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Festnetzanschluss auf Abwegen: Wenn bei O2 ohne Hinweis aus VDSL heimlich langsames ADSL wird

Aus gegebenem Anlass muss ich heute mal was loswerden. Ich vermute mal, dass die meisten Leser unter euch einen Festnetzanschluss besitzen. In der Regel wird das ein DSL-Anschluss (Kupferkabel) sein. Wer bereits über Glasfaser- oder Koaxialkabel mit bis zu 1 Gbit angebunden ist, der darf sich freuen und entspannt meinen Ausführungen – konsequenzenlos – folgen. Wer aber wie ich, über einen DSL-Anschluss mit einer maximalen Bandbreite von ca. 25 Mbit Download verfügt, der kann heute vermutlich noch einige Informationen mitnehmen und im Zweifelsfall sogar Geld sparen!

Ich fange an der Stelle mal mit meiner Geschichte an, die sich heute zum wiederholten Male ergeben hat. Im Zeitraum von 2015 bis Juli 2020 hatte ich in meiner Mietwohnung eine Bandbreite von 400 Mbit Download und 20 Mbit Upload. Koaxialkabel sein Dank. Als wir dann im August 2020 in unser Haus umgezogen sind, musste ich leider (technisch bedingt) auf DSL (Kupfer) wechseln. Obwohl nur 300 m Luftlinie entfernt, die Koaxialtechnik von Unitymedia (jetzt Vodafone) vergraben liegt. Quasi gibt es hier eine Zwei-Klassen-Gesellschaft. Armutszeugnis mit weißen Flecken auf der digitalen Landkarte! Einen Anschluss an das jetzige Vodafone Koaxialnetz hätte mich 2020 einen 5-stelligen Betrag gekostet.

Also blieb mir nur der DSL-Anschluss übrig. Wenn man seine Mobilverträge bei einem Anbieter hat, dann bekommt man mit unter einen Rabatt auf den Festnetzanschluss. So ist das z.B. bei O2 (aka Telefónica) üblich. Man spart immerhin bis zu 10 € im Monat. Technisch sind bei mir maximal 25 Mbit möglich, weil wir hier noch immer gefühlt in der Steinzeit leben. Das wissen die Anbieter natürlich ganz genau. Man bekommt dann meist den Vertrag mit 50 Mbit Download und 10 Mbit Upload, weil es dazwischen nix anderes gibt. Quasi nimm 16 Mbit oder das teurere Produkt.

Diese Verträge sind ja sehr kreativ ausgelegt, denn so heißt es: min. 3 Mbit Download / 0,7 Mbit Upload und der Vertrag ist quasi ausreichend erfüllt. Oder anders gesagt: Wer sich ein neues Auto mit 500 PS kauft, der soll nicht rumheulen, wenn es doch nur 5 PS sind. Es fährt doch… Eine bodenlose Frechheit nenne ich das! Aber ich schweife ab – zurück zum Thema. Mein Anschluss wurde 2020 mit 50 Mbit gebucht und zu meiner Überraschung lagen nicht mal 16 Mbit an. Der Techniker der Telekom war so freundlich mir zu sagen, dass O2 bei der Telekom nur die 16 Mbit Leitung für mich beantragt hat. Interessant, denn das ist das altbekannte ADSL. Ich gehe heute nicht auf die Begriffe ein und wen das interessiert: Einfach mal googeln!

Die mir am Telefon versprochenen 25 Mbit sind somit auch praktisch gar nicht möglich gewesen. Ich vermute mal, dass O2 und auch andere Anbieter, das durchaus mit System machen. Denn die ADSL-Leitung wird sehr wahrscheinlich im Einkauf günstiger sein und liegt ja immer noch in den Vertragskonditionen mit dem Endkunden. Der Provider verkauft ein Produkt zum teureren Preis, kauft die günstigste Bandbreite und macht am Ende auch mehr Profit. Das ist natürlich schon ein interessantes Geschäftsmodel. Als ich das 2020 bemerkte, habe ich das natürlich auf VDSL und max. 25 Mbit ändern lassen, aber dennoch die 50 Mbit bezahlen müssen. In den meisten Fällen hat man den Vertrag über 2 Jahre und sollte den nicht einfach blind weiterlaufen lassen. Aber ich hatte wenigstens VDSL.

Bei der Vertragsverlängerung konnte ich leider keine besseren Konditionen verhandeln und der Markt konnte mir auch keine Alternativen bieten. Somit verlängerte ich meinen Vertrag um weitere zwei Jahre. Seit gestern hatte ich mit Problemen zu kämpfen, denn ständig kam es zu Internet-Ausfällen usw. Die Vertragsumstellung war auf den 04.07.2022 terminiert, was mich schon stutzig gemacht hat. Was wollen die denn umstellen? Bleibt doch alles wie bisher. Und siehe da, ich wurde von VDSL wieder zu ADSL umgestellt. Dazu muss ein Mitarbeiter der Telekom an den Verteilerkasten und irgendwas umstecken. Mir wurde am Telefon zugesichert, dass alles beim Alten bleibt. Na ja, soviel dazu. Der Servicemitarbeiter (O2 Kundenservice) meinte, dass da ein menschlicher Fehler vorliegen würde. Bei der Vertragsverlängerung wurde versehentlich das falsche Häkchen gesetzt. Das kann man jetzt glauben, muss man aber nicht, denn eine Verlängerung ändert ja nicht den Vertragsgegenstand als solchen.

Jetzt muss ich zwei Wochen warten, bis ich wieder VDSL-Kunde bin und noch immer keine 50 Mbit (wie beworben) erhalten werde. Aber auch dafür gibt es mittlerweile Möglichkeiten, wie man zumindest eine Minderung bzgl. der monatlichen Kosten erwirken kann. Vermutlich wissen das einige von euch, aber eben auch nicht alle. Daher hier eine ganz kurze Beschreibung, wie man zumindest eine Chance auf Preisminderung bekommt. Man muss quasi über 3 Tage hinweg die Leitung messen. Da die Provider nur die Messungen von dieser Homepage akzeptieren, ladet euch die App auf den PC, dort gibt es die Möglichkeit exakt die Minderung messen zu lassen! Link hier: Breitbandmessung

Ihr könnt das ganze recht einfach durchführen, es wird alles erklärt. Ihr müsst eigentlich nur den genauen Vertragsnamen wissen, den ihr mit dem Provider habt.

Am Ende zählt, wenn ihr an einem der drei Tage eine Unterschreitung der Mindestbandbreite habt, oder an zwei Tagen unterhalb von 90% der beworbenen Maximalbandbreite liegt, dann habt ihr Anspruch auf Preisminderung. So ungefähr konnte ich das auf die Schnelle in Erfahrung bringen. Bitte im Zweifel aber noch mal genau recherchieren. Ihr erstellt das Protokoll als PDF und verschickt das ganze an den Provider, zum Beispiel bei O2 unter Minderung.

Hier ein Einzelmessprotokoll Stand 04.07.2022 (nur 21,4 % Download-Speed und 17,1 % Upload)

Breitbandmessung_04_07_2022_21_18_57

 

Da ich ja schon weiß, dass ich auch nach der Umstellung auf VDSL nicht die beworbenen 50 Mbit erreichen werde, sondern nur ca. 50 % davon – mach ich das Nachweisverfahren – sobald die Umstellung auf VDSL erfolgt ist. Meine Erfolgschancen sehen also sehr gut aus, und der Preis wird sich sehr wahrscheinlich halbieren. Auf den Vorschlag wollte man bei den Vertragsverhandlungen nicht eingehen, aber so wird es wohl am Ende kommen (müssen). Wenn auch mit etwas mehr Aufwand.

Fazit

Nachdem ihr nun meine Geschichte kennt, können wir auch ein kurzes Fazit ziehen. Zum einen ist es für ein Land wie Deutschland einfach nur erbärmlich, dass wir in Bezug auf den Breitbandausbau noch immer ein Entwicklungsland sind. Traurig, aber leider wahr! Zum andern entsteht – zumindest bei mir – der Eindruck, dass die Anbieter hier mit der Unwissenheit des Kunden rechnen und bewusst die günstigsten Leitungen einkaufen und ihre teuren Verträge so gewinnmaximierend vertreiben. Wenn man sich die Details der Verträge anschaut, lässt das fast keine andere Einschätzung mehr zu.

Denn wir zahlen im Eurovergleich mit die höchsten Kosten für die Nutzung des Internets und haben im selben Vergleich auch noch die schlechtesten Bandbreiten. Zumindest hat man seit Ende 2021 endlich die Möglichkeit, sich bei Abweichungen die monatlichen Kosten senken zu lassen. Eigentlich war für heute der erste Teil zum Thema Grundlagen über Monitore geplant. Aber wenn einem so ein Koffer um die Ohren fliegt, dann kann ich den nicht unkommentiert stehen lassen. Ich hoffe, dass ich damit zumindest dem ein oder andern einen Wink mit dem Zaunpfahl geben konnte. Lasst euch nicht von den Providern übervorteilen, denn das scheint genau deren Masche zu sein.

Kommentar

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Gregor Kacknoob

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Das wäre für mein Bauchgefühl fast schon Betrug. Dieses "bis zu" soll ja implizieren, dass es auch so viel sein könnten, wenn es die Auslastung und die Signalqualität (blabla) zuließen. Aber nur 16 Mbit bereitstellen bedeutet, dass es faktisch maximal 16 Mbit wären - lol!

Das ändert jetzt leider auch nichts an deiner Situation. Mein aufrichtiges Mitgefühl hast du. Diese politischen, technischen und vertraglichen Altlasten hierzuladen nerven gewaltig. Der Bereich ist irgendwie extrem träge über die jahrzehnte geworden. Die Technologie ist ja da und man hört dann von so Dingen, dass der eine Anbieter viel Geld in die Hand nimmt und aufwändig Kabel an den Straßen verlegen lässt und andere Anbieter die Situation scharmlos ausnutzen, in dem sie ihre Kabel gleich mitverlegen lassen ohne sich an den Kosten beteiligen zu müssen. Die Schmarotzer können dann vorort günstige Angebote vergeben und der Dumme muss die Kosten an ihre Kunden weitergeben und hat dann das nachsehen. Das ist schlicht Assozial. Gibt ja sicherlich noch viele weitere Negativbeispiele, die aufzuzählen niemanden wirklich weiterhelfen.

Es gibt auch positive Beispiele. Ich habe eine 100 Mbit Leitung über das alte Telefonkabel und erhalte tatsächlich so 108 Mbit (O2/Telekom). Dafür gibts alle paar Tage mal Aussetzer, die sich durch deutliche Freezes im Shooter bemerktbar machen. Für solche Momente stöpfsel ich dann mein Handy per USB an und nutze das Mobilnetz. Die 4G Netzabdeckung liegt hier bei so 50 Mbit oder so - reicht auch für UHD+HDR bei Netflix. Unlimited für so 30€ sei Dank.

Ein neues Kabel oder LWL verlegen geht ja ziemlich ins Geld. Wäre Richtfunk eine kostengünstige Alternative? Wäre ja auch witzig, wenn man einen Ort weiter jemanden kennen würde, der einem über Richtfunk mit gescheiten Internet versorgen würde. Wäre soetwas erlaubt? Bitte nicht steinigen, ich denke nur laut und habe keine Ahnung von dem Thema :P

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Martin Gut

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Es ist in allen Ländern genau festgelegt, welche Frequenzbänder wofür genutzt werden dürfen. Das Teilt sich auf von Radiofrequenzen über Modellbaufernsteuerungen, herkömmliches Funknetz, Polizeifunk, Flugplatzfrequenzen bis zu WLAN und Babyfone und Funkmaus.

Je schneller die Frequenz, um so mehr Daten kann man übertragen, aber um so kleiner wird die Reichweite. Deinem Nachbarn dürfest du mit herkömmlichem Funk vermutlich auch Daten übertragen. Mit einer anständigen Antenne kommt man damit auch einige Kilometer weit. Aber die Menge Daten die sich übertragen lässt und die Verbindungsqualität ist da sehr bescheiden. Das würde nicht an einen DSL-Anschluss heran kommen. Für jede Frequenz ist auch die maximale Sendeleistung festgelegt um zu verhindern, dass sich verschiedene Geräte zu stark stören.

WLAN wäre natürlich auch möglich, ist aber in der Reichweite sehr beschränkt. Dazu sinkt die datenrate oft, weil die Frequenzen von zu vielen genutzt werden.

Power-LAN über das Stromnetz wäre auch möglich. Weiter als in der eigenen Wohnung wird das meist aber auch nicht verwendet. Die Qualität soll auch nicht so überragend sein.

Richtfunk dürfte für Private kaum erlaubt sein.

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Igor Wallossek

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Antennen lassen sich doch verstecken, sogar eine gute Lang-Yagi ;)
Wir haben es mit normalem WLAN experimentell schon locker über einen Kilometer mit guten Raten geschafft. Privat-Gelände :D

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R
Ratbo

Neuling

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Was würden denn die Pinken am Anschluss durchschubsen?
Bei Festnetz/INet bleib ich mittlerweile lieber bei denen, das bisschen Geld sparen kostet nur unnötig nerven.
Mit den Roten Ärger gehabt, mit dem blauen Ärger gehabt. Wenn die Soße läuft ist da immer alles gut, kommt es zur Störung käme 1und1 an zweite Stelle. Aber da war auch 8 Tage alles tot. Der Arme am Callcenter hatte dann uns endlich auch das "heilige" Telekom Störungsticket besorgt und im Anschluss auch den Monat gutgeschrieben. Letztes Jahr bei der Telekom bisher nur 2 Tage Ausfall gehabt, da der DSLAM abgeraucht ist und sie das Ersatzgerät erst zusammenflicken mussten. Waren nur 6 Geräte im Rhein Main Gebiet vorgehalten und da gab es den großen Ausfall.

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Sephiroth Nikon

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@Fritz Hunter Wer kennt es nicht, das Spiel mit dem Anbieter. Hatte auch über einen längeren Zeitraum meine Probleme mit einen Anbieter und jetzt ist endlich (nach einem Jahr) alles gut. Das Problem liegt auch teilweise daran, dass das Produkt sich z.B. "DSL 50, 25, 16" schimpft, aber der zugrunde liegende Name nicht dem "Inhalt" entspricht. Da wird auch mal upload und download speed zusammen gerechnet und das als Paket geschnürrt verkauft.

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Igor Wallossek

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10,382 Kommentare 19,296 Likes

Ja, der 40 GHz Intel-PC (8x 5 GHz) :D

Ich zahle bei Magenta im Monat reichlich 100 Euro netto für die 1000/500, aber mit 2 Receivern, Entertain und 8-Stunden-Entstörservice. Das ist eine Menge Holz, aber wenn hier was klemmt (eher selten) gibts pro Tag zumindest 30 GB Datenvolumen aufs 5G Handy.

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ApolloX

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1,687 Kommentare 955 Likes

Ich denk, ein Grundübel sind in Deutschland die Frequenzversteigerungen.

Da werden Milliarden eingenommen und vom Staat seiner allgemeinen Käse geschluckt, also hauptsächlich in Sozial und Rente gesteckt. Muss nicht unbedingt schlecht sein, aber die Provider holen auch das Geld von den Verbrauchern zurück. Das ist also ne zweite versteckte Sozialkasse. Wenn wir jetzt also über die Entwicklungsländer schimpfen, wo das Internet schneller spritzt, muss man auch sehen, das dort weniger Rente aufs Konto spritzt.
So in etwas sieht also mein vereinfachtes Weltbild aus.

Der größere Sauerei sind die fiesen Tarife, die halt Zeugs Nähe am Nepp sind.

Fritz, LTE über die Luft hilft dir nichts?

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Homerclon

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Da gibts aber auch andere, für den Kunden bessere, Verträge.
Bei unserem Vertrag liegt die zugesicherte Mindestrate ca. 2 Mbit (bei down und up) über dem nächst kleineren Tarif. Nicht perfekt, aber besser als das die Mindestrate weit unterhalb des kleinsten Tarifs liegt den es gibt.

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Göran

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155 Kommentare 63 Likes

Das Geschäftsgebaren von O2 ist natürlich unter aller Sau und wer immer auch die Entscheidung getroffen hat, Kunden auf diese Weise abzuzocken sollte sich in die Ecke stellen und schämen.

Trotzdem hab ich Verständnis für die Kommunikationsunternehmen.
Seit dem die Post das Telekommunikationsmonopol abgegeben hat, bestimmen wirtschaftliche Interessen den Markt. Eine Kapitalgesellschaft ist zuerst seinen Geldgebern verpflichtet und dann seinen Mitarbeitern, der Kunde ist da nur Mittel zum Zweck. Darum erfolgt der Ausbau auch nur dort wo es sich für die Unternehmen potentiell rentiert.
Ich wüßte auch nicht wie die Politik hier eingreifen sollte, außer das man den Ausbau finanziell fördert, aber einerseits ist mein Vertrauen in solche Maßnahmen ehr gering. Zum anderen gibt man Unternehmen die Milliardenumsätze haben noch mehr Kohle vom Steuerzahler...

Ich hab das Glück in der Stadt zu wohnen und mit einem Kabelanschluss und wenig Problemen gesegnet zu sein.
Trotzdem wird gerade, im durch das Kabelnetz schon gut ausgebauten Gebiet, Glasfaser verlegt und die Telekom versucht auch schon Kunden für Anschlüsse zu gewinnen.
Wenn es genug Interessenten in den Mehrfamilienhäusern gibt tritt die Telekom an die Eigentümer ran und dann wird LWL bis in die Wohnung gelegt. Da gab es vor kurzem erst einen Beschluss nach dem Vermieter Kabelanschlüsse nicht mehr pauschal in die Nebenkosten drücken dürfen, wohl aber die Kosten für die Installation von LWL-Anschlüssen auf die Mieter umlegen dürfen.

Na ja, ich warte mal ab.

Mein größeres Problem ist, dass ich aktuell eine 200/50 Leitung mit klassischer IPv4 habe und eigentlich ganz gern auf Gigabit upgraden würde. Allerdings bekomm ich dann DS4-Lite und ein neues Endgerät. Aktuell betreibe ich meinen selbstgebauten Wlan-Router an einem Kabel-Modem, das im Bridge-Mode läuft und dynamischer IPv4. Das würde ich gerne so behalten.
Genau so scheint es nicht möglich mit meinem aktuellen Vertrag Dual-Stack zu bekommen, was ich sehr gern hätte. Technisch sollte es kein Problem sein, IPv6 Präfixe haben die Provider auch genug ... aber Vodafone will nicht.
So was bekommt man nur noch als Geschäftskunde. Allerdings sind dann die Bruttopreise die Nettopreise, man muss IPv4 extra zahlen und bekommt eine Fritzbox vorgesetzt.
Es soll wohl auch mit einem eigenen Modem funktionieren, das muß der Provider ja mittlerweile zu lassen, aber es gibt kaum Kabelmodems für Endverbraucher, die Preise sind exorbitant und die Firmware ist so gestrickt, das die Modems vom Provider provisioniert und gewartet werden, was der Provider bei einem privaten Modem natürlich nicht macht...

Ich verstehe nicht was die Versteigerung von Mobilfunkfrequenzen mit Festnetzanschlüssen zu tun hat :unsure:.

Zum Richtfunk ist zu sagen, dass das sehr wohl im gesetzlichen Rahmen möglich sein sollte.
Man braucht halt die richtigen Endgeräte bzw. Antennen.
Klassische Wlan-Antennen sind Rundstrahler und decken eine abgeflachte Kugel im engeren Bereich ab. Nimmt man Richtantennen dann kommt man mit den bei uns erlaubten 100mW Sendeleistung schon ziemlich weit, wenn man einen freien Korridor zwischen den Endpunkten hat.
Ich glaub Outdoor sind sogar mehr als 100mW erlaubt, aber das hängt auch von der verwendeten Frequenz ab. Bei einigen 5Ghz-Frequenzen muss zu dem auf mögliches Wetterradar Rücksicht genommen werden (Stichwort DFS).

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Arnonymious

Veteran

194 Kommentare 75 Likes

@FritzHunter01
Ist bei dir zufällig schon 5G ausgebaut? Ich sitze auch in einem DSL Bandbreitenloch mit Glasfaser in Sichtweite, aber zumindest bis das Haus gebaut ist nicht nutzbar und mache seit einem Jahr gute Erfahrungen mit nem 5G Router. Gute Latenzen und Bandbreite. So wie das hier läuft, stellt sich bei mir die Frage ob ich überhaupt die Investition für Fiber tätigen soll. Falls 5G also verfügbar sein sollte, wäre es imho einen Versuch wert.

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Corro Dedd

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Man muss bei Richtfunk aufpassen, da damit die abgegebene Leistung on air gemeint ist. Hat man bereits einen starken WLAN Sender mit Rundstrahler und hängt da eine Yagi-Uda dran, kann die Sendeleistung in der gesendeten Richtung die 100mW deutlich überschreiten!

Ich weiß gar nicht, was wir damals an der alten Straße mit 1&1 bekamen, ich glaube, die letzten paar Monate konnten wir endlich aufstocken von DSL Light (3-6MBits) auf ADSL 16. Dann sind wir umgezogen, nur eine Straße weiter und trotz, dass der Zugangspunkt nur ca. 160m vom Haus entfernt lag, kamen wieder nur 3-4Mbits an. Leider war das alles noch vor den Urteilen, dass mindestens 90% ankommen müssen. Natürlich war die Vertragsverlängerung nur ein paar Monate alt, im Anschluss sind wir dann zu Congstar gewechselt, welche immerhin sicher im Telekomnetz agieren und bekamen von den 16MBits immerhin 12. Nicht optimal, aber besser als 3 xD

Irgendwann vor 5-6 Jahren hat die Telekom dann ausgebaut und bot hier VDSL 100 an. Die Umstellung war dann auch noch so ein Kapitel für sich, aber nachdem es nach 2 Monaten Internet per Handy 3G (oder hatte ich schon 4G? Bin mir gerade nicht sicher) dann endlich lief, steht nun ziemlich stabil VDSL 100 auf der Leitung. Ausfälle habe ich hin und wieder, wenn ich ins Log schaue, meistens bekomme ich die aber gar nicht mit. Gewitter sind dann noch so ein Ding, wenn irgendwo ein Blitz zuckt, muss sich die Fritz!Box neu synchronisieren. Mittlerweile könnte ich auch auf 250MBits aufstocken, aber da der Upload eh gleich bleibt mit 40, ist es mir das nicht wert.

Und da brat mir doch einer einen Storch... da wollte ich gerade sagen, dass es die Breitbandmessung auch als App für den Desktop PC gibt (Windows, MacOS, Linux Ubuntu/Debian), mache einen Testlauf und erhalte nur etwas über 65Mbits:

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Einen Neustart der Fritz!Box später sieht das Ganze kaum besser aus, Sync unter 80

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Irgendwas ist da faul, da muss ich mich wohl gerade mal auf Störungssuche begeben...

//Edit:
Ich habe so den Eindruck, dass wohl der Allnet Überspannungsschutz einen weg hat, den aus der Kette genommen und Tadaa:

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//Edit 2:
OK, da muss ich mich wohl doch mal bei der Telekom melden:

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//edit 3:
OK, einmal neu verbinden gedrückt und die Geschwindigkeit war wieder, wie sie soll. Hmm... ob ich den Überspannungsschutz wieder dazwischen stecken soll nun? Ich lasse ihn vorerst weg...

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Igor Wallossek

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Heute tut es:

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Corro Dedd

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Ja, nach der kleinen Odyssee von eben lüppt es bei mir auch wieder. Der Upload ist noch nicht wieder ganz da, wo er sein könnte, aber das ist schon ganz gut so, damit kann ich leben :D

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Homerclon

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85 Kommentare 41 Likes

Das ist doch kein DSL Light, ich musste ein paar Jahre mit knapp 0,5 Mbit/s (genauer: 468 kbit/s) auskommen, als es bereits DSL mit 16 Mbit/s gab. Das war DSL Light - mir ist auch bekannt, das es Orte gab/gibt die zwar DSL haben, aber <400 kbit/s -, und es gab keine Alternative. Später gab es Angebote für Richtfunk (Regionaler Provider), und nochmal später DSL über Mobilfunk (LTE) - jedoch nur mit Volumen-Tarif, war das Volumen aufgebraucht ging es von 16 MBit runter auf die zuvor bekannten 468 kbit/s -, bis dann endlich ausgebaut wurde, DSL Vectoring mit bis zu 100 Mbit. Nun warten wir das der Ausbau von Glasfaser startet, nachdem auf der Kippe stand ob es überhaupt genug Interessenten gibt.
Ich erinnere mich noch, das die ersten DSL-Tarife 768 kbit/s hatten. Davor sind die meisten mit 56k oder 64K bzw. 128K (ISDN) gesurft.

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K
Kobichief

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Ich: Hallo Terrorkom, laut meinem Router habe ich seit heute früh Probleme mit der ADSL Synchronisation.
T-Kom: Ja daran liegt ja das Problem, Sie haben "T-DSL" nicht "ADSL".
Ich: REEEEEEEEEEEEEEEE

Zum Glück seit Jahren gutes Internet über Kabel gehabt und nach Umzug direkt Glasfaser mit dem Medienkonverter im Keller (keine Verlängerungs/Hausanschluss/Teilnehmerkagge) und nicht bei den Verbächern von T-Magenta(das war Satire, nicht euer nächster Produktname o_O), FodaFon, 0², M-Ned oder sonstigen Zirkusnummern.

Mein Tipp bei den Gammelanbietern: Geld investieren und massenweise schriftliche Bechwerden per Einschreiben schicken.

Nationaler Glasfaserausbau wurde übrigens schon 1981 durch Helmut Schmitt beschlossen, aber irgendwelche Boomer haben den nächsten Helmut gewählt, der war kein Fan mehr davon.

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Göran

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Das sind die in DE-erlaubten Sendeleistungen inkl. Zusätzen.

https://git.kernel.org/pub/scm/linux/kernel/git/sforshee/wireless-regdb.git/tree/db.txt

So wird es unter Linux als regulatory db eingebunden und angewendet, zumindest wenn man nicht manipuliert ;).

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Corro Dedd

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1,826 Kommentare 686 Likes

@Homerclon
Ja, "echtes" DSL-Light war das 384-768er. War aber dennoch sehr spärlich damals, 6er bezahlt, nur die Hälfte bekommen, daher hatte ich es durchaus als DSL-Light empfunden :D

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GrafBerzerek

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Also bei mir liegt jetzt seit ca. 2 1/2 Jahren Unitymedia bzw. jetzt Vodafone an.
Hatte vorher Telekom, an sich war ich zufrieden, nur die Ersparnis von gut 60 Euro ließen mich wechseln.
Hatte bei Telekom eigentlich alles (Internet, Festnetz, Router, TV mit allen Sendern +HD) waren monatlich
100 Euro, dazu waren noch die Handys dabei, auch 120 Euro...nach dem Wechsel Zahle ich nun gut 80 Euro
weniger. Bis jetzt, Toi Toi Toi, kann ich nicht klagen.

Klar ist Vodafone auch nicht gerade der Verein Nr.1 aber bei uns gibt es derzeit keine Probleme und
auch Telefonisch hatte ich bis jetzt immer einen guten Ansprechpartner am Apparat.

Hoffe die Situation ändert sich bei einigen, dass auch hier oder dort bessere Anschlüsse kommen (y):)

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MeinBenutzername

Veteran

214 Kommentare 76 Likes

Oh, da will man nicht tauschen wollen. Ich hatte noch nicht solche Probleme beim Tarifwechsel. Es wurde stets das eingehalten was gesagt bzw. geschrieben worde. Das Schlechteste was ich je gemessen habe war 95% der Leistung (50MBits), ansonsten liege ich stets sogar immer über den gebuchten Tarif mit +10%. Und Störungen waren in über einer Dekade nur 2x (Baggerarbeiten und Stromausfall in der ganzen Ortschaft) und das nicht seitens der T...... Was man so hört von anderen in der Umgebung und deren Anbieter, deren Probleme sind mir völlig fremd. Bisher hat sich der Mehrpreis wirklich mehr als gelohnt.

Es würde mich nicht wundern dass solche Anbieter, die solch schlechte Anbindungen teuer verkaufen ohne die Probleme zu lösen, bei der T...... auch noch beim Mietpreis ihrer Leitungen einsparen wollen... Damals habe ich mal gelesen, dass die T...... gerne ausbauen möchte, aber die ganzen Billiganbieter würden sich an der Kostenbeteiligung nicht beteiligen wollen. Allen Anschein nach wollten jene nur als reiner Mieter auftreten und sich ihrer teuer ausgebauten Peripherie bemächtigen, um ihre Kunden abzuwerben. Daraufhin kam es bei Siedlungen mit einfachen Einfamilienhäusern oft zum Stillstand mit nur maximal 16MBits, weil der weitere Ausbau nur für Wohnhäuser rentabel sei, wo auf gleicher Fläche mehr Haushalte vorzufinden sind.

Aber Dank der Förderung vom Bund zum Breitbandausbau sollten unstabile und langsame Leitungen in den nächsten Jahren der Vergangenheit angehören.

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Fritz Hunter

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