Speichermedien SSD/HDD Storage Testberichte

ADATA Falcon 1 TB M.2 NVMe SSD Review – Die etwas andere Art günstig zu sein.

ADATA ist Taiwans größter Hersteller von Flash-Speicher und DRAM-Speicher für Computer und so verwundert es nicht, wenn man auch bei ADATA mit einem günstigen Produkt etwas im Bereich der Einsteiger, Auf- und Umrüster wildern möchte. Interessant ist dabei, dass man etwas andere Wege geht, also die üblichen Verdächtigen mit Toshiba 3D NAND und den abgespeckten Phison-Controllern. Die SSD nutzt den M.2-Formfaktor und verfügt über eine schnelle PCI-Express x4 3.0 NVMe-Verbindung zur Anbindung an das übrige System.

Das einzige echte Problem dieser bewusst auf günstig getrimmten SSD ist allerdings ihre Verfügbarkeit, so dass ich aktuell (noch) keinen Preisvergleich anbieten möchte oder kann. Sie wird erst auf den Markt kommen, liegt aber mit einer aktuellen Preisempfehlung von ca. 130 USD genau dort, wo man sie als Aufrüster gern hätte. Kommen dann echte Straßenpreise und Containerladungen nach Deutschland, könnte es eine echte Alternative zu den üblichen Verdächtigen á la Crucial & Co. werden. Deshalb auch vorab schon mal ein Test.

Der erste Unterschied zu den gängigen Einsteiger-SSDs: ADATA verbaut einen Realtek RTS5762DL-Controller, der keineswegs neu ist. Es handelt sich in diesem Fall aber um eine kostengünstigere Version des RTS5762-Controllers mit nur vier statt acht Flash-Kanälen, wobei die volle PCIe x4-Schnittstellenbandbreite und die Unterstützung der AES-Verschlüsselung erhalten bleiben. Die Flash-Chips sind 3D-TLC von Micron. Ein DRAM-Cache-Modul ist aus Kostengründen jedoch nicht installiert.

Die kleine Aluminium-Platte auf der Oberseite ist eher ein Designobjekt als ein echter Kühler. Ungünstig ist auch, dass sie fest verklebt ist. Bitte nicht ohne Skills und Heißluftfön versuchen, das abzuziehen, denn sowohl Controller als auch der TLC kleben bombenfest und besitzen keinen schützenden Underfill! Wer hier einfach so zieht, crackt die SSD schneller als er Mops sagen kann. Das braucht Zeit und ein ruhiges Händchen. Allerdings wird die SSD auch ohne weiteren Kühler im geschlossenen System maximal 55 °C warm, also Entwarnung.

Die Platine darunter stammt von APCB INC aus New Taipei City, nicht von TECHVEST, wie sonst fast immer. Das ist ebenfalls interessant, denn es verweist einmal mehr auf eine eigenständige Lösung.

 Um möglichst realitätsnah zu testen, wird die SSD mit einem speziellen Workstation-Image bespielt, das etwas über 60% der SSD bereits belegt. Danach wird ein Test-Loop über 24 Stunden ausgeführt. der Daten schreibt, löscht und auch das Image partiell ändert. Es wird also interessant sein zu sehen, was man in dieser Konstellation leisten kann, denn die theoretischen Spitzenwerte interessieren den Kunden am Ende ja eher weniger. Zusammengefasst noch einmal die wichtigsten Daten im Überblick:

Model:AFALCON-1T-C
Kapazität1024 GB (953 GB nutzbar)
Controller:Realtek RTS5762DL
Flash:96-Layer 3D TLC Micron
DRAM:N/A, 16 MB Host-Memory-Buffer
Haltbarkeit:1,800,000 Stunden
Form Factor:M.2 2280
Interface:PCIe Gen 3 x4, NVMe 1.3
Firmware:V9002s40
Garantie:5 Jahre

Und natürlich habe ich auch noch das Datenblatt vom Hersteller:

Datasheet

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About the author

Igor Wallossek

Chefredakteur und Namensgeber von igor'sLAB als inhaltlichem Nachfolger von Tom's Hardware Deutschland, deren Lizenz im Juni 2019 zurückgegeben wurde, um den qualitativen Ansprüchen der Webinhalte und Herausforderungen der neuen Medien wie z.B. YouTube mit einem eigenen Kanal besser gerecht werden zu können.

Computer-Nerd seit 1983, Audio-Freak seit 1979 und seit über 50 Jahren so ziemlich offen für alles, was einen Stecker oder einen Akku hat.

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