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EK-AIO Elite 360 D-RGB im Test – Mit satten 6 Lüftern zum Klassensieg der All-In-One Wasserkühler?

Kaum ein halbes Jahr nachdem ich die EK-AIO 240 D-RGB getestet habe, legt man nun mit EK-AIO Elite nach. Laut EK Waterblocks wurde die reguläre EK-AIO bereits nach kurzer Zeit zu einem der meistverkauften Artikel, sodass man das eigene Sortiment noch etwas ausweiten möchte. Das Design hat man größtenteils beibehalten, den polarisierenden RGB-Acryl-Pumpenblock aber gegen eine elegantere Revison aus schwarzem Nickel mit beleuchtetem EK-Logo getauscht. Was sich noch zum Vorgänger geändert hat und wie sich die neue Wasserkühlung im Test schlägt, erfahrt ihr im folgenden Artikel:

Verpackung / Lieferumfang

Unverändert ist der Karton, in dem die AIO (hoffentlich) sicher den Weg zu euch findet.
Schwarze Schrift auf weißem Grund, das Produktbild mit RGB-Beleuchtung und EK-Logo sind die einzigen Farbspritzer. Die Rückseite gibt in Englisch Auskunft über genaue Abmessungen, Inhalt und Features. An der schmalen Seite ist mehrsprachig nochmal eine kurze Liste der wichtigsten Eigenschaften.

Anstatt der sonst üblichen Kartonschale setzt EK auf Schaumstoff zum Schützen der AiO. Das beiliegende Handbuch verdient seinen Namen, denn es wird auf jeweils 12 Doppelseiten pro Sprache ausführlich der Einbau dargestellt. Der Blick in die Verpackung lässt aber schon den anstehenden Tüten-Wahnsinn erahnen.

Jeder Lüfter, Zubehörteil und Schraubenset ist einzeln eingepackt und teils sogar noch versiegelt, das Auspacken produziert also leider eine beachtliche Menge an Plastikmüll. Auf der einen Seite sind einzeln beschriftete Päckchen natürlich angenehm, andererseits sind die Abbildungen und Beschreibungen im Handbuch auch gut genug um die gezeigten Teile unsortiert innerhalb von Sekunden zu finden.
Dieses zweischneidige Schwert kann man sich schonmal zum Öffnen der ganzen Tüten bereitlegen.

Neben dem Montagezubehör liegt auch der EK-HUB bei, sozusagen ein abgespeckter EK Loop Connect Controller. Mittels Stromversorgung über SATA (kein Molex, Juhu!) können bis zu sieben 5V ARGB 4-Pin PWM Lüfter betrieben werden. Die Steuerung erfolgt über einen PWM-Anschluss am Mainboard, die RGB Beleuchtung über 3-Pin 5V ARGB. Wie der Name schon sagt, hat der EK-HUB also keine eigene Logik, sondern leitet ein Signal an alle angeschlossenen Geräte weiter.

Vom Plastik befreit darf auch ein erster Blick auf die EK-AIO Elite selbst geworfen werden. Der Pumpenblock liegt überraschend schwer und kalt in der Hand, das schwarze Nickel verleiht der Wasserkühlung einen wirklich sehr hochwertigen Eindruck.

Die durchweg sehr gute Verarbeitung spiegelt sich auch im Radiator wieder, nur eine handvoll Finnen tanzen etwas aus der Reihe:

Schwere “Radiator-Cellulite” bleibt also dieses Mal aus. Dennoch erneut der Hinweis, dass einige verbogene Finnen die Kühlleistung und Funktion des Radiators nicht nennenswert beeinflussen.

 

Montage / Einbau

Zum Zeitpunkt des Reviews gibt es noch kein dediziertes Video-Tutorial von EK zu diesem neuen Modell, allerdings hat sich zu der letzten EK-AIO auch nicht wirklich etwas am Einbau geändert. Hier nochmal das sehenswerte Video:

Bei der aktuellen Ryzen-Plattform wird mal wieder die vorhandene Backplate des Mainboards verwendet. Die beiden AM4-Brackets werden mit vier Schrauben an die Unterseite des Pumpenblocks montiert. Vier weitere Schrauben, welche zugleich als Abstandshalter dienen, kommen in die Backplates des Mainboards und der Pumpenblock obendrauf. Weitere vier federgelagerte Schrauben werden per Hand für den passenden Anpressdruck festgezogen. Das Ganze geht einfach von der Hand, eine Dritte oder doppelseitiges Klebeband braucht es nicht.

voraufgetragene Wärmeleitpaste

Je nach Gehäuse könnte der Einbau mit Lüfter-Vollbestückung aber eine Herausforderung darstellen, denn insgesamt 77mm Dicke in der Push/Pull-Konfiguration passen nicht überall. Alternativ machen sich drei weitere Lüfter aber auch nicht schlecht für den generellen Airflow.

Eine kleine Stolperfalle gibt es beim Einbau noch, denn die Schrauben für den Radiator sind unterschiedlich lang für Vorder- und Rückseite. Also Aufpassen, was wo reinkommt! Wie bei der letzten EK-AIO sitzen die Anschlüsse am Pumpenblock zudem übereinander, nicht wie sonst eher üblich nebeneinander. Das schränkt den drehbaren Winkel deutlich ein, sollte aber in den allermeisten Fällen trotzdem ausreichen. Neun aRGB LEDs pro Lüfter lassen die Vardar-S in allen Farben des Regenbogens leuchten, auf gummierte Kontaktpunkte zum Radiator und Gehäuse hingegen hat man verzichtet. Noch ein kleiner Tipp für Putzfaule: Schutzfolie auf dem Pumpenblock bis ganz zum Schluss nicht abnehmen, die Hochglanz-Optik zieht Fingerabdrücke magisch an. Stellt euch zudem auf eine Menge Kabel ein, die sauber verlegt werden wollen.


Spezifikationen

Nachfolgend eine Übersicht der technischen Daten, eine komplette Übersicht gibt es auf der Herstellerseite.