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tile geht wegen iOS13-App-Einstellungen gegen Apple vor

Am Freitag, den 17. Januar fand eine Kongressanhörung statt, an der Vertreter von PopSockets, Sonos, Basecamp und Tile teilnahmen. Diese Unternehmen sagten im Rahmen einer kartellrechtlichen Untersuchung gegen große Technologieunternehmen wie Apple, Google, Facebook und Amazon aus. Die kleinen Unternehmen teilten ihre Beschwerden gegen die großen Giganten mit, insbesondere darüber, wie sich ihre Geschäftspolitik und Veränderungen auf ihr Geschäft auswirken.

Basecamp sagte gegen die Anzeigenpolitik von Google As aus, die es Konkurrenten erlaubt, Anzeigen mit dem Namen des Unternehmens zu kaufen. Dies gibt ihnen mehr Sichtbarkeit in den Suchergebnissen oberhalb der Suchleiste und die einzige Möglichkeit, dem entgegenzuwirken, ist, dass das Basecamp “Schutzgeld” zahlt. Das bedeutet, dass das Unternehmen als Gegenmaßnahme Anzeigen mit dem eigenen Markennamen kaufen muss. Sonos behauptet, dass Google seine Technologie kopiert hat. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass all diese Unternehmen behaupten, dass sie von den großen Technologieunternehmen schikaniert werden.

Tile entwickelt Location-Tracking-Lösungen, die mit iOS und Android funktionieren. Um den vollen Funktionsumfang zu bieten, greifen die entsprechenden Apps auf Bluetooth- und die Standortverfolgungsfunktionen des Smartphones zurück. Mit iOS 13 und iPadOS 13 hat Apple die Standortverfolgungsfunktionen für Drittanbieter-Entwickler abgeschaltet.

Vor iOS 13 erhielten die Benutzer eine einfache Aufforderung, den Apps die Verfolgung ihres Standorts zu ermöglichen, wenn sich diese im Vordergrund befinden. Ebenso war es möglich, ihren Standort auch im Hintergrund zu verfolgen. Die dritte Möglichkeit war, den Zugriff auf den Standort durch die Anwendung gänzlich zu unterbinden. Mit iOS 13 änderte sich dies vollständig in einen zufälligen Ansatz. Die Benutzer erhalten jetzt die folgenden Aufforderungen:

  •     Während der Benutzung erlauben
  •     Einmal zulassen
  •     Nie zulassen

Um die Option zu erhalten, die Standortverfolgung von Apps im Hintergrund immer zuzulassen, müssen die Benutzer die App weiterhin verwenden und hoffen, dass die Eingabeaufforderung angezeigt wird. Benutzer können nicht einmal zu den Einstellungen gehen, um die Option manuell zu aktivieren, da diese nicht erscheinen, wenn die Anwendung nicht eine zufällige Anzahl an Minuten benutzt wurde.

Da Unternehmen wie Tile auf eine kontinuierliche Standortverfolgung im Hintergrund angewiesen sind und Benutzer diese Daten gerne zur Verfügung stellen, weil sie ja die Bluetooth-Tracker von Tile wissentlich für die Ortung von Objekten kaufen und verwenden, macht Apples Argument, dass diese Änderung im Namen der Privatsphäre vorgenommen wurde, wenig Sinn. Der Konzern zeigt sich aber bereit, nachzubessern.

Apple hat auch den NFC-Chip im iPhones wegen „Bedenken beim Datenschutz und der Sicherheit“ eingeschränkt, was dazu führt, dass es lange Zeit keine Konkurrenz und auch keine Alternativen zu Apple Pay unter iOS gab.

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Jakob Ginzburg

Redaktion | Geschäftsführung | Vermarktung

Meistens eher im Hintergrund unterwegs, kümmere ich mich um den Geschäftsbetrieb und schreibe hin und wieder News sowie Reviews.