Praxis Software Testberichte

Tipps, Tricks und Hilfe bei Problemen mit Windows und der Hack mit dem TrustedInstaller | Retro Praxis

Nachdem ich mich bereits 2015 sehr intensiv mit Windos 10 und Kompatibiltätsproblemen auseinandergesetzt habe, ist es eigentlich an der Zeit, dieses Stück der eigenen Fehlersuche noch einmal zu überarbeiten und erneut zu veröffentlichen. So blöd es klingen mag – aber es hat sich bisher nichts geändert. Nur Skype ist mittlerweile fast unbenutzbar geworden, aber das ist ein komplett anderes Thema. Selbst 2023 sieht man sich immer mal wieder vor vermeintlich unlösbare Probleme gestellt. Und das hier Beschriebe gilt leider immer noch, sogar bei Windows 11.

Die Crux mit  .NET als nur ein Beispiel von vielen

Das heutige Beispiel ist wirklich nur ein Beispiel von vielen, denn man kennt das ja. Hat man sich wirklich in die Registry vorgewagt, dann passiert es gar nicht so selten, dass man, obwohl man mit dem Adminstratorkonto eingelogt ist, bestimmte Einträge nicht ändern oder löschen kann. Doch kommen wir zum Beispiel. Das .NET-Framework zieht sich mittlerweile wie ein roter Faden durch Hilfe-Foren und Kummerkästen, wobei wir zu Microsofts Entlastung fairerweise auch festhalten wollen, dass viele auftretenden Probleme eher auf das Unwissen oder Nachlässigkeit der Programmierer zurückzuführen sind, die sehr oberflächlich mit den Versionsabfragen umgehen.

Major-Version, Minor-Version oder Build – so manches Setup oder Programmodul kann mit neueren Versionen innerhalb der gleichen Major-Version nur schlecht etwas anfagen. Nun ist es aber nicht so, dass dies ausschließlich irgendwelche Wald- und Wiesen-Programme betrifft, sondern auch Produkte solch namhafter Softwarehersteller wie beispielsweise Autodesk! Wer unter Windows 10 beispielsweise versucht, eines der Sprachpakete für AutoCAD 2015 oder neuer nachzuinstallieren, der bekommt statt der Installation vom Microsoft Installer diese Meldung samt Abbruch:

Nun betrifft dies nicht nur Autodesk, sondern auch viele andere Programme. Wer nämlich denkt, er könne .NET 4.5 einfach extra herunterladen und installieren, der wird arg enttäuscht, denn dieses Setup meldet, das .NET 4.5 bereits installiert sei. Noch wirrer wird es, wenn das Setup intelligenterweise versucht, .NET während des Installationsprozesses nachzuladen. Wer Glück hat, wird mit dem Programmabbruch belohnt, der Rest landet dann in einer Endlosschleife.

Der Grund ist simpel: Während beispielsweise bei .NET 3.5 das Service-Pack später mit 3.5.1 – wir erinnern an die Unterschiede von Major- und Minor-Version und Build – anmeldet, nutzt Windows 10 schlicht und ergreifend eine andere Minor-Version. So kommt .NET 4.6 zum Einsatz, was theoretisch abwärtskompatibel ist. Dumm nur, wenn die programminternen Abfragen auf 4.5 festgetackert sind und nur die Builds, aber nicht die Minor-Version ignorieren.

Abhilfe durch einen Registry-Hack

Wichtiger Hinweis: In der Registry sollte man nur dann manuelle Eingriffe tätigen, wenn man a) weiß, was man tut, und b) keine andere Lösung existiert. Das hier beschrieben.

Nichts ist unmöglich, auch wenn wir hier ein wenig weiter ausholen müssen. Wir beschreiben deshalb die Vorgehensweise Schritt für Schritt und erklären auch, wie man Berechtigungen so setzt, dass man überhaupt den Zugriff auf manche Schlüssel und deren Werte bekommt. Doch dazu gezwungenermaßen gleich noch mehr. Zunächst melden wir uns als Administrator erneut an (falls man als eingeschränkter Nutzer angemeldet sein sollte) und erst danach klicken wir mit der rechten Maustaste auf den Start-Button:

Danach wählen wir im Popup-Menü den Eintrag Ausführen und bestätigen dies mit einem Links-Klick. Das Ausführen-Fenster öffnet sich, wir geben nun regedit ein und bestätigen dies mit Ok.

Im Registrierungs-Editor wechseln wir in der Baumanzeige zu folgendem Schlüssel, der die Installer-Werte der aktuell vorhandenen .NET-Versionen enthält und der von vielen Programmen zur Abfrage genutzt wird:

In den Schlüsseln Client und Full verbirgt sich der betreffende Wert, den wir jetzt ändern müssen. Wir müssen zudem den im Folgenden für den Schlüssel Client beschriebenen Vorgang auch für den Schlüssel Full wiederholen. Was wir hier sehen, ist der Grund des Übels, denn die 4.6.xxxxx bringt uns so nicht weiter.

Wer nun aber glaubt, diesen Wert einfach ändern zu können, wird auch als Admin an seine Grenzen stoßen und diese Fehlermeldung erhalten:

Fehlende Rechte und der TrustedInstaller

Wir wollen uns nicht im Detail verlieren, aber zum Verständnis nur so viel: Auch der Microsoft-Installer ist als Service eine Art Nutzer, allerdings mit Vollzugriffsrechten, die die Rechte der normalen Adminstratoren weit übersteigen. Ist der sogenannte TrustedInstaller Besitzer dieses Schlüssels, dann lässt sich dieser ohne Berechtigung auch nicht ändern. Wirklich nicht? Wir hebeln diesen Schutz jetzt einfach mal aus!

Mit einem Rechts-Klick auf den Schlüssel Client (für Full machen wir es danach genau so), öffnen wir das Popup-Menü und wählen dann per Links-Click den Menüpunkt Berechtigungen.

Im sich nun öffenenden Fenster mit den Berechtigungen halten wir uns gar nicht lange auf und klicken dort auf Erweitert.

Wer sehen nun in den erweiterten Sicherheitseinstellungen, dass der TrustedInstaller der Besitzer ist und als einziger Vollzugriff besitzt. Selbst wir als Admin dürfen nur Werte lesen. Das wollen wir nun natürlich ändern und genau deshalb klicken wir nun auch auf Ändern:

Wir suchen das passende Objekt (in diesem Fall alle Nutzer mit Administrator-Rechten), indem wir das Wort Administratoren in das Textfeld eingeben (1) und danach auf Namen überprüfen klicken (2).

Das Ganze bestätigen wir dann noch mit OK und schon sind wir einen großen Schritt weiter.

Nun sind wir also die Besitzer und nicht mehr der TrustedInstaller. Doch ganz fertig sind wir damit immer noch nicht, denn wir besitzen immer noch keine vollen Rechte. Dafür müssen wir zunächst den Besitzer-Wechsel mit OK bestätigen, um danach ins vorige Fenster zurückzukehren.

Aus der Benutzerauflistung suchen wir uns nun Administratoren heraus und markieren den Listeneintrag. Danach muss im Berechtigungs-Feld Vollzugriff noch der Haken gesetzt werden. Wir bestätigen mit Übernehmen und/oder OK und sind auch schon fast fertig.

Jetzt öffnen wir den Zeichenfolge-Wert für Version und editieren diesen.

Wir ersetzen einfach die Sechs durch eine Fünf und speichern diese Änderung mit OK.

Das Ergebnis ist nun wie erhofft eingetragen. Wir wiederholen das Ganze noch einmal für den Schlüssel Full und können nun die gewünsche Software installieren oder nutzen.

Zurücksetzen ins Original und Rechte wiederherstellen

Es empfiehlt sich in jedem Fall, diese Versionsnummer wieder auf dem Ausgangswert hochzusetzen, indem man einfach den Wert, wie eben beschrieben, wieder auf Sechs setzt. Die nötigen Rechte besitzen wir ja noch. Allerdings sollte auch diese Maßnahme wieder rückgängig gemacht werden. Wir wiederholen also die ganzen Schritte für die Änderung des Besitzers, tragen dann aber eben nicht Administratoren ein, sondern den unten abgebildeten Objektnamen NT ServiceTrustedInstaller, den man über die Suche so nicht aufgelistet bekommt.

Wer eigene Registry-Einträge vor Spitzklickern und fremden Programmen schützen möchte, der kann natürlich jedem beliebigen Schlüssel den Besitzer TrustedInstaller zuweisen. All dies ist oftmals hilfreich, geschieht aber auf eigene Gefahr.

Kommentar

Lade neue Kommentare

Selaya

Mitglied

19 Kommentare 9 Likes

ah, einmal chown (und chmod) auf windows bitte

Antwort Gefällt mir

e
eastcoast_pete

Urgestein

1,345 Kommentare 714 Likes

Igor, danke für solche Tips und Tricks, auch wenn sie mit "Retro" bezeichnet sind! In der Tat sind ja (zu?) viele Teile des Unterbaus auch von Win 11 noch sehr "NT", und auch .NET usw bleiben uns ja wohl noch länger erhalten.
Und ja, RegEdit: das letzte Mal, wo ich da wirklich kräftig Hand angelegt habe, war, um bei einem doch schon älteren Laptop die Überbleibsel einer deinstallierten (ha!) AVIRA Installation entrümpelt habe. War sehr wie Unkraut jäten; das Zeug hatte richtig tiefe Wurzeln, und setze sich überall rein. Hätte es ja auch einfach so gelassen, aber die Kiste lief nicht mehr so richtig. Danach ging's wieder, und der Anwenderin reicht's für Email und ein bisschen Browsern.
Allerdings mache ich irgendwelche RegEdit Deletes aus Prinzip auch nur, nachdem alle wichtigen Daten woanders gesichert sind. Gerade bei Registry Änderungen: S@#& happens!

Antwort Gefällt mir

F
Furda

Urgestein

662 Kommentare 369 Likes

Es gibt da ein Tool von SysInternals, mit welchem man erhöhte Rechte in der Registry erlangen kann:

psexec.exe -i -s regedit.exe

Dies genügt jedoch nicht, um TrustedInstaller-Rechte zu erlangen.
Es gibt da ein weiteres Tool, früher hiess es "Process Hacker", heute nennt es sich "System Informer". Ist ein sehr mächtiger TaskManager-Ersatz. Im Menu "System -> Run...." kann man einen neuen Prozess starten, wahlweise mit Admin-Rechten, oder als TrustedInstaller. Dann brauchts kein Herumbasteln mit den Rechten in der Registry :)

Antwort 3 Likes

L
Loom

Neuling

2 Kommentare 4 Likes

Eine andere Möglichkeit bietet "RunX"

Damit lassen sich beliebige Programme, also auch RegEdit direkt als "TrustedInstaller" starten. Man muss also nicht vorher und nachher die Rechte anpassen.

Eine wesentlich bessere Alternative zu RegEdit ist übrigens "Registry Finder"

Hat viele Komfort-Features und eine unglaublich schnelle Suchfunktion.

Antwort 4 Likes

Klicke zum Ausklappem
e
eastcoast_pete

Urgestein

1,345 Kommentare 714 Likes

Werd ich mir mal angucken und ausprobieren! Die schnellere Suche wäre mir gerade beim Entrümpeln des Registers von den (vielen) AVIRA Einträgen im obengenannten Laptop sehr gelegen gekommen. Ist zwar auch schon Jahre her, aber das dauerte Stunden mit RegEdit.

Antwort Gefällt mir

ssj3rd

Veteran

205 Kommentare 135 Likes

Installiere alle 1-2 Jahre Windows 10 neu und muss mir dann auch wieder verschiedene Rechte geben, da ich im Auslieferungszustand nicht mal Ordner auf Laufwerk C erstellen kann als fcking Admin…

Vor allem muss man jeden Quatsch zig mal bestätigen bevor er etwas ausführt. Es wird auch immer Schlimmer nach jeder Neuinstallation, immer mehr Einschränkungen etc.

Antwort Gefällt mir

Igor Wallossek

1

9,965 Kommentare 18,262 Likes

Viel schlimmer ist unter Windows der Kinder- und Jugendschutz gelöst. Der Stift darf laut MS kein Admin sein, nur kann ich dann seine Spiele aus dem Store nicht alle installieren, weil die Rechte fehlen. Wenn ich mit meinem Account reingehe, hat er wieder kein Zugriff auf die Spiele. Und ich kann nicht alle Spiele über die MS-Seite freigeben. Installieren ja, aber wenn dann das Spiel noch Änderungen vornehmen will, muss ich wieder mit der großen Keule ran. Geisteskrank das Ganze. Das Bekloppteste war eine INI-Datei eines älteren Spiels, die ich mit vollen Rechten in seinem User-Ordner anlegen musste und auf die er dann als Dumm-User nicht mal zugreifen konnte. Spielstände und Settings unspeicherbar.

Antwort Gefällt mir

k
k0k0k0

Veteran

136 Kommentare 63 Likes

Einfach mal nicht das Windows zerfrickeln, dann passiert das auch nicht.

Antwort Gefällt mir

F
Furda

Urgestein

662 Kommentare 369 Likes

Im Windows-Verzeichnis gibts ein paar Ordner, in welchen Logs und Anderes gespeichert wird, was man für Trouble Shooting benötigen würde und muss, aber dermassen gesichert über Rechte, völlig unnötig, dass man da nicht dran kommt; man will da nur an die Logs. Windows sagt eim ja noch, da findest du mehr Infos, sperrt sie aber weg.

Bei Microsoft geht's aus meiner Sicht nur noch bergab, nichts ist mehr durchdacht oder konsistent, überall Probleme, weil man in viel zu vielen Suppen gleichzeitig rumrühren möchte und nichts mehr konsequent macht und sauber hinbekommt. Als User sitzt man dumm da und kann oftmals nicht mal selber was machen, diese Abhängigkeit ist schrecklich.

Antwort 1 Like

TGH1978

Mitglied

55 Kommentare 25 Likes

@Igor Danke für diesen Beitrag! Ja leider ist vieles bei Windows (nach wie vor) eine Katastrophe, nur was will man machen, wenn man zb. Autodesk Inventor nützen will, dann kommt man um Windows nicht wirklich rum...

@Community - Etwas Off Topic, aber wenn wir schon bei Problemen mit Windows sind

Hatte zufällig von euch schon mal wer folgende Bugs unter Windows 11 und konnte sie lösen?

1. Seit einer Weile stellt mir Windows regelmäßig (bei jedem Neustart) die Tastatur um, von Deutsch auf English... zumindest von der Belegung der Tasten (zb. "Y" und "Z"), wenn ich dann auf die System(-Tastatur)Sprache schaue, ist diese aber eh auf Deutsch... (Englisch hatte ich auf diesem PC auch noch nie als 2-Sprache installiert oder aktiviert)...
Inzwischen habe ich Deutsch (Deutschland) und Deutsch (Österreich) aktiviert, und wenn ich das einmal wechsle, dann sind die Tasten wieder richtig belegt (bis zum nächsten Neustart)... nur die AltGr, also zb. für @ oder ], usw. funktionieren dann manchmal immer noch nicht (manchmal schon)... da hilft dann nur ein nochmaliger Neustart...

2. Gleichzeitig aufgetreten, das Phänomen das ich keine Windows-Suche mehr nützen kann, also weder mit Win-Taste+S noch im Explorer... ganz egal ob ich dann zb. F3 drücke oder mit der Maus reinklicke, ich kann nichts schreiben, Windows nimmt keine Zeichen an...

Ich habe es natürlich auch schon mit einer anderen 0815 Tastatur versucht, so Sachen wie einer Systemherstellung von einem früheren Wiederherstellungspunkt, Deaktivierung von Treibersignaturen beim Systemstart, Abgesicherter Modus, und viele andere "Üblichere Vorgehen"... und ich habe auch schon diverse Internetsuchen zur Lösung des Problems gemacht und einiges durchprobiert... ich beschäftige mich seit 386er Zeiten (noch unter Dos 5.00 und Win 3.0) auch nicht gerade erst seit gestern mit Rechnern und/oder Windows... aber ich muss gestehen hier komme ich einfach nicht mehr weiter...

Und somit bevor ich mir (als letzte Lösung) die Mühe mache, und alles neu aufsetze, was bei mir immer recht viel Arbeit bedeutet, da ich doch sehr viel Software nütze, dachte ich mir, ich kann hier noch fragen, ob zufällig schon wer das gleiche Problem hatte?

Antwort Gefällt mir

Klicke zum Ausklappem
F
Furda

Urgestein

662 Kommentare 369 Likes

@TGH1978 Hallo, ich hatte ein etwas anderes Problem als Du mit der Tastatur/Sprache in Win11. Hast Du mal die Code Page geprüft, ob da alles übereinstimmt mit Deiner Windows Installation/Sprache? Und in den Geräte-Manager geschaut, ob da mehr Hardware, insbesondere Tastaturen und andere USB Input Devices drin sind, als es sein sollten? Alle Tastatur(en) löschen, von USB abziehen, reboot (Kaltstart, kein Fast-Reboot), einstecken...?

Ich hatte unter Win11 derart schwere Probleme, wie seit gefühlt 20 Jahren nicht mehr. All die kleinen Ärgernisse an allen Ecken und Kanten waren dagegen nicht der Rede wert. Daher bin ich jetzt wieder auf Win10.

Du sagst, eine Windows-Neuinstallation sei bei Dir jedes mal ein grosser Aufwand. Du scheinst auch schon sehr lange dabei zu sein, also halte ich mich mal kurz beim Vorschlag: Portable wann immer möglich, wo nicht möglich, Config speichern/exportieren/notieren. Mit Portable meine ich richtig Portable, nicht diese "Portable Apps" Variante. Und mit Portable meine ich, alles gehört auf eine andere Disk, nicht auf dieselbe Disk, wo Windows drauf ist (und wieder weg formatiert wird), und am besten noch getrennt von den Daten, die dürfen eine eigene Disk für sich alleine bekommen. Wenn man dasselbe noch mit Games macht, ist man bei vier physischen Laufwerken (das ist mein Setup).

Antwort Gefällt mir

Klicke zum Ausklappem
TGH1978

Mitglied

55 Kommentare 25 Likes

@Furda Danke für Deine Antwort: Also ich habe Windows immer "nur" auf deutsch installiert gehabt, habe sogar schon im Rahmen der Installation, die Option zu einer 2ten Sprache (zb. englisch) negiert. Und habe auch schon seit das Problem aufgetreten ist, kontrolliert, ob Windows ev. in nachhinein (zb. durch ein Update) Englisch nachinstalliert hat... hat es nicht...
Ich habe auch im Geräte Manager keine anderen Tastaturen oder USB Input Devices...
Habe sogar schon meine Tastatur komplett deinstalliert und nach nem Kaltstart geschaut, ob das Phänomen auch dann "nur" noch mittels Bildschirmtastatur auftritt, ist leider genau das Gleiche, auch in einer Kombination aus beiden...

Wegen Neuinstallation: Ich arbeite auch mit Protabler Software... allerdings ist die für mich eher nur "Kleinkram" gibt genug Software die Du richtig installieren musst... und da helfen dann physisch getrennten Laufwerke auch kaum etwas, weil auch wenn ich eine Software zb. zu 99% auf einem anderen Laufwerk habe, ein kleiner Teil schreibt sich dann doch auch meist in die OS Partition, wie zb. Registry, gemeinsame dll's usw. da ist es dann am einfachsten gleich alles neu zu installieren... denn irgendwo gibt es ansonsten immer Probleme...
Und selbst bei Portabler Software "muss" ich zumindest nach Neuinstallation des OS, wieder diverse Verknüpfungen zb. auf den Desktop und/oder die Taskleiste, Startmenü, usw. legen... gerade bei vielen kleinen Tools geht es annähernd gleich schnell, wie sie einfach zu installieren...
Es gibt ja sogar Software die voneinander abhängig ist, so kann (oder konnte man zumindest früher nicht, habs schon seit ein paar Jahren nicht mehr probiert ob das noch immer so ist), Autodesk Inventor erst installieren nachdem Microsoft Excel installiert wurde! Ist für mich inzwischen zb. ganz normal das ich Office vor Inventor installiere, weil sonst Autodesk die Installation abbricht, da Inventor ohne MS Excel zb. keine Parameter-Steuerung über Excel-Tabellen nützen kann...

Natürlich habe ich Daten, auf getrennten Partitionen und zusätzliche Backups! Es geht wirklich nur um Installationen

Aber es ist einfach die Vielfalt die ich habe, und dann bei vieler Software die "100.000 Kleinen Einstellungen", Speicherpfade, Sprachen umstellen, "Standard-Umkodierungs-Einstellung" für dutzende Grafik, Audio, Video, CAD Tools, hinterlegte "Bibliotheken", Dateien/Projekte die man bestimmte Software "anheftet", damit man sie immer gleich zur Verfügung hat, weil man sie öfter braucht, usw... und leider kann man bei weiten nicht alle Einstellungen als Config speichern...

Als kleine "Veranschaulichung" (zur besseren Verständlichkeit nicht das ich mit meinem Browser ein Problem habe) Du kannst Dir zb. bei jedem Browser problemlos die Lesezeichen speichern, aber wenn Du Windows neu aufsetzt, und die Lesezeichen importiert hast, fehlen Dir trotzdem noch Dein gesamten Verlauf, Cockies, gespeicherte Passwörter, ev. 30 geöffnete Tabs, usw. was in Relation zum Lesezeichen Import viel mehr Aufwand ist... Und ja es gibt Browser da kann man einen Teil dieser Infos online in einer Cloud speichern (wenn man das will, was ich nicht will), und nein ich speichere sowieso keine Passwörter in Browser oder PW-Safes (dafür habe ich mein Gehirn), aber bei genügend anderer Software geht das eben auch nicht (oder nur eingeschränkt) wie in dem Browser Beispiel... da ist einfach diverse manuelle Nacharbeit nötig...

Von verschiedener VM-Ware fang ich erst gar nicht an... *g*

Spiele sind da normalerweise noch das kleinste Problem, zb. den Steam Ordner kopiere ich einfach vollständig nach der Neuinstallation auf die Platte, ändern in der SteamLibrary mittels Texteditor ein paar Kleinigkeiten in einem Config-File und dann lass ich noch einmal rasch ev. Update drüber laufen und das wars... sind meist keine 5min manuelle Arbeit (also ohne Kopier- und Updatezeit) und ich habe wieder dutzende Games spielebereit...

Aber ich schweif ab, sorry... nochmals vielen Danke für Deine beigesteuerten Ideen!!!

Antwort Gefällt mir

Klicke zum Ausklappem

Danke für die Spende



Du fandest, der Beitrag war interessant und möchtest uns unterstützen? Klasse!

Hier erfährst Du, wie: Hier spenden.

Hier kannst Du per PayPal spenden.

About the author

Igor Wallossek

Chefredakteur und Namensgeber von igor'sLAB als inhaltlichem Nachfolger von Tom's Hardware Deutschland, deren Lizenz im Juni 2019 zurückgegeben wurde, um den qualitativen Ansprüchen der Webinhalte und Herausforderungen der neuen Medien wie z.B. YouTube mit einem eigenen Kanal besser gerecht werden zu können.

Computer-Nerd seit 1983, Audio-Freak seit 1979 und seit über 50 Jahren so ziemlich offen für alles, was einen Stecker oder einen Akku hat.

Folge Igor auf:
YouTube   Facebook    Instagram Twitter

Werbung

Werbung