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Intels End-of-Life-Prozess für Core-CPUs der 11. Generation „Rocket Lake“ beginnt

Die „Rocket Lake-S“-Serie der 11. Core-Generation befindet sich nun auf ihrem endgültigen Weg zum virtuellen Intel-Friedhof. Diese Woche hat Intel eine „Product Change Notification“ veröffentlicht, die über den bevorstehenden Wechsel informiert. Dies betrifft eine Vielzahl von Desktop- und Workstation-CPUs, die auf dieser Architektur basieren.

Der Prozess der Produktionseinstellung hat am 6. Februar begonnen, aber das bedeutet noch nicht, dass das Produktleben der 11th Gen Serie von Intel beendet ist. Dieser Vorgang dauert noch Monate, in diesem Fall sogar noch ein Jahr, bevor die letzte Lieferung der besagten CPUs ausgeliefert wird (23. Februar 2024):

Quelle: Intel
Quelle: Intel

Der Flaggschiffprozessor Core i9-11900K wurde vor 2 Jahren vorgestellt und war der letzte 14-nm-Desktop-Prozessor, den das Unternehmen auf den Markt brachte, bevor es zu einer neuen Plattform wechselte. Diese CPU bot 8 Kerne und 16 Threads und hatte einen Boost-Takt von 5,3 GHz. Er war auch die erste CPU, die Thermal Velocity Boost bot. Neben dem 11th Gen Core-S beginnt Intel mit dem EOL-Prozess für seine Xeon Workstation-Serie, die ebenfalls auf dieser Architektur basiert. Auch die Chipsätze der Intel 400er- und 500er-Serie stehen auf der Liste. Dies bedeutet, dass das Desktop-Angebot von Intel im nächsten Jahr nur noch auf der LGA1700-Serie basieren wird und auf dem, was auch immer danach kommt.

Quelle: Intel QDMS (PDF) via Tom’s Hardware

 

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RazielNoir

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Hm.... Alles hat ein Ende...
Aber so schnell EOL? Nach gerade mal zwei Jahren? Was machen dann die ganzen OEM's, deren Bürorechner einen Supportzeitraum von 4 oder mehr Jahren haben?

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Thy

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Wenn die Butter ranzig wird, kommt se in den Keller...

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RazielNoir

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311 Kommentare 105 Likes

Naja, Ranzig...
Selbst ein i7 8700 mag zwar nicht mehr Toplevel sein, aber für einen Mailrechner ist er immernoch overkill.
Kommt eben drauf an was damit gemacht werden soll

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Chismon

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Nun, ich denke das wird daran liegen, dass bei den Haendlern noch massiv LGA 1700 CPUs herum liegen (sich eher schleppend abverkaufen, insbesondere im Falle der teureren 13. Raptor Lake Generation) und diese trotzdem bessere Margen ergeben als die alten, eher bescheiden leistungsfaehigen Rocket Lake Prozessoren der 11. Intel Core CPU Generation.

Der Abverkauf der aelteren CPU Generationen (aus dann Restbestaenden) duerfte auch eher gemaechlich voran schreiten und fuer OEMs und Co. duerfte es auch mehr als genug Ersatzprozessoren der 1.. Generation geben, so dass auch angesichts der aktuellen Intel Gechaeftszahlen dieser "Cut" - bei den deutlich weniger leistungsfaehigen Prozessoren als beim aktuellen LGA 1700 Sockel - mehr als nachvollziehbar ist.

Es ranken sich auch noch Geruechte um einen Raptor Lake Refresh (in diesem Jahr) anstelle eines direkten Uebergangs von Raptor Lake zu Meteor Lake (im kommenden Jahr), wobei ich dabei z.T. auch von einem Re-Refresh ausgehe, aber das bleibt abzuwarten.

Die Zeiten sind nicht mehr so rosig bei den Chipenentwicklern trotz staatlicher Konjunkturprogramme und ich glaube die Rocket Lake CPUs wird nicht wirklich jemand vermissen (da diese eher ein Schuss in den Wind waren), da man bei den Intel Alder Lake CPUs der 12. Generation viel mehr fuer das Geld bekommt, auch wenn es bspw. noch etliche Laptops mit Rocket Lake Prozessoren auf dem Markt zu kaufen gibt und der gemeine Kunde/Laie sich diese hier und da bestimmt noch unterjubeln laesst.

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Alkbert

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Da ja ehrlich gesagt im Prinzip auch der Sockel LGA 1700 "end of life" ist, ist es nur konsequent noch ältere CPU´s in Rente zu schicken.
Bei AM5 wäre das was Anderes, der hält nach Raphael sicherlich noch ein paar Generationen.

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Pokerclock

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Die Erfahrung zeigt, dass es im Nachgang eigentlich nie ein Problem ist an ältere CPUs heranzukommen. Selbst neu als Restbestand. EIn viel größeres Problem ist es an passende Mainboards heranzukommen. Die sind ganz schnell out of stock und der Gebrauchtmarkt ist auch voller Tücken und Fallen.

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RazielNoir

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Ja. Trotzdem bin ich mit meiner Gen. 10 soweit zufrieden. Das 1200 eine Zwischendurchlösung ist, war ja vor Launch schon klar. Aber das so schnell EOL ist… nun gut. Sei es wie es Sei, die nächsten Jahre brauchen wir keine neuen Pc, daher bin gespannt was in 4 Jahren so los ist

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eastcoast_pete

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War Rocket Lake nicht auch die letzte Generation von Consumer CPUs die nativ AVX512 hatte? Die ersten Chargen von Alder Lake konnten das wohl auch noch, allerdings nur wenn man die E-Kerne abschaltete, und das BIOS des MB da mit machte. Und Intel hat dem ziemlich schnell einen Riegel vorgeschoben.
Wär allerdings uU noch interessant, wie das bei den Rocket Lake Xeons und AVX512 aussieht; mit denen kenn ich mich nicht so gut aus.

Für Intel könnte das EOL von 14 nm+++(usw) allerdings eine bedingt gute Nachricht sein - das nämlich ihre letzten großen konventionellen (DUV) CPU Herstellungskapazitäten jetzt alle auf Intel 7 (ehemals 10 nm++) umgestellt sind. Diese Anlagen sind weitgehend amortisiert, und das könnte es Intel leichter machen, hier mit AMD über den Preis zu konkurrieren, trotz sehr aufwendiger Fertigung (Quad Patterning) für Intel 7. Mit AMD's 77xx mit 3D Cache im Anrücken wird Intel auch erstmal nicht viel anderes übrigbleiben als billiger zu verkaufen. Denn Intel 4 ist noch eine ganze Ecke weg.

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eastcoast_pete

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Intels Mitteilung spricht ja auch davon, daß RL noch bis 2024 ausgeliefert werden. Und Dell, HP usw werden sich schon schadlos halten, daß sie jetzt extra CPUs auf Vorrat halten müssen. Mit dem langanhaltenden Trend bei den meisten Großkunden, fast alle Desktops (außer HEDT) mit Laptops zu ersetzen (bei meiner Firma schon seit Jahren), ist die Versorgung mit Ersatzteilen da eher ein Problem. Allerdings gehen CPUs selbst sehr selten kaputt; wenn, dann Anschlüsse für USB, HDMI, SSDs, und ab und an Mal ein BIOS (Board).

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RazielNoir

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Ja, seltsamer Trend....
90% hat einen festen Arbeitsplatz, bekommt aber einen Laptop 13"-15"...
Zum produktiv arbeiten meist zu klein (und zu Dunkel). Also mind. einen zusätzlichen Monitor. Und weil man das ganze Kabelgedöns nicht immer an und abstopseln will auch mit Dockingstation. Am besten auch noch im Homeoffice, wo (je nach Firmenpolitik) man nur bestimmte Zeit verbringen darf, wenn nicht gerade Coronaregeln dazu zwingen. Also statt ~600€ Hardware ca. das doppelte bis drei-/vierfache.

Sehr wirtschaftlich...

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D
Deridex

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Eine EOL PCN hat oft auch ein Datum für Last time Buy und eine Zeitangabe über die letzten Lieferungen. Man kann daher, wenn man die PCN nicht verpennt, etwas vorsorgen.

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eastcoast_pete

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Standardisieren auf so wenig Geräte wie möglich spart (zumindest in den Augen der Firmenleitung) eben Geld für Support. Je weniger Versionen von Hardware, Treiber usw das IT Team betreuen muss, umso kleiner kann so ein Team gehalten werden, also sparen Firmen gerne hier. Ob das am Ende so stimmt, wie es sich auf die Produktivität der Mitarbeiter auswirkt usw. wird selten nachgeprüft oder in unabhängigen Studien untersucht.

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LurkingInShadows

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Musste im Support jede Woche durch die komplette Firma krebsen(1x8 Stock,1x 3 und 1x 4) und diversen Leuten sagen, dass sie entweder ihren Rechner jetzt nicht nur "Energie sparen" lassen über Nacht, sondern ihn am Abend vorm weggehen neu starten, oder in der folgenden Woche bei uns stehen und eine Neuinstallation anfragen dürfen (inkl. Verlust aller Daten die nicht im 08/15 Basisimage enthalten sind), da die Update/Patch-vorhaltezeit ausgelaufen ist (6 Monate), und besagte Updates beim Boot gestartet werden. Firmenpolitik war Rechner die nicht mehr gepatcht werden können vom LAN auszusperren => Arbeitsunfähig
btw.: IT-Dienstleister mit 4stelliger Mitarbeiterzahl.....

Da standen dann durchaus auch mal Abteilungsleiter auf der Matte... Erst laut, dann kleinlaut.

Also Arbeit kann man auch mit vereinheitlichter HW haben^^

PS: Die Neuinstallation musste natürlich mit Begründung in einem Formular festeghalten werden.

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eastcoast_pete

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Gerade wenn die lieben Kollegen in IT arbeiten, denken leider viele davon, sie wissen es (besser) als die Leute im Support...
Und zur Firmenpolitik, Rechner die nicht gepatcht waren oder konnten auszusperren: zwar sehr lästig, aber das verstehe ich sogar. Ungepatchte Rechner sind eben auch Sicherheitsrisiken. Ist halt blöd, wenn's am Ende wieder am Support hängenbleibt.

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LurkingInShadows

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Wir haben nur die Install-"anstups" CD in den Rechner gelegt, ein PW fürs LAN-Image entsperren eingegeben und sind wieder gegangen.
Basis install automatisch, und für die LAN-Installation der diversen Software-Pakete (SAP-Module/div.SQL-SW etc.) waren wir nicht zuständig, sondern jeder selbst. Uns betrafen dann halt wieder Fragen wie warum die Lizenz nicht geht. (Weil wir noch 38 (GEZÄHLT! am ersten Mo nach den Semesterferien) andere hier stehen hatten die auch wieder Beschäftigung vortäuschen können wollten, und manche Lizenzen Gerätelimitiert waren, aber die Verknüpfung händisch gelöscht werden musste, da ja nicht normal deinstalliert worden ist.)

Als besonderen Service haben wir sogar direkt vor der Ferienzeit ein neues Image jeder SW erstellt, so dass das Patchen nicht so lang dauert^^

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Tronado

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Die Intel der 11. Generation waren auch wirklich keine Glanzleistung und den 5000er Ryzen meist unterlegen. Erst mit Alder Lake ging es bergauf - und mit AMD bergab.

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RazielNoir

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Finde ich nicht. Stromfresser sind die Intel immer noch. Das big.LITTLE Prinzip der ARM Konkurrenz hat man kopiert, aber Effizienz nicht wirklich hervor gebracht. Wobei der Windows scheduler sich schwer tun muss, bei der Vielzahl der Hardwarekonfigurationen die es potenziell zu unterstützen gilt. Androide und iOS sind da im Vorteil

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LurkingInShadows

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1,331 Kommentare 544 Likes

Gut, das war aber immer schon der Vorteil von Apple, genauso wie die Folge daraus, dass man besser optimieren konnte.
Ist ja bei Konsolen genauso.

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RazielNoir

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Ja, wobei man vor dem Hintergrund schon sagen muss, das bei aller berechtigter Kritik MS keinen so schlechten Job macht.

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Samir Bashir

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