Gaming Software Testberichte

Star Wars Jedi Fallen Order fürs Home-Office? Hardware- und Gute-Laune-Check!

Ich habe das Spiel seit dem Launch für diverse Benchmarks genutzt und selbst auch ein ganzes Stück weit gespielt, auch deshalb, um zu einer brauchbaren Benchmarkszene zu gelangen. Doch die liebe Zeit lässt einen ja oft nie bis zum Ende spielen und so ist Star Wars Jedi Fallen Order wie vieles andere in der Benchmark-Suite geblieben, jedoch nie auf den eigenen Rechner gelangt. Nachdem mich viele im Bekanntenkreis gefragt hatten, was man denn aktuell so spielen könne und was auch auf nicht ganz so potenten Systemen noch liefe, ist mir genau dieses Spiel wieder eingefallen, zumal man es mittlerweile auch schon für unter 30 Euro bekommt.

Ein weiterer Grund, warum ich mir Star Wars Jedi Fallen Order noch einmal genauer angesehen habe, ist die Steuerung. Selbst am TV lief es über den HTPC mit Controller recht ordentlich und man merkt sehr deutlich, dass es  ein typischer Port ist, bei dem ursprünglich auch das Gamepad im Vordergrund stand. Man kann es mit Tastatur und Maus sehr wohl spielen, aber mit meinem Xbox Elite Wireless ist es ideal für Feierabend-Couch-Potatoes. Womit wir beim Grundsätzlichen angekommen wären.

Ich würde das Spiel in die Kategorie Action-Adventure verorten. Für die reine TV-Show und den eher ungeübten Controller-Knechter reicht auch der einfachste Spielgrad locker aus, darüber hinaus wird es schon etwas haarig und man vergisst vor lauter Schwertfuchtelei schnell mal die Story, zumal die Speicherpunkte (Medidationspunkte) stellenweise etwas willkürlich bzw. unglücklich platziert scheinen.

Das ab und an doch notwendige Erholen führt zum Respawn aller Gegner, was mir zwar bei den Benchmarks geholfen hatte, dem Normalspieler aber eher lästig wird. Dafür darf neben der Lichtschwertschnetzelei ordentlich gehangelt und geklettert werden als gäbe es kein Morgen mehr.

Der Unterbau mit der Unreal Engine 4 ist recht ordentlich gelungen und man merkt vor allem bei etwas schwächerer Hardware, dass hier ziemlich viel optimiert wurde. Leider auch ein wenig zu Lasten der Grafik, die auch auf potenten Systemen stellenweise sehr altbekannt wirkt und keine neuen Features bietet. Das sieht natürlich alles andere als schlecht aus, aber es reißt einen eben auch nicht komplett vom Sofa. Je nach Settings sind die Texturen ansehnlich, das Post-Processing macht eine ordentliche Figur und die Weitsicht ist erstaunlich hoch.

Dass dabei auch noch Pixel temporal geglättet und das Gesamtergebnis leicht nachgeschärft wird, kann ganz gut gefallen. Nur das LoD-Ruckeln z.B. bei Szenenwechseln nervt immer wieder. Die abwechslungsreichen Welten und gut gelungenen Zwischensequenzen mit echter Game-Grafik entschädigen dann auch für kleinere Schwächen der Story und des Gameplay, so dass unterm Strich eine recht brauchbare Mischung entsteht, für die man die aktuell aufgerufenen knapp 30 Euro sicher gern anlegen kann.

Wer das Postprocessing reduziert und auf den einen oder anderen Effekt verzichtet, kommt auch mit einem mittelprächtigen HTPC am TV noch auf seine Kosten. Die Voreinstellungen im Menü kennt man von anderen UE4-Titeln in ähnlicher Form und man kann hier durchaus noch so manche Reserve gegen das Ruckeln finden.

Mein Testsystem im HTPC ist jetzt nicht mehr wirklich uptodate, aber spielbar war das Ganze auch hier noch recht ordentlich. Ich habe, auch im Hinblick auf das gern kolportierte Home-Office mal bewusst ein wenig im Archiv gekramt und ältere Hardware zusammengestöpselt. Und ja, ich habe alles in Full-HD und auf “Episch” laufen lassen, nur um meinen TV nicht zu grillen. Naja, Scherz beiseite, es lief sogar mit Uralt-Grafikkarten noch einigermaßen kommod. Allerdings habe ich manuell etwas beim Postprocessing gespart.

Unterm Strich zähl’ ich. Und exakt da kommt das Spiel dort an, wo ich es hinhaben möchte. Leichte Kost fürs Büro-Keyboard zwischendurch oder entspannt mit der Konsole auf dem Sofa herumpaddeln. So gesehen ist es eigentlich eine ideale Virenbekämpfung für Pixelsüchtige. Kann man also kaufen (oder sich vom Chef schenken lassen). 🙂

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About the author

Igor Wallossek

Chefredakteur und Namensgeber von igor'sLAB als inhaltlichem Nachfolger von Tom's Hardware Deutschland, deren Lizenz im Juni 2019 zurückgegeben wurde, um den qualitativen Ansprüchen der Webinhalte und Herausforderungen der neuen Medien wie z.B. YouTube mit einem eigenen Kanal besser gerecht werden zu können.

Computer-Nerd seit 1983, Audio-Freak seit 1979 und seit über 50 Jahren so ziemlich offen für alles, was einen Stecker oder einen Akku hat.

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