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Intel-Laptops und Undervolting: was man wissen muss und wie es geht! | XMG Support

In der Regel haben wir in bisherigen Jahren unseren Undervolting-Optionen im BIOS eine Obergrenze von -120mV auferlegt. Diese Grenze galt im Allgemeinen als sicher. Sicher insofern, dass dabei zwar unter Umständen bereits Bluescreens auftreten können, aber sich das Undervolting anschließend im BIOS-Setup wieder herunterregeln oder zurücksetzen lässt. Das hat dermaßen gut funktioniert, dass manche XMG-Modelle bereits ab Werk einen Undervolt von -50mV inne hatten. Dieser Wert war keine Black Box sondern ließ sich vom Benutzer im BIOS noch weiter tunen (oder ggf. auch auf 0 zurücksetzen).

Mit diesem -50mV Factory Undervolting (CPU Core/Uncore Voltage Offset) haben wir tausende an Laptops ausgeliefert ohne auch nur einen einzigen Support-Fall zu erzeugen.

 

Neue Verhältnisse: Comet Lake (10th Gen) scheint weniger Spielraum zu haben

Nun mit der 10ten Generation Intel Core verändert sich die Lage. Intel fährt die neuen CPUs offenbar bereits selbst deutlich härter an der Idealline, so dass für Undervolting nicht mehr so ein großer Spielraum herscht. In breit angelegten Tests zusammen mit unserem ODM haben wir folgende Quoten festgestellt:

In anderen Worten:

  • Beim Wechsel von Coffee Lake zu Comet Lake ist die Ausfallquote bei -50mV von Null auf 5% angewachsen.
  • Mit unserem bisherigen Grenzwert von -120mV hatten wir bei Coffee Lake keine ernsthaften Probleme, bei Comet Lake hingegen können wir damit sehr zuverlässig ein “No boot”-Szenario erzeugen

5% Ausfallrate in dem Test mit 100 Geräten bedeutet: 5% der Laptop-Exemplare haben im Idle oder im 3DMark mindestens einen Bluescreen erzeugt. Setzt man den Test länger an, ggf. über mehrere Wochen, kann diese Quote ggf. auch noch steigen. Also selbst ein bisher als moderat geltender Wert von -50mV ist kein Rundum-Sorglos-Paket. Man muss es am individuellen System testen.