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Bautagebuch Projekt #daddelplatte – Wie ein echter Gaming-Table aus Holz entsteht | Community

Ich heiße René Fischer und es macht absolut nichts, dass Ihr mich (noch) nicht kennt. Und dies ist mein erstes selbstgebautes Case, meine erste Wakü, es sind die ersten gesleevten Kabel, die ersten aRGB-Erfahrungen (einmal muss es halt doch mal sein), mein erstes Mal was mit Epoxydharz und auch das erste Mal, mit Massivholz gearbeitet zu haben, wie man nachher noch sieht. Ich war somit komplett jungfräulich im Bereich Casemodding. Daher geht auch nochmal meinen spezieller Dank an die Community die mir in einigen speziellen Fragen bezüglich der WaKü zur Seite stand.

Falls jemandem Fehler in der Bearbeitung auffallen, schreibt es bitte gerne in die Kommentare. Ich bin gelernter Elektroniker und hatte bis dato mit der Schreinerei nicht viel am Hut. Ich wäre also dankbar für Anregungen und Kritiken! Naja, und natürlich auch Lob, falls Euch das Ganze dann doch gefallen sollte. Aber immerhin kann sich nicht jeder die Freizeit eines ganzen Jahres galant ins Zimmer stellen. Ich schon 🙂

 
Die Idee für einen selbst gebauten Rechner in einem Tisch kam mir vor ca. 3 Jahren während des Umbaus unseres 40 Jahre alten Fertighauses in Holzständerbauweise. Dieses haben wir komplett entkernt und da blieb das Arbeiten mit Holz nicht aus. Ich möchte behaupten, dass das der ausschlaggebende Punkt war der mich zur Holzbearbeitung gebracht hat. Im Laufe der Zeit reifte eine Idee in meiner Birne zu einer recht komplexen Geschichte heran. Denn Ich brauchte einen neuen Schreibtisch und dafür auch einen Rechner. Die fertigen Gehäuse sind mir zu wenig individuell und passen nicht in mein Weltbild der Gemütlichkeit.

Warum das Ganze also nicht einfach mal kombinieren? Kann ja nicht so schwer sein *hust*. Also wurden erst einmal die Komponenten gekauft um die ungefähren Maße zu haben. Ich wollte und konnte ja meinen damals (noch) aktuellen Rechner nicht zerpflücken. Da ich keine Lust hatte, erst einen Plan zu zeichnen und lieber gleich anfangen wollte… tat ich das auch direkt ohne Plan und ließ mich einfach von meinen Gedanken und Vorstellungen leiten, ohne mir selbst den Stress des „Fertig-Werden-Müssens“ aufzuerlegen.

Für die Statistiker: Es wurden über vier Eiche-Massivholzplatten mit ca. 10 m² verbaut und bis auf den letzten mm² für Kleinteile auch verwertet. Das Konstrukt wiegt ca. 150 Kilo (ohne Komponenten) und besteht aus ca. 200 Einzelteilen wie Schlauch- Klemmhälften, Monitorhalterung, diverse andere Halter sowie Griffe und Dekobauteile. Die Bauzeit belief sich auf ca. 11 Monate – mit kreativen Auszeiten. Die Gesamtarbeitszeit dürfte so bei ca. 400-500 Std. liegen, naja, vielleicht auch mehr, keine Ahnung. Und ja ,ich gehe nebenbei auch noch arbeiten. Außerdem ist es ein Hobby und für mich stand und steht die Perfektion im Vordergrund.

Das wichtigste war das alles zerlegbar bleibt, da mit einem höheren Gewicht zu rechnen war. In was habe ich auf den nächten Seiten eigentlich so verbaut, damit diese Tonnage dann auch zusammenkommt? Bevor es losgeht, habe ich auch meine “Einkaufsliste” zusammengestellt:

  • Jede Menge Holz, Schrauben und Gedöns
  • Einige Kilo Epoxydharz, schwedischer Ziersplit und Steinbeetplanzen aus dem Vorgarten
  • 2x Eisbecher mit Eispumpe D5 250mm
  • 2x Alphacool NexXxos ST30 360mm Radiatoren V.2
  • IntelCore  i7-9700k
  • 32 GB G.Skill DDR4-3200
  • MSI MPG z390 Gaming Pro Carbon
  • 500 GB Samsung EVO Plus 970 M.2
  • 1 TB Samsung EVO 970M.2
  • Phantecs PCI-E Riser
  • Aqua Computer cuplex kryos Next Vision
  • Phanteks Glacier RTX 2080 Waterblock
  • Asus ROG Strix RTX 2080
  • be quiet! Straight Power 11 750 W
  • 9x Corsair QL 120 mm / 2x be quiet! Silent Wings 3 highspeed 120 mm
  • Unzählige alphacool- Fittinge, Kupplungen und ca. 9 meter Schlauch
  • ca 3,5 l Aquacomputer double Protect Ultra in gelb Grün und rot
  • 2x USB Steckdosen
  • 1x Toystory Fußmatte und ein fetter Fernsehsessel

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g
goch

Veteran

259 Kommentare 53 Likes

Toller Artikel, ganz tolle Arbeit! Chapeau!

Schade, das es ausgerechnet hier kein Ryzen ist - hier hätte die Zen Architektur ja mal den passenden Garten dazu bekommen ;)

War das werkzeug-technisch dein privater Fuhrpark oder konntest du auf eine Schreinerei zurück greifen?

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Igor Wallossek

Format©

5,313 Kommentare 8,243 Likes

Wer ein Haus (um)baut, hat meistens auch Werkzeug übrig :D

Seit meiner Echtholzmöbelaktion im Wohnimmer habe ich auch massig Geräte "übrig" :D

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F
Fischi

Mitglied

10 Kommentare 2 Likes
F
Fischi

Mitglied

10 Kommentare 2 Likes

Vorab schonmal danke 😊. Ja ich hätte wahrscheinlich sogar einen AMD verbaut, allerdings habe ich die Komponenten letztes Jahr im April gekauft (sie lagen jetzt tatsächlich ungenutzt ca ein Jahr rum) und da war dieser AMD Hype nicht nicht So präsent.
Der Maschinenfuhrpark wächst und gedeiht. Ist mittlerweile zur Sammelsucht geworden. Und es wird immer hochwertiger. Nichts ist schlimmer als nicht das passende oder noch schlimmer schlechtes Werkzeug zu haben. Z.B. Stumpfe Fräser die einem jedes Holzstück in Kohle verwandeln.

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big-maec

Veteran

152 Kommentare 75 Likes

Ja, tolle Bilder und gute Arbeit. Wie siehts es mit den Technischen Details aus. Wieviel Kühlflüssigkeit passt eigentlich ins System ? Auch mal die Leds gezählt, wieviel sind es ?:)

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felixb

Neuling

3 Kommentare 1 Likes

Das sieht echt toll aus. Habe vor Jahren auch mal mich im Selbstbau von Boxen (Sound, Hifi) versucht. Echt super, wenn es dann was wird und das scheint es hier zu sein. Ich hätte aber glaube ich nicht Eiche genommen, aber das ist natürlich Geschmackssache. Es sieht dennoch top aus!

Edit sagt: Oh da habe ich mich wohl verlesen. Massivholz hast du ja geschrieben. Das ist glaube ich auch mehrfach verleimt - hoffentlich also doch kein Problem und es arbeitet nicht zu stark! Auf Holz geklopft ;).

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ApolloX

Veteran

106 Kommentare 22 Likes

Oh, die nächste 500-Stunden Bastelarbeit ;-) Diesmal dorch recht künstlerisch gestaltet.
Zum Durchschmökern fänd ichs deutlich angenehmer, wenn nicht jedes Foto eine eigene Seite wäre, sondern die Bilder auf wenigen Seiten hauptsächlich untereinander angeordnet wären.

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RedF

Urgestein

715 Kommentare 230 Likes
D
Dezor

Veteran

392 Kommentare 146 Likes

Wunderschönes Projekt und danke für die umfangreiche Fotostrecke. Mein nächstes Gehäuse wird wahrscheinlich auch wieder ein Selbstbau aus Holz, dafür macht das Basteln einfach zu viel Spaß.

Was mich allerdings irgendwie stört sind die Kabel von Tastatur und Maus. Wenn sie schon nach links vom Tisch herunterhängen würde ich sie zumindest nicht wieder hochlegen sondern irgendwie links außen oder von unten anstecken.

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st3phan

Mitglied

54 Kommentare 5 Likes

Hallo René,

cooles Projekt mit tollem Resultat. Besonders der hohe Holzanteil gefällt mir. Plane auch einen Schreibtischselbstbau, allerdings eher konservativ nur aus Massivholz und ohne LEDs / Begrünung.

Wie hast Du den Monitor an der Rückwand befestigt? Einfache Wandhalterung oder ein Arm für mehr Flexibilität? Die Monitorhalterung ist bei mir noch nicht final fixiert. Definitiv ohne Monitorfuß auf dem Tisch. Schwanke zwischen Wandhalterung, Schreibtisch mit Rückwand und dortiger Befestigung (also vermutlich ähnlich deinem Konzept) oder eine Konsole am Schreibtisch, welche unterhalb der Platte befestigt ist, und daran dann einen Monitorarm (so wird die Platte nicht "durchlöchert").

Wie sind die vielen LEDs der Radiatoren und im "Bachlauf"? Blenden die nicht beim Zocken/Arbeiten? Hatte früher mal eine indirekte LED Beleuchtung am Regal das über dem Monitor platziert war. Die habe ich nach nicht mal einer Woche wieder zurückgebaut.

Wie hast Du die Beine am Tisch befestigt?

Highlight ist am Ende dann noch das Sesselskateboard. :)

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About the author

Igor Wallossek

Chefredakteur und Namensgeber von igor'sLAB als inhaltlichem Nachfolger von Tom's Hardware Deutschland, deren Lizenz im Juni 2019 zurückgegeben wurde, um den qualitativen Ansprüchen der Webinhalte und Herausforderungen der neuen Medien wie z.B. YouTube mit einem eigenen Kanal besser gerecht werden zu können.

Computer-Nerd seit 1983, Audio-Freak seit 1979 und seit über 50 Jahren so ziemlich offen für alles, was einen Stecker oder einen Akku hat.

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