Kühlung Testberichte Wasserkühlung

EK Waterblocks EK AIO Basic 240 und EK AIO Basic 360 im Test – Blackout statt RGB-Beschuss


Vor erst etwa einem Vierteljahr hat sich die EK AIO Elite an die Spitze der Kühllösungen in meinen Charts gekämpft, jetzt liefert man mit der Basic-Reihe die mittlerweile dritte Version für einen niedrigeren Preisbereich. Komplett in Schwarz und ohne RGB-Beleuchtung könnte sie nicht nur für preisbewusste Käufer interessant sein. Ob die 360 sowie 240mm Variante auch in Sachen Leistung punkten kann, erfahrt ihr im nachfolgenden Review:

Verpackung und Lieferumfang

Was die Äußerlichkeiten angeht, behält man exakt das Design wie bei der Elite AiO bei. Lediglich die Render-Bilder, Beschreibung sowie Spezifikations-Tabelle wurden ausgetauscht. Alles ist in Schwarz-Weiß gehalten, der orange Streifen und EK-Logo sind die einzigen Farbspritzer. Wie schon zuvor gibt es auf der Rückseite genaue Abmessungen von Radiator und Pumpenblock, eine kurze Featurebeschreibung und Explosionsbild der Pumpe.

Die ersten Unterschiede und Kosteneinsparungen zeigen sich dann im Inneren, denn dort erwartet uns kein großer Schaumstoffblock, sondern nur das Bild der altbekannten Kartonsverschalung. Leider scheint man aber immer noch nicht auf den Gedanken gekommen zu sein, dass nicht jeder Lüfter und Kleinteil eine eigene Plastiktüte als Verpackung braucht. Natürlich auch wieder versiegelt!

Auch das Zubehör ist praktisch unverändert, neben dem nötigen Montagematerial und diversen Schrauben gibt es noch ein PWM-Splitterkabel sowie extra Tube Wärmeleitpaste dazu. Überschaubar, wieder jeweils einzeln verpackt und völlig ausreichend.

Ein erster Blick auf die ausgetütete Komplettwasserkühlung selbst darf jetzt endlich auch erhascht werden. Das dunkle Design zieht man bis ins Detail durch, einzig das EK-Logo am Pumpenblock und Lüftern sowie ein silberner Ring an den Anschlüssen der Schläuche sind nicht Schwarz.

Der Radiator hat den Transport weitestgehend gut überstanden, aber besonders die Seite mit den Schläuchen hat doch einige Unregelmäßigkeiten. Solche Schönheitsfehler beeinflussen zwar nicht die Leistung, aber sind je nach Einbaurichtung des Radiators gut sichtbar. Da sich die Basic-Serie aber wohl eher an Inhaber beleuchtungsloser oder sonst dunkler Systeme richtet, dürfte so etwas wohl kaum auffallen.

 

Montage und Einbau

Glücklicherweise ebenfalls unverändert ist der Ablauf zum Anbringen der Wasserkühlung bzw. Pumpenblock auf dem Prozessor. Die Wärmeleitpaste ist trotz des Budget-Anspruchs wieder voraufgetragen, die Coldplate darunter plan gefräst:

Für die audio-visuellen Köpfe verweist EK gleich im sehr ausführlichen Handbuch auf das Einbau-Video der ersten Serie:

Die beiden AM4-Brackets werden mit vier Schrauben an die Unterseite des Pumpenblocks montiert. Vier weitere Schrauben, welche zugleich als Abstandshalter dienen, kommen in die Backplates des Mainboards und der Pumpenblock obendrauf. Weitere vier federgelagerte Schrauben werden per Hand für den passenden Anpressdruck festgezogen.

Einziger Kritikpunkt bleibt, dass die Federn nicht wie bei einigen anderen Herstellern fest mit den abschließenden Rädelschrauben verbunden sind, sondern lose beiliegen. Auch die übereinanderliegenden Anschlüsse am Pumpenblock sind unüblich und für den seitlichen Einbau etwas unpraktisch. Sollte die AiO in die Front oder Oberseite wandern, ist die Anordnung aber eher weniger ein Problem. Gummipads oder sonstige Entkopplung der Vardar-S Lüfter ist übrigens ebenfalls nicht vorhanden, das gab es aber auch schon bei der EK AIO Elite nicht.

 

Spezifikationen

Alle technischen Details und sonstige Informationen gibt es wie immer auf der Herstellerseite, hier mal ein Vergleich zwischen den Daten der Basic und Elite Variante:

 

EK AIO Basic

EK AIO Elite

Radiator

395 x 120 x 27 mm

395 x 120 x 27 mm

Pumpe

850 – 2600 RPM ± 10%

1000 – 3300 RPM ± 10%

Pumpenblock

88 x 70 x 53 mm

PETG + ABS, Kunststoff

88 x 70 x 64 mm

Nickel, Metall

Lüfter

3x  Vardar S 120 Dark Edition

550 – 2200 ± 10%

6x Vardar S 120 D-RGB

550 – 2200 ± 10%

Lautstärke

33,5dBA

36,4dBA

Luftdruck

2,89 mm H20 = 28,9 Pa

2,89 mm H20 = 28,9 Pa

Volumen

77 CFM = 131 m³/h

66,04 CFM = 112,20 m³/h

Laut den Spezifikationen sollen die Lüfter ohne RGB also etwas leiser sein, aber bei selben statischem Druck und Drehzahl mehr Volumen erzeugen. Da mir die Lüfter – abseits der Farbe und fehlenden Beleuchtung – aber absolut identisch zu der RGB-Version zu sein scheinen, habe ich mal bei EK nachgefragt. Die Angaben werden also eventuell nochmal korrigiert.

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woiddeife

Mitglied

15 Kommentare 0 Likes

Wie treffend ich doch diese Aussage finde und zeigt in mir auf, daß mir dieses ganze Geflimmere gehörig auf den Keks geht. Jeder wie er möchte, keine Frage, aber ich finde es klasse, daß es Produkte "Ohne" gibt. Ich brauche keinen PC als Mantaersatz mit Fuchsschwanz, Feuerstreifen, Breitreifen und Mantaletten. Auch wenn die Diskotheken in den 70zigern eine knallig bunte Lichtshow hatten, die sich mitunter sehen lassen konnte, kann ich in meinem Alter gerne in meiner Wohnung darauf verzichten. Auf alle Fälle habe ich diese Kühlung erst mal auf meine Liste gesetzt. Danke für den Artikel.

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E
Eddy Stoiber

Neuling

8 Kommentare 3 Likes

Ein netter Test, aber was mir schon mehrfach aufgestoßen ist, ist das Test-Setup. Einen Ryzen 5 3600 bei Werkseinstellungen ist wohl noch leichter zu kühlen als ein Exynos-Handyprozessor. Ein 9900k / 10900k mit > 230 Watt wäre meines Erachtens ein praxisrelevanterer Vergleich.

Klar kann man das machen, aber es ist genauso wenig naheliegend wie das Testen eines Michelin Pilot Supersport Reifens auf einem Renault Twizy. Igor meinte zwar dass bei der hohen Wärmestromdichte kein sinnvoller Kühlervergleich mehr machbar ist, aber ich finde genau die Nuancen in dem Bereich interessant.
Warum auch nicht, denn es ist weniger interessant ob eine CPU 30 oder 33,123456° über Raumtemperatur generiert, sondern eher ob das thermische Drosseln (>100° C) nun einsetzt oder nicht.

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DocAngelo

Mitglied

36 Kommentare 22 Likes

Was mir fehlt ist die Info ob der Radiator aus ALU oder Cu gefertigt ist. Der Radi sieht nämlich exakt so aus wie mein Silverstone Icegem 360-Radi samt Vakuum-Stutzen für die Befüllung im Werk (den ich bei mir zu einem Ausgleichsbehälter-Anschluss umfunktioniert habe). Ich frage deshalb, da hier ja rezent die Mischung Alu-Cu samt resultierender Ablagerungen an der Coldplate thematisiert wurde .......................

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Eddy Stoiber

Neuling

8 Kommentare 3 Likes

Sieht sehr stark nach Alu aus, wie auch bei 95% aller AIOs.

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Tim Kutzner

Veteran

166 Kommentare 45 Likes

Testhardware kaufe ich selbst, solch eine dicke CPU nur für das Testsystem zu kaufen nicht wirklich sinnvoll.
Dann würden auch die Tests der Budget-Kühler wegfallen.

Außerdem ist der 3600 nicht wirklich einfach zu kühlen, trotz mittlerer TDP. Mit dem asymetrischen Design der Ryzen DIEs kommt nicht jeder Kühler klar, da ist ein heißerer Monolithic-Die wie bei Intel CPUs teils die kleinere Herausforderung. Je nach Einstellung ist man auch beim Ryzen 5 jenseits der 80°C

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Tim Kutzner

Veteran

166 Kommentare 45 Likes

Das kannst du in den Spezifikationen nachlesen.
Wenn es nicht extra erwähnt wird, ist der Radiator IMMER aus Aluminium. Eine Komplettwasserkühlung komplett aus Kupfer ist die absolute Ausnahme

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Fraggy_Krueger

Mitglied

31 Kommentare 11 Likes

Deswegen wird es sicher die ein oder andere Überraschung bei dem ein oder anderen geben - über die Igor schon interessante Artikel geschrieben hat. Cilit Bang!

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FritzHunter01

Moderator

190 Kommentare 118 Likes

Sorry, wenn ich da mal intervenieren muss. Ich verstehe grundsätzlich, was du mit deiner Kritik anmerken willst. Aus wissentschaftlicher Sicht, ist das was der Tim völlig richtig und letztlich egal, welche CPU der Tim nutzt, um seine Kühler zu testen. Wichtig ist nur, dass er immer den gleichen nimmt. Damit ist die Vergleichbarkeit sichergestellt (man nennt das operationalisieren) und man kann quasi interpolieren, wie sich der jeweilige Kühler auf einem 9900K oder 10900K mit höherer TDP verhält.

Grundsätzlich würde ich hier sagen, dass eigentliche jede 240er, 280er und eine 360er AIO sowieso, den genannten Intel-CPUs die nötige Wärmeableitung besichert.

Wie der Tim schon gesagt, die 3000er oder 5000er AMD Ryzen mit ihrer asymetrischen DIE Konfiguration in Verbindung mit den 7nm eine Bitch bzgl. der Wärmestromsichte!

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Z
Zombieschrauber

Neuling

5 Kommentare 1 Likes

Laut Website: Alu.

Und irgendwie vermisse ich die Info, dass man zu dem gleichen Preis auch 'ne erweiterbare AiO mit Radiator aus Vollkupfer bekommen kann...

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W
Wandermage

Mitglied

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Danke für die Spende



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About the author

Tim Kutzner

Unterstützende Kraft bei den Themen Kühler, Peripherie und 3D-Druck.
Linux-Novize und Möchtegern-Datenhorder mit DIY NAS.

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