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RED BIOS EDITOR und MorePowerTool

4. BIOS Flashen

Jetzt kommt der letzte und doch nicht minder wichtige Schritt, nämlich das Flashen des neu erstellten BIOSes zurück auf unsere Karte. Das ist notwendig, da der Adrenaline Treiber seit 2020 die Ausführung der in der Registry hinterlegten SPPT extrem einschränkt. Wer da z.B. das PowerLimit, den Takt oder aber Spannungen zu hoch ansetzt, wird mit einem nicht mehr anhebbaren GPU-Takt von 300 MHz abgestraft. Um diese absichtlich eingebaute Hürde zu umgehen, helfen nur die fest im BIOS hinterlegten PowerPlayTables.

Auch wenn die Checksumme stimmt, benötigt man trotzdem auf dem normalen Weg ein signiertes BIOS. Da der RBE dies, auch aus rechtlichen Gründen, nicht bieten kann, müssen wir ein Flash-Tool nutzen, das diese Signatur ignoriert bzw. deren Test nicht durchführt. Darüber hinaus muss die betreffende Grafikkarte auch technisch unterstützt werden. Aktuell lassen sich nur die Radeon RX 5700 und die RX 5700 XT(X) problemlis mit dem hier verlinkten Tool aus dem WWW flashen. Für die RX 5600 XT müsste dieses Flash-Tool noch angepasst werden. Die Radeon RX 5500 XT ist auch hier leider noch komplett außen vor.

Das unten verlinkte Flash-Tool müsst Ihr herunterladen. Danach startet ihr das Kommandozeilen-Fenster mit “cmd” als Administrator. Sonst geht es nicht. Danach wechselt Ihr in das Verzeichnis, in dem sich das Flash-Tool und sinnvollerweise auch die neue BIOS-Datei befinden. Um überhaupt flashen zu können, müssen wir zunächst der ROM entsperren. Das geschieht, wei abgebildet, mit dem Aufruf-Parameter “-unlockrom” und dem Adapter (hier ist die erste gefundene Grafikkarte z.B. “0”).

Danach rufen wir das Flash-Tool mit den passenden Parametern erneut auf und starten den Flash-Vorgang. Achtung! Das Umflashen geschieht auf eigene Gefahr und kann bei unsachgemäßer Durchführung oder Unterbrechnungen während des Vorgangs zu einem gebrickten BIOS-führen. In diesem Fall hilft dann nur noch eine zweite, zusätzlich betriebene Grafikkarte weiter.

Nach dem Flashen muss der Rechner neu gestartet werden. Wir können die neuen Daten bereits in GPU-Z bewundern. In diesem Fall hatte ich den Boost-Takt etwas hochgesetzt. Nun steht der Wert nicht mehr auf 1925 MHz, sondern auf 2104 MHz. Real erreicht werden mit der Karte dann immerhin ca. 2050 MHz bei passender Kühlung.

Doch das ist nur der Anfang, denn jeder kann noch etwas Feintuning betreiben, denn schließlich habe ich auch für den Wattman neue Limits gesetzt

 

5. Nachkontrolle und Übertakten im Wattman

Betrachten wir zunächst die Ausgangslage vor dem BIOS-Flash. 1250 mV und 2039 MHz waren beim GPU-Tuning maximal Möglich, das Power Limit lag bei maximal +50.

 

Jetzt betrachten wir Wattman nach dem BIOS Flash und mit etwas mehr Spielraum im Wattman. 1250 mV bei 2121 MHz und 60% Power Limit. Ich möchte jedoch noch einmal darauf hinweisen, dass dies kein Nachbau-Setting ist, sondern nur exemplarisch zeigt, was möglich wäre, wenn man entsprechend der Nutzungsbedingungen für die Software vorgeht.

 

Download

Wir stellen diese Software hier zur Verfügung wie sie ist und bitten auch, von etwaigen Anfragen an die Redaktion abzusehen, die Funktionsweise und Anwendung betreffen. Für das gesamte Feedback steht allen Lesern das Forum samt aktiver Community kostenlos zur Verfügung, wir sind als Publikation nur der Mediator zwischen dem R.B.R.T. und den Lesern unserer Webseite.  Darüber hinaus wird das Tool über einen speziellen Installer exklusiv von dieser Homepage aus zum Download angeboten.

Alle anderen Quellen enthalten möglicherweise nicht autorisierte bzw. ältere Versionen oder gar Schadsoftware. Um das zu vermeiden, ist eine digitale Verteilung der hier verfügbaren Software explizit untersagt, zumal dies gleichzeitig auch eine Copyright-Verletzung darstellen würde. Verlinkungen dürfen nur auf diese Webseite erfolgen, nicht jedoch auf die Download-Links selbst, deren URL wir zudem periodisch ändern.

Die zum Flashen der so erstellten, individualisierten Experimental-BIOSe benötigte Flash-Software können und dürfen wir aus rechtlichen Gründen nicht zum direkten Download anbieten, bieten aber Links zu Versionen, die uns von der Community als passend gemeldet wurden. Aber auch hier können wir keinerlei Verantwortung für die Inhalte Dritter übernehmen. Wer diese Programme herunterlädt und nutzt, tut dies ebenfalls auf eigene Gefahr und im Rahmen der eingangs aufgeführten Einschränkungen.

Wer die hier verlinkte Software herunterädt und nutzt, erkennt automatisch die auf seite Eins aufgeführten Nutzungsbedingungen (“Disclaimer”) an!  Sollte eine Fehlermeldung beim Download oder Starten unserer Installationsprogramme für das MPT oder den RBE auftreten, wie z.B. Meldungen von unzweckmäßiger Antivierensoftware, die unsere offiziellen und lizensierten Installationsprogramme mit Online-Downloader als Schadsoftware erkennen, kann dies getrost ignoriert werden. Im Zweifelsfall sollte man die AV-Software während der Installtion kurz deaktivieren.

MorePowerTool (MPT)

1.0.4
– added support for Radeon RX VII
– no selection in Load PPT no longer loads default SPPT
– write button no longer writes zeros into registry if no SPPT is loaded
– some minor GUI fixes

1.0.5
– it is now possible to load SPPT from BIOS file
– some minor GUI and bug fixes

1.0.6
– merged BIOS File button with Load SPPT button
– minor bug fixes

1.1.0
– added Frequency tab
– added save function
– some minor GUI and bug fixes

1.1.1
– fixed VII overclocking

1.1.2
– support for RX 5500 (XT)

1.2
– new icon
– PPTable features
– minor bug fixes

 

Red BIOS Editor (RBE)1.0.1 Fixed VRAM issue
1.0.2 Fixed unicode problems
1.0.3 Timings were not completely saved (VRAM issue)
ATI Flash-ToolWorks only for RX 5700 and 5700 XT(X)

dr-shost.com

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About the author

Igor Wallossek

Chefredakteur und Namensgeber von igor'sLAB als inhaltlichem Nachfolger von Tom's Hardware Deutschland, deren Lizenz im Juni 2019 zurückgegeben wurde, um den qualitativen Ansprüchen der Webinhalte und Herausforderungen der neuen Medien wie z.B. YouTube mit einem eigenen Kanal besser gerecht werden zu können.

Computer-Nerd seit 1983, Audio-Freak seit 1979 und seit über 50 Jahren so ziemlich offen für alles, was einen Stecker oder einen Akku hat.

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