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NVIDIA GeForce RTX 3090 Undervolting Update – So geht (ein wenig) Vernunft nämlich auch!

Den ersten Artikel kennt Ihr ja schon, aber Ihr könnt ihn natürlich auch hier noch einmal nachlesen: GeForce RTX 3080 und RTX 3090 Undervolting – Wenn Vernunft und Experimentierfreude auf Ampere treffen. Aufgrund der Nachfrage habe ich das Ganze aber noch einmal mal in Tabellen gepresst, damit Ihr auch alles übersichtlich auf einen Blick zusammengefasst habt.

Um das alles dabei auch etwas interessanter zu machen, treten die Gigabyte und die Asus-Karte diesmal im Undervolting gegeneinander an, und zwar jeweils stellvertretend in Variante 1 Powerlimit senken und gleichzeitig übertakten und Variante 2 feste Spannung und Takt.  Die beiden Settings treten im Vergleich an gegen die Stockwerte der Gigabyte Gaming OC mit dem neusten Treiber.

Alles sind Tests praxisnah im geschlossenen Gehäuse bei angenehmer, aber angemessener Regelung der Gehäuselüfter im gedämmten Gehäuse. Meine Kühlung würde ich als relativ gut bezeichnen. Ambient sind meist so 24 Grad dank der Ampere Karten im Herbst. Vorab aber erstmal kurz einige Worte zu den Settings und den Modellen, es treten an:

Gigabyte RTX 3090 Gaming OC @ Stock

Die Karte läuft im Performance BIOS mit 370 Watt und Auslieferungszustand. Neuster Treiber wie bei allen Settings.  

Wer sich aktuell nach einem passenden Modell umschaut, hier noch die Werte der TUF @ Stock unter selben Bedingungen.

 

Gigabyte RTX 3090 Gaming OC – Powerlimit senken und gleichzeitig übertakten

Das man das Powerlimit absenken kann wissen wir ja nun bereits, soweit, so langweilig. Andere Mags wie HardwareLuxx und Computerbase haben das ja auch bereits getestet. Wir wollen aber weniger Verbrauch bei mehr oder zumindest gleicher Power! Auch sind die Lastspitzen mit solchen Einstellungen ziemlich unschön.

Dazu habe ich die Gigabyte im Performancemode um +100Mhz Offset auf dem Core und +650Mhz auf dem Speicher übertaktet und das bei gleichzeitiger Absenkung des Powerlimits um 10%, was bei der Gaming OC dann in ~ 333 Watt mündet. Wir sparen also fast 40 Watt! Das Setting ist Rockstable. In manchen Szenarien die sehr wenig Last erzeugen bleibt die Karte auch unterhalb der 330 Watt Grenze, vor allen in niedrigeren Auflösungen. Schaun wir mal ob es klappt und wir die Stock Karte schlagen können!

 

ASUS TUF RTX 3090 Festlegen einer festen Spannung und Takt im Sweetspot

Die Werte der TUF 3090 habt Ihr ja bereits kurz gesehen. Hier nochmal zusammengefasst:

1750Mhz im Curve-Editor ergeben nach der Aufheizphase reale 1785Mhz (denkt an den Offset, den ich bereits beschrieben hatte durch die P-States!). Der Speicher bekommt ebenfalls +650Mhz wie bei der Gigabyte, wir lassen zum maximalen Übertaktungswert etwas Luft um die Komponenten zu schonen. Die Karte läuft so also konstant in jedem Szenario mit 1785Mhz bei maximal 285Watt (seltene Anwendungen wie Division 2 kommen auch schon mal leicht darüber) Verbrauch. Wir sparen hier gegenüber der Gigabyte @Stock 85 Watt und gegenüber der Standardeinstellung der TUF 65 Watt mindestens! In QHD und Auslastungsszenarien, die weniger Last erzeugen, liegen wir in der Regel eher so bei 250Watt im Schnitt. Das sind stolze 100Watt weniger als Auslieferungszustand! Das erreicht Ihr mit absenken des Powerlimits nicht oder nur mit sehr schlechten Werten. Wird das reichen gegen die Stock Gigabyte Karte mit 370Watt Powerlimit?

Gehäuse: Gedämmtes Fractal Define R5 PCGH Edition
Netzteil: Corsair HX 750I
CPU: Ryzen 3900X optimiert
Board: AORUS X570 Ultra
Ram: 32 GB DDR4 Patriot Viper (SK Hynix) @ 3800Mhz
CL 18/19/21/34 1T
optimierte Subtimings, Infinity Fabric 1:1
Grafikkarte: ASUS TUF Gaming RTX 3090, Gigabyte RTX 3090 Gaming OC
Divers: Soundkarte, 2x BD Brenner, 280er Radi für CPU, 5 Gehäuselüfter (4×140 1×80)
Tweaks: Weder Hardmods noch Softmods.