Gaming Testberichte

WoW: Battle for Azeroth im Test: DX11 gegen DX12 und AMD gegen NVIDIA

Leistung mit und ohne SMT

World of Warcraft wurde zu einer Zeit entwickelt und auf den Markt gebracht, als Single-Core-Prozessoren noch die Norm waren. Deswegen war der Titel in seinen Anfängen überhaupt nicht für Multithreading optimiert. Dieses Spiel hat natürlich seine 3D-Engine im Laufe der Jahre weiterentwickelt, aber sein Management der CPU-Ressourcen, insbesondere SMT, ist immer noch unvollkommen: Bei unseren Tests stellten wir schnell fast, dass diese Technologie bestenfalls keine, schlimmstenfalls negative Auswirkungen auf die Leistung haben würde. Um eine möglichst allumfassende Analyse zu erstellen, entscheiden wir uns für drei Grafikkarten, die für die drei wichtigsten Architekturen auf dem Markt repräsentativ sind: Die GeForce GTX 1080, Radeon RX 580 und RX Vega 64.

Das SMT hat einen Einfluss auf die Gesamtleistung, aber auf eine subtilere Art und Weise, als wir es ursprünglich angenommen hatten! In DirectX 11 sind bei der GeForce-Karte keine Veränderungen festzustellen. Die Performance der Vega 64 hingegen sackt leicht ab. Bei der RX 580 hingegen verbessert SMT die Leistung geringfügig. In DirectX 12 ist der Unterschied bei der RX 580 unbedeutend, während die Leistung der Vega 64 Karte leicht steigt und bei der GeForce GTX 1080 sinkt.

Aber der wichtigste Punkt ist die Frametime: Sie ist bei deaktiviertem SMT systematisch stabiler, unabhängig von der Grafikkarte! Wir haben uns daher für die folgenden Tests entschieden, den SMT zu deaktivieren, wenn er aus Sicht der erwarteten Leistung relevant ist.

Leistung gemäß den grafischen Optionen

Abhängig von den gewählten Grafikoptionen sinkt die Leistung einer Grafikkarte in Spielen stark. Mit allen drei Karten durchlaufen wir die vom Spiel bereitgestellten Voreinstellungen: Low (Grafikstufe 2), Medium (Grafikstufe 5), Hoch (Grafikstufe 7) und Ultra (Grafikstufe 10). Noch einmal zur Erinnerung: Wir haben die Umgebungsdetails in der höchsten Voreinstellung von „Ultra“ auf „Hoch“ gesetzt, damit HBAO+ deaktiviert bleibt. Darüber hinaus wurden die Details der Umwelt (?!?) auf Stufe 9 beschränkt. Die Tests wurden mit deaktiviertem SMT durchgeführt.

MSI GTX 1060 Armor OC 6G

 

MSI RX 580 Gaming 8G Gaming 8G

 

AMD RX Vega 64 

Die Leistung ist in DirectX 11 durchgängig besser, unabhängig von der Grafikkarte, mit einer Ausnahme: der RX 580. Mit diesem Grafikprozessor ist die Leistung in DirectX 12 mit maximalen Grafikeinstellungen etwas besser und völlig identisch, unabhängig von der verwendeten API, sobald die Grafikdetails reduziert werden! Auch hier ist die Anzahl der dargestellten Frametime in DirectX 12 weniger wichtig als in DirectX 11, obwohl die Unterschiede zwischen diesen beiden APIs bei diesen Karten recht gering sind.

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About the author

Yannick Guerrini

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