News Prozessor System

Laut PowerGPU sollen AMD Ryzen 5000 ‘Zen 3’ Desktop-CPUs und X570-Motherboards hohe Ausfallraten aufweisen

AMDs Ryzen-5000-Desktop-CPUs mit Zen3 Architektur und die passenden X570-Motherboards sind beliebt, verkaufen sich wie geschnitten Brot und werden auch als eines der besten CPU-Lineups von AMD angesehen, weil es sehr viel Leistung bietet.Aber wo viel Licht ist, schein es auch erste Schatten zu geben, wenn man den Meldungen auf Twitter und Reddit folgt.

Der PC-Hersteller von Custom-Builds PowerGPU berichtet jedoch, dass er sehr hohe Ausfallraten bei den neuen AMD CPUs und der dazugehörigen Mainboard-Plattform beobachten konnte.. So hat PowerGPU getwittert, dass die AMDs Ryzen-5000-CPUs eine generell sehr hohe Ausfallrate haben, die sich bei den High-End-CPUs jdoch noch steigert.

In dem Tweet berichtet PowerGPU, dass von den 50 Ryzen 9 5950X-Einheiten, die sie erhalten hatten, 8 CPUs DOA (Dead on Arrival) waren. Nachfolgend die Aufschlüsselung der Ausfallrate der AMD Ryzen 5000 CPUs, wie sie der Custom DIY PC Builder berichtet:

  • AMD Ryzen 5950x x50 Einheiten 8 doa
  • AMD Ryzen 5900x x50 Einheiten 4 doa
  • AMD Ryzen 5800x x100 Einheiten 4 doa
  • AMD Ryzen 5600x x120 Einheiten 3 doa

Gleichzeitig berichtet der PC-Builder, dass man in der gleichen Zeit nur 1 Intel-CPU erhalten habe, die sich als DOA herausstellte, und zwar einen älteren Core i7-9700K. PowerGPU erwähnt auch, dass vor der Einführung von AMDs Ryzen-5000-CPUs die Ausfallrate bei 80 % Intel und 20 % AMD lag und sie in den letzten 2 Jahren nur eine CPU verloren hatten. Aber seit der Markteinführung der Ryzen 5000 CPUs haben die AMD-Chips eine deutlich höhere Ausfallrate. Das Problem ist auch nicht nur spezifisch für die CPUs, sogar X570-Boards haben Berichten zufolge sehr hohe Ausfallraten.

Derzeit hat AMD eh schon Schwierigkeiten, mit der großen Nachfrage nach seinen Ryzen 5000- und Ryzen 3000-CPUs überhaupt Schritt zu halten, die beide auf dem 7nm-Node von TSMC basieren. Trotz der Auslieferung von einer Million Ryzen 5000-Einheiten im letzten Quartal hat AMD zum ersten Mal seit der Einführung der ersten Zen-basierten Ryzen-Produktreihe wieder CPU-Marktanteile an Intel verloren.

Source: PowerGPU, WCCFTECH (via Twitter)

Lade neue Kommentare

konkretor

Veteran

148 Kommentare 115 Likes

Die Frage ist halt wieso sind die Teile DOA. Gibt es Probleme bei der Endkontrolle? Frage ist halt sind die CPU schon DOA wenn die aus dem Karton kommen oder sterben erst wenn sie ins Board gesteckt werden.

Wenn die Teile kaputt sind diese weiter in Kartons zu pressen und um die Welt zu schicken nur damit der Kunde später eine RMA aufmacht, ergibt wenig Sinn.

Er schreibt bei den AMD Cpu´s auch nicht dazu ob er OEM oder Boxed kauft.

Aktuell scheint es nur ein Stepping zu geben.

Antwort 2 Likes

Klicke zum Ausklappem
Jicaraen

Mitglied

47 Kommentare 23 Likes

Mich verwundert die Erwähung des X570 Chipsatzes in dem Zusammenhang.
Ich dachte der Fehler liegt in diesem Fall mehr an der CPU selbst?

Antwort Gefällt mir

D
Denniss

Urgestein

878 Kommentare 216 Likes

um das beurteilen zu können müsste man wissen woher die ihre Ware beziehen. Wenn die CPU nicht direkt von AMD oder wenigstens ungeöffnete Boxed-Ware sind dann ist deren Angabe wertlos

Antwort 2 Likes

Fraggy_Krueger

Mitglied

34 Kommentare 12 Likes

Habe in den letzten 2 Monaten z.B. 2 x ein Gigaybte Aorus X570 Pro wegen Defekt RMA einschicken müssen. Am Ende dann retourniert. Das Setup läuft nun einwandfrei mit einem MSI.

Antwort Gefällt mir

mad0nion

Mitglied

37 Kommentare 15 Likes

Klingt so, als würde man das Binning wegen der zu hohen Nachfrage etwas "gelockert" haben, um so die Stckzahlen für Ryzen 9 und 7 SKUs zu steigern.

Antwort Gefällt mir

L
Legalev

Neuling

8 Kommentare 2 Likes

Habe weder auf meinem Gigabyte X570 Aorus Elite ( 1 Jahr) noch mit meinem 5800x irgendwelche Probleme.

Mein Cousin hat 2 Rechner auch mit 5800x und ist seit Monaten sehr Zufrieden.

Antwort Gefällt mir

D
Denniss

Urgestein

878 Kommentare 216 Likes

da ist schon ei unterschied zwishen binning lockern und das endprodukt gar nicht mehr auf funktion zu testen. Abe wie gesagt, keine Ahnung und auch keine Angabe woher die ihre Waren beziehen.

Antwort Gefällt mir

Case39

Urgestein

1,944 Kommentare 559 Likes

Da wären Vergleichszahlen von anderen Märkten/ Anbietern interessant.
Im CB Forum wurde die Meldung pauschal abgewertet, da diese von WCCFTech kamen, nicht sehr seriös.

Antwort Gefällt mir

m
med

Veteran

121 Kommentare 31 Likes

Der X570 ist quasi der IO-Chip von den 5000er Prozessoren.

Antwort Gefällt mir

M
Martin Gut

Urgestein

3,982 Kommentare 1,398 Likes

Das stimmt teilweise. Die X570-Boards gibt es schon seit dem Sommer letzten Jahres und die die 5000er-CPUs sind erst gegen Ende Jahr auf den Markt gekommen. Auf X570-Boards sind die älteren Prozessoren nicht mit mehr Problemen gelaufen, als auf anderen Boards. Neben dem X570 kann man für die neuen Prozessoren auch B550 und teilweise auch A520, B450 und X470-Boards verwenden. Warum die Prozessoren nun genau mit X570 Probleme machen ist nicht einfach so klar. Möglicherweise hängt es damit zusammen, dass die Prozessoren auf diesen Boards stärker gefordert werden und auch das Board jetzt mehr leisten muss als bisher mit den älteren Prozessoren. Das ist aber auch nur eine Überlegung von mir ohne dass ich dazu Hintergrundinformationen hätte.

Antwort 1 Like

Klicke zum Ausklappem

Danke für die Spende



Du fandest, der Beitrag war interessant und möchtest uns unterstützen? Klasse!

Hier erfährst Du, wie: Hier spenden.

Hier kannst Du per PayPal spenden.

About the author

Igor Wallossek

Chefredakteur und Namensgeber von igor'sLAB als inhaltlichem Nachfolger von Tom's Hardware Deutschland, deren Lizenz im Juni 2019 zurückgegeben wurde, um den qualitativen Ansprüchen der Webinhalte und Herausforderungen der neuen Medien wie z.B. YouTube mit einem eigenen Kanal besser gerecht werden zu können.

Computer-Nerd seit 1983, Audio-Freak seit 1979 und seit über 50 Jahren so ziemlich offen für alles, was einen Stecker oder einen Akku hat.

Folge Igor auf:
YouTube   Facebook    Instagram Twitter

Werbung

Werbung