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Es werde Luft: Fractal Design Torrent RGB Review – Airflow-Test mit vier 180mm Lüftern als Follow-Up

Dass das Torrent schon in seiner serienmäßigen Bestückung einen sehr guten Airflow aufweist, hatten wir im Test bereits herausgefunden. Heute wollen wir testen, was der Einsatz von vier der 180mm großen Monster-Lüfter bringt und ob auch eine größere Wasserkühlung im Gehäuse Platz finden würde.  Den Nachtest hatte ich bereits im Vorfeld schon versprochen und weil es sehr viel Resonanz und auch einige Fragen zum Testbericht gab, versuche ich einiges davon noch aufzugreifen und zu klären.

Warnung Fan-Hub

Schlagzeilen hatte das Gehäuse ja die Tage erst gemacht, weil der Verkauf wegen eines vermeintlichen Design-Fehlers im Fan-Hub vorerst eingestellt wurde. Dazu ein paar Gedanken von mir. Zunächst mal finde ich es sehr vorbildlich, dass Fractal so konsequent auf die wenigen Fälle reagiert, bei denen das Problem mit dem Auslösen der Kurzschlussschaltung des Netzteils aufgetreten ist. Der Verkauf wurde umgehend ausgesetzt, bis der Fehler behoben ist und allen, die bereits ihr Gehäuse erhalten haben, wird empfohlen, den Fan-Hub nicht zu nutzen. Weiterhin wurde ein kostenloser Austausch durch ein aktualisiertes Modell angeboten, sobald dieses bereitsteht.


Statt jetzt loszupoltern, dass man das ja auch gleich besser hätte lösen können, sollte aber auch erwähnt werden, dass der Fehler extrem selten aufgetreten ist. Möglicherweise kann er mit etwas Vorsicht wohl sogar vermieden werden kann, indem man den Sitz der drei Befestigungsschrauben kontrolliert und darauf achtet, dass keine losen Kabel oder Stecker unglücklich auf die sehr offen liegenden Anschlüsse drücken.
Offensichtlich hat Fractal aus den jüngeren Debakeln anderer Hersteller gelernt und die Sache sofort offen kommuniziert und darauf reagiert.

Lüftervorstellung

Zusammen mit dem Torrent wurden auch die eigens für dieses Gehäuse entwickelten Lüfter vom Stapel gelassen, die jeweils in 140 und 180mm und mit oder ohne (A)RGB-Beleuchtung erworben werden können. Zur Übersicht lasse ich die technischen Daten der vier Varianten hier und beschränke mich im Test ausschließlich auf die mir zur Verfügung stehenden Prisma Lüfter.

Ganz am Rande noch ein Größenvergleich zwischen 180, 140 und 120mm Lüfter, um sich mal vor Augen zu führen, was für Trümmer das wirklich sind

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RX480

Urgestein

1,002 Kommentare 517 Likes

Als reine Air-Variante net schlecht, gerade mit wenig Platz, auch wenn der Preis etwas hoch ist.

Für Radis wäre mir dann doch ein offeneres Case mit Standardlü.-größen lieber/preiswerter, wie das

(zusätzlicher Vorteil für Aufrüster, man kann ein 2.NT reinpacken, z.Bsp. als separates für die CPU)

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gadgetfreak

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29 Kommentare 12 Likes

Wäre super wenn der Test zum Gehäuse im Text direkt verlinkt wäre.

Ausserdem frage ich mich ob es nicht besser wäre die Front-Lüfter umzudrehen? Mit vier 180er die Luft ansaugen erzeugt man doch sicher einen Überdruck im Gehäuse, oder?! Wenn die Luft dann nicht entweichen kann ist das doch sicher kontraproduktiv?!

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amd64

Senior Moderator

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Überdruck ist immer gut, vor allem wenn an den Einlässen Staubfilter liegen. So wird die Luft im Gehäuse nicht undefiniert, durch alle möglichen Öffnungen, angesaugt und damit auch kein Staub und anderer Dreck eingesogen. Im o.g. Fall gibt es zwar eine aktive Abluft nur über das Netzteil, aber über alle anderen Öffnungen im Gehäuse kann die Luft ja trotzdem entweichen.

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mellhên

Mitglied

11 Kommentare 9 Likes

Eine Bestückung mit zwei slim dual 180er radis wäre wirklich interessant. Ich bin mir jedoch nicht sicher, ob sich die mitgelieferten 180er Lüfter dafür eignen, da sie vermutlich eher airflow als Druck optimiert sind. Ausserdem sind solche radis schwer zu bekommen. Der EK-CoolStream WE 360 (Dual), z. B. leistet bei mir in zweifacher Ausführung in einem modifziertem Meshify S2 gute Arbeit, ist jedoch stand heute EOL.

Im Anhang ein Bild der Radiatoren (oben & Seite). Die Luft entweicht durch Überdruck im Gehäuse durch die radis nach draußen.

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Pascal Mouchel

Moderator

564 Kommentare 601 Likes

Toller Beitrag aber ich hab was entdeckt das nie nie niiiiiiie passen kann 153cfm Flow das sind über 200m3/h Um genau zu sein 245m3/h Und bei der 140er Version soll es auch über 100cfm liegen bei 1700RPM und 1,95mmH20? Da passt etwas nicht. Ich glaube ich sollte mich der Sache annehmen und die Lüfter Mal Gründlich anschauen. Weil solche Werte passen nicht zueinander.

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wuchzael

Moderator

663 Kommentare 337 Likes

Hab dir mal eine PN geschrieben, Pascal.

Der Test ist direkt in der ersten Zeile verlinkt, einfach auf das markierte Wort "Test" klicken (y)

Grüße!

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G
Guest

Wieder sehr interessanter (Nach-)Test @wuchzael
Hatte ja Bedenken wg dem NT, aber da hat Fractal wohl einen guten Job mit dem "Airflow"-Konzept gemacht. Hut ab!
Schade natürlich, dass es trotz des Platzes für die 180er Lüfter gewisse Schwierigkeiten mit Radiatoren-Kombis gibt. Aber das du dir da die Zeit genommen hast, das zu illustrieren, finde ich auch stark. Danke dafür, auch wenn ich nur "lüfte"!

Ich werde aber wohl weiter nach einem würdigem Nachfolger-Gehäuse für mein Define suchen müssen. Denn mich muss ich da wohl zu der im Text angesprochenen Gruppe der "Stecknadel-Hörer" zählen ;):sneaky:

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wuchzael

Moderator

663 Kommentare 337 Likes

Sehr gerne (y) Die erwähnte Gruppe habe ich auch nicht umsonst erwähnt, denn für Silent-Freaks könnten sich zumindest die Lüfter als Fehlinvestition herausstellen und genau das wollen wir ja mit den Reviews im Rahmen unserer Möglichkeiten auch ein Stück weit verhindern.

Grüße!

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RedF

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2,718 Kommentare 1,202 Likes

Das reicht zum kühlen? Hätte ich nicht gedacht, aber gefällt mir.

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Martin Gut

Urgestein

5,605 Kommentare 2,203 Likes

Ich bin genau der Meinung. Ein wenig Überdruck ist gut und Ansaugen durch Staubfilter auch. Die Luft sollte aber etwa durch gleich viele Öffnungen entweichen können wie sie eingeblasen wird. Hier bleiben für 4 x 18 cm Lüfter mit je 250 M3/h nur die Rückwand mit einem Lüfter und etwas Lochblech damit Luft entweichen kann. Das ist nicht mal die halbe Fläche der einblasenden Lüfter, so dass die Luft mehr als doppelt so schnell hinten austreten muss wie sie die Lüfter einblasen. Es muss ja immer die selbe Luftmenge raus wie rein geht. Durch diese Verengung wird der Luftstrom deutlich gebremst.

Ich würde es auch sinnvoller finden, im Boden ein und vorne auszublasen. Der hintere Lüfter kann dann einblasen, um etwas Überdruck zu erzeugen.

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mellhên

Mitglied

11 Kommentare 9 Likes

Von der Radiatorfläche her schlagen zwei 180x360er Radiatoren ganz locker die "Standard Bestückung" mit zwei 120x360ern: 129600mm² vs 86400mm².

Für genug Druck im abgedichteten Gehäuse sorgen 5 Noctua NF-A14. Das System ist auch unter Volllast flüster leise, da die Zieltemperatur fürs Wasser mit 35°C relativ hoch gesetzt ist. Ich habe schon versucht es an die Grenzen zu bringen. Aber selbst bei 30°C Raumtemperatur im Sommer ließen sich die angepeilten 35°C Wasser am Radiatorauslauf halten. Gesteuert wird über ein Aquacomputer QUADRO, den ich umstandslos empfehlen kann.

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Pathfinder

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39 Kommentare 4 Likes

Die Grafikkarte von unten anzupusten, so das Diese ihre eigenen Lüfter nur selten anwerfen müssen, halte ich für die sinnvollste Airflow Variante.
Da steht doch einem echten Silent-System nichts mehr im Wege, sofern man sich nicht schon auf Wasserkühlung fixiert hat.

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Tronado

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1,085 Kommentare 427 Likes

Der Grafikkarte wird das bisschen Luft von unten nicht ausreichen, die Lüfter laufen vielleicht etwas später an.
Und alle Gehäuselüfter mit 200mm Durchmesser (Thermaltake, Coolermaster, Bitfenix) erwiesen sich bei mir, trotz mittlerweile guter und geräuschfreier Lager, schon bei 600 Upm als Nervensägen. Zum Schluss bin ich immer wieder auf 140mm umgestiegen. Das wird bei den 180ern in der Front nicht anders sein. Und dem Netzteil wird die warme Luft auch nicht gut tun.

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Balu_

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45 Kommentare 6 Likes

Wie sieht es eigentlich aus, wären die Prisma AL-18 ARGB PWM auch kompatibel mit
Alphacool Eis-Matrix 2 Aurora Controller. Mir gehts um die Farben Einstellung.

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wuchzael

Moderator

663 Kommentare 337 Likes

Moin!

Die Lüfter haben einen gewöhnlichen 3-Pin ARGB Anschluss (zum Durchschleifen) und sollten mit jedem generischen 5V Controller kompatibel sein. Ich hatte die Lüfter für den Test an einem ganz einfachen Controller von Scythe hängen, der beim CPU Kühler dabei war.

In der Anleitung ist Kompatibilität zu ASRock Polychrome, ASUS Aura, Gigabyte Fusion und MSI Mystic Light aufgeführt.

Grüße!

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About the author

Alexander Brose

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