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Remnant 2: Dark Souls mit Knarren und ein elendes Stundengrab – Test mit Geduld und viel Lauffreude

Remnant 2 ist ein weiteres Souls-Spiel, und es macht eigentlich alles richtig, was Souls-Spiele gut machen. Es ist herausfordernd, lohnend und bietet eine Vielzahl von Welten zum Erkunden und zwingt einen, ständig irgendwelche Kämpfe bestehen zu müssen. Aber es ist damit auch ein Spiel, das einen ab und zu frustrieren wird. Man wird nämlich sterben, erneut sterben und dann noch einmal  sterben… Aber wenn man es endlich schafft, die Herausforderungen zu überwinden, wird man auch ein Gefühl der Befriedigung erleben, das man in wenigen anderen Spielen finden kann. Remnant 2 ist ein Souls-like-Action-Rollenspiel, das von Gunfire Games entwickelt und von Perfect World Entertainment veröffentlicht wurde. Das Spiel wurde im August 2023 für Microsoft Windows, PlayStation 4 und Xbox One releast, ist also noch richtig frisch.

Das Spiel ist in fünf Biome unterteilt, die jeweils ihre eigenen einzigartigen Gegner, Bosse und Rätsel bieten. Die Biome sind alle sehr detailliert und stellenweise auch riesig, und es macht am Anfang Spaß, sie zu erkunden. Kommt man jedoch einmal nicht weiter, sind die Wege stellenweise zu lang und es zieht sich ewig hin. Das Kampfsystem in Remnant 2 ist hingegen angenehm schnell und flüssig. Es gibt dabei eine Vielzahl von Waffen und Fähigkeiten zu wählen, und es ist sogar möglich, eine Vielzahl von Spielstilen zu entwickeln. Die Kämpfe sind herausfordernd, nicht immer fair, aber es macht Spaß, neue Strategien zu entwickeln, um die Bosse zu besiegen. Was man aber gar nicht immer muss. Aber praktisch für die eigene Charakterentwiclung sind solche Siege allemal.

Die dünne Handlung ist schnell erklärt: In Remnant 2 übernehmen die Spieler die Kontrolle über einen Überlebenden, der versucht, die Welt vor einer außerirdischen Bedrohung zu retten. So kurz, so unspannend. Aber sie reicht immerhin gerade so aus, um einen einigermaßen plausibel durch das Spiel zu führen. Positiv: Remnant 2 zeichnet sich durch sein herausforderndes Kampfsystem, seine abwechslungsreichen Umgebungen und seine tiefgreifende Charakterentwicklung aus. Das Spiel bietet auch einen Mehrspielermodus, in dem bis zu drei Spieler zusammenarbeiten können, um die Welt zu retten. Die Charaktere sind alle interessant und gut geschrieben, und es macht Spaß, ihre Geschichten zu erfahren. Immerhin etwas.

Was mir bisher gefallen hat:

  • Das Kampfsystem in Remnant 2 ist schnell, flüssig und herausfordernd. Die Spieler müssen ihre Feinde sorgfältig auswählen und ihre Fähigkeiten strategisch einsetzen, um zu gewinnen.
  • Remnant 2 bietet eine Vielzahl von Umgebungen, darunter Wälder, Ruinen, Höhlen und Städte. Jede Umgebung bietet ihre eigenen einzigartigen Herausforderungen und Feinde.
  • Die Spieler können ihren Charakter an ihre eigene Spielweise anpassen. Es gibt eine Vielzahl von Klassen, Fähigkeiten und Waffen zur Auswahl.
  • Mehrspielermodus: Remnant 2 bietet einen Mehrspielermodus, in dem bis zu drei Spieler zusammenarbeiten können, um die Welt zu retten.
  • Die Hardwareanforderungen für Remnant 2 sind relativ niedrig.
  • Remnant 2 unterstützt auch Raytracing, das jedoch einen deutlichen Leistungsabfall verursachen kann. DLSS ist dann eigentlich Pflicht, wenn man auf UHD flüssig spielen möchte

Was mir so nicht gefallen hat:

  • Die Geschichte ist dünn und vorhersehbar.
  • Das Spiel kann zu repetitiv werden, wenn man es mehrmals durchspielt oder sich zu lange in einem Biom aufhält.
  • Einige der Bosse sind zu unfair.

Zusammenfassung und erstes Fazit

Unterm Strich ist Remnant 2 ein großartiges Spiel für Fans des Souls-Genres. Das Spiel ist herausfordernd, lohnend und bietet eine Vielzahl von Inhalten. Ich kann es jedem empfehlen, der nach einem neuen Herausforderung sucht. Wenn man also bereit bist, eine solche Herausforderung anzunehmen und genügend Zeit zu versenken, dann empfehle ich Remnant 2 durchaus. Aber wenn man hingegen nur ein Spiel sucht, das einem bequem die Butter aufs Brot schmiert, dann sollte man vielleicht woanders suchen. Denn es wird einen so sehr frustrieren, dass man es am liebsten in die Ecke werfen würde. Aber man wirt es nicht tun, weil man weißt, dass man es wieder spielen wird. Und wieder. Und wieder. Bis man es samt der Bosse endlich besiegt hast. Also seid gewarnt: Man wird es hassen und lieben.

Mangels wertvoller Zeit habe ich bisher nur das dritte Biom erreicht, aber was soll’s. Irgenwann findet sich sicher die nächste Stunde. Wer mehr sehen will, der blättert jetzt einfach noch etwas durch die Bildergalerie. Viel Spaß damit!

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grimm

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3,117 Kommentare 2,051 Likes

Ich bin mit diesen Souls-like dies, das Games nie so richtig warm geworden. Sieht aus wie ein übliches Action Adventure, stellt aber Anforderungen wie Super Ghouls'n'Ghosts. Ich bin mit dem Nintendo groß geworden und habe von Castlevania bis Mega Man schon "Souls-like" gespielt, bevor es das Label gab. Ich denke seit zwei Jahren drüber nach "Elden Ring" nochmal ne Chance zu geben, kann mich aber bisher nicht dazu durchringen...

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Igor Wallossek

1

10,331 Kommentare 19,156 Likes

Elden Ring habe ich sogar mit allen Zusätzen durch - hat wirklich Spaß gemacht, liegt aber inhaltlich komplett woanders. Remnant 2 hat schöne Koop-Momente und lässt sich dementsprechend auch auf recht schwer einstellen. Was fies ist, dass man gleichzeitig diverse Rätsel knacken muss und sich dabei stets der ganzen Gegner erwehren muss. Wenn man stirbt, sind die Wege zum letzten Spielpunkt stellenweise ganz schön lang. Das nervt etwas. Zumal man beim Speichern alle Fieslinge wieder resettet und es von vorn losgeht.

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grimm

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3,117 Kommentare 2,051 Likes

Ich hab bei Dark Souls ca. 30h auf der Uhr - und dann abgebrochen. Elden Ring schau ich mir nochmal an, wenn es günstig zu kriegen ist.

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iron_monkey

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@ grimm

Der erste Teil ist deutlich angenehmer wenn man das Genre eigentlich nicht spielt, ich hab den zweiten Teil in der gleichen Hoffnung gekauft und das Spiel ist einfach nur unfair und einige Bugs und Mechaniken haben mich nun so aufgeregt, dass ich es einfach nach 60 Std. beendet und deinstalliert habe.
Nur soviel, die Engine cheatet und man merkt es auch an vielen Stellen, dass der eigene Tod unausweichlich ist bis eine gewissen Anzahl erreicht wurde, danach sind die Gegner dann auf einmal wieder normal schwer und stellenweise einfach nur dämlich.
Sowas habe ich im ersten Teil nicht erlebt, bin dort auch oft gestroben aber immer klar wegen eigenen Fehlern und nicht wegen solchen durchschaubaren "Tricks".

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grimm

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3,117 Kommentare 2,051 Likes

Die Frustration über den eigenen Tod ist das Eine, mir hat aber eher die Story gefehlt. Ich weiß auch nicht, ob es an der Lokalisierung lag, aber diese unfassbar kryptischen Dialoge mit NPC-Charakteren haben mich nicht abgeholt. Ich hab auch nie kapiert, welche Bedinungen ich erfüllen muss, damit die im Kampf supporten - hab dann ein paar Lösungen gelesen und kam mir echt veralbert vor. Wahrscheinlich war ich aber einfach zu doof, um die Dialoge richtig zu interpretieren. Die Stimmung in der Welt mochte ich dagegen sehr. Aber hier soll es ja um Remnant II gehen und die Diskussion ist OT.

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Case39

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2,528 Kommentare 953 Likes

Ah ja, das Spiel, deren Entwlckler sich keine Mühe mehr machen wollen es zu optimieren und stattdessen DLSS/FSR zur Standardeinstellung erwählen....

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T
TheSmart

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422 Kommentare 213 Likes

Ich habe den Vorgänger gezockt und der gefiel mir sehr gut.

Aber mit Dark Souls bin ich irgendwie nie richtig warm geworden.. und Elden Ring habe ich auch mal angezockt, aber dann auch ziemlich schnell das wieder sein gelassen.
Bei Remnant gefällt mir das man auch über Koop spielen kann.
Sprich die normale Welt weitestgehend alleine erkundet...und wenn es schwer wurde habe ich mir einen Koop gesucht. Was dann auch deutlich spaßiger war.

Mal schauen.. vlt werde ich mir das Spiel auch noch holen.
Wobei ich aber aktuell eher auf Jagged Alliance 3 schiele.
Der zweite Teil war einfach mega davon.. aber alles was danach kam war eher schrott^^
Wobei mich die Variante Wildfire auch ein wenig an dieses Genre erinnert.. wenn man das erstmal gespielt hat, ist das normale Spiel auf Hardcoreeinstellungen ein Klacks^^

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iron_monkey

Mitglied

11 Kommentare 7 Likes

Ich hab es wieder installiert o_O und es gab schon einen Patch, nun läuft es bei gleichen Einstellungen etwas besser auch ohne Matschscaler... ich hab alle drei Techniken getestet und sobald ich mit Taschenlampe auf Steine leuchte, bekommen die Steine eine dämliche Gitterkörnung und die Partikel die herumfliegen ziehen Schlieren. Nach dem Patch konnte ich DLSS endlich wieder abschalten, ich frag mich wer sich diese Upscaler freiwillig antut?

Gegner droppen jetzt deutlich mehr Belohnungen aber die Hitboxen sind weiter verhunzt (Hitreg ohne Schaden) und eine meiner Waffen (Würfelknarre) hat weiterhin einen Bug, man kann damit nicht zwischen Geländern oder durch kleinere Öffnungen schießen... dafür habe ich jetzt schon einige Beschreibungen auf Deutsch gesehen, die vorher noch in Englisch daherkamen.

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Igor Wallossek

1

10,331 Kommentare 19,156 Likes

So, endlich alle Welten aufgeschlossen. Jetzt muss ich zwei davon noch abarbeiten :D

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M
Moeppel

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875 Kommentare 312 Likes

Die recht unterirdische Performance für das Gebotene hätte man noch erwähnen sollen.

Ohne Upscaler geht da fast gar nichts, unabhängig der Hardware und die Graphikeinstellung machen nahezu keinen nennenswerten Unterschied aus.

Wo die GPU Leistung hingeht, ist mir ein Rätsel, ähnlich der Ursache (UE5s Nanite und/oder Dev-Schluderei).

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About the author

Igor Wallossek

Chefredakteur und Namensgeber von igor'sLAB als inhaltlichem Nachfolger von Tom's Hardware Deutschland, deren Lizenz im Juni 2019 zurückgegeben wurde, um den qualitativen Ansprüchen der Webinhalte und Herausforderungen der neuen Medien wie z.B. YouTube mit einem eigenen Kanal besser gerecht werden zu können.

Computer-Nerd seit 1983, Audio-Freak seit 1979 und seit über 50 Jahren so ziemlich offen für alles, was einen Stecker oder einen Akku hat.

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