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NVIDIA GeForce RTX 3080 SUPER bestätigt? HP listet die Grafikkarte für den kommenden ENVY AIO PC

Aktuell geistern ja bereits diverse Gerüchte zu NVIDIAs Aufsuperung der aktuellen Ampere-Grafikkarten durchs Netz. Und da verwundert es auch nicht, dass sich die Medien-Gemeinde an jeden Heinweis klammert, der darauf abzielen könnte. Und dann kam HP. Betrachtet man das angekündigte Portfolio auf der Webseite, dann könnte der Hersteller mit seinen kommenden AIO-PCs aufs Ganze gehen, denn das Unternehmen selbst hat jetzt so ein Modell mit einer NVIDIA GeForce RTX 3080 SUPER gelistet.

Dabei muss man aber bedenken, dass NVIDIA ja noch gar kein SUPER-Lineup für Ampere vorgestellt hat, aber es bereits mehrere Gerüchte gab, die auf das kommende Lineup anspielten. Also wird alles wieder Super? Naja, vielleicht noch nicht ganz, aber da lohnt sich erst einmal der Blick auf die Homepage und das vermeintliche Vorgängermodell.

So ein HP ENVY 34 AIO PC ist nämlich so ziemlich genau das, wonach er klingt: ein 34-Zoll-Bildschirm im AIO-Design, bei dem die gesamte Hardware auf der Rückseite des Bildschirms integriert ist. HP listet die GeForce RTX 2080 für seinen ENVY 32 AIO PC auf und basierend auf dem, was man weiß, ist diese spezielle Variante eine Max-Q-Mobility-Karte. Daher würde es Sinn machen, dass die RTX 3080 SUPER im 34-Zoll-Modell auch eine Max-Q-Variante ist und keine diskrete Desktop-Grafikkarte. Das wäre nämlich thermisch mit Sicherheit ein Unding.

Doch was hat HP hier eigentlich gelistet?  Copy-Paste eines Webdesign-Praktikanten? Oder hat HP hat einfach seine Modellspezifikationen aktualisiert und dabei vergessen, die vollständige Modellbezeichnung der 32″-Modells von 2080 in 3080 zu ändern? OEMs machen in der Regel gern mal solche Fehler und HP hat auch schon früher Karten wie die GTX 1180 aufgelistet, die sich dann später nur  als Platzhalter herausstellte. Sollte sich die Listung jedoch als wahr herausstellen, dann könnte die NVIDIA GeForce RTX 3080 SUPER eine aufgefrischte Ampere-SKU mit höheren Taktraten, möglicherweise mehr VRAM und leichten Leistungsoptimierungen sein.

Es wird erwartet, dass die NVIDIA GeForce RTX 30 SUPER Refresh im Januar 2022 (CES) sowohl auf mobilen als auch auf PC-Desktop-Plattformen auf den Markt kommt, also bleiben wir besser erst einmal tiefenentspannt und harren der Dinge, die da noch kommen.

Quelle: HP via WCCFTECH

 

 

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HerrRossi

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Statt immer neue Modelle zu bringen sollte man sich vllt. darauf konzentrieren, insgesamt mehr zu produzieren.

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D
Denniss

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ist ja eh alles das gleich Silizium, nur anders/besser selektiert. Bei Nvidia würde ich mir mehr VRAM wünschen, im beinahe High-end sind 10-12GiB VRAM eigentlich ein Witz.

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HerrRossi

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Die 3080S soll ja 12GB RAM bekommen. Zu einem normalen Preis wird man sie aber eh nicht kaufen können, das geht alles direkt palettenweise an die Miner dieser Welt.

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LurkingInShadows

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Stimme dir zu; nur
Ja wie denn?

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Alkbert

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In der Vergangenheit hat das "Super" lineup ja lediglich die "normalen Karten" unterhalb der jeweiligen TI Versionen ersetzt.
Damit wäre "Super" per definitionem lediglich ein Austausch der alten RTX "non" super Karten auf gering angehobenem Leistungsniveau.
Nur: wer braucht die und was sollen die kosten und wie soll es mit der Verfügbarkeit aussehen ?
Im Unterschied zur 20x0 Serie könnten hier natürlich flächendeckend Chips mit Mining-Bremse zum Einsatz kommen, ansonsten sehe ich vom Leistungsniveau her wenig Möglichkeiten zu einem Feuerwerk. Denn unterhalb der TI Leistung und dem entspr. Speicherausbau wird man wohl bleiben müssen, wenn man sich nicht sein eigenes Lineup zerbomben will.

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g
gerTHW84

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@Alkbert: Bei der Aktion handelt es sich vornehmlich um eine vertriebstechnische Aktion, die sich diesmal primär gegen Intel richten wird und im High End ein wenig gegen AMD "geraderücken" soll, wobei es für letzteres absatztechnisch faktisch eher keinen Grund gibt, denn markttechnisch scheint AMD mit RDNA2 gar noch an Boden zu verlieren. Natürlich könnte man den Absatz auch mit Preissenkungen ankurbeln nur lassen die sich nur eingeschränkt bewerben, wohingegen "neue" Produkte weitaus mehr und längerfristige mediale Aufmerksamkeit generieren. Und das Vorgehen ist zweifellos erfolgreich, so in 2019/20 zu sehen beim Turing-Refresh. Letzten Endes sind es versteckte Preissenkungen, die "neuen" (oder rekonfigurierten) Produkte optimieren das P/L-Verhältnis und die Absätze werden etwas steigen und dadurch wieder über einen längeren Zeitraum auf ein höheres Niveau gehoben. Ohne diese Maßnahme würden die Absätze einfach nur weiter abebben und bspw. Intel hätte Anfang 2022 die ganze und ungeteilte Aufmerksamkeit aller Medien und Gamer, was sicherlich nicht in nVidias Interesse sein wird, auch wenn Intel voraussichtlich nur bis zum RTX 3070-Niveau veröffentlichen wird, aber bereits damit wird man in der Lage sein bereits einen Großteil des GPU-Marktes anzugehen und Intel verfügt hier über weitaus mehr Ressourcen als AMD und das wird nVidia zweifellos ernst nehmen (mögliche Startschwiertigkeiten, bspw. bzgl. Treibern, wie von so manchem vermutet hin oder her).

Mehr Speicher ist problematisch aufgrund des 384 Bit-Interfaces des größten Ampere-Designs. Micron dürfte mittlerweile ggf. auch 16 Gb-BGAs ihres OC-GDDR6 fertigen (obwohl, Fertigungskrise?), aber die schlagen dann auch beim Verbrauch/dem thermischen Budget zu Buche und gehen zulasten der TDP, wenn man die TBP nicht anheben will.
Die einzige Alternative im HighEnd wäre die Nutzung von 320 Bit mit 16 Gb-BGAs (effektiv 20 GiB), aber das verteuert dennoch die Karte signifikant und sorgt ggf. für Engpässe bei der Ausstattung einer großen Zahl an gefertigten GPUs (GPUs und Speicher kauft man bei nVidia zusammen ein). Zudem, bspw. eine 3080 Ti mit 20 GiB würde voraussichtlich keinen Sinn machen, da das kleinere SI die Speicherbandbreite signifikant senken würde, d. h. würde man das aktuelle Leistungsniveau beibehalten wollen, müsste man den Takt der GPU und/oder des Speichers anheben, jedoch bspw. den vom Speicher alleine kann man nicht sinnvoll so weit anheben, dass der die fehlenden 64 Bit (2 BGAs) kompensieren könnte (sind immerhin 2x 76 GiB/s an Bandbreite bei bspw. 19 Gbps).

Letzten Endes werden sich Entwickler aber auch auf die Marktgegebenheiten einstellen und ihre Titel entsprechend auslegen. Beispielsweise bei Steam verfügen derzeit nur 7 - 8 % aller Gamer über mehr als 8 GiB VRAM.

Interessant dürfte zudem sein, ob nun doch noch eine RTX 3070 XYZ mit 16 GiB kommen wird, denn von Intels Topmodell wird schon seit längerem kolportiert, dass dieses über 16 GiB GDDR6 verfügen soll (mit 256 Bit, wird also vermutlich ebenso vergrößerte Caches zur Kompensation des Bandbreitendefizits nutzen).

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G
Guest

@Igor Wallossek
Sehe ich auch so, die 3080 (mobile), also dann Max P Variante der 3080 lässt sich ziemlich einfach mit einem Biosupdate bis zu 18% beschleunigen. Vermutlich dürfen Hersteller wenn sie ausreichende Kühloptionen bieten (was bei einem 34" AIO Design wohl vom Platz her machbar ist, bei einem Laptop eher nicht), dann statt der TDP von 115W mehr erlauben (womöglich bis zu 150W), was dann rein von der Rechenleistung her einer 3080 "Super" entsprechen würde (im Vergleich zum Max Q Design mit Limitierungen bei der TDP).

Ich denke daher nicht das es einen allgemeinen "Super" Refresh geben wird. Wie HP sein Kind nennt, ist denen überlassen. Zum ENVY passt dann halt Super, wie zu seinem Vorgänger. Dann muss man lediglich die 2 in "3" ändern.

Letztlich sind das keine 3080 GA102, sondern GA104 (für Laptops, GN20-E7 (normal) und Max Q (Leistungsgrenzen per TDP), sowie Max P (was Performance entspricht bei 145W+). Bei unbeschränkten Kühloptionen dürfen auch letztere verbaut werden.

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Chismon

Mitglied

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Anscheinend wird es wohl nicht nur - wie anfangs in Aussicht gestellt - eine auf den OEM und Mobil-dGPU begrenzten RTX Ampere "Super" Refresh geben, sondern laut dem meist richtig liegenden Leaker Kopite7Kimi wohl durch die Bank Refresh Desktop-GPUs in einer "Super" Ausgabe Ende dieses Jahres oder Anfang kommenden Jahres (letzteres halte ich fuer realistischer, Stichwort CES) heraus kommen.

Interessant waeren - wenn die kolportierten Spezifikationen zutreffen sollten - dabei insbesondere eine auf 12 GB aufgebohrte RTX 3080 Super (wobei diese leistungstechnisch nur zwischen einer RTX 3080 und RTX 3080Ti liegen duerfte) und eine leistungstechnisch aufgebohrte RTX 3060 Super mit 12GB, leicht oberhalb der Leistung einer RTX 3060Ti (mit nur 8GB).

Allerdings stellt sich die Frage nach der Kuehlungloesung und den offiziellen Startpreisen/UVP und ob es Referenzmodelle - also Founders Editions - der "Super" Ausgaben geben wird oder nur deutlich teurere Custom-Modelle?

Das koennte dann allerdings auch entgegen vorheriger Geruechte andeuten, dass RTX Lovelace erst Anfang bis Mitte 2023 an den Start gehen koennte.

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G
Guest

Die 145W+ Varianten müssten schon der "Vollausbau" sein, jedenfalls im Bereich Mobilechips. Da wird es schwer noch mehr freizuschalten. Gut möglich ist das TSMC 5nm komplett in 2023 verschoben hat.

Die Supermodelle machen aber kaum Sinn, weil das Leistungsplus bei Ampere definitiv mit einem höheren Verbrauch erkauft wird. Welche UVP? Das interessiert doch eh niemanden mehr oder hält sich derzeit im Handel niemand daran, ist also Schall und Rauch.

Gut möglich das AMD einen RDNA2 Refresh launchen will, dann ist Nvidia gezwungen mitzuziehen wenn sie vorne bleiben wollen. Man munkelte ja sogar in 6nm (Treiber-Patchverzeichnis mit bisher unbekannten Device IDs). Das würde vermutlich auch dazu passen, dass TSMC eine Zwischenstufe einpflegt (7nm irgendwas=N6) und 5nm in 2023 verbannt.

N6 ist eine Weiterentwicklung von 7nm unter gleichen Designregeln mit höherer Density und würde gleichfalls eine Areareduktion von bis zu 15% mitbringen und zusätzlich Waferfläche sparen. So die Ausbeute pro Wafer erhöhen.

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garfield36

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868 Kommentare 173 Likes

Ist schon seltsam, Chips werden knapp, Preise der IT-Komponenten steigen, und trotzdem werden immer neue Komponenten angekündigt. Ich glaube nicht, dass das so funktionieren kann.

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About the author

Igor Wallossek

Chefredakteur und Namensgeber von igor'sLAB als inhaltlichem Nachfolger von Tom's Hardware Deutschland, deren Lizenz im Juni 2019 zurückgegeben wurde, um den qualitativen Ansprüchen der Webinhalte und Herausforderungen der neuen Medien wie z.B. YouTube mit einem eigenen Kanal besser gerecht werden zu können.

Computer-Nerd seit 1983, Audio-Freak seit 1979 und seit über 50 Jahren so ziemlich offen für alles, was einen Stecker oder einen Akku hat.

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