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Lüfterbestückung in einem Gehäuse samt Überdruck-Konzept – Wie viele Lüfter braucht man eigentlich wo? | Kurztest

Aus rein persönlichem Interesse habe ich mal ein kleines Lüfter-Experiment in meinem eigenen System durchgeführt. Gehäuse wie das Lian Li O11 Dynamic / XL, Inter-Tech C701-Panorama, MetallicGear NEO Qube und andere O11-Klone (wobei das O11 ja auch nicht das erste Mehrkammergehäuse war) bieten teils bis zu 9 Gehäuselüftern oder mehr Platz. Auch optisch ähnliche Gehäuse wie beispielsweise das Antec P120 Crystal bedienen sich dem wohl populärsten Gehäuselayout des vergangenen Jahres und fassen eine beeindruckende Anzahl an Lüftern. Aber lohnt es sich wirklich, nochmal einen ganzen Batzen Geld in die Hand zu nehmen, um auch wirklich alle Plätze zu belegen?

Genau diese Frage habe ich mir auch gestellt und den ganzen Spaß einfach mal ausprobiert! Da ich positiven Druck im Gehäuse bevorzuge (Überdruck), um möglichst wenig Staub im Gehäuse zu haben, sind die Gehäuselüfter als Einlass eingebaut und die AiO-Lüfter pusten die warme Luft raus. Im Deckel und Boden sind die Gehäuselüfter montiert, die AiO-Wasserkühlung seitlich. Als Gehäuse verwende ich das Inter-Tech C-701 Panorama, Platz zum Einbau ist also genug vorhanden:

Mein persönliches System sieht wie folgt aus:

  • AMD Ryzen 9 3900X (12 Kerne / 24 Threads)
  • Fractal Design Celsius+ S36 Prisma 360mm AiO
  • Gainward RTX 2080 Pheonix
  • Inter-Tech C-701 Panorama
  • Neben den 3 vorinstallierten 120mm Lüftern der AiO verwende ich bis zu 6 weitere 120mm Lüfter von Noctua, die beliebten NF-S12A PWM in der neuen chromax.black Version.

Für den Stresstest verwende ich den MSI Kombustor (Version 4.1.6.0). Der CPU Burner läuft auf 12 Threads, als GPU Stresstest (GL) msi-01 GPU Stresstest @ 720p. Mit HWInfo (Version 6.26-4160) werden die Temperaturen erfasst, jeweils 5 Minuten Aufwärmphase, dann 15 Minuten beide Stresstests. Die Pumpe arbeitet mit 100%, alle Lüfter bei 70% RPM und die Grafikkarte bei 75% RPM. Zu folgenden Ergebnissen bin ich schlussendlich gekommen:

 

Fazit

Wer hätte es gedacht: Mehr Lüfter bringen eine bessere Kühlleistung bzw. Temperaturen (Na so eine Überraschung aber auch)! Und tatsächlich lässt sich auch noch ein Unterschied zwischen 4 zu 6 Intake-Lüftern messen. Ein weiterer Vorteil von vielen Lüftern ist natürlich zusätzlich, dass sich mit einer geringeren Drehzahl und damit Lautstärke derselbe Luftdurchsatz erzielen lässt, wie mit weniger Lüftern bei höherer Drehzahl – und zusätzlich ist noch wortwörtlich “Luft nach oben”.

 

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