maus in der Hand habe, sehe ich ja sowieso nichts vom Farbenspiel, also kann sie von mir aus in allen Regenbogenfarben leuchten. Und die Windoof-Einstellung hat mir immer gereicht. Ich zocke eh nichts, wo ich eine Abtastrate von mehreren Tausen Hz bräuchte, ist mir alles viel zu stressig.
Und wenn diese Software dann noch so aufgebläht ist, ist das für mich einfach nicht mehr nachvollziehbar.
Ich überlege gerade, als ich angefangen habe mit PC war man schon über eine Festplatte von ein paar hundert MB froh, heute hat so eine popelige Software das 5- bis10-fache an Volumen. Und das, um ein paar Farben einzustellen?
Wer´s mag oder braucht.......

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Alkbert

Urgestein

627 Kommentare 358 Likes

Wohl wahr. Selbst die Farben bei Shootern, wo man sich zur Neige gehende Munition als "Aufforderung" zum Nachladen anzeigen lassen kann, bringt mir nicht wirklich was. Ich habe die Augen auf dem Schirm, nicht auf der Tastatur.

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s
shaboo

Mitglied

31 Kommentare 38 Likes

Ist ja leider wie mit fast allem, was man kaufen kann: Zu Beginn sind es Features, die nur für einen Bruchteil der Leute interessant sind, die man aber trotzdem als großartige und natürlich absolut essentielle Innovation für alle verkauft, und am Ende gibt es überhaupt nichts anderes mehr und es müssen sich somit auch diejenigen Leute diesen Kram kaufen und bezahlen, die ihn nie gewollt haben oder gar - wie bei übertriebenem RGB-Bling-Bling - explitzit ablehnen. Innovationswahn, Konsumspirale und der Traum vom ewig währenden Wirtschaftswachstum gehen halt Hand in Hand und werden - Stand heute - wohl auch dann erst ein Ende finden, wenn unser Planet das ressourcenmäßig einfach nicht mehr hergibt.

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weedeater

Veteran

110 Kommentare 76 Likes

Habe da meine Zweifel. Solange es so viele Leute mit Macht und/oder Geld gibt, die noch dazu denken, dass sie selbst davon eh nicht betroffen sein werden, wird wohl nicht mal diese Erkenntnis reichen.
Beispiel ist da nur, dass schon vor über 20 Jahren von globaler Erwärmung gesprochen wurde. Und selbst heute, wo deutliche Anzeichen zu erkennen sind, interessiert dass immer noch die wenigsten. Zumindest aus dem Bereich Leute, die ich schon angesprochen habe.
Aber das ist natürlich offtopic....

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Megaone

Veteran

495 Kommentare 394 Likes

Dazu braucht es keine keine Erderwärmung. Wir hätten diesen Planeten auch so an die Wand gefahren. Die Erderwärmung ist nur die letzte Konsequenz von allen.

Ebenfalls off Topic.

Weissagung der Cree.

„Erst wenn der letzte Baum gerodet, der letzte Fluss vergiftet, der letzte Fisch gefangen ist, werdet ihr merken, dass man Geld nicht essen kann.“

Viel braucht es nicht mehr.

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weedeater

Veteran

110 Kommentare 76 Likes

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About the author

Alexander Brose

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