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Apple A17 Pro SoC: Single-Core-Leistung in Reichweite des Intel i9-13900K

Ein Vorserienmodell des neuen iPhone 15 wurde Anfang dieser Woche dem Geekbench 6.2-Benchmark unterzogen. Das Gerät lief mit iOS 17.0 und hatte den Logic Board-Namen „D83AP“. Der A17 Pro-Chipsatz, der im iPhone 16,1 verbaut ist, ist der erste „3-nm“-Chip der Branche. Apple hat sich für diesen Chip hohe Ziele gesetzt und verspricht Verbesserungen für den gesamten Chip, einschließlich der größten GPU-Neugestaltung in der Geschichte von Apple. Die neue CPU ist bis zu 10 Prozent schneller als der A16 Bionic der vorherigen Generation, sagt zumindest Apple.

Quelle: Apple

Die Geekbench-Ergebnisse

Die Geekbench-Ergebnisse bestätigen die Leistungssteigerungen des A17 Pro. Der Chipsatz erreicht im Single-Core-Test 2914 Punkte, was eine Steigerung von 10 % gegenüber dem A16 Bionic bedeutet. Im Multi-Core-Test erreicht der Chipsatz 7199 Punkte, was eine Steigerung von 3 % gegenüber dem A16 Bionic bedeutet.

Quelle: Geekbench

Leistungsvergleich

Im Vergleich zu anderen mobilen Chipsätzen ist der A17 Pro klar im Vorteil. Er schlägt Qualcomms Snapdragon 8 Gen 2 in beiden Kategorien.

Im Vergleich zu Desktop-Prozessoren

Im Vergleich zu Desktop-Prozessoren ist der A17 Pro in der Single-Core-Leistung fast gleichauf. Im Multi-Core-Bereich kann er jedoch nicht mithalten. Dies liegt daran, dass Desktop-Prozessoren mehr Kerne und Threads haben, wodurch sie mehrere Aufgaben gleichzeitig effizienter bewältigen können.

Technische Details

Der A17 Pro-Chipsatz ist ein System-on-a-Chip (SoC), der aus einer CPU, einer GPU, einer Neural Engine und weiteren Komponenten besteht. Die CPU des A17 Pro besteht aus sechs Kernen, von denen zwei mit einer Taktfrequenz von 3,75 GHz arbeiten. Die GPU des A17 Pro besteht aus 12 Kernen. Die Neural Engine des A17 Pro ist bis zu zwei Mal schneller als die des A16 Bionic.

Fazit

Die Leistungssteigerungen des A17 Pro sind in der Praxis durchuas spürbar. Apps starten schneller, Spiele laufen flüssiger und auch anspruchsvolle Aufgaben wie Videobearbeitung oder 3D-Rendering sind mit dem A17 Pro schneller erledigt. Der A17 Pro ist ein interessanter Chipsatz, der die Leistung von Smartphones auf ein neues Level hebt. Er ist der schnellste mobile Chip auf dem Markt und bietet eine deutliche Leistungssteigerung gegenüber dem A16 Bionic. Apple hat angekündigt, dass der A17 Pro auch in anderen Produkten wie dem iPad Pro und dem Mac verwendet wird.

Quelle: TechPowerUP

Kommentar

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Headyman

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Das Plus geht zu 90% auf die Takterhöhung.
Da scheint man im Design auf der Stelle zutreten, denn taktratenbereingt weniger als 1,3% mehr Leistung.
Und die Taktratenerhöhung hat vermutlich den ganzen Stromspareffekt der 3nm Fertigung aufgefressen.

Die Verbesserungen gehen also quasi größtenteils auf die Vorteile im Fertigungsprozess, die hat Apple aber "geschenkt" bekommen.

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eastcoast_pete

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Obwohl ich nun wirklich kein Apple Fan bin (Benutze v.a. Android und Windows, Apple Smartphone vom Arbeitgeber), machen die doch einiges richtig, und nicht nur indem sie ihre SoCs auf leading und bleeding edge Knoten fertigen lassen. Dazu kommen aber auch Design Entscheidungen, die ich gerne so bei x86/x64 und auch den SoCs für Android sehen würde.
1. Die großen Kerne in Apples SoCs (v.a. für Mobile) sind sehr gut auf "hurry up to get to idle" ausgelegt. Bei Bedarfs Spitzen arbeiten die großen Kerne die schnell ab, und lassen danach die E-Kerne arbeiten. Wenn man nicht gerade mit dem Smartphone spielt oder Benchmarks macht, sorgt das für einen sehr flüssigen Ablauf und gute User Erfahrung bei geringem Durchschnitts Verbrauch.
2. Allgemein scheint Apples Design Leistung eher durch mehr Transistoren pro Kern rauszuholen als durch hohe Taktraten mit entsprechendem Stromverbrauch. Das macht v.a. im mobilen Bereich viel Sinn, und da die Kerne dann auch in den CPUs/SoCs für Laptops und Desktops benutzt werden, bieten auch die im Vergleich mehr Leistung pro J als x86/x64 CPUs.
Wäre schön, wenn sich das jetzt ändert oder vielleicht sogar schon geändert hat (AMDs Phoenix und Intels Meteor Lake) - bin mal gespannt.

3. Bei Qualcomm und anderen Stock ARM Designs leidet die Effizienz auch unter den, im Vergleich zu Apple Silizium, ziemlich lahmen E-Kernen. ARMs kleine Kerne sind nach wie vor in-order Designs, während Apples E-Kerne schon seit mehreren Generationen out-of-order können, und auch deshalb sehr viel mehr Leistung pro J anbieten können. Apples E-Kerne der vorletzten Generation hatten ungefähr die Leistung von (großen) Stock ARM A73 Kernen, also ungefähr 2.5 Mal so viel wie die A55 bei kaum höherem Energieverbrauch.
Das heißt daß Apple SoCs ihre großen Kerne seltener und dann nur kürzer benutzen müssen. Bei Snapdragons oder Dimensitys müssen die großen Kerne öfter und länger arbeiten, da die kleinen Kerne es öfter nicht alleine schaffen. Und das kostet Strom.

Und, etwas off-topic: bei den Single Core Werte für den Snapdragon S8Gen2 in der TechPowerUp Tabelle ist mir etwas unklar, ob die für den X3 sind, oder Durchschnitt für alle großen Kerne. Nehme an, es geht hier um den X3.

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eastcoast_pete

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Bei den Verbesserungen durch die Struktur/den Knoten stimme ich Dir zu; allerdings ist die Perf/J trotzdem sehr beeindruckend. Sowas hätte ich gerne in x86/x64.

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Oberst

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Naja, Smartphone ist halt was anderes als PC. Und wenn man mal die Ryzen6k Notebooks mit Apple M1/M2 Geräten vergleicht (die basieren ja auf den gleichen Kernen wie die Smartphones), dann ist da gar nicht so viel Abstand (siehe z.B. Notebookcheck, die haben Effizienz als Messwert mit dabei). Allerdings nur in Multicore, in Singlecore ist die Effizienz von x86 wegen dem dämlichen Boost grottig. Und Phoenix ist wohl auf 35W konfiguriert gleichauf mit Apple (der M2 Pro ist wohl noch etwas besser, der Max hingegen schlechter). Wobei das Phoenix Gerät wohl dafür im Idle echt schlecht war (schlechter als der Vorgänger Rembrandt).
Was Apple aber wirklich gut kann, ist aus wenig Takt viel Leistung zu holen. Das ist aktuell so das Problem bei x86. Man braucht da bis über 5 GHz wo Apple mit 3,5 GHz kaum langsamer oder gleichauf ist, das kann natürlich nicht effizient sein. In MT muss man dann mit dem Takt deutlich runter, da ist man dann wie gesagt gar nicht so weit von Apple entfernt.
Wobei man aber auch sagen muss, dass die Geekbench Werte nicht gerade glorreich ausfallen, wenn man bedenkt, dass Apple jetzt in 3nm ist. Der Abstand zum Vorgänger in 4nm ist da überschaubar (gerade die 3% Multithread sind für einen besseren Node echt überraschend wenig). Hier könnte sich die Chance für x86 bieten, aufzuholen.

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SpotNic

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Wenn man es nun noch hinbekommen würde, für Mobilgeräte eine vernünftige Desktopoberfläche bei Anschluss eines Monitor zu schaffen. Dann wären Laptops endlich überflüssig und man bräuchte nur ein flaches Gehäuse mit Bildschirm, Akku und Tastatur/Trackpad. Samsung hatte den Ansatz ja mal mit DEX, Aber Android ist halt wie Linux, nur sehr begrenzt brauchbar im normalen Officeeinsatz.

Wie verlässlich ist eigentlich die 3 nm Angabe? Ich meine mich erinnern zu können, dass diese nm Angaben eher Marketing sind als das sie irgendwas mit der Fertigung zu tun haben. Oder ist das bei Apple anders?

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Oberst

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Falsch, Samsung hat das einfach billig von Windows Mobile kopiert. Die hatten das schon deutlich früher. Und HP (Elite X3) als MS Partner konnte das dann noch mal besser, die hatten da einen extra Service, wo man jede x86 Applikation auf's Handy bringen konnte (gegen einen vermutlich nicht geringen Obolus). Ich hatte das normalie Lumia, und auf dem hat das schon super funktioniert. Das Handy wird dabei zum Trackpad und dank USB-C wird es dann gleichzeitig geladen und gibt Bild aus (Laden war aber auch nötig, denn der Desktop Modus hat ordentlich Strom gezogen). Und der Desktop war dann wie ein verkapptes Win10, also nix überraschendes. Ist schon erstaunlich, wie viele Features Microsoft sich für die Geräte ausgedacht hatte, und wie erbärmlich wenig das Marketing daraus gemacht hat. Gibt da noch etliche weitere Features, mit denen sich dann andere Firmen geschmückt hatten (z.B. die Live Photos vom iPhone, mit denen Apple dann im Fernsehen geworben hat).

Bezüglich 3nm: Das ist die Angabe von TSMC. Die bezeichnen ihre Fertigung so. Wobei das ein neuer Node ist, während die 4nm vom Vorgänger, ein Derivat von 5nm waren.

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SpotNic

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Dann hatte es MS halt früher, da es WindowsMobile nicht mehr gibt erübrigt sich jede weitere Debatte. DEX gibts nach meinem Wissen bis heute.

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Oberst

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Naja, dann hättest du das aber anders formulieren müssen. Und das gibt es nicht nur bei Samsung, das bieten auch andere Anbieter mit Android.

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eastcoast_pete

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Gerade bei Apples großen iPhones wäre zumindest von der SoC, RAM (v.a. die 8 GB Modellen) und auch dem NVMe Speicher doch wahrscheinlich möglich, hier auch MacOS laufen zu lassen. Vor allem jetzt, wo die Pro Modelle USB C besitzen.
Und bei großen Androiden (mit S8GEN2 oder Dimensity 9000 und 9200) müsste es doch auch möglich sein, hier mit dual Boot Windows on ARM zu betreiben. Monitor mit DP an USB-C anbinden , Keyboard und Maus dazu - voila.
Bei Apple verhindert das Apple selbst, und bei Android Smartphones Qualcomm und MS.

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Oberst

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Wieso muss es denn Windows on ARM sein? Geht ja auch Linux. Wenn du jetzt meinst, nur weil da Windows drauf steht, laufen alle x86/x64 Apps, hast du dich getäuscht. Dafür hatte MS ja mal den Microsoft Store heraus gebraucht, um x86 und ARM einheitliche Apps bieten zu können (UWP-Apps). Aber das ist alles Schall und Rauch seit sie W10M eingestellt haben. Durch die Rolle Rückwärts hat man schlussendlich auch Win on ARM und den Store getötet, weil die keinen Mehrwert mehr bringen und kein Entwickler mehr einen Vorteil durch den Store hat. Win on ARM ist dadurch immer noch isoliert und als halbtoter Zombi unterwegs, den Store braucht jetzt auch niemand mehr (weil niemand für die paar Win on ARM Geräte entwickelt, das sind ja noch viel weniger als die Phones).
Und verhindert wird das (zumindest bei Android) nicht, gibt ja ein paar Hersteller, die das bieten. Nur interessiert es bisher nur sehr wenige.

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About the author

Igor Wallossek

Chefredakteur und Namensgeber von igor'sLAB als inhaltlichem Nachfolger von Tom's Hardware Deutschland, deren Lizenz im Juni 2019 zurückgegeben wurde, um den qualitativen Ansprüchen der Webinhalte und Herausforderungen der neuen Medien wie z.B. YouTube mit einem eigenen Kanal besser gerecht werden zu können.

Computer-Nerd seit 1983, Audio-Freak seit 1979 und seit über 50 Jahren so ziemlich offen für alles, was einen Stecker oder einen Akku hat.

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