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Hilft der Antminer E9 als ASIC Cryptocurrency Miner gegen den permanenten GPU-Mangel? Neue Rekorde bei Hash-Rate und Effizienz

Die ganze Kryptowährungs-Blase bläht sich immer weiter auf und der Wert vieler dieser “Währungen” ist  extrem in die Höhe geschossen, auch wenn es zwischenzeitlich immer wieder mal eine Delle gibt. Allein in diesem Monat hat NVIDIA Karten der CMP-Serie im Wert von 30 Millionen Dollar z.B. an die Hut 8 Mining Corp. verkauft. Da war die Beschlagnahmung von 300 gestohlenen NVIDIA CMP 30HX Kryptowährungs-Mining-Karten in Hong Kong noch ein kleinerer Posten. Jetzt hat Bitmain passend zum Boom den Antminer E9 Ethereum-Miner angeteasert, der eine sagenhafte Hash-Rate von 3 GH/s besitzen soll.

Der jetzt vorgestellte Bitmain Antminer E9 ist ein reiner ASIC-Miner, der auf Ethereum ausgerichtet ist und Berichten zufolge eine Hash-Rate von bis zu 3 GH/s beim Ethereum-Mining liefert. So viel Mining-Power entspricht in etwa 25 NVIDIA GeForce RTX 3090s (120 MH/s pro 3090) oder 32 RTX 3080s (94 MH/s pro 3080). In Bezug auf die derzeit verfügbaren NVIDIA-Mining-Karten entspricht der Antminer E9 sogar 115 Stück CMP 30HXs (26 MH/s pro 30HX). Die Antimer E9 wird mit 2.556W natürlich auch viel Energie benötigen, aber er besitzt eine Effizienz von 0,85 J/M. Würde man die Stromkosten in Deutschland abziehen, gebe das sogar noch ein dickes Plus von bis zu 120 Euro pro Tag (je nach Energieversorger und Tageskurs der Währung).

Wenn die angepriesene Hash-Rate von 3 GH/s wirklich wahr ist, würde dies den Antminer E9 zum leistungsstärksten ASIC-Kryptowährungs-Miner auf dem Markt machen. Er würde damit sogar den Linzhi Phoenix Miner ausstechen, der eine Hash-Rate von 2,6 GH/s besitzt und mit 3000W auch weniger energieeffizient ist. Dieser neue Antminer sollte aber auch entsprechend teuer ausfallen, denn man kolportiert aktuell sogar über $20.000 für den E9. Im Vergleiuch dazu wäre der Linzhi Phoenix im Preisbereich von $11.300-$13.700 fast schon ein Schnäppchen. Und es wäre effizienter und vor allem auch billiger als einzelne Grafikkarten. Womit sich der Kreis zum Titel dieser News schließt.

Der Teaser auf YouTube:

Source: YouTube, Bitman

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Deleportas

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Ach wäre das schon, wenn die ganzen Digitalbergleute endlich ihre gierigen Finger von den GraKa's lassen würden damit die Preise wieder in bezahlbarere Regionen sinken...
Wobei Nvidia und AMD ja jetzt gesehen haben, dass ihr Zeug auch bei so hohen Preisen scheinbar noch gut weggehen :cautious:

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Martin Gut

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Neben den Gamern sind auch die Forschungsprojekte von Universitäten die grosse Rechenleistung brauchen vom Miningboom betroffen. Alles was viel Rechenleistung bietet wir zu absurden Preisen sofort weg gekauft.

Man könnte mit der Rechenleistung wirklich viel sinnvolleres anstellen als für ein Buchungssytem verheizen.

Dass neue, bessere Hardware den Boom irgendwann befriedigt, bezweifle ich mal. Es kann den Boom genau so auch anheizen, wenn man sieht dass immer bessere Hardware kommt. Da muss schon etwas anderes passieren, dass der Boom zusammen bricht.

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Igor Wallossek

Format©

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Mit solchen Minern am Werk sollte sich das mit den GPUs in spätestens 80 bis 100 tagen erledigt haben. Der Dreck verkompliziert sich ja automatisch wieder und das mit den Klein-Minern wird dann uniteressant.

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Deleportas

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An Forschungsprojekte hab ich nun natürlich gar nicht gedacht 🙈
Wie immer halt... Was einen nicht unmittelbar betrifft übersieht man schnell mal.

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Martin Gut

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Ja, man vergisst es gerne, dass es viele Anwendungen für solche Prozessoren mit hoher Rechenleistung gibt. Wenn die Gamer mal ein Jahr auf neue Grafikkarten verzichten müssen, ist das nicht schön, aber verkraftbar. Daneben gibt es aber viele Leute, die mit Grafikanwendungen arbeiten, von CAD über Bildbearbeitung bis zu Videoschnitt ist. Jeder Wetterbericht hat eine Simulation auf einem leistungsstarken Grosscomputer als Grundlage. Auch viele andere technische Anwendungen verwenden aufwändige Simulationsberechnungen. Da macht sich der Preisanstieg und die sehr schlechte Verfügbarkeit dann schmerzhaft bemerkbar. Mit einer neuen Grafikkarte könnte man die Produktivität steigern. Aber dieses Jahr dann eben nicht.

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ersa04

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Ich hoffe Du meinst mit sinnvoller nicht Zocken, oder??
Dass der Strom für´s Zocken sinnvoller "verballert" wird, als bsw von Mingin-Rig´s ist eine gewagte Aussage.
Ich tendiere dazu zu behaupten, dass Zocken eine Verschwendung von Strom sondergleichen ist, da es
NULL Nutzen für die Allgemeinheit (also Menschen, denen nicht wie UNS einer abgeht, wenn Sie sich ein
neues Game, mit atemberaubender Grafik reinziehen) bringt, im Gegensatz zu der Entwicklung von Kryptos.

Bin mal gespannt was mit den GraKa-Preisen passiert, wenn bsw EIP 1559 in der ETH Blockchain installiert wird.
Nach der Theorie der meisten "Krypto-Hasser", müssten dann die GraKa Preise wieder sinken, da das Mining
mit GPU´s im kleinen Rig (um die 400Mh/s) unlukrativ werden soll. ....naajjaaa, ich denke nicht.

Ich werde aber auch sicher nicht mein Mining Rig (was im Übrigen seit Mitte 2017 ETH schürft) gegen einen
ASIC-Miner tauschen, da in naher Zukunft, etwa den nächsten 12 Monaten, Ethereum 2.0 kommt und von
POW auf POS umgestellt wird. Dann ist zumindest bei Ethereum Schluss mit Schürfen, auch mit ASIC-Minern...so die Theorie.
Dass POS gut funktioniert zeigt ja Cardano, welche vom Start weg auf POS basiert.

Da muss ich Dich enttäuschen Igor. Sicher bei ETH ist wie gesagt in etwa 12 Monaten Schluss für
die Meisten GPU-Miner, aber es gibt mittlerweile etwa 8400 Kryptowährung... hier https://whattomine.com/
gibt es eine schöne Übersicht, wo nach ETH weitergeschürft werden kann und was man damit
"verdient"....mehr muss man dazu nicht sagen. ;-)

Ich hätte aber mal eine Frage an Dich Igor, warum genau sind Kryptos (nicht mal speziell ETH) "Dreck"?
Welche Infos zu der Materie bringen Dich zu dieser Aussage?

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Martin Gut

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Ich meine nicht Gaming. Aber den Nutzen von Mining für die Allgemeinheit muss du mir noch erklären. Was habe ich davon, wenn andere um Währungen zocken?

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ersa04

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42 Kommentare 9 Likes

Zu erst einmal, Dir erklären MUSS ich schon mal Garnichts! Du kannst gerne fragen und wenn ich mir die
Zeit an´s Bein binden möchte, antworte ich darauf.
Und noch etwas, was viele nie kapieren werden: Wissen ist eine Hol- und keine Bringschuld!

Ok, Du beziehst Dich nicht auf Zocken, gut.
Der Großteil derer, die sich über die Situation aufregen allerdings schon, weil sie nicht nachdenken,
geschweige sich mit dem Thema "Kryptowährung" auseinandersetzen und gnatzig wie Kleinkinder sind.
Und wenn ich Deinen letzten Satz lese, vermute ich, dass es bei Dir ähnlich ist.

Ich gebe Dir Recht, dass ein großer Teil der Miner, die immer nur dann auf´s Trittbrett "Mining" aufspringen,
wenn der FIAT-Krypto-Kurs hoch ist, das Netzwerk auch nicht verstehen und unterstützen.
Aber zum einen "zocke" ich nicht um Währungen, sondern halte bsw ETH und unterstütze damit das Projekt
Ethereum Blockchain. Warum? Ganz einfach, weil mich das Ziel begeistert, eine dezentrale, von riesen Konzernen
und der Politik nicht lenkbaren, stabile Währung zu schaffen. Das Potenzial ist grenzenlos.
Und ja der Anfang war und ist immer noch schwer. An Problemen, wie hoher Stromverbrauch für das Netzwerk,
arbeiten 24/7 Geeks wie sie hier im Forum sicher nicht anzutreffen sind. (siehe Ethereum 2.0, Wechsel POW -> POS)
Ich weiß, dieses Thema und die Mechanik dahinter ist für die große Masse erstmal nicht leicht zu durchschauen.
Fakt ist aber, dass es so interessant ist, dass selbst Regierungen sich seit Jahren damit beschäftigen und für das Thema
Digitales Geld (CBDC) einen Plan haben. Für die Masse die keine Ahnung hat, ist dies dann das Gleiche wie Kryptos. Weit gefehlt...:(
Hier mal ein interessantes Video dazu:

Und deswegen unterstütze ich Kryptowährungen wie bsw Ether und die Blockchain Ethereum.

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Igor Wallossek

Format©

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Wie viele Leute bzw. Firmen halten denn das aktuelle Kryptosystem in ihrer Hand?. Der Irrglaube von Freiheit und Unabhängigkeit in Verbindung mit sagenhaftem Profit vernebelt den meisten leider das Gehirn. Es gbt nirgendwo Geschenke, das ist nun mal so. :D

Es wird der Punkt kommen (müssen), wo restriktivere Kontrollmechnismen der ganzen bunten Blase ein Denkmal setzen :)

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Martin Gut

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Bitcoin gibt es nun seit 12 Jahren. Die Probleme des hohen Berechnungsaufwandes hat man bereits bei der Programmierung des Systems gesehen und sind jedem Programmieren offensichtlich. Nach 12 Jahren immer noch zu behaupten, das werde nun bald angepasst finde ich etwas optimistisch. Man hätte längst die Gelegenheit dazu gehabt. Das System ist aber von der Bauart her überhaupt nicht als alltägliches Zahlungssystem ausgelegt und schlecht geeignet. Dafür müsste es eine stabile Währung bieten und eine viel grössere Menge Zahlungen verarbeiten können. Dass solche Systeme eine Alternative zum aktuellen Bankzahlungsverkehr sein können, ist vor allem Wunschdenken.

Mich stört das auch, dass die Eigenschaften solcher Systeme von einzelnen Programmierern konstruiert werden und meist einzelne Personen einen Grossteil der Währung halten. Dadurch haben diese die Kontrolle über das System und haben bei steigenden Kursen den Grossteil des Wertgewinns für sich. Eine demokratische Währung sieht für mich anders aus.

Ich habe schon von einigen Alternativwährungssystemen gelesen, die gestartet wurden und von denen einzelne seit Jahrzehnten funktionieren. Ich finde das durchaus einen interessanten Ansatz. Man sollte ein solches System aber auch so konstruieren, dass es den gewünschten Zweck erfüllt. Die Kryptowährungen tun dies nicht, verursachen aber durch den Stromverbrauch eine ökologische Katastrophe.

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About the author

Igor Wallossek

Chefredakteur und Namensgeber von igor'sLAB als inhaltlichem Nachfolger von Tom's Hardware Deutschland, deren Lizenz im Juni 2019 zurückgegeben wurde, um den qualitativen Ansprüchen der Webinhalte und Herausforderungen der neuen Medien wie z.B. YouTube mit einem eigenen Kanal besser gerecht werden zu können.

Computer-Nerd seit 1983, Audio-Freak seit 1979 und seit über 50 Jahren so ziemlich offen für alles, was einen Stecker oder einen Akku hat.

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