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Laut einer Studie bietet die Telekom die beste mobile Internetleistung in Deutschland und schlägt O2 und Vodafone

Das französche Unternehmen nPerf, mit Sitz in Lyon, verfügt über ein weltweites Servernetzwerk, das auch dafür optimiert ist, um Ihre Verbindungsgeschwindigkeit präzise zu messen. Wir haben die GUI selbst auf unserer Homepage eingebunden und nutzen diesen Service für unsere Leser seit Jahren. Die heutige Studie basiert auf Tests, die von Benutzern der mobilen nPerf-Anwendung durchgeführt wurden, die für iOS und Android verfügbar ist. In den letzten beiden Halbjahren wurden nach einer Filterung 131 118 Unit-Tests von nPerf-App-Benutzern durchgeführt.

Die globale Aufteilung der Tests pro Provider ist wie folgt:

Der nPerf SpeedTest funktioniert mit allen Breitband- und Mobilfunkverbindungen: ADSL, VDSL, Kabel, Glasfaserleitungen FTTH / FTTB, Satellit, Wifi, Wimax, Zellverbindungen 2G / 3G / 4G (LTE), 5G. Wer selbst testen möchte: auf geht’s!

Die nPerf-Studie stützt sich auf viele Tests, die jeden Monat von Endkunden der Betreiber durchgeführt werden, was sie zu einer “Crowdsourcing”-Studie mit einem umfangreichen Panel des Landes macht. Diese Tests reflektieren die echten Erfahrungen, die die Öffentlichkeit mit den Netzen verschiedener Internetanbieter hat. Die Statistiken basieren auf 17.205 Tests, die mit 5G-fähigen Geräten durchgeführt wurden. Eine vollständige Liste der 5G-Geräte findet man auf der nPer-Homepage.

Doch was hat die aktuelle Studie 2023 nun ergeben? In den vergangenen zwölf Monaten zeigte vor allem die Telekom eine herausragende mobile Internetleistung in Deutschland. Die Telekom hat im deutschen mobilen Internetmarkt damit die führende Position inne und hat dieses Jahr über 100.000 nPerf-Punkte erzielt. Dieser Anbieter schnitt bei fast allen Kennzahlen am besten ab, mit Ausnahme der Latenz. Seine Leistung bleibt über die Zeit stabil, und auch seine 5G-Leistung ist hervorragend.

Telekom-Abonnenten erreichten in den letzten zwölf Monaten eine hohe durchschnittliche Download-Geschwindigkeit. Eine hohe Geschwindigkeit ist vorteilhaft. Die Download-Geschwindigkeiten zeigen die Datenmenge an, die Ihre Verbindung in einer Sekunde vom nPerf-Server erhalten kann. Eine höhere Zahl zeigt eine bessere Download-Geschwindigkeit Ihrer Verbindung an.

Vodafone ist ein starker Mitbewerber des mobilen Angebots der Telekom und liegt nur um weniger als 8.000 Punkte zurück. In Bezug auf die Latenz erzielt Vodafone 32,21 ms, eine beeindruckende Zahl, besser als viele seiner Konkurrenten. Die Latenz zeigt die Zeit an, die ein kleines Datenpaket benötigt, um eine Rundreise von Ihrem Computer zum nPerf-Server zu machen. Eine kürzere Latenz zeigt eine reaktionsfähigere Verbindung an. Die Latenz wird in Millisekunden (ms) gemessen.

Dieses Jahr belegte O2 den hintersten Rang in der Untersuchung. Der Anbieter konnte bei vielen der untersuchten Kennzahlen nicht mit anderen Marktteilnehmern mithalten.

Die Telekom verzeichnete in den letzten zwölf Monaten eine hohe 5G-Verbindungsrate. Für jeden Anbieter wurde das Verhältnis von Tests mit 5G zur Gesamtzahl der Handytests berechnet. Dieser Index gibt die Wahrscheinlichkeit an, bei einem bestimmten Anbieter mit 5G verbunden zu sein.

Source: nPerf

Kommentar

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ArcticWolf

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"...Telekom eine herausragende mobile Internetleistung in Deutschland"

Also ich hab an ziemlich vielen Ecken gar kein oder nur sehr langsames Netz. Ich betrachte die Aussage, speziell im Vergleich zu anderen Ländern, als ziemlich relativ.

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Igor Wallossek

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10,330 Kommentare 19,156 Likes

Messung nicht Netzabdeckungstest. Wobei ich ja viel unterwegs bin und sogar dort, wo ich vor Jahren gar kein Netz hatte, jetzt mit allen Balken und 5G surfen kann.

Netter Gimmick ist diesbezüglich eine Ortschaft, wo sich die Nachbarn gestritten haben, wo der böse Sendemast nun hinkommt. Alle wollten Netz aber keiner den Mast, damit das Gehirn nicht wegkocht und die Geburtenrate gegen null geht. Am Ende gabs dann gar nichts. Und die eine Hälfte wollte ersatzweise noch nicht mal Glasfaser. Manchmal liegt es auch einfach an der Idiotie der Grundstückseigentümer und der elenden Bürokratie. Diktatur des Kleingedruckten.

Mittlerweile gibt es sogar eine richtige Camouflage-Industrie, wo Dachelemente wie spezielle Kuppeln und Türmchen den Sendebetrieb verstecken sollen. Albern...

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goch

Veteran

480 Kommentare 181 Likes

Wenn der einzige Beweggrund der von dir oben genannte ist, bin ich bei dir.

Aber Sendemasten sind nun auch nicht gerade die Schönsten Baudekorationen und wenn man das ganze technisch gut UND auch noch optisch ansprechend (oder zumindest nicht mehr störend) umsetzen kann - umso besser!

Wird der allgemeinen Akzeptanz auch nicht gerade nachträglich sein

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Igor Wallossek

1

10,330 Kommentare 19,156 Likes

Als jemand, bei dem auch Archtitektur und Kunstgeschichte mal eine große Rolle gespielt haben, sehe ich solche Bausünden auf einen Blick. Gründerzeithäuser mit neogotischen Türmchen erzeugen bei mir einen permnenten Brechreiz. :D

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Penman

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26 Kommentare 19 Likes

Ich wünschte ja, jemand würde mal die Kundenbetreuung der Anbieter testen. Also vom Kundencenter mit Self Service über typische bis ungewöhnliche Supportfälle und dann natürlich wie schnell man überhaupt jemanden erreicht und wie kompetent die Hilfe dann ist.
Und Schlussendlich natürlich die Ausfallrate der Festnetzverbindung. Nach dem Marcell D'Avis bei 1&1 in diversen Videos lustig zusammengeschnitten wurde, frage ich mich, ob der Support von 1&1 wirklich (noch immer) so toll ist, wie damals beworben. Auf der anderen Seite liefert Vodafone subjektiv ziemliche Scheiße ab. Abgerundet durch eine objektive Betrachtung des Gesamtpakets. Router mit bezahlten WLAN-Addon sollte einfach einen massiven Punktabzug geben. Einbrechende Downloadraten am Sonntagabend kann weniger stark abstrafen, wenn sonst immer gut geliefert wird.
Aber Wunschdenken. Ein aufwändiger Test, über eine lange Zeit und Störungen zu provozieren ist natürlich auch schwierig (außer man sorgt am Übergabepunkt mal selbst für ein loses Kabel).

Ich kann häufig das Telekom und das O2 Netz zumindest über die den angeboten Mobilfunkstandard beobachten. Subjektiv wirkt das Telekom Netz tatsächlich zuverlässiger, wobei ich auch da schon böse und unerwartete Aussetzer bei der Datenverbindung hatte. Oder ICEs in denen die Verbindung (meines Wissens von der Telekom) quasi unbrauchbar war.
Was sich aber gebessert hat, ist die Möglichkeit in großen Menschenmengen bei Volksfesten Nachrichten über Messenger verschicken zu können. Jahre zuvor im O2 Netz ging nicht mal eine Textnachricht durch. Also schlimmer als gedrosselt mehr wie "offline". Also insgesamt doch mit besser werdender Verfügbarkeit und Qualität.

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eastcoast_pete

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1,592 Kommentare 923 Likes

Wie groß ist denn bei derartig "Crowd Sourced" Daten der Sampling Bias? Wurde das hier berücksichtigt beim Design und der Auswertung der Daten? Ich bin etwas stutzig, denn (zum Beispiel) der relativen Anteil von O2 Nutzern in der Analyse ist doch deutlich größer als der Marktanteil von O2 erwarten lässt.
Die Frage ist ja, welcher User will nachmessen, wie schnell oder langsam sein 5 G (oder LTE) nun ist? Ein User der unzufrieden mit der Übertragungsgeschwindigkeit ist da uU eher geneigt, mal zu testen, wie gut oder schlecht der Service den man bekommt wirklich ist als ein User, der zufrieden ist.

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Daniel#

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104 Kommentare 22 Likes

Der Test von nPerf ist aber gerade total daneben.
Meine 4G o2 Mobilfunkverbindung gerade getestet und nPerf hat ca. die doppelte Bandbreite wie alle anderen Speedtests (~50 vs ~25 Mbits).
Da bleibe ich dich bei speedtest.net von ookla.

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8j0ern

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2,617 Kommentare 830 Likes

Das kann auch bedeuten, dass nPerf keine lahmen Switches dazwischen hat und ein 5G Netzwerk ist Selbstverständlich schneller als ein 4G.

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Daniel#

Veteran

104 Kommentare 22 Likes

Alle Tests erfolgten über 4G. Und das mit den Switches ergibt Null Sinn weil auch Downloads von Webseiten nicht schneller als die ca 25 Mbits sind.

Erinnert mich sehr an den Netflix Speedtest fast.com der immer mehr als andere anzeigt.
Als ich vor einer Weile bei 1&1 DSL Internet Geschwindigkeitsprobleme hatte wurde ich von der Störungshotline auch immer auf fast.com verwiesen, der hat auch 80 Mbits angezeigt als nicht einmal 9 Mbits angekommen sind und Livestreams liefen nur mit 3 Mbits ohne Puffern.

Edit:
Anbieter vertauscht, das war 1&1 DSL damals. Bin dann wieder zu Vodafone Kabel gewechselt und zufrieden seitdem.

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8j0ern

Urgestein

2,617 Kommentare 830 Likes

@Daniel#

Weist du was Übertragungs Protokolle sind und wofür sie genutzt werden ?

Gerade wenn du im 4G Netzwerk unterwegs bist, ist das völlig normal das ein 5G Server schneller Antwortet und mehr Bandbreite hat.

Das Mobile Internet ist nicht Asynchron, es kann genau so schnell Heruntergeladen werden wie Hochgeladen. (Synchron) ;)

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Pu244

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30 Kommentare 11 Likes

Bei den Tests verfälschen ja auch die Tarife. Gerade die billigen sind in der Geschwindigkeit gedeckelt, bei den echten Flatrates erst recht. Das wird besonders O2 so richtig auf die Füße fallen. Ich habe z.B. eine 2MBit Flat, bei solchen Speedtests trete ich erst garnicht an.

Nein, starte mal einen Speedtest.

1: Ist das ganze schonmal Asynchron ausgelegt. Man bewertet die Dringlichkeit des Downstreams höher, als die des Upstreams. Bei HSDPA waren z.B. 42,2 MBit möglich, im Upload waren es nur 5,76MBit.
2: Kommt es auch noch auf die Tarife an. Viele drosseln da überproportional. Ich habe z.B. 2MBit Down 1MBit Up.
3: Hängt es noch von den Bedingungen ab und die sind vom Sendemast zum Smartphone meist besser als umgekehrt.

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Daniel#

Veteran

104 Kommentare 22 Likes

@8j0ern ich glaube hier ist etwas durcheinander geraten. So etwas wie 5g Server gibt es nicht. Es gibt eine 5g Mobilfunkverbindung.
Dabei habe ich eine Anekdote vom Festnetz erzählt.
Aber wie ich sagte wurde nur eine 4g Verbindung für die heute durchgeführten Speedtests genutzt.
Ich beziehe mich hier auch ausschließlich auf den Download.
Dabei kritisiere ich nPerf genauso wie fast.com weil viel zu hohe Bandbreiten angezeigt werden die in der Realität nicht ankommen.
Das wird wie von mir beschrieben auch von ISPs gerne "missbraucht" um Nutzer abzuwimmeln falls die Verbindung zu langsam ist.

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DerLard

Mitglied

18 Kommentare 11 Likes

Diese Platzierung von Mobilfunkanbietern oder ISPs in Schland generell ist wie ein Pferderennen mit Eseln.

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8j0ern

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2,617 Kommentare 830 Likes

Die kommen schon an, aber Netto wird nur das Übertragen was dein Gerät kann.
Wenn die Daten Komprimiert werden und dann versendet und auf deinem Gerät wieder Entkomprimiert werden, sind es Brutto mehr Bandbreite.

Es kostet halt etwas CPU Leistung.

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Zanza

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42 Kommentare 7 Likes

Angeblich fahrt man in einer S-Klasse besser als im Dacia.

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ssj3rd

Veteran

220 Kommentare 155 Likes

Manche verdienen es halt wie im Mittelalter zu hausen… habe absolut kein Mitleid mit solchen Viechern. Nur gibt es leider sehr oft Kollateralschaden bei solchen Aktionen.

Die haben auch im Dorf meiner Eltern sehr erfolgreich dafür gesorgt, dass es da keinen Mast und kein Glasfaser gibt 🤮

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Igor Wallossek

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Ja, auch in DE gibts Amish... mit Wählscheibentelefon und Faxgerät. Denen reicht das. :D

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komatös

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110 Kommentare 88 Likes

Wenn man so eine Horde Verschwörungsidioten:inen ... äh idiologen:inen in einer kleinen Gemeinde hat, nützt auch das Verteilen von Aluhüten nichts. Dann ist man fast abgeschnitten vom "Neuland". Oh, es klingelt. Mal schauen wer am anderen Ende des Dosentelefons steck! 😂

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Pu244

Mitglied

30 Kommentare 11 Likes

Das ist auch einen finanzielle Frage. Bei mir wird gerade von Entega ausgebaut.

Momentan habe ich für 31€ pro Mon einen 100/40 DSL Tarif, von dem 83/30 real aus der Dose kommen. Das reicht mir persönlich für alles, GeForce Now kann maximal 75MBit nutzen (real 62,5). Bei höheren Ambitionen gäbe es noch das TV Kabel, mit 1000/50MBit für 50€

Bei den Glasfasern hält man sich gar nicht erst mit den billigen Angeboten auf, sondern legt mit 300/150MBit für 45€ los. 600/300 gibt es für 70€ und wenn man auf 1000/500 gehen will, dann sind sogar 90€ fällig.

Zwar sind die ersten 6 Monate kostenlos und man spart sich den Anschlußpreis von 1000€, aber das billigste Angebot ist gegenüber dem meinen um 168€ im Jahr teurer, das 1GBit Angebot (gegenüber Kabel) sogar um 480€ im Jahr.

Das Angebot läuft noch bis Ende August, aber bei den Konditionen muß selbst ich, der Mit GeForce Now und einer gut gefüllten Steam-, EPIC- und GOG Bibliothek wahrlich kein Amisch ist, sehr, sehr gründlich darüber nachdenken. Jemandem, der noch weniger Ansprüche, als ich hat, würde ich ganz klar davon abraten. Da tut es auch eine 20MBit Kabelflat für 19€ im Monat (wenn man 4K Youtubevideos oder eine Festnetzflat braucht, dann sind es je 5€ für 50MBit oder Festnetzflat mehr).

"Glasfaser" ist halt für sich genommen noch kein Argument.

EDIT: der Aufpreis, für den 1GBit Glasfaseranschluß entspricht momentan alle 4 Jahre einer RTX 90er Karte. Ich wäre schön blöd, wenn ich darauf eingehe. Da kaufe ich mir lieber eine RTX 4090, 6090, 8090 usw..

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About the author

Igor Wallossek

Chefredakteur und Namensgeber von igor'sLAB als inhaltlichem Nachfolger von Tom's Hardware Deutschland, deren Lizenz im Juni 2019 zurückgegeben wurde, um den qualitativen Ansprüchen der Webinhalte und Herausforderungen der neuen Medien wie z.B. YouTube mit einem eigenen Kanal besser gerecht werden zu können.

Computer-Nerd seit 1983, Audio-Freak seit 1979 und seit über 50 Jahren so ziemlich offen für alles, was einen Stecker oder einen Akku hat.

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