Grundlagenartikel Netzwerk Praxis RGB Controller und Steuerungen Testberichte

WLAN sagt: Es werde Licht! Wie man LEDs mit WLED zu Beleuchtungszwecken einfach via WLAN selbst steuert | Praxis

Der Aufbau

Für diesen kleinen Artikel ist es denkbar einfach, dieses System zum Laufen zu bekommen, wir werfen also mal einen Blick auf den vereinfachten Schaltplan:

Links unten sehen wir die Buchse, in die das 5V Netzteil mittels einem 5,5 cm Hohlstecker eingesteckt wird. In der Mitte der Buchse wird +5V geführt, der Mantel beherbergt den Minuspol. Auf der rechten Seite sehen wir den verwendeten Microcontroller, den ESP 8266. Dieser wird auf [VIN] mit dem Pluspol der Buchse verbunden und diese Leitung geht danach parallel auf die [+5V] vom WS2812B LED-Streifen. Genauso verfahren wir auch mit dem Minuspol. Dieser geht am Microcontroller auf [GND] und parallel dazu auf [GND] vom LED-Streifen.

Der Pin [D4] des ESP wird mit [DIN] vom LED-Streifen verbunden und dann ist es auch schon geschafft. Hier nochmal das Pinning in der Übersicht:

ESP8266

5,5 cm Hohlbuchse

D4 auf DIN

Minuspol auf GND Microcontroller und GND auf LED-Streifen

Pluspol auf VIN Microcontroller und +5V auf LED-Streifen

Wenn wir diesen Aufbau realisiert haben, können wir einmal den Strom anstellen, indem wir das 5V Netzteil einstecken, nun sollte die LED auf dem Microcontroller leuchten. Danach trennen wir das Netzteil wieder und verbinden den Microcontroller mit einem Micro-USB-Kabel mit einem USB-Port an unserem PC, achtet dabei bitte darauf, dass ihr wirklich ein USB-Datenkabel verwendet und kein USB-Ladekabel. Zweiterem fehlen nämlich die Datenleitungen D+ und D-.

Nachdem der Microcontroller mit dem PC verbunden ist, solltet Ihr im Gerätemanager in der Systemsteuerung unter „Anschlüsse (COM & LPT)“ einen Eintrag finden, der z.B. „Silicon Labs CP210x USB to UART Bridge (COM24)“ lautet. Achtung: Je nach Board (Node MCU oder Generika) können dort auch andere Einträge stehen, wichtig ist in diesem Zusammenhang nur, dass dort ein neues Gerät aufgetaucht ist.

Die Installation

Der nächste Schritt besteht darin, den ESP Home Flasher auf dem Rechner zu installieren (Windows) und die entsprechende Firmware von der WLED-Seite herunterzuladen. Linux und andere Betriebssysteme schauen bitte auf Github nach deren Installationsanweisungen.

Nach den Downloads starten wir den ESP Home Flasher und wählen den COM-Port an, auf dem der ESP8266 liegt. Die Firmware, welche wir ebenfalls heruntergeladen haben, bringen wir über den Button „Browse“ in die Software. Betätigt den Button „Flash ESP“ und schon wird die Firmware geschrieben. Erwähnenswert ist hier, dass der Flashvorgang ggf. länger dauern kann, wenn auf dem Controller schon einmal ein anderes Programm war.

 

Wenn Ihr diese Meldung sehr, ist der Flash-Vorgang erfolgreich beendet.

 

Lade neue Kommentare

I
Inxession

Mitglied

24 Kommentare 17 Likes

Hab mittlerweile schon einige WLED Lampen gebaut.

Habe damit unter anderem meine Pexliglas Boxen Ständer von unten beleuchtet.

Zudem mit dem 3D Drucker einige "Desk Lamps" gedruckt und aufgebaut.

Das ist schon ein High-"LIGHT" ...

Definitiv ein nettes Geschenk, made by yourself.

Antwort 3 Likes

Dummbatz

Veteran

182 Kommentare 45 Likes

Schönes Projekt, hatte mich auch schon mal damit beschäftigt.

Was mir aber nicht gefällt ist das aufkleben der LED Streifen irgendwo auf der Wand. Das hat 2 Gründe:

1) Kommt da jemand beim putzen dran ist das schnell mal was ab ??

2) Was ist mit Kühlung ?? Ich meine mal was gelesen zu haben das die gekühlt werden müssen.

Evtl. kann mich da ja mal aufklären

Danke

Antwort Gefällt mir

S
SaschaT

Mitglied

16 Kommentare 4 Likes

Ich kann dir da zwar nicht wirklich weiterhelfen: Ich wäre jetzt eigentlich davon ausgegangen, dass LEDs nicht gerade so viel Strom verbrauchen, dass man sie wirklich kühlen müsste.

Mein Plan war eigentlich, das ganze hinter "milchigem/trüben" Plexiglas zu verbauen, dann sollte das ganze gleich ansprechender aussehen.
Oder Alternativ kann man auch Aluminiumprofile mit milchiger Abdeckung dafür verwenden.

Aber Dank dir mache ich mir jetzt Gedanken über die Hitzeentwicklung ;-)
Aber beim vorgeschlagenen Netzteil mit 30W und 5m Länge der LED-Strips mit 150 LEDs?

Wenn man bei den LEDs die Farbe "Schwarz Pcb Ip65" auswählt, dann kosten die nur 18 € und die haben sogar "IP65" (sind gummiartig überzogen). Wäre das nicht die bessere Wahl?

Finde den Artikel echt richtig gut.
Ich würde mich über ein paar Links oder Tipps freuen, falls man sich tiefgehender mit dem Thema beschäftigen möchte.
Bisher waren meine eigenen "Recherchen" irgendwie nicht so wirklich von Erfolg gekrönt und endeten meist in Verwirrung ;-)

Antwort Gefällt mir

Klicke zum Ausklappem
crankzware

Hersteller-Account

22 Kommentare 20 Likes

Servus Dummbatz!

Also die herkömmlichen WS2812B Streifen musst du nicht kühlen. Die Leiterbahnen, auch bei flexiblen Streifen sind breit genug ausgelegt, dass dort ein Großteil der Hitze ohne Probleme über Konvektion abgeführt wird :)

Du kannst deine Stripes auch in LED-Profilen verstecken, die gibt es idR in jedem Baumarkt, aber selbst wenn du da dran kommt, ist normalerweise nicht sofort was ab, die halten schon ein bisschen was aus.

Antwort Gefällt mir

crankzware

Hersteller-Account

22 Kommentare 20 Likes

Wie ich bereits Dummbatz geantwortet habe, muss man sich über die thermische Last keine Gedanken machen. Das ist ja das Gute an dieser Technologie im Gegensatz zu Glühwendeln. Sie wandeln den Großteil der Energie tatsächlich in Licht um und nicht in Hitze :)

Antwort Gefällt mir

Danke für die Spende



Du fandest, der Beitrag war interessant und möchtest uns unterstützen? Klasse!

Hier erfährst Du, wie: Hier spenden.

Hier kannst Du per PayPal spenden.

About the author

Bernhard Baumgartner

Bernhard ist langjähriger Hardwareentwickler in der Optoelektronik, der gern mal aus dem Nähkästchen spricht und mit seinem Start-Up CrankzWare einen plattform- und herstellerunabhängigen RGB-, Fan- und Pumpencontroller namens RainPOW entwickelt hat und vertreibt.

Werbung

Werbung