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Creative Sound BlasterX G6 – Externe Soundkarte mit neuen Features im Test | Update

Die Sound BlasterX G6 sieht aus wie eine G5, zumindest auf den ersten Blick und solange man nicht aufs Preisschild schaut. Die 149 Euro auf der Creative-Homepage liegen nämlich satte 30 Euro über dem Straßenpreis der Vorgängerin und auch noch ca. 18 Euro über dem aktuell günstigsten Preis der G6 bei Amazon (Geizhals ca. 9 Euro mehr). Wobei sich natürlich die berechtigte Frage stellt, ob das Ganze den Aufpreis wirklich wert ist. Mit Ihrer USB-Kompatibilität zu PC, PS4, XBOX und Nintendo Switch ist die G6 zumindest so etwas wie ein akustisches Schweizer Taschenmesser.  Und da es so viele Nachfragen gab, habe ich den ersten Test noch einmal hochgeholt und auch etwas überarbeitet.

Ob jetzt die ausgelobte Konnektivität einen echten Mehrwert darstellt und ob die ganzen Softwarefunktionen funktionieren (und vor allem, wie), das werde ich ebenfalls testen. Doch bevor man überhaupt irgendetwas Genaueres herausfinden kann, muss man die Soundkarte ja erst einmal auspacken. Exakt das tue ich jetzt und finde in der Box die Soundkarte selbst, ein USB-Anschlusskabel und ein optisches Kabel nebst Anleitungen. Mehr ist nicht dabei, aber man braucht es auch nicht.

Wobei – wer stolz mit dem möglichen Anschluss von professionellen 600-Ohm-Kopfhören wirbt und nur 3,5mm-Klinkenbuchsen verbaut, hätte ja wenigstens noch über einen 6,3mm-Adapter nachdenken können. Das optische Kabel braucht dann kein Mensch, denn der Anschluss am TV-Gerät wird wohl eher selten Stattfinden, Dolby-Decoder hin oder Herr. Schön ist das natürlich, nur dann hätte man auch noch eine Fernbedienung belegen müssen oder wenigstens das Teil per App steuerbar machen müssen. Wer steht schon ständig auf und rennt zur Soundkarte, wenn ein Film läuft?

 

Optik und Haptik

Aber das Design kann man trefflich streiten, aber es ist zumindest einigermaßen zeitlos. Bei einem Eintrittspreis reichlich 130 Euro (Straßenpreis) hätte man allerdings sich kühl anfühlendes Metall und etwas mehr Gewicht erwartet und keine dröge Kunststofflandschaft. Preis, Anspruch und Erwartungshaltung der Kunden muss man schon besser koordinieren als hiermit, denn auch die Wertigkeit bei Haptik und Optik sind ein wichtiger Akzeptanzfaktor für solch ein Produkt. Die nachfolgende Galerie zeigt die G6 erst einmal von allen Seiten:

Der Lautstärkeregler ist dann doch noch aus Leichtmetall und schön griffig, wenn auch etwas nach innen versetzt und damit nicht ganz so luftig locker erreichbar. Das obligatorische RGB-LED-Logo auf der Oberseite lässt sich per Software auch dimmen, farblich ändern und mit Leuchteffekten versehen. Eine der besten mitgelieferten Effekte ist übrigens die Off-Funktion, während sich Kevin-Klaus über die zur Musik pulsierende Illumination freuen dürfte. Doch dazu später mehr.

 

Konnektivität und Funktionen

An der Frontseite befinden sich seitlich, neben dem mittig angeordneten Lautstärkeregler, der Kopfhörerausgang (links) und der Mikrofoneingang (rechts). Hier wird man etwas aufpassen müssen, wenn die Längen der Y-Auftrennung zu klein ausfallen und man beim Regeln ständig ins straff gespannte Kabel greift. Eine asymmetrische Aufteilung hätte deutlich besser funktioniert, aber der Designer wollte es wohl einfach so. Schade, aber das war schon bei der G5 stehts ein kleines Ärgernis.

Auf der Rückseite finden wir, von links nach rechts, die Kombibuchse für den analogen 3,5mm-Eingang, der gleichzeitig auch als optischer Eingang funktionieren kann. Damit spart sich Creative clever eine extra Buchse und einen separaten Bereichsumschalter. Je nachdem, was eingesteckt ist oder nicht, schaltet das Teil zwischen USB, analogem und optischem Eingang hin und her. Das Gleiche gilt auch für den Ausgang, der sowohl analog als auch optisch beschaltet werden kann. Den USB-Anschluss findet man dann rechts außen. Er dient sowohl als digitaler Eingang, als auch zur Spannungsversorgung.

Neu ist auch das Dolby-Logo, das auf den neuen integrierten Codec hinweist. Der Taster für den Scout-Mode braucht der Profi eigentlich nicht, denn dieser Gaming-Effekt hat mich noch nie so recht überzeugt. Den Gegner hören, bevor er überhaupt geboren wurde? Nun ja, die PR muss letztendlich auch von etwas leben. Mit dem SBX-Taster aktiviert man das DSP-Profil und der Gain-Taster entscheidet über die Ausgangsspannung am Kopfhörerausgang.

Der angegebene Widerstand von nunmehr nur noch einem Ohm ist bautechnisch bedingt, denn die beiden, nunmehr auch getrennt und diskret aufgebauten Verstärker pro Kanal, benötigen zumindest diesen Minimalwert als de-facto Kurzschlusssicherung. Der erreichte Pegel reicht für normale Mainstream-Kopfhörer bis 32 Ohm locker aus. Wer Kopfhörer mit höheren Impedanzen betreiben möchte, sollte Gain auf H stellen, damit mehr Spannung anliegt.

Das funktioniert durchaus, allerdings konnte ich mit meinen Beyerdynamic Amiron Home keine echte Vollaussteuerung hinbekommen. Die haben allerdings “nur” 250 Ohm. Einen DT880 Pro konnte ich damit erst recht nicht aus der völligen Reserve locken. Ja, es war laut, ganz schön laut sogar. Aber eben nicht auf dem Level, den solche Kopfhörer noch verzerrungsfrei schaffen würden. Vor allem der Tesla-Kopfhörer kann noch deutlich mehr. Sorry, könnte.

Die Sound BlasterX G6 fungiert als 32-Bit 384 kHz DAC mit einem Dynamikbereich von bis zu 130 dB. Der Chip bietet die in solchen Preisklassen üblichen Funktionen wie Oversampling und Mismatch-Shaping und er unterstützt hochauflösende PCM- und DoP-Audioformate. Damit kann man auch als Nur-Musikhörer gut leben, wenn man es braucht und nutzen kann. Passende Einspieler natürlich vorausgesetzt, denn auch die Performance der G6 hängt von der Qualität des eingespielten Material ab., Logisch.

 

Datenblatt und Handbuch

Im direkten Vergleich der Features kann man dann auch entscheiden, ob einem die 30 Euro Aufpreis die Sache wert sind (oder vielleicht auch nicht):

Datasheet

 

Auch das Handbuch will ich dem interessierten Leser natürlich nicht vorenthalten, denn wer das eine oder andere Detail nachlesen möchte, darf dies natürlich gern tun:

Handbuch

Creative Sound BlasterX G6 (70SB177000000)

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About the author

Igor Wallossek

Chefredakteur und Namensgeber von igor'sLAB als inhaltlichem Nachfolger von Tom's Hardware Deutschland, deren Lizenz im Juni 2019 zurückgegeben wurde, um den qualitativen Ansprüchen der Webinhalte und Herausforderungen der neuen Medien wie z.B. YouTube mit einem eigenen Kanal besser gerecht werden zu können.

Computer-Nerd seit 1983, Audio-Freak seit 1979 und seit über 50 Jahren so ziemlich offen für alles, was einen Stecker oder einen Akku hat.

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