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Nerdytec Cykey RGB Mechanical Keyboard im Test – „Nerdige“ TKL Tastatur mit guter Verarbeitung und einer Open Source Software, der bei Umlauten die Luft ausgeht

Das deutsche Unternehmen Nerdytec, bekannt durch den von vielen Sofa-Gamern gefeierten „Couchmaster“, bringt mit der Cykey seine erste Tastatur auf den Markt. Mit solider Verarbeitung, spannenden Features und Unterstützung der quelloffenen QKM/VIA Software will man den umstrittenen Keyboard-Markt aufmischen. Ob das gelingt, lest ihr heute im Test für den ich mir extra noch etwas mehr Zeit genommen habe, auch wenn viele andere Reviews schneller erschienen. Denn quelloffene Software gibt es nicht immer ohne einen kleinen Haken. Allerdings muss man dafür mehr testen, als nur etwas damit herumzuspielen. Da kann Nerdytec natürlich nichts dafür, aber erwähnen muss man es durchaus. Das mal vorab als kleiner Spoiler zum Kapitel Software.

Quelle: Nerdytec

Bei der Zutatenliste muss man ja eigentlich schon fast von einem Erfolgsrezept ausgehen, denn allein die Unterstützung der QKM/VIA Software lässt das Herz der Keyboard-Nerds höherschlagen. Je nach persönlichem Geschmack kann aber bereits eine falsche Zutat ein komplettes Gericht verderben. Auch wenn ich persönlich das TKL-Format regelrecht hasse, weil ich es im Produktiveinsatz als totale Arbeitsbremse und riesiges Ärgernis empfinde, werde ich diese Eigenschaft im Rahmen eines objektiven Tests komplett außen vor lassen. Stattdessen fokussiere ich mich auf die technische Umsetzung und die mir bisher unbekannte Software. Beginnen tun wir, wie immer, mit dem Unboxing.

 

Unboxing

Mit einem schwarzen Karton macht man erstmal grundsätzlich nichts falsch.

Die Tastatur ist gut im Papp-Einsatz gesichert und zusätzlich zu der Blister-Staubkappe (nutzt das eigentlich jemand wirklich?) auch noch in eine Folie eingewickelt. Eine Schutzschicht hätte es auch getan und hätte wieder etwas Plastikmüll eingespart.

Neben der Tastatur und der bereits erwähnten Staubschutzhaube ist noch einiges am Zubehör enthalten.

Der Cykey liegen nicht nur der obligatorische Keycap- und Switch-Puller bei, sondern auch noch einige alternative Keycaps (für Mac), ein Ersatzdrehregler, zwei Ersatzswitches und ein Adapter, mit dem man die Leertaste in drei verschiedene Tasten aufteilen kann.

Einen der wenigen Kritikpunkte stellen die verwendeten Keycaps dar. Es handelt sich um günstige ABS Keycaps, die zwar ordentlich (und doppelt) beschichtet sind, bei einer kompakten Tastatur für 130€ erwarte ich aber einfach ordentliche PBT-Keycaps, die nicht nur deutlich länger halten, sondern sich auch erheblich besser anfühlen.

Das Keyboard in der Totalen. Das Layout ähnelt stark der GMMK Pro von Glorious oder auch den günstigeren Modellen von AKKO Gear. Zur Bedienbarkeit komme ich später noch.

Die Cykey im Profil. Richtig gut gefallen mir der Drehknopf mit dem gut gerändelten Alukappe und das semi-transparente Gehäuse.

Gegen ungewolltes Verrutschen ist die Tastatur mit weichen Gummifüßen ausgestattet, die auch auf Stoff-Mauspads zuverlässigen Grip haben. Das abnehmbare USB-C-Kabel kann links/rechts/mittig aus dem Heck der Tastatur herausgeführt werden.

Der USB-C-Anschluss ist gut erreichbar und bietet einen sicheren Halt.

Die hinteren Füße können zum Anwinkeln der Tastatur in zwei Stufen ausgeklappt werden.

Unter den ABS Keycaps verstecken sich Gateron G Pro 3.0 Yellow Switches, auf die ich später noch eingehen werde.

Die Tastatur ist hot-swap-fähig, sodass die Switches einfach ausgetauscht werden können. Die LEDs sind auf dem Board angebracht und „north faced“ ausgerichtet, was für mich persönlich den Idealfall bzgl. der Durchleuchtung der Keycaps darstellt. Die Switches sitzen tief unten im Gehäuse in der Baseplate.

Die Leertaste kann mit dem beiliegenden Adapter durch drei einzelne Tasten ersetzt werden.

Ab Werk ist die Beleuchtung der Cykey auf Grün gestellt. Das semi-transparente Gehäuse erzeugt dabei einen tollen Effekt.

Hier der Grund, warum ich die „north faced“ Ausrichtung der LEDs am sinnvollsten finde. In der Regel sind die Buchstaben/Symbole der Keycaps im oberen Bereich verortet und im folgenden Bild sieht man sehr gut, dass exakt in diesem Bereich auch das Licht am besten durch die Tastenkappe kommt.

 

Kommentar

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aliceif

Neuling

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Ich finde es nicht schön, dass auf Seite vier etwas Inkorrektes sogar in rotem Text hervorgehoben wird.
Man kann sehr wohl seine Umlaute wieder anlegen, indem man eben die Taste, die wenn als deutsches Layout interpretiert, den gewünschten Umlaut gibt, einfügt. Also ";" für ö, "'" für ä und "[" für ü.
VIA kennt nämlich keine Buchstaben im "Basic"-Bereich. Was man einstellt sind die geschickten Scancodes: Ein 0x1d wird dann vom Computer, wenn im Betriebssystem das US-Layout eingestellt ist, als Z gelesen. Oder im deutschen Layout, als Y.
Es ist natürlich nicht sehr vorteilhaft für Leute, die nicht das US-Layout verwenden, dass VIA für die Scancodes hilfreicherweise die Beschriftung vom US-Layout anzeigt, und keine Möglichkeit anbietet, diese Übersetzung auf andere Layouts zu ändern, aber das bedeutet in keinster Weise, dass es nicht mit Umlauten umgehen könne.

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Pascal TM-Custom

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Warum sollte man etwas Inkorrektes nicht Rot Markieren dürfen?

Ist ja dann ein Problem der Software wenn die es nicht zulässt und man einen Hart Reset machen muss.

Es ist ja ein Hinweis und den Rot zu hinterlegen ist genau richtig.

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aliceif

Neuling

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Weil der rote Text komplett falsch ist.
Stimmt nicht. Man muss keinen Hard Reset machen. Ich habe ja schon beschrieben, wie man die Tasten, die Umlaute erzeugen, anlegt (und woher das kommt).

Wenn ich im VIA die 1,2,3 auf dem Nummernblock so einrichte tippen sie ä, ö, und ü:

View image at the forums

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RedF

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Da fehlt die Lokalisierung. Ja, gibt ein Workaround, ist aber nirgendwo beschrieben.

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Pascal TM-Custom

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Nein es ist nicht falsch weil ein User der so eine Tastatur kauft dann unter Umständen blöd da steht wenn es passiert und dann nicht weiß was er tun soll.

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Pascal TM-Custom

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Danke ganz genau das.
Wer sich damit auskennt der wird wissen wie es geht.

Ich also Normalo wird dann blöd da stehen und wenn ich kein Button habe wo ich das reseten kann oder ähnliches hab ich persönlich schon die Schna... voll von so einer Tastatur

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qnbs

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130€ und kein Alu Gehäuse? Schade, sonst sehr solide. Tolles Zubehör

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SpotNic

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Muss ich ihn beschreiben? Das ist doch logisch. Die Signale der Tastaturen sind doch identisch, es ist sache der Regionseinstellung des OS wie sie interpretiert werden.

Eine US Tastatur tipt immer auf deutsch wenn das Regionsschema auf DE eingestellt ist, egal was auf der Taste steht.

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RedF

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Sicher ist das logisch, aber ungemein unkomfortabel.

Aber für viele, die sich so eine Tastatur kaufen, weil es gerade im Trend ist, ist das nicht logisch.
Und da will der Hersteller offensichtlich hin, jede deutsche Seite hat ein Muster bekommen.

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Pascal TM-Custom

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Wenn ich doch so eine Software bekomme dann sollte es auch für jeden X Beliebigen verständlich sein.

Ob das Layout von Win oder was weiß ich das sowieso drin hat muss es nicht bedeuten das das in der Software bzw. Controller so Hinterlegt ist.

Also muss man Hand anlegen und da kann durch ein Missgeschick sowas eben mal ganz schnell passieren so wie bei Alex.

Man kann doch nicht immer davon ausgehen das jeder weis wie sowas geht.

Jetzt kauft sich nur als Beispiel so'n 16 Jähriger sowas. Muss man jetzt direkt davon ausgehen daß er wenn er einen Fehler macht direkt weis worin der Fehler besteht?

Denkt bitte eine Sekunde mal weg von eurem Wissen und geht nicht immer von euch aus.

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S
SpotNic

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807 Kommentare 321 Likes

Ach die übliche deutsche Anspruchshaltung wieder :) Aber jeder hat seine eigene Sicht der Dinge.

Es bleibt aber dabei, dass die aussage auf Seite 4 damit nicht korrekt ist. Es ist umstellbar ohne Reset.

und btw. Wenn ich an etwas speziellem Rumfummel schaff ich mir das Wissen an oder lerne beim machen und jammer nicht rum, wenn ich wild rumklicke ohne, dass ich weiß was ich da tue.

Wir sind auch alle nicht mit dem Wissen aufgestanden sondern haben es uns angeeignet. Auch wenn es mir manchmal schwerfällt, traue ich das unserer YT Generation durchaus zu. Zumindest helfen sie sich holprif gegenseitig...

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elektroPelz

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Du kannst ja den WARM-restet machen!
Oder weil schon wieder son nettes Scrollrad, schreibst dem ein kleines script unter, wo du nach 1/4tel Drehung nach backbord
automatisch den downrest fahrts. Das haben wir immer um 2004 bis 2009 mit den Controllern gemacht die unter Pro Tools am Mac
herum gesponnen haben, und Schnittstellen vom angeschlossenen Filmserver abgekoppelt oder ein Lag reingehauen haben..etz.
Der WARM-reste ist . IM WINTER IN DEN OFEN und verheizen.

Wenn Du den Prügel leer ohne nix fährst geht er eh. Aber wie schreibt sich nu der rOMAN " VERBLENDUNG" besser als auf einer
CHERRY ( am Kabel.. weil du willst zuerst ureberrht und den REIBACH machen bevor dein Nachbar es vor dir ver öff ent licht..)

Unterschätz 16 Jährige nicht. meine Tochter.. Wenn man das Du darfstnichtRegal höver hängt dan hat sie das ganze SYS in unter
1.1 sec gebrochen. Ich schau wie der Ferdinanod Alonso mit 1.35 sec ALT aus UR ALT.

Abgesehen davon 1.) UMARMEN SIE EINE ROLLE STACHELDRAHT IN DER SPÄT PUPERTÄT
2.) WER ? schreibt die 1000000000000000 Terrabyte KI " F R A U E N V E R S T E H E R"
3.) Natürlich hat man dem JUNGEN KIND ERWACHSEN E gesagt das es unschicklich ist den Reactor der in.. steht anzu..cken
weil man als neuer Aktivista des Guten einen Rand hat, die Aufgabe in Mathematik nicht machen will, weil der Herr Lehrer ein " Vollhonk" ist
und weil.. aber das führt zu weit.

iS JA NUR eine TAstaTur Und mein Verdacht das die ganze reihe die es gibt alle bisserl halbgar sind.
WENN DEUHSCH dann die spekige IBM 1992.. Orthopädische Handschäden Plastiktinitus und ja.. lol doppel-peace.

wie viel Räch T schreip vehäla finden Sie in meinem DEgxst :) :?

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elektroPelz

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Ps oder in dem Amerikanischen 24000 RPM MIXXER und gucken in welchen Farben die Tastatur e xplodier d...lol

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Makami

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Ich hatte den sogenannten Test heute in der Frühe gelesen und wollte erst gar nichts hierzu schreiben, aber nach den Kommentaren, die hier so kommen, kann ich mich dann doch nicht zurückhalten.

Die Tastaturtests auf dieser Seite strotzen immer wieder vor Inkompetenz, dies mag man durchaus anders sehen wollen, aber bei den Usern, die halbwegs Ahnung haben, wird hier immer wieder eher Belustigung ausgelöst.
Die Qualität ist leider unterdurchschnittlich und passt nicht zur sonstigen Qualität dieser Seite.

VIA und keine Umlaute beklagen, einen Test verfassen, aber nicht in der Lage sein kurz zu googeln, z.B. German Umlaute with VIA.
Oh nein, englisch und keine deutsche Software. Logisch, wir Deutsche sind unbedeutend im globalen Markt und überschätzen uns wieder einmal maßlos.

Die persönlichen Vorlieben des Testers haben hier nichts zu suchen, sollte Fullsize benötigt werden, da die Gewohnheit nichts anderes zulässt, ist dies nicht dem Produkt anzulasten.
Evtl. einmal nach der Philosophie des sehr beliebten HHKB Layouts googeln zum besseren Verständnis.

ABS oder PBT, eine Diskussion älter als diese Seite. Vollkommen daneben, per se PBT als höherwertiger darzustellen, da beide Ausführungen ihre eigenen Vor- und Nachteile bieten und Liebhaber haben.

Genug geschimpft und viel Spaß beim "haten", aber Schuster bleib bei Deinen Leisten oder bilde Dich fort um dem Anspruch, testen zu dürfen, gerecht zu werden.

Geschrieben mit einer 40% Tastatur, die bei dem Tester wahrscheinlich Angstschweiß ohne Ende auslösen würde.

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elektroPelz

Veteran

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Was haltest von der IDEE eine ernsten aber relaxten TASTATUR THREAD auf zu machen?
1.) Damit eine kleine Infodatenbank an Wissen entsteht.
2.) ERfahrung ist immer gut
3.) Hersteller, die da mitlesen, tscheken das..hm?

Zum täglichen arbeiten nehme ich nach lagem testen:

Keychron Q6 Pro

Die Stabis OwlLab OwlStabs v2 mk3 ( brillant wie ZBrush hier..etz)
Space, Backspace, Enter haben mehr Resonanz etwas abschäumen damit dämpfen.
Eine weiche Switch-Plate einsetzen; NOGO Alu Messing. Bei der Q6 Proaus flexiblem Kunststoff (Polycarbonat) und auch zwischen PCB und Switch-Plate liegt nochmal 3-4mm PE-Foam. Oder trockenes feines Leder. ( fitzerleri)

Dann weiche Füsse unter die Tastatur zu packen und das war es.

sehr schön ist das Gateron Oil King Linear Switch Set.

Zweit tasta DAS WERK..
und sonnst CHERRY..

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elektroPelz

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oder wenns dich aufhängen willst ( tecnisch) was von windoooooseee.. immer gut lol :) peace

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e
eastcoast_pete

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1,340 Kommentare 710 Likes

Dein Post (v.a. der letzte Satz) zeigt aber auch an, daß @Alexander Brose ja durchaus richtig lag in seinen Schlussfolgerungen: Wer Custom Keyboards mag und sich mit sowas auskennt oder darüber schlau machen will, kann mit dem Cykey seinen Spaß haben und glücklich werden. Allerdings hat es (und die VIA Software) eben einige, sagen wir mal, Eigenarten, die man wissen muss bevor man sich sowas zulegt. Es ist eben genau keine Tastatur die ein User im deutschsprachigen Raum, der nicht in der Keyboard Szene zu Hause ist, kaufen und dann ohne Umstellung oder Lernen sofort für Produktiv Anwendungen einsetzen kann. Das ist ja auch zB bei Keyboards mit Dvorak Layouts auch nicht anders. Manche Leute schwören darauf, aber gib ein Keyboard in Dvorak jemanden, der sowas nicht einsetzen will, und die werden damit nicht glücklich. Wer sich die Arbeit macht oder machen will, kann ja, wie von @Alexander Brose geschrieben, mit dem Keyboard hier und VIA durchaus Spaß haben. Er hat es ja nicht zerrissen, sondern vor den Eigenheiten, die man wissen und mögen muß, gewarnt.

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A
Arcbound

Veteran

133 Kommentare 105 Likes

Wenn ein deutsches Unternehmen eine Tastatur mit deutschem Layout auf den Markt bringt, kann man ja wohl erwarten, dass die Software dann auch die Eigenheiten des Layouts berücksichtigt und ggf. lokalisiert ist. Das Mindeste wäre hier aber eine Packungsbeilage, die einem das hier beschriebene Vorgehen erklärt.
Und ich hab es jetzt nicht weiter überprüft, aber wenn die Software quelloffen ist, sollte es ja im Rahmen der Möglichkeiten liegen, diese Änderung einzupflegen.

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Igor Wallossek

1

9,955 Kommentare 18,240 Likes

So, jetzt gebe ich auch mal meinen Senf dazu:
Wenn ein Hersteller auf quelloffene Software setzt, dann spart er damit erst einmal Kosten (Firmware, Lizenzkosten für Softwarebausteine, Arbeitszeit). Aber das verpflichtet ihn trotzdem, ein dem Endkunden angepasstes Paket zu liefern. Wenn der Kunde pro-aktiv basteln will, dann kauft der sich mit Sicherheit einen echten Bausatz, aber eben kein fertiges Produkt. Einen Mangel oder gesparte Ressourcen als Feature zu verkaufen ist scheinheilig, wenn die Ausgangslage so nicht passt.

Es ist aus meiner Sicht (ich war übrigens über Jahre Lead Programmer und habe auch das QM der Firma gemanagt) ein echter Sachmangel und ich weiß, dass der Anbieter auch bei eingebundenen Softwarepaketen Dritter gegenüber dem Kunden in der Haftung bleibt. Das auf "quelloffen" oder "open source" abzuwälzen, ist glattweg ehrenrührig. Als Anbieter kann ich beim Kunden weder die Kenntnis fremder Tastatur-Layouts voraussetzen, noch seine Zeit verschwenden lassen, dass er richtig stellt, was ich mir als Anbieter gespart habe.

Und noch was zum Material:
Polybutylenterephthalat (PBT) und Acrylnitril-Butadien-Styrol (ABS) sind zwei gängige Materialien für Tastenkappen bei Tastaturen, die jeweils ihre eigenen Vor- und Nachteile haben. PBT ist in der Regel steifer und weniger flexibel als ABS was dazu führen kann, dass sich Tastenkappen aus PBT beim Tippen härter anfühlen. PBT-Tastenkappen haben zudem oft eine raue oder körnige Oberfläche. ABS-Kunststoff lässt sich leichter einfärben. Das waren dann aber auch schon die möglichen Nachteile, die ich sogar als Vorteil empfinde. Bis auf den meist höheren Preis. In Bezug auf Schlagfestigkeit und Haltbarkeit ist PBT dem ABS haushoch überlegen, nachhaltiger ist es damit natürlich auch. Ich nutze seit Jahren keine ABS-Kappen mehr auf meiner Arbeitstastatur, die schreibe ich sonst nach einem Jahr durch. Ich hatte sogar schon Löcher drin. Für einen Vielschreiber ist ABS ein echtes No-Go, es sei denn, man kauft sich jedes Jahr eine neue Tastatur, weil man zu faul ist, die alte mal sauber zu machen.

Der beste Beweis ist meine alte IBM Model M. Damals wurden Tastenkappen generell aus PBT gefertigt, weil das Zeug ein paar Jahre halten musste. ABS ist cost-down und wird es auch bleiben. Da sind mir die Diskussionen in sogenannten Enthusiasten-Foren auch egal, denn die Industrie weiß genau, was sie macht, oder eben auch nicht.

Und nochwas in eigener Sache:
Wer meint, etwas besser zu wissen oder zu können, ist herzlich eingeladen, dass auch unter Beweis zu stellen. Das meine ich absolut Ernst, denn davon profitieren ja am Ende alle, nicht nur die Leser. Aber immer nur geringschätzig aburteilen ohne einen eigenen Gegenbeweis zu liefern, ist eher fad. Das kann jeder, der googeln kann. :)

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Alexander Brose

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