Reviews Avantone Pro Planar Red im Test – Magnetostatischer Kopfhörer der Oberklasse mit viel Licht, Offenheit und kleinen Schwächen

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Sicher, in der Preisklasse zwischen 400 und 500 Euro gibt es viele Offerten an offenen oder halboffenen Systemen. warum also gerade der Avantone Pro Planar Red und vor allem, warum gerade zu diesem Preis? Natürlich kann man bei Audio-Produkten (wie bei Autos oder Haustieren) genüsslich Geld versenken und wird nie ans monetäre Ende der unbegrenzten […]

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ladof239

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Oha. Ein audiophiles Review!

Der Körperschall (microphonics) ist wirklich nervig. Die roten Außenschalen aus Plastik auch billig.
Was du vergessen hast zu erwähnen ist, dass diese Fusel-Pads, nicht nur Fuseln sammeln, sondern auch anderen Dreck und Schweiß.
Die wird man schön oft waschen müssen und gehen vermutlich schnell kaputt.


Meine Kopfhörer-am-Desktop-PC-Reise hat Anfangs der 2000er auch mit den billigen Gaming-Headsets angefangen.
Ach wie billig, mies klingend und miesen Komfort diese doch haben wenn ich mich heute zurück erinnere. ;)

Danach kam der 2010 in den Foren tausendfach empfohlene Beyerdynamic dt 880 an einer Soundblaster X-Fi und später Asus Xonar ST.
Man war dies ein Hochgenuss dachte ich; für die damalige Zeit.

2018 und später der audiophilen Reise total verfallen und vor Ort dämlich überteuerte Referenzkopfhörer wie Audeze LCD-3/4, Stax SR-Omeka Mk2, SR-09(S), Audio Technica, Sennheiser hd 800S/820, Beyerdynamic T1, Focal Stellia/Utopia, Hifiman Arya/ HiFiMAN HE-1000SE ... bis 5000 € hoch habe ich sie alle gehört, ein paar gekauft und später wieder verkauft.

Am Ende beim neuen Heddphone (Hedd aus Berlin) gelandet, gepaart am Topping A90 und Smsl Su-9.
Die Kopfhörer-Reviews von Amirm aus .audiosciencereview.com kann ich nicht empfehlen.
Anders als seine spitzen Lautsprecher Reviews/Messungen sind seine Kopfhörer-Reviews einfach nur subjektiv.
Was der harman-curve (die selber inter-subjektiv ist) nicht entspricht, wertet er schlecht.
Absolut dumm. 😒
Hätte ich nach den Messungen der Harman-curve geurteilt und hätte die Kopfhörer nicht selber gehört, wäre ich nie beim Heddphone gelandet, welcher für "günstige" 1700 € auf dem Level der Boliden weit über 3000 € spielt.
 

ladof239

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Auflösung, Bühne und Tiefenstaffelung kann man auch nicht messen. :D
Doch kann man. Etliche Stunden auf asr.com die Erläuterungen durchlesen zeigt dies.
Du machst (wie viele) auch keinen Unterschied, zwischen Auflösung (welche man objektiv messen könnte) und so etwas wie Detail, was psychoakustisch/subjektiv ist.
Genau so wie Impulstreue, Trägheit der Schallwandlermembran, Schallintensität, Teilchengeschwindigkeit (wie schnell der Schallwandler die Luftteilchen in das Ohr drückt) und und und.

Problem: Keiner macht dies valide oder hat einen Plan ob die Messungen was taugen.
Rtings hat sich mal kurze Zeit danach gemacht so etwas wie die Bühne zu messern. Kann man schwer was damit anfangen.
Auch Amirm bei ASR.com hat (noch) keinen Schimmer davon. Deshalb sind seine Kopfhörer-Reviews auch so subjektiv.

Frequenzgraphen-Messungen zeigen nur Lautstärke einer bestimmen Frequenz. Nicht mehr nicht weniger.
Ein Dynamischer Wandler mit dem exakt gleichen Frequenzgraph klingt nie gleich wie ein Magnetostatischer Kopfhörer.
Auch ein Stax oder der AMT-Treiber des Heddphone klingt ganz anders, was eine simple Messung des Frequenzgraphen nicht zeigen kann.

Die Forschung, selbst der Audio Engineering Society ist noch lange nicht soweit dies methodologisch zu überprüfen oder Algorithmen bereitzustellen.
Bei der Lautsprechern hat diese Reise ein paar Jahrzehnte gedauert (nach welcher Target-Kurve, On-/Off-Axis Frequency Response, Korpus-/Wand-, etc. Reflektionen, Room Response, waterfall/CSD (sehr hilfreich!) etc. pp.)
Und selbst das Resultat was wir heute haben, was Amirm und co. in den Lautsprecher-Reviews immer präsentiert, ist schlussendlich ein subjektives Urteil was man fällt - dem einen gefällts, dem anderen nicht. Da jedes Ohr und Gehirn anders ist.

Es ist eine psychoakustisch-/objektive-Reise mit den Kopfhörern, und wir sind momentan mitten drin.
 

Mondriten~

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Und ich kann nur sagen mit dem "RME ADI 2 DAC V2" machst du nix falsch. Ich besitze nämlich den großen Bunder "ADI-2 Pro FS R Black Edition" In Verbindung mit dem Kopfhörer AKG K-812. Aber selbst ohne den RME Wandler klingt der AKG K-812 am Smartphone noch Super und laut genug, ohne gleich zu verzehren. Ich gebe zu der ist nicht billig, aber irgend wo muss Sound nun mal mit Qualität bezahlt werden, oder...!? Es ist wie mit gutem Essen,...entweder Chili con Carne aus der Dose von Lidl 0,99€ is ok, von Maggi 1,99€, schon besser, oder Selber machen ca. 7€ schmeckt unverfälscht gut. Was ich damit sagen möchte ist, dass der AKG K-812 Kopfhörer und der RME Wandler extra dafür entwickelt wurden um den Sound neutral und ehrlich zu vermitteln. Da wird nix gefärbt, geschönt oder der so genannte Badewannen Trick angewendet. Da ich mich viel mit Audio Mastering beschäftige, kommt es bei mir vor allem auf Neutralität, Tiefenstaffelung und eine saubere Frequenzwiedergabe an. Und das bieten mir der Kopfhörer "AKG K-812" und der "ADI-2 Pro FS R" nun mal. Aber Geschmäcker sind nun mal verschieden und kann sein das meine Kombination für einen Gamer oder Audiophilen gar nicht zusagt. Wir sind alle nur Menschen und nix is perfekt. Auch nicht dieser Text hier.
 

Exorbitantist

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Ich war überrascht, habe seit einer Woche einen Fostex T50RP hier liegen, mit Dekoni-Pads drauf gefällt der mir sogar fast besser als die HiFiMANS die ich im Regal habe. Schön linear aber knackig. Absolut umwerfend (im negativen Sinne) sind hier aber der wirklich billige Kopfbügel

Der Kopfbügel ist tatsächlich nicht toll, alleine schon das fehlen einer "swivel" Funktion für die Earcups ist einfach am falschen Ende gespart. Gerade da der Vorgängerbügel, der noch an den Arya zu finden ist, diese hat. Dafür ist der in der Gesamtkonstruktion einfach allgemein hässlicher. Auch nicht angenehm ist das Zerkratzen des inneren Bügels bei häufiger Größeneinstellung, ebenfalls bedingt durch die dumme Konstruktion. Bei 300-350 € kann man meiner Meinung nach da noch drüber weg sehen. Die restliche Verarbeitung ist nämlich okay. Die Earpads mag ich selbst auch nicht sonderlich, weshalb ich keine Sundara habe - vll hole ich mir irgendwann doch noch welche.
 

felgi

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Der Kopfbügel ist tatsächlich nicht toll, alleine schon das fehlen einer "swivel" Funktion für die Earcups ist einfach am falschen Ende gespart. Gerade da der Vorgängerbügel, der noch an den Arya zu finden ist, diese hat. Dafür ist der in der Gesamtkonstruktion einfach allgemein hässlicher. Auch nicht angenehm ist das Zerkratzen des inneren Bügels bei häufiger Größeneinstellung, ebenfalls bedingt durch die dumme Konstruktion. Bei 300-350 € kann man meiner Meinung nach da noch drüber weg sehen. Die restliche Verarbeitung ist nämlich okay. Die Earpads mag ich selbst auch nicht sonderlich, weshalb ich keine Sundara habe - vll hole ich mir irgendwann doch noch welche.

Ich glaube, da liegt ein Mißverständnis vor. Ich sprach vom Bügel des Fostex. 😉 Aber Du hast absolut Recht, die Konstruktion am Arya ist definitiv die präziseste und imho auch komfortabelste, die HiFiMAN anbieten. Ich hatte aus Neugier den Deva bestellt (dessen Bluetooth-Modul für sich genommen grandios ist), aber aufgrund der beinahe lächerlichen Konstruktion und Materialwahl gleich wieder retourniert. Soetwas darf bei 349€ aufgerufenem Preis einfach nicht unterstützt werden.
Beim Fostex werde ich vermutlich auch eher das Upgrade auf den T60RP gehen, da mir die Konstruktion mit dem Lederband unter dem Bügel deutlich mehr zusagt und man dafür auch symmetrische Kabel bekommt. Naja und schicker in Mahagoni statt Plaste noch obendrein.... 🤭
 

Leon

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Vielen Dank für den Kopfhörertest und den vielen Kommentaren und Anmerkungen der Forenmitglieder. Ich lese diese ich immer wieder gerne und möchte kurz von meinen Erfahrungen berichten.

Mein Interesse für Kopfhörer begann als ich vor Jahren auf den Mitteldeutschen HIFI-Tage mich unbedarft an einen Hörplatz für Kopfhörer setzte, meine eigene CD in den Player legte und hörte. Es dauerte keine 10 Sekunden da es mich geflasht. Es war eine Offenbarung was da plötzlich zu hören war. Es war ein Grado GS-1000e. Seit dieser Zeit lässt mich dieses Thema nicht mehr los. Ich war eigentlich auf der Suche nach Ersatz meiner alten Heco Superior Boxen aus Mitte der 1990 Jahre. Dieses Vorhaben habe ich in zwischen aufgegeben.

Bei meiner Kopfhörerwahl musste ich dann die Entscheidung zwischen Sennheiser HD 800 und Hifiman Edition X2 treffen. Es war eine sehr knappe Entscheidung zugunsten von Hifiman. Der hat mir etwas besser in der Wiedergabe von Stimmen gefallen. Als Kopfhörerverstärker habe ich mir einen gebrauchten Lake People Violectric HPA V100 gekauft und war damit sehr zufrieden.

Am PC habe ich lange mit einem O2 Kopfhörerverstärker und AKG K601 Kopfhörer gehört. Den O2 Verstärker habe ich mir als Bausatz gekauft und zusammengelötet. Dieser ist jeden Euro wert. Den O2 Verstärker habe ich seit kurzen ersetzt durch ein USB DAC + Kopfhörerverstärker Marke Eigenbau. So kann ich jetzt über den USB-Anschluss den Sound digital ausgeben und bin nicht mehr auf den Analogausgang der Onboard Soundkarte angewiesen.

Seit Ende letzten Jahres besitze ich den RME ADI-2 DAC. Dieser war für Roon als DAC gedacht. Diesen hatte ich mir auf Grund der guten Beurteilungen und des verbauten DSP gekauft ohne ihn vorher gehört zu haben. Es ist ein sehr guter DAC und hat einen exzellenten Köpfhörerausgang. Dieser wird den Lake People Violectric ersetzen. Er gibt deutlich mehr Details wieder.

Musik ist Geschmackssache und jeder hat andere Hörgewohnheiten, so muss jeder für sich entscheiden was ihm gefällt. Ich habe viel gelesen und dann möglichst viele Verstärker und Kopfhörer ausprobiert. Sehr hilfreich war für mich als ich vor ein paar Jahren auf der HIGH END in München war. Dort gab es eine „HÖRBAR“. Es war möglich ca. 30 unterschiedliche Kopfhörer aus allen Preisklassen zu hören. Die Hörplätze hatten alle ein iPad mit der gleichen Musikauswahl und einen Lehmannaudio Kopfhörerverstärker. So konnte man die unterschiedlichen Kopfhörer sehr gut vergleichen. Dies kann ich jeden nur empfehlen sollte dies wieder einmal möglich sein.

Ich wünsche allen viel Freude beim Musik hören und beim Ausprobieren neuer Dinge.
 

ladof239

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Viel Spaß mit dem Kopfhörer.

In 99 % der Fälle ist das Testen im Geschäft nicht das Gleiche wie zu Hause im bequemen Sofa.
Da es eine objektiv/subjektive Wahrnehmung ist, hat absolut alles hat einen Einfluss wie wir die Töne wahrnehmen; Tests mit Probanden bereits x-mal nachgewiesen.
Tag, Uhrzeit, Müdigkeit (ausgeschlafen oder nicht), Konzentration, Laune - selbst wie man sitzt (bequem oder nicht) hat Einfluss wie man den Ton wahrnimmt.
Und da das Gehirn adaptiv ist, hört sich ein Kopfhörer nach 50 Std. Hören, anders an als die 1 Std. probehören im Geschäft.

Deswegen heißt es auch audiophile Reise. ;) Ich musste die 20+ verschiedenen Kopfhörer an mehreren Tagen probehören, bevor ich die Kaufentscheidung für den Hedd Heddphone tat.
Tipp ist hier gleich zu Beginn den Lieblingskopfhörer gleich mit dem besten Kopfhörerverstärker zu testen, bzw. diesen welchen (oder einer ähnlichen Qualität) man auch zu Hause zu stehen hat/kaufen wird.

Am Ende bleibt die Realisation dass unter 7,x Milliarden Menschen jeder eine andere Equal-loudness contour hat.
Solange es also keine Kopfhörer gibt die die Frequenzkurve wechseln können, bzw. sich Kopfhörer durchgesetzt haben welche per Programm/Messungen (z.B. durch Mikrophone) jene Frequenzkurve beliebig anpassbar ist - nach eigenem Gehör oder Musikrichtung - genau solange werden Kopfhörerhersteller auch ständig Kopfhörer entwerfen die anders abgestimmt sind.
Der Beyerdynamic T1 gen.3 ist genau so ein Fall. Gefällt einigen nicht, dafür aber anderen.

Genau deswegen ist die Einstufung in "gut/schlecht" alleine durch Bewertung der Frequenzkurve, z.B. wie bei Reviewern Amirm aus asr.com, auch nicht per se zu empfehlen.
An selber probehören kommt man nicht vorbei. Und auch nicht mehrere Kopfhörer zu kaufen, welche für unterschiedliche Musikrichtungen ausgelegt sind.
 

Igor Wallossek

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Da hast Du absolut Recht, es gibt eigentlich keine perfekten Universalhörer.
 
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