Datenspeicher Speichermedien Storage Testberichte

TerraMaster F4-210 im Test: Datenhoheit für den kleinen Geldbeutel und bei geringen Ansprüchen

In den Zeiten von Zwang-Home-Office und „Social Distancing“ sehen sich Unternehmen, Freiberufler und auch Privatanwender mit neuen Problemen und Herausforderungen konfrontiert. Abseits von leeren Regalen im Supermarkt, ist das Geldverdienen ein heiß diskutiertes Thema. Wie müssen bisherige Arbeitsprozesse angepasst werden, damit beispielsweise ein Arbeiten von zu Hause möglich sind? Wie schafft man Daten von A nach B, wenn Sharing-Anbieter (und damit meine ich nicht Netflix und co.) ihre Datenraten reduzieren und Warteschlangen für den Upload von Daten in die Cloud einführen? Ein eigenes NAS-System kann eine Lösung sein. Beispielsweise die TerraMaster F4-210.

Um auf die veränderte Marktlage zu reagieren und bestehende digitale Strukturen zu erweitern, müssen fast schon unweigerlich gewisser Investitionen getätigt werden. Insbesondere kleine Unternehmen, die um das Überleben kämpfen, wollen den Arbeitsfluss ihrer – nun daheim sitzenden Mitarbeiter – so effizient, wie nur möglich gestalten. In Krisenzeiten müssen Arbeitgeber jedoch auch sparsam mit den Ressourcen umgehen und Investitionen wollen gut überlegt sein. Genau hier spielt TerraMaster die eigenen Stärken aus: Ein günstiger Preis trifft auf einen üppigen Funktionsumfang. Doch deutschsprachige Anwender müssen auch Kompromisse eingehen, denn der aus Taiwan stammende Hersteller ist ein Underdog im NAS-Markt, der mit seinem kleinen Team aber durchaus auch gegen die großen, etablierten Anbieter behaupten kann.

Die Ausgangslage sieht wie folgt aus: Da gängige Cloud-Anbieter und entsprechende Lösungen von Google, Amazon, Dropbox, Box.net und co. nur eine begrenzte Kapazität bieten und einige anfangen bzw. lautstark darüber nachdenken, die Bandbreite zu limitieren, will ich die absolute Datenhoheit haben. Dabei soll der eh schon dünne Geldbeutel nicht zu sehr belastet werden, auf die Datensicherheit will ich aber auch nicht verzichten.

Mit vier Bays bietet die TerraMaster F4-210 die Möglichkeit für die Nutzung von RAID 10, womit ich durch den Zusammenschluss von zwei Festplatten eine etwas höhere Geschwindigkeit habe, als beim Einsatz von einzelnen Laufwerken. Auf der anderen Seite kann ich beim Ausfall einer Festplatte weiterhin auf die Daten zugreifen und muss praktisch keinen Datenverlust befürchten. Mit Hinblick auf die Kosten greife ich zu NAS-spezifizierten HDDs von Seagate. Die IronWolf NAS HDDs sind auf den 247/7-Betireb ausgelegt und werden bei beim gängigen Preisvergleich für knapp 73 Euro angeboten. Gegenüber Produkten von Mitbewerbern spare ich knapp über 10 Euro pro Platte. In der 2TB-Version muss ich zwar auf die erweiterte IronWolf Health Management Funktionalität verzichten, die es ab 4TB-Festplatten gibt, spare aber pro HDD knapp 30 Euro und begnüge mich mit einer simplifizierten Auswertung der Festplatten-Konditionen, die von dem TOS-Betriebssystem der TerraMaster-NAS bereitgestellt werden. Auf das IronWolf Health Management bin ich in folgendem Beitrag näher eingegangen: NAS-Zuverlässigkeit sicherstellen: IronWolf Health Management und Euer NAS

Die TerraMaster F-210 kostet zum Zeitpunkt des Testlaufs knapp 256 Euro, einige Anbieter haben das System inklusive Festplatten als Bundle im Sortiment und bieten dieses mit einem kleinen Preisaufschlag an.

Wir verwenden Cookies, um Ihnen das beste Nutzererlebnis bieten zu können. Wenn Sie fortfahren, diese Seite zu verwenden, nehmen wir an, dass Sie damit einverstanden sind. Datenschutzerklärung