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NZXT Kraken Z73 All-in-One CPU-Kompaktwasserkühlung im Test – Leistungsstarke Meme-Maschine

Anfang 2020 stellte NZXT mit der Z-Reihe die neuste Generation der beliebten Kraken All-in-One Wasserkühlungen vor und löste mit dem integrierten Display nicht nur einen neuen Trend bei anderen Herstellern aus, sondern auch eine ganze Welle von lustigen Bilder in den sozialen Medien. Ob die seines Zeichens teuerste Kompaktwasserkühlung auf dem Markt auch in Sachen Kühlleistung mithalten kann, erfahrt ihr im nachfolgenden Artikel:

Verpackung und Lieferumfang

Der fast einen halben Meter breite Karton ist größtenteils schlicht gehalten und entspricht dem für NZXT typischen Design. Vorder- und Rückseite sind weiß und zeigen die enthaltene Kraken Z73 im aus- und eingebautem Zustand. Zusätzlich gibt es mehrsprachig eine Auflistung der Features, auf den lila Seiten geht man dann nochmal etwas in Details und druckt eine Tabelle mit den technischen Spezifikationen auf.

Nachdem man die Verpackung nach oben hin geöffnet hat, erwartet uns im Inneren der altbekannte Transportschutz aus einer Papp-Verschalung. Den Radiator hat man nochmal zusätzlich in dünnen Karton geschoben, der Rest wird in Plastik eingetütet.  Die Lüfter, Handbuch und das Zubehör sind jeweils einzeln verpackt, hier hätte man etwas Einmal-Plastik einsparen können.

Das Beutelchen mit dem Zubehör beschränkt sich auf das Nötigste, neben Backplate und Montagematerial gibt es nur noch ein internen USB-Kabel sowie den Pumpenanschluss mit integriertem PWM-Splitter dazu. Trotz des Premium-Preises gibt es keine zusätzliche Tube Wärmeleitpaste!

Im ausgeschaltetem Zustand ist die auf den Bildern sehr farbenfroh dargestellte Z73 überraschend schlicht und von Lüfter bis zum Montagerahmen komplett in Schwarz gehalten.

Der Radiator ist in nahezu perfektem Zustand, nur an einigen wenigen Stellen gibt es minimale Unregelmäßigkeiten an den Lamellen.

Neben der sparsam aufgetragenen, kreisrunden Wärmeleitpaste gibt es am Pumpenblock auch noch den Micro-USB und proprietären Stromanschluss zu erspähen. Hier hätte ich lieber einen USB-C Anschluss gesehen, dazu aber gleich mehr.

 

Montage und Einbau

Das Anbringen auf dem AM4-Sockel könnte kaum einfacher sein, denn es werden einfach vier Abstandhalter in die vorhandene Backplate geschraubt, der Pumpenblock draufgesetzt und dieser mit Rädelschrauben fixiert. Eine dritte Hand braucht es dieses Mal also nicht.

Je nach Sockel muss vorher nur der passende Montagerahmen auf den Block gedrückt werden, ab Werk ist der Intel-Rahmen drauf.
Das Anbringen der Lüfter erfolgt wie gewohnt mit Schrauben auf Unterlegscheiben, die Ecken und Schraubenlöcher in den Aer P120 Lüftern sind von innen gummiert und somit entkoppelt.

Die Stromversorgung wurde via SATA-Anschluss gelöst, die Verbindung zum CPU-Fan Anschluss ist lediglich für das Auslesen der Drehzahl relevant. Steuerung läuft via Software über das erwähnte Micro-USB Kabel, welches durch den Anschluss und Winkel des Kabels nicht dem eigenen System entsprechend eingebaut werden kann. Ein Typ-C Anschluss oder zumindest ein Kabel ohne Winkel wäre meiner Meinung nach besser gewesen. In meinem Exemplar scheint eine Menge Luft zu sein, denn für ein paar Minuten nach dem ersten Einschalten hat es ordentlich geblubbert. Nach kurzer Zeit bei maximaler Drehzahl beruhigt sich das Ganze aber und ist auch später nicht mehr auffällig geworden.

 

Spezifikationen

Hier eine zusammengefasste Übersicht der technischen Daten, alle weiteren Details dann wie gewohnt auf der Herstellerseite.

Compatible Socket

Intel Socket LGA 1200, 1151, 1150, 1155, 1156, 1366, 2011, 2011-3, 2066

AMD Socket AM4, sTRX4*, TR4*(*Threadripper bracket not included)

Warranty

6 Years

Fans

Speed: 500-2,000 + 300 RPM

Air Flow: 1 8 . 2 8 – 7 3 .1 1 C F M

Air Pressure: 0 .1 8 – 2 . 9 3 m m – H₂O

Noise: 21-36dBA

Bearing: Fluid Dynamic Bearing

Power Consumption: 12V DC, 0.32A, 3.84W

Connector: 4-pin PWM

Life: 60,000 hours / 6 Years

Cap

Display Orientation: Software adjustable Default and -90° orientation

Display Panel Active Area: 2.36” (60mm) diameter

Display Color: 24-bit true color LCD

Display Resolution: 320 x 320 px

Display Brightness: 650 cd/m²

Tube

Length: 400mm

Material: Ultra-low Evaporation Rubber with Nylon Braided Sleeve

Radiator

Dimensions: 121 x 394 x 27mm

Material: Aluminum

Pump

Motor Speed & Power: 800 – 2,800 + 300 RPM, 12V DC, 0.3A

NZXT Kraken Z73 (RL-KRZ73-01)

MindfactoryZentrallager: 5 Stück lagernd, Lieferung 1-3 Werktage Filiale Wilhelmshaven: 5 Stück lagerndStand: 03.03.21 09:41263,62 €*Stand: 03.03.21 09:38
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FritzHunter01

Veteran

111 Kommentare 69 Likes

Danke Tim,

gutes Review! Mir gefällt die Möglichkeit, dass man Display der Pumpe selbst gestalten kann. Die Leistung der 360er steht außer Frage!
Der Preis is aktuell völlig irrsinnig! 275,- € is wahnsinn!!!

MfG
Fritz

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f
funkdas

Urgestein

506 Kommentare 166 Likes

Man kann es auch so sehen: Endlich mal ein Hersteller, der die Kohle selber einsacken will, und die übertriebenen Preise nicht dem Handel überlässt.... (Wer Ironie findet, darf sie behalten)

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T
Tim Kutzner

Veteran

142 Kommentare 40 Likes

Die Kommentare unter einem Review zu einer 190 Euro AiO: "Da kann man ja eine Custom Loop für bauen !!11"
NZXT: Hold my beer :D

Der Fairness halber muss man aber auch sagen, dass der derzeitige Preis wohl einfach enorm hoch ist ..
UVP sind zwar 279 Euro, der tatsächliche Straßenpreis war Ende letzten Jahres aber schon bei ~ 220 Euro

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grimm

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1,209 Kommentare 473 Likes

Eines Tages bastel ich mir auch ne WaKü rein. Muss nur mal einen Grund finden.

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T
Tim Kutzner

Veteran

142 Kommentare 40 Likes

Ich habe hier etwas für dich gefunden ---> Link

Buildlog dann bitte nächste Woche posten :P

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grimm

Urgestein

1,209 Kommentare 473 Likes

Nene. Ich muss höchstens die 2080S besser kühlen, die treibe ich mit meinen Einstellungen (zu) hoch. Spiele aber mit Headset, insofern wurscht. Der 1600X bleibt kühl und leise. Ich bin mir auch echt nicht sicher, ob 7 bzw. 5nm sooo toll sind. Wie kühlt man denn solche Strukturen effektiv? Die 5000er Serie und auch die flotten Intels der 9000er und 10000er Reihe glühen kräftig rum. Manchmal zu kräftig, wenn ich gar nicht so wenigen Berichten glauben darf.
Aber in meinem Rechner ist eher die GraKa Temp-Champ.

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DHAmoKK

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1,385 Kommentare 374 Likes

Das passt aber nicht in das Display ;)
Ich hatte ja den Cuplex Kryos Next Vision auf dem i7-3930K. Ist ein nettes Spielzeug, aber wirklich drauf geguckt habe ich nicht, schließlich steht die Kiste ja unter dem Tisch, nicht darauf.

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W
Wie jetzt?

Neuling

8 Kommentare 2 Likes

Nettes review, aber um eine 360er AiO zu fordern müsste so langsam mal eine andere Wärmequelle herhalten - wie wäre es mit einem 5800X? Der Preis ist einfach nur crank, dafür bekäme man fast 3 360er Arctic Liquid Freezer - wenn die denn lieferbar wären.

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T
Tim Kutzner

Veteran

142 Kommentare 40 Likes

Ich kaufe mir die Test-Hardware selbst, wird also bis auf Weiteres nicht passieren.

Zumal ich dann das Problem habe, dass ich Budget-Kühler nicht mehr testen kann.
Optimal ist es nicht, aber immerhin kann man mit dem R5 3600 testen, wie gut die Kühler mit einem assynmetrischen Anordnung der DIEs zurechtkommen.

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W
Wie jetzt?

Neuling

8 Kommentare 2 Likes

Sorry, war mir nicht klar.
Dann wäre die Arctic Freezer in jedem Fall einen Test wert, die Rev.3 kann in einer normalen und in einer versetzten (offset) Position montiert werden. Da könnte man auch den Effekt der Positionierung vergleichen.

View image at the forums

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About the author

Tim Kutzner

Unterstützende Kraft bei den Themen Kühler, Peripherie und 3D-Druck.
Linux-Novize und Möchtegern-Datenhorder mit DIY NAS.